Dienstag, 10. Januar 2012

Von einem besorgten hhvm, einer grandios gescheiterten demokratieoffensive und von einsamen männern, ganz oben an der spitze

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

und da habe ich mir schon sorgen gemacht, dass mir im neuen jahr der stoff ausgehen wird für meinen blog. Aber nein, ganz im gegenteil, diese woche gibt es genug stoff, der für mehrere einträge reichen würden und sicher noch für resonanzen sorgen wird. Aber schön langsam und der reihe nach: jetzt ist schon wieder was passiert (wie es am anfang der krimis von wolf haas immer heißt; übrigens eine wirkliche leseempfehlung), und zwar ein absolutes schmankerl, ein hölzel, das dem blogger zugeworfen wurde, ein aufgelegter elfmeter ohne tormann. Gestern nachmittags sprießt auf der facebookseite der hotvolleys und auch auf der facebookseite des hhvm ein zartes pflänzchen der demokratie. Hhvm oder sein alter ego uhp oder doch ein unbekannter ghostwriter schreibt, dass der sieg der bjhv (im eintrag genannt „die hotvolleybuben“) im cupspiel gegen den vc hausmannstätten aus der 2. bundesliga ost eigentlich eine niederlage für den österreichischen volleyballsport sei, dass die österreichischen spieler der vereine der 1. bundesliga zu schwach seien teams aus der 2. bundesliga zu besiegen und dass gute nachwuchsarbeit nur in der steiermark und in wien gemacht würde. Und dann wendet sich der schreiber verzweifelt an die leser und leserinnen mit der bitte um ideen und vorschläge, wie man die situation verbessern könnte. Den gesamten eintrag kann der werte leser und die werte leserin hier unten lesen (zum vergrößern einfach auf das bild klicken).

Das hat mich dann schon etwas verwundert, nicht so sehr, ob des anfluges von glasnost aber ob der tatsache, dass hhvm eigentlich gleich uhp um rat fragen hätte können, ist dieser doch nicht ganz unwesentlich für die situation, in der sich der volleyballsport in österreich  befindet, verantwortlich. Und während ich mich noch gewundert habe, nimmt das unheil seinen lauf. Es erscheinen auf der facebookseite nicht die möglicherweise erwarteten oder zumindest erhofften jubelchöre von claqueuren im stile von „bitte lieber bürgermeister michi häupl, gib den hotvolleys ein paar millionen euro, damit sie dicke kinder wieder schlank machen können und sich nebenbei noch ein paar legionäre kaufen können“, sondern zwei zugegebenermaßen kritische, aber keinesweg unsachliche oder beleidigende und nicht anonyme  kommentare - einer von einem guten freund von mir und einer von einem nicht ganz so guten freund des hhvm/uhp - auf der facebookseite. Auch diese kommentare möchte ich dem werten leser und der werten leserin nicht vorenthalten (zum vergrößern einfach auf das bild klicken).


Und jetzt wird es wirklich interessant und spannend, jetzt folgt der lackmustest für das demokratieverständnis für den, der um ideen und kommentare gebeten hatte. Das ergebnis ist seit heute früh auf der facebookseite der hotvolleys zu besichtigen. Schwuppdiwupp, die kommentare wurden gelöscht und  die kommentarfunktion, interessanterweise nur auf der facebookseite des hhvm gesperrt (siehe unten, zum vergrößern einfach auf das bild klicken).

Aber hallo, wie peinlich und ungeschickt ist das denn? Wenn man social media wie facebook benützt - ich persönlich bin da ja eher vorsichtig und überlasse daher die extensive nutzung den jungen, da ich das für mich mit einem altern in würde nicht so ganz vereinbaren kann – dann sollte man das demokratische potential dieser medien nicht unterschätzen. Und außerdem sollte man bedenken, dass sich mit rechtzeitigen screenshots (nein, nein das ist nichts unanständiges) alles was dort ins netz gestellt wurde, dokumentieren lässt. Aber vielleicht haben wir da etwas missverstanden, vielleicht hätten etwaige kommentare und ideen zuerst an hhvm geschickt werden müssen, der sie dann quasi in einer doppelconferience mit uhp nach prüfung entweder, wenn sie das präsidiale wohlgefallen erweckt hätten ins netz gestellt oder bei missfallen in den elektronischen mistkübel entsorgt hätte.

Nachdem also die demokratieoffensive auf das peinlichste gescheitert ist holt ein „besorgter“ hhvm in bekannter weise in einer presseaussendung, die im gleichen wortlaut auch auf der homepage der hotvolleys und bei sportlive erscheint, zum medialen rundumschlag aus. User terramagna hat diesen link (http://www.sportlive.at/syndicate/extern/hotvolleys.at/artikel_showartikel.php?aid=0000076684) mit dem kommentar „ohne worte“ online gestellt. Da fehlen einem wirklich die worte, wie hhvm mit dem legionärswesen bei österreichischen vereinen abrechnet. Wer soll diesen gesinnungswandel ernst nehmen? Ich habe dazu schon vor einiger zeit in einem bezeichnenderweise mit „der fuchs und die trauben“ (http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/03/der-fuchs-und-die-trauben-oder-wie.html) betitelten blog stellung genommen, ich erspare mir und dem mündigen leser und der mündigen leserin jeden weiteren kommentar.

Ach ja, ein paar diskussionsvorschläge zur verbesserung der situation im österreichischen volleyball hätte ich auch noch, und die gebe ich, da ja von höchster stelle so hilfeheischend darum gebeten wurde gerne zum besten:
  1. Reduktion der anzahl der am feld befindlichen legionäre auf 2 bis 3, nach dem vorbild der türkei, die uns ja bei der eurovolley gezeigt hat, wo der bartl den most holt, oder zyperns, wo pokka karava den bjhv im challenge cup zwei lehrstunden - viel mehr war es mit 69 und 67 minuten spielzeit tatsächlich nicht – erteilt hat.
  2. Wir brauchen mehr volleyballakademien, aber nicht in form von vereinsakademien, sondern als regionale zentren.
  3. Die aufnahme in diese akademien darf nicht an die zugehörigkeit zu einem verein gebunden sein und muss transparent und so objektiv wie möglich gestaltet werden.
  4. Der erfolg solcher akademien muss regelmäßig evaluiert werden, sodass die gefahr, dass die öffentlichen fördergelder rückstandsfrei verbrannt werden, minimiert werden.
  5. Das produkt volleyball muss besser vermarktet werden; es kann beispielsweise nicht sein, dass uns ein virtueller medienwert der eurovolley auf den euro genau vorgerechnet wird, die fernsehzeit auf die sekunde genau, aber die eurovolley im jahresrückblich des orf unter http://sport.orf.at/ aber mit keinem wort erwähnt wird.

Und weil es schon lange keine musik mehr gegeben hat in diesem blog, habe ich diesmal aus gegebenem anlass ein trauriges lied ausgewählt für alle mächtigen männer ganz oben an der spitze, dort wo die luft schon dünn ist und freunde selten sind; und nicht vergessen, das, was die mächtigen am meisten fürchten, ist das lachen der ohnmächtigen (nachzulesen unter anderem bei umberto eco in seinem roman „der name der rose“): http://www.youtube.com/watch?v=kaLrbzJefoM

Und ganz zum schluss möchte ich noch der im unterschied zu den bjhv nicht blutjungen aber doch sehr jungen mannschaft von svs sokol gratulieren, die innerhalb zweier saisonen den durchmarsch von der landesliga in das aufstiegsplayoff für die 1. bundelsiga geschafft hat. Super gemacht burschen!
  

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.
Da steht normalerweise mein schlusssatz. Das ungeschwärzte original findet der kundige leser und die kundige leserin weiter unten.

Dienstag, 3. Januar 2012

Von sagenerzählern und fackelträgern, von fehlenden abrechnungen und von erfreulichen überraschungen

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

ich hoffe die werten leser und die werten leserinnen haben die feiertage gut verbracht. Wie angekündigt hat sich der blogger auch ein paar freie tage gegönnt, aber jetzt geht es wieder los mit den wöchentlichen einträgen. Noch im letzten jahr hat es ja von der eurovolley sensationelles zu berichten gegeben, oder um es mit den worten von uhp zu sagen, sagenhaftes! Sagenhafte 1.7 milliarden menschen haben die eurovolley im fernsehen verfolgt und das in der ganzen, weiten welt, in 114 ländern war die eurovolley zu sehen. Also wirklich aber auch, das ist tatsächlich saaaagenhaft. Und alles ist natürlich auf der övv homepage (mit dem üblichen begleitbild http://www.volleynet.at/News/0000076482) und in den printmedien (leider ohne das übliche begleitbild http://kurier.at/sport/sportmix/4478791-heim-em-hatte-ueber-1-7-milliarden-tv-zuschauer.php) nachzulesen. Dort ist übrigens auch zu lesen, dass – und ich zitiere wörtlich „zu den meistgesehenen spielen übrigens italien – finnland“ gehörte. Das lässt mich jetzt etwas ratlos zurück. War es eines der spiele mit den meisten tv zuschauern, oder das mit den meisten? Egal. Laut övv homepage sahen 91 millionen menschen diese vorrundenpartie aus innsbruck im fernsehen. Das erklärt jetzt natürlich auch warum sich nur ein paar hundert zuschauer in die halle verirrt hatten um dieses spiel (und leider auch andere spiele) live mitzuerleben. Die sind trotz intensivster anstrengungen - ich erinnere in dem zusammenhang nur an den ausflug der övv-spitze zum final four nach italien samt italienischem (!) werbematerial – lieber zuhause vor dem fernseher geblieben (http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/03/der-fuchs-und-die-trauben-oder-wie.html). Aber spaß beiseite: es ist doch nicht zu glauben, dass monate nach ende der eurovolley zwar der medienwert der veranstaltung auf den euro genau errechnet wurde, die tv zeit auf die sekunde genau und jetzt die anzahl der tv zuschauer zwar relativ ungenau mit 1.7 milliarden (da bin ich schon ein wenig enttäuscht, ich hätte das schon gern etwas genauer gewusst, also ob es jetzt beispielsweise 1 725 345 231 oder doch eher 1 725 345 232 fernsehzuschauer gewesen sind) präsentiert wird, aber es bis heute keine abrechnung gibt, aus der der interessierte leser, die interessierte leserin erfahren, wieviel euro gewinn oder (der schelm in  mir sagt mir: wahrscheinlicher) verlust gemacht wurde. Anstelle uns mit virtuellen werten zu unterhalten und sich als sagenerzähler zu gerieren sollte man beim övv  doch endlich diese zahlen auf den tisch legen. Es geht hier, wie schon in einem meiner letzten einträge geschrieben, schließlich auch um öffentliche mittel.
Aber jetzt zu zwei absolut erfreulichen ereignissen: vca hypo niederösterreich hat im cev challenge cup den serbischen vertreter novi sad eliminiert und sich damit für die dritte runde in diesem bewerb qualifiziert. Herzliche gratulation! Und das zweite ereignis freut mich fast noch ein bisschen mehr, weil es anlass zur hoffnung auf eine bessere zukunft im österreichischen volleyball gibt: das österreichische männliche jugendnationalteam (jahrgang 1995 und jünger) wurde mevza youth champion. Auch dazu herzliche gratulation. Was allerdings weniger erfreulich ist, ist die tatsache, dass es mir trotz intensiver recherche unmöglich war, nähere hintergrundinformationen auf der övv homepage zu finden, abgesehen von einem kurzen bericht, der zwar ein statement von uhp beinhaltet aber keine weiteren infomationen beispielsweise zur mannschaftsaufstellung gibt (http://www.volleynet.at/News/0000076567). Haben da etwa die falschen gespielt? Die scoreliste legt das nahe, sind doch unter den besten 7 scorern der mannschaft fünf spieler aus graz (darunter der topscorer paul buchegger und der zweitbeste scorer niklas steiner). Da wird offenbar gute nachwuchsarbeit geleistet in graz. Auch bei den junioren (jahrgang 1993 und jünger), denen es zwar mit dem vierten und vorletzten platz nicht so gut erging, zeigt sich ähnliches. Die besten drei der scorerliste kommen aus graz und unter den besten sechs sind vier grazer und zwei hartberger. Da kommt guter nachwuchs aus der steiermark und da sieht man auch wie positiv sich gesunde konkurrenz zwischen den vereinen auswirken kann. Über die traurige nachwuchssituation in wien breite ich hier gnädig den mantel des schweigens. Vielleicht sollte man sich in wien in diversen gremien einmal gedanken machen, wie gute und gezielte nachwuchsförderung auszusehen hat. Ein paar vorbilder gäbe es ja bereits (siehe oben).

Was man aber noch auf der övv homepage findet, ist ein bericht, auf den wir sicher alle sehnsüchtig gewartet haben: uhp hat eine fackel getragen. Nein, nein, nicht die fackel des övv, sondern die fackel für die yog (youth olympic games), die in innsbruck stattfinden werden (http://www.volleynet.at/News/0000076591, http://www.innsbruck2012.com/). Das entsprechende begleitbild sagt mehr als tausend worte.

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.
Da steht normalerweise mein schlusssatz. Das ungeschwärzte original findet der kundige leser und die kundige leserin weiter unten.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Die - sehr subjektiven - top ten des österreichischen volleyballjahres


Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,


dieser eintrag wird  der letzte in diesem jahr sein und daher erscheint mir ein kurzer rückblick auf die „highlights“ oder – da dieser blog ja einen eher kritisch-satirischen zugang zum österreichischen volleyball pflegt - doch eher „lowlights“ des österreichischen volleyballjahres im schnelldurchlauf angebracht. Ich habe mir gestattet nochmals auf ereignisse, die heuer in der einen oder anderen weise in diesem blog thematisiert wurden, zurückzublicken, einige davon auszuwählen und sie in eine – natürlich subjektiv geprägte – reihung zu bringen. Da sind sie also, meine ganz persönlichen top ten:     
  
1. Die arschlochaffäre (18.04.2011: http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/04/das-ende-der-meisterschaft-und-als.html; 25.04.2011: http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/04/rauschzustande.html): Uhp beschimpft stefan krejcy vor zeugen auf das unflätigste, verweigert eine entschuldigung und bekommt von mir ein ständchen gewidmet (http://www.youtube.com/watch?v=Nl9WMIPzd6w&feature=related).

2. Die rumänien-connection (04.04.2011: http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/04/von-den-schmerzen-des-peter-kleinmann.html; 01.05.2011: http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/05/etwas-larm-um-nichts-oder-doch-etwas.html): Auf der web-site des rumänischen vereins remat zalau taucht der eintrag auf, der österreichische nationalteamtrainer michael warm habe dort den posten des technischen direktors übernommen. Das wird vom övv vorerst ignoriert, dann nach einiger zeit dementiert aber nie widerlegt (http://www.volleynet.at/News/All/2011/04/0000072746).

3. Briefe an den herrn bürgermeister (08.11.2011: http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/11/von-fehlenden-zuschauern-und-fehlenden.html; 21.11.2011: http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/11/normal-0-21-false-false-false-de-ja-x_21.html): Inspiriert durch eine initiative der hotvolleys zur förderung der schlankmachenden wirkung des volleyball-profisports, untermauert auch durch entsprechende briefe an politische entscheidungsträger, wird in diesem blog ein brief an bürgermeister häupl publiziert.

4. Virtuelle werte (05.12.2011: http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/12/von-ganz-ganz-groen-zahlen-von-viel.html): Uhp verkauft die eurovolley, wenn schon nicht als sportlichen oder realwirtschaftlichen, dann zumindestens als medialen erfolg. Der sogenannte medienwert der eurovolley – vermutlich berechnet aus fernsehzeiten und seiten in printmedien - beläuft sich auf genau 4.098.667€.

5. Der botschafter-ernennungszirkus (04.07.2011: http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/07/uber-eine-inflation-botschafter-die.html; 16.08.2011: http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/08/von-vips-und-nips-und-von-und-von-immer.html): Uhp ist im vorfeld der eurovolley im diplomatischen dienst tätig und ernennt 76 prominente und nicht ganz so prominente von armin assinger bis manfred wurm zu eurovolley-botschaftern (http://www.eurovolley2011.com/de/botschafter.html)

6. Das wunder vom budo-center (26.09.2011: http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/09/von-einem-tragischen-ereignis-und-von.html; 29.11.2011: http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/11/vom-rosigen-licht-von-der-erfolglosen.html): Nachdem hhvm in einer dramatischen medienoffensive die pleite der hotvolleys verkündet, ist zwei monate später – unerklärlicherweise – alles anders.

7. Der schlusssatz wird viersprachig (22.0.8.2011: http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/08/vom-aufstand-der-vereine-in-einer.html): Als reaktion auf einen marketinggag des övv im vorfeld der eurovolley erscheint der traditionelle – inzwischen geschwärzte – schlusssatz viersprachig.

8. Die övv-homepage als familienalbum (18.07.2011: http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/07/vom-tiefen-sommerloch-von.html): Auf der övv-homepage wird ein hochzeitsfoto eines ehemaligen nationalteamspielers mit verwandtschaftlichen beziehungen zur övv-spitze publiziert (http://www.volleynet.at/News/0000074084).

9. Funktionärsfeuchtträume (04.10.2011: http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/10/von-einer-profiliga-in-groen-hohen.html): övv-verantwortliche träumen von einer österreichischen profiliga in 10 meter hohen hallen mit 500 sitzplätzen. Das finanzierungskonzept dafür wird schmerzlich vermisst.

10. Der hohe herr und die höhe der halle (28.02.2011: http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/02/7m-oder-10m-legal-illegal-schegal.html;  08.03.2011: http://johnny-meinblock.blogspot.com/2011/03/7m-hallenhohe-doch-schegal.html):  Uhp bemerkt plötzlich, dass die halle eines gefährlichen konkurrenten zu niedrig ist und zieht vorerst konsequenzen und dann doch wieder nicht ganz.

Zum schluss möchte ich meinen werten lesern und leserinnen für ihre unterstützung danken (seit dieser blog gestartet wurde, wurde mehr als 18.000 auf diese web-site zugegriffen) und für den zuspruch den ich aus ihren kreisen erhalte. Ich freue mich auch ganz besonders, dass in der letzten zeit immer mehr kommentare zu meinen einträgen erscheinen und dass damit ein diskussionsforum von volleyballinteressierten entsteht, abseits der auf der övv-homepage veröffentlichten meinung. Wie wäre es übrigens damit, liebe övv-verantwortlichen, auch dort ein diskussionforum zu eröffnen?

Mir hat es viel spaß gemacht hier wöchentlich einen eintrag zu verfassen (den darin vorkommenden personen möglicherweise nicht so sehr) und am 2. Jänner erscheint verlässlich der nächste blog. In diesem sinne wünsche ich allen lesern und leserinnen frohe weihnachten und viel glück, erfolg und gesundheit im neuen jahr.  


Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.
Da steht normalerweise mein schlusssatz. Das ungeschwärzte original findet der kundige leser und die kundige leserin weiter unten.

Montag, 12. Dezember 2011

Von unpräziser ausdrucksweise und von einer entschuldigung, vom tunnelblick und von hilflosen erklärungsversuchen

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,
  
vorerst ist es mir ein großes anliegen ein missverständnis aufzuklären. Der user hirnwixer hat sich an meinem spott über die „selbsternannten toptalente“ berechtigterweise, wie ich zugeben muss, gestoßen und mich dafür kritisiert. Ich habe die ganze geschichte schon versucht in einer antwort zu seinem kommentar zu erklären. Aber ich denke die sache ist wichtig und muss auch hier nochmals diskutiert werden: Nichts liegt mir ferner als spieler hier in diesem blog zu verspotten, zu verunglimpfen oder zu beleidigen. Die allermeisten spieler betreiben ihren sport mit herz und einsatz und versuchen ihr bestes für ihren sport zu geben. Und das ist absolut lobenswert und gut. Ich habe mit den „selbsternannten toptalenten“ natürlich nicht, wie user hinwixer vermutete, die spieler der nationalmannschaft gemeint, die ich hier auch immer wieder für ihren einsatz gelobt habe (allerdings habe ich mir auch erlaubt die sportliche erfolgsbilanz der nationalmannschaft ungeschönt und ohne rosarote brille zu kommentieren), sondern den von einem funktionär entfachten hype um die spieler einer bestimmten, hier schon mehrfach beschriebenen vereinsmannschaft. Und da war ich jetzt wirklich sträflich unpräzise in meiner wortwahl. Der ausdruck „selbsternannte toptalente“ ist natürlich dahingehend irreführend, dass er impliziert, die spieler hätten sich selbst als solche toptalente bezeichnet. Das ist natürlich niemals der fall gewesen. Mein spott sollte den manager des vereins und dessen tunnelblick treffen, der es ihm schwer macht, toptalente außerhalb des eigenen vereins zu erkennen. Sollte sich auch nur ein einziger spieler durch meine unpräzise wortwahl beleidigt gefühlt haben, stehe ich nicht an mich dafür zu entschuldigen. Ich hoffe, damit ist die sache hinreichend erklärt und abgeschlossen.

Ganz kurz möchte ich auch noch zum kommentar eines volleyballspielers, den dieser diese woche abgegeben hat, stellung nehmen: ich freue mich bereits auf deinen – wie du es bezeichnest – senf. Der macht die diskussion hoffentlich würzig. Ganz besonders, wenn du meinst, dass ich mit meinen einschätzungen falsch liege. Im übrigen habe ich nie behauptet, dass ich im besitz der alleinigen wahrheit bin, sondern immer wieder festgestellt, dass ich hier meine meinung wiedergebe, die ich allerdings versuche mit fakten zu begründen.

Der weiter oben schon angesprochene tunnelblick manifestierte sich letzte woche auch wieder einmal auf der offiziellen homepage des övv. Die niederlagen und das spielprogramm der bjhv waren dem gestalter der homepage wieder einmal mehrere schöne überschriften wert (http://www.volleynet.at/News/0000076215 http://www.volleynet.at/News/0000076329  http://www.volleynet.at/News/0000076280 http://www.volleynet.at/News/0000076296). Was soll das eigentlich? Soll hier in anlehnung an die letzte woche hier abgehandelte bilanz der eurovolley wieder ein fiktiver medienwert erreicht werden? Das ganze hat allerdings schon tradition. Der blogger hat in seinem privatarchiv einen ausführlichen e-mail verkehr mit dem övv und sportlive, in dem es schon vor jahren darum ging, warum ergebnisse – egal ob sieg oder niederlage - sehr oft immer aus der sicht dieses damals noch großen wiener vereins geschildert werden. Die antwort eines mitarbeiters von sportlive (name dem blogger bekannt) war, dass die berichte immer aus der sicht des heimvereins geschrieben werden. In der folgende woche wurde ein bericht wieder aus der sicht des nämlichen vereins geschrieben; blöderweise war der verein diesmal nicht die heimmannschaft. Meine frage an sportlive, wie sich das nun mit der angebotenen erklärung vetrage, blieb – wenig überraschend – unbeantwortet. Übrigens wird der werte leser und die werte leserin beim überprüfen der oben eingestellten links  sehr schnell bemerken, dass diese erklärung heute genausowenig wie vor einigen jahren gilt. Aber ganz im ernst: Das ganze ist eine äußerts unerquickliche verquickung von vereins- und verbandsinteressen und das gehört, meiner meinung nach, dringend abgestellt.
Weil ich gerade beim abstellen bin. Bitte, bitte, hhvm, verschonen sie uns in zukunft im zusammenhang mit ihrer mannschaft mit adjektiven wie jung und hauptwörtern wie rookies. Jeder halbwegs des lesens mächtige hat die botschaft vernommen und auch verstanden, dass die hotvolleys, aus welchen gründen auch immer, mit einer sehr jungen mannschaft in der ersten bundesliga spielen. Das ist ja als faktum – obwohl der schelm in  mir mich drängt über die wahren gründe dieses sinneswandels zumindestens zu spekulieren – durchaus lobenswert. Aber bitte, hhvm, es reicht wirklich, wir haben es alle kapiert, blutjung, erfahrung sammeln, tapfer kämpfen.... Mit jeder weiteren erwähnung dieser begriffe nimmt der neuigkeitswert solcher meldungen exponentiell ab. Auf der anderen seite aber ist es interessant, dass dieser mannschaft, ganz ohne das sonst übliche mediale getöse, der trainer abhanden gekommen ist. Erkan togan wurde ganz leise durch zeljko grbic ersetzt (http://www.volleynet.at/Kader/0-6671). Und schon wieder macht sich der schelm in mir bemerkbar und drängt mich über die wahren gründe der stillen ablöse zu spekulieren. Aber das überlasse ich lieber meinen mündigen lesern und leserinnen.

Zum abschluss nochmals zurück zur bilanz der eurovolley: Letzte woche habe ich hier über tragweite und den einfluss dieser einträge spekuliert. Na allzu groß sind sie offenbar doch nicht. Eine antwort auf meine frage nach der kostenwahrheit der eurovolley hat es nicht gegeben (das wäre wohl auch vermessen gewesen, das zu erwarten). Dabei wäre die offenlegung einer solchen bei einer subventionssumme von €350.000 aus öffentlichen mitteln doch von allgemeinem interesse.

Dass es auch anders geht, zeigen die veranstalter der ski-weltcup-rennen in flachau. Dort steht man zum eingefahrenen verlust (http://salzburg.orf.at/news/stories/2512773/)

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.
Da steht normalerweise mein schlusssatz. Das ungeschwärzte original findet der kundige leser und die kundige leserin weiter unten.

Montag, 5. Dezember 2011

Von ganz, ganz großen zahlen, von viel heißer luft und von echten talenten

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,
  
zu allererst einmal ein ganz großes DANKESCHÖN an die werten leser und die werten leserinnen, die diesen blog als diskussionsforum betrachten, die hier diskutieren und meinungen austauschen. Ja, genauso habe ich mir das eigentlich gedacht, als ich begann diesen blog zu schreiben. Ich lerne mittlerweile immer mehr meiner leser und leserinnen persönlich kennen, und obwohl ich sehr viel an zuspruch bekomme sind sie nicht alle mit mir immer einer meinung, und das ist auch gut so. Es soll endlich lebendig diskutiert werden in der österreichischen volleyballfamilie und es soll mehr sichtweisen geben als die vom övv verordneten wahrheiten. Ein wenig glasnost tut uns allen gut. Auf ein paar punkte, die in den kommentaren zu meinem letztwöchigen eintrag angerissen wurden, komme ich ein bisschen weiter unten noch zurück.

Apropos letzwöchiger eintrag: Ist es zufall oder nicht? Überschätze ich die tragweite und den einfluss dieses blogs? Gibt es an prominenter stelle im övv leser dieser einträge? Was ist passiert? Nachdem ich letzte woche hier die frage nach dem wirtschaftlichen erfolg oder misserfolg der eurovolley stellte, folgte eine im orf, in printmedien und natürlich auf der övv-website publizierte aussendung von uhp (sorry ich breche schon wieder mein versprechen, aber ich muss dieses mir zugeworfene hölzel doch aufnehmen), in der uns der „mediale“ erfolg der eurovolley erläutert wird (http://sport.orf.at/#/stories/2092462/ http://kurier.at/sport/sportmix/4451526.php http://www.volleynet.at/News/All/2011/12/0000076133). Da wird penibel aufgelistet, dass es im rahmen der eurovolley 53 stunden, 20 minuten und GANZ GENAU 38 sekunden (wo sind die zehntel und die hundertstel sekunden, also ich muss schon bitten, wenn schon genau, dann aber wirklich) tv sendezeit gab und 976 printpublikationen, davon 363 sogar mit bild (!). Ich will mich jetzt gar nicht dazu versteigen nachzufragen, wer oder was auf diesen bildern hauptsächlich zu sehen war. Und das alles repräsentiert laut övv-homepage eine „medienwert“ von nicht 4.098.666€ und auch nicht von 4.098.668€ sondern, offenbar auf den cent genau, von 4.098.667€. Und 198.031.417 (ja die zahl steht wirklich dort) kontaktchancen für die partner des övv hat es auch gegeben und eine verzehnfachung des geldmitteleinsatzes seiner sponsoren (wer braucht da noch hedgefonds oder ähnliches). Da bleibt einem glatt der mund offen vor staunen über diese zahlen. Aber machen wir den mund wieder zu und beenden das staunen. Werden wir da wieder einmal für dumm verkauft? Sollen wir da geblendet werden mit diesen fast 4.1 millionen (!) euro mediengewinn? Und was soll das überhaupt heißen „mediengewinn“? Vielleicht könnte das der övv auf seiner homepage in der nächsten woche erklären. Kann man mit diesem geld einen einzigen trainer, eine einzige trainerin aus dem präkariat holen (dieses ernste thema wurde auch in einigen kommentaren meiner leser und leserinnen angesprochen), kann man davon dem aufspieler des nationalteams eine fairen vertrag anbieten? Oder werden um dieses geld die hier auch schon mehrfach erwähnten 10m hohen hallen für mindestens 500 zuschauer gebaut? Wenn nicht, dann sind das bestenfalls virtuelle zahlen oder härter formuliert es handelt sich bei diesen zahlen um heiße luft, sozusagen um einen medialen heißluftballon. Und meine frage nach der kostenwahrheit der eurovolley bleibt also  doch unbeantwortet im raum stehen.

Ganz zum schluss möchte ich mich noch bei meinen grazer freunden bedanken, für den herzlichen empfang an diesem wochenende und ihnen ein kompliment aussprechen für die hervorragende nachwuchsarbeit, die sie leisten. Da wird gut und ernsthaft gearbeitet, ohne mediengetöse, ohne hype aber dafür umso erfolgreicher. Und da kommt auch einiges an sehr guten sehr talentierten nachwuchsspielern nach und auf die gehypten und selbsternannten toptalente einer hier schon öfter erwähnten „blutjungen“ mannschaft zu. 

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.
Da steht normalerweise mein schlusssatz. Das ungeschwärzte original findet der kundige leser und die kundige leserin weiter unten.

Dienstag, 29. November 2011

Vom rosigen licht, von der erfolglosen suche nach der wahrheit und von jungen und nicht mehr ganz so jungen buben

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,
  
im kurier gab es in der letzten woche aus anlass des anstehenden olympia-qualifikations-turniers in der slowakei, auf das ich weiter unten noch näher eingehen werde, unter dem titel „was blieb von der heim-em?“ einen rückblick auf die europameisterschaft (http://kurier.at/sport/sportmix/4317807.php). Darin wird – um es mit einem trendigen begriff zu sagen – die nachhaltigkeit dieser eurovolley für den österreichischen volleyballsport analysiert. Auf der sportlichen seite stehen null siege und drei niederlagen mit einem satzverhältnis von 0:9 und damit der 16. endrang unter 16 teilnehmenden mannschaften zu buche. Dem sportlichen misserfolg zum trotz sieht teamchef warm die zukunft des österreichischen volleyballs durchaus in einem rosigen licht. Er spricht davon, dass sich mehr kinder bei den vereinen angemeldt hätten und davon, dass eine neue generation an spielern aufgebaut wurde. Dass es einige spieler des nationalteams geschafft haben bei ausländischen vereinen unterzukommen, ist sicher ein erster positiver schritt auf einem langen und ungewissen weg richtung spitze. Und der weg ist noch ziemlich weit, das österreichische herrennationalteam liegt auf dem doch etwas ernüchternden 67. platz der weltrangliste (http://www.fivb.org/en/volleyball/VB_Ranking_M_2011-10.asp). Dass die angesprochenen auslands-engagements einiger teamspieler allein das verdienst der intensiven em-vorbereitung sein sollen, wie es unter http://www.volleynet.at/News/All/2011/11/0000076032 auf der övv-homepage zu lesen ist, ist aber eine wohl zu enge sicht der dinge, da haben die stammvereine der betreffenden spieler wohl auch schon einiges dazu beigetragen. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass es funktionäre im österreichischen volleyball gibt, die sich dieser von offizieller övv seite verbreiteten schönfärberei nicht anschließen können oder wollen. Ebenfalls im kurier unter http://kurier.at/sport/sportmix/4317824.php geht der obmann des vc amstetten, stefan krejci, mit der obersten övv spitze harsch ins gericht und beklagt einerseits die uneinigkeit bei den verantwortlichen und bezweifelt andererseits positive effekte der eurovolley auf die mediale präsenz des sports. Außerdem widerspricht er den aussagen des teamtrainers, dass sich mehr kinder bei den vereinen anmelden. Da mir hier die konkreten zahlen fehlen, kann ich nicht sagen, wer hier recht hat. Was das mediale interesse angeht muss ich allerdings dem vca-obmann recht geben. Seit der em ist volleyball in österreich wieder im dornröschenschlaf versunken und wartet auf den prinzen, der es wachküsst, und der kommt leider nur im märchen vor. Um einen weiteren nicht ganz unwesentlichen aspekt der em ist es allerdings verdächtig ruhig geblieben. Ich spreche hier vom wirtschaftlichen erfolg bzw. misserfolg der eurovolley. Es wäre doch von allgemeinem und öffentlichen interesse – die veranstaltung der em ist ja zumindestens zum teil auch mit öffentlichen mitteln gefördert worden -, gerade in der jetzigen, wirtschaftlich schwierigen situation, zu erfahren ob (na ja) und wenn ja wieviel gewinn diese em abgeworfen hat. Aber ich fürchte, dass ich auf diese frage wohl keine antwort bekommen werde. Und ich erlaube mir daraus meine schlussfolgerungen über die kostenwahrheit zu ziehen.

Apropos wahrheit (keine angst, es folgt jetzt keine seitenhieb auf die für die bewerbung der eurovolley verantwortliche agentur gleichen namens): Die suche nach der wahrheit bringt mich dazu mein versprechen, dass uhp bis auf weiteres in diesem blog nicht mehr themenbildend sein wird, zumindestens teilweise zu brechen. Sein alter ego hhvm (herr hotvolley manager) hatte ja vor nicht allzu langer zeit, wie auch an dieser stelle nachzulesen war, verkündet, dass die hotvolleys pleite seien. Als wahrheitsbeweis hier noch die entsprechende quellenangabe: http://www.news.at/articles/1138/20/307561/volleyball Jetzt klingt hhvm auf der website des orf plötzlich ganz anders, nämlich so: „Wir sind nicht pleite, es besteht keine gefahr, dass wir in konkurs gehen.“ Und wiederum auch dazu die quellenangabe: http://sport.orf.at/stories/2090719/
Hat da plötzlich der geldregen eingesetzt über dem budo-center? Oder hat vielleicht gar der letzte woche hier an dieser stelle veröffentlichte brief eines lesers an michael häupl das herz des herrn bürgermeisters gerührt? Fragen über fragen und wie üblich keine antworten. Und die wahrheit ist eine tochter der zeit, wie schon andreas khol sagte.
  
Ach ja, bevor ich es vergesse, kurz zur olympiaquali, und man kann es leider wirklich ganz kurz machen: zwei spiele, zwei niederlagen, ein gewonnener satz (0:3 gegen die slowakei, 1:3 gegen spanien). Aber für die olympischen spiele in london wollte man sich ja ohnehin nicht qualifizieren, das war vielleicht vor vier oder fünf jahren ein damals aktuelles thema auf diversen pressekonferenzen (der werte leser, die werte leserin mögen mir verzeihen, wenn ich hier spekuliere und mir nicht die mühe mache, die entsprechenden archive zu durchforsten). Im moment, glaube ich mich zu erinnern, ist die qualifikation für die olympischen spiele im jahr 2016, oder waren es die im jahr 2020, das erklärte ziel des övv und seiner proponenten.

Und ganz zum schluss eine fast schon traditionelle kritik am sich auf der övv homepage ein weiteres mal manifestierenden tunnelblick: Unter http://www.volleynet.at/News/0000076058 und
http://www.volleynet.at/News/0000076075 werden zwei rare erfolge der bjhv abgefeiert, mit dem hinweis, dass es sich bei den „jungen buben“ um die „top-talente des österreichischen volleyballsports“ handelt. Na da gestatte ich mir die bemerkung, dass es auch noch in anderen vereinen top talente gibt, die vielleicht noch ein bisschen topper sind, wenn man sich die bilanz der betreffenden vereine ansieht. Ach ja und übrigens, arbesbach hat an diesem wochenden, so wie die bjhv, ebenfalls zwei siege eingefahren. Das war den gestaltern der övv homepage allerdings keine große überschrift wert. Eh klar, die buben von arbesbach sind halt nicht mehr so jung und möglicherweise auch nicht so top talentiert......


Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.
Da steht normalerweise mein schlusssatz. Das ungeschwärzte original findet der kundige leser und die kundige leserin weiter unten.

Montag, 21. November 2011

Von briefen an den bürgemeister und an den weihnachtsmann, von richtigen antworten und falschen aufspielern

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,
  
diese woche mache ich es mir leicht. Ich überlasse die arbeit an diesem blog zum teil anderen. Nachdem ich mich in meinem vorletzten eintrag kritisch – und wie es meine art ist – spöttisch über den von olli binder bzw. seinem virtuellen einflüsterer hergestellten zuammenhang zwischen der wachsenden anzahl übergewichtiger kinder in österreich und dem fehlenden willen der politik einen volleyball-profiverein mit öffentlichen mitteln zu fördern, geäußert habe, möchte ich, da dieser blog ja auch den anspruch hat ein ort der demokratischen meinungsfreiheit zu sein, der werten leserin und dem werten leser, einen brief eines lesers nicht vorenthalten, der zu dem von olli binder angesprochenen thema absolut nicht meiner meinung ist und den dieser leser an den herrn bürgermeister adressiert hat (bitte auf den brief klicken, dann wird er vergrößert und ist besser lesbar).


Eine antwort des zuständigen stadtrates auf diesen und ganz ähnlich gestaltete briefe stelle ich ebenfalls in meinen blog. Ich musste um an diesen brief zu gelangen weder eine gesperrte web-site hacken, noch war wikileaks oder anonymous involviert. Dieser brief ist völlig frei auf der facebook-seite des betroffenen profivereins unter http://www.facebook.com/hotVolleys einzusehen. Mit genugtung habe ich gelesen, dass der herr stadtrat mit seiner sicht der förderung von breitensprot und spitzensport durchaus ähnliche standpunkte vertritt wie ich sie hier vor zwei wochen dargelegt habe. Weiter will ich den brief gar nicht kommentieren, ich vertraue auf die urteilsfähigkeit meiner leserinnen und leser (bitte auf den brief klicken, dann wird er vergrößert und ist besser lesbar).

Ach ja, noch etwas: Auf der oben angesprochenen facebook-seite werden für die interessierte und mündige leserin und den interessierten und mündigen leser auch öffentliche fördersummen genannt, die rückschlüsse auf die hier schon mehrfach angesprochene situation des volleyballs in der 1.8 millionenstadt wien erlauben.    

Zum schluss komme ich noch zur – gelinde gesagt - etwas eigenartig oder eigenwillig gestalteten selektion der aufspieler für die österreichische herrennationalmannschaft, die diese woche ihre qualifikationsspiele für die olympischen spiele 2012 in london bestreitet und dabei in der slowakei auf den gastgeber und spanien treffen wird. Ins nationalteam einberufen wurden zwei aufspieler, von denen der eine unfreiwillig und der andere freiwillig vereinslos ist. Beide haben als vorbereitung auf dieses ereignis, falls ich mich nicht verzählt haben sollte, jeweils ganze 2 – in worten ZWEI - spiele für die bjhv (die erklärung der abkürzung findet die kundige leserin und der kundige leser in einem meiner letzten einträge) bestritten bzw. verloren und dabei den altersdurchschnitt der blutjungen mannschaft etwas nach oben angehoben. Bei dieser art der selektion muss doch die frage gestattet sein, ob es da keine alternativen gegeben hat. Ich denke dabei beispielsweise an lucas schachinger von uvc graz. Der ist jung, steht voll im training und spielt jede woche in der grundsechs offensichtlich gut, weil gar nicht unerfolgreich, in der 1. bundesliga. Ich denke, der gute lucas schachinger kommt sich bei dieser auswahlpolitik mit recht gefrozzelt vor. Zusätzlich muss aber noch eine weitere frage gestattet sein: Wieviel geld wurde da in zwei aufspieler, von denen einer keinen verein findet und der andere an einer weiteren karriere offenbar nicht mehr interessiert ist, von seiten des övv investiert? Die vorbereitung auf die eurovolley war ja sicher nicht gratis.

Apropos blutjunge mannschaft und apropos aufspieler: Was eine junge mannschaft geführt von einem jungen aufspieler erreichen kann, exerziert gerade die argentinische nationalmannschaft beim in japan stattfindenden worldcup vor. Die von luciano de cecco – der ist gerade einmal 23 jahre alt - geführte mannschaft mit einem durchschnittsalter von knapp über 22 jahren hat den europameister serbien gestern mit 3:0 (20, 13(!!!!), 18) deklassiert und heute auch gegen japan gewonnen. Und zum genießen noch ein link zum magier de cecco: http://www.volleyball-movies.net/luciano-de-cecco-m1853


Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.
Da steht normalerweise mein schlusssatz. Das ungeschwärzte original findet der kundige leser und die kundige leserin weiter unten.