Mittwoch, 24. Juni 2026

Von mäßigen platzierungen in diversen internationalen sandkisten, von abknöpfungen und hinwegfegungen in der european league und vom überzeugten weiterbeschreiten des holzweges in südkärnten

 Wien, 23.06.2026, 23:23 cet

  

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

 

 

So, ich schau, zugegebenermaßen nebenbei das spiel england gegen ghana bei der fußball wm und bin daher ein wenig unkonzentriert. Ich ersuche daher meine werten leserinnen und meine werten leser mir die möglicherweise noch zahlreicheren tippfehler als sonst nachzusehen.

 

In der sandkiste gab es in der vergangenen woche ein paar future turniere, also turniere der untersten kategorie der bvtmdln mit övv-gesandtschaften. Auf ios in griechenland schied das övv-nachwuchsduo friedl/schnetzer– friedl feiert bei erscheinen dieses eintrags seinen 30. geburtstag , schnetzer 36 jahre alt (https://www.fivb.com/players/players-database/player/135283https://www.fivb.com/players/players-database/player/146000) in der gruppenphase aus, sponer/petutschnig erwischte es im viertelfinale (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/futures/ios-gre/standings/men/#round-f). Noch schwächer war das abschneiden der övv-duos beim future turnier in karpacz, polen. Dort blieben kitzmüller/holzner in der quali hängen und sponer/hohenauer in der ersten ko-runde (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/futures/karpacz-pol-m/standings/men/#round-f).

 

So und in der halle stand für das damen- und das herrenantionalteam das für heuer letzte turnier der european league an. Die damen mühten sich sogar in der diktion des övv zu einem 3:1 sieg über albanien (https://volleynet.at/articles/825, Nur zu einordnung, weil es gleich auch noch um satzgewinnen gehen wird: der satz den albanien gegen die östrerreicherinnen gewonnen hat, war der einzige satzgewinn für die albanerinnen in der heurigen european league.


Am nächsten tag setzte es dann eine 1:3 niederlage gegen schweden, die zu jubelausbrüchen bei spielerinnen und beim trainer ob des ssatzgewinns führte. Wie in der überschrift zum artikel ausdrücklich betont, war das der einzige satzverlust der schwedinnen in den sechs spielen der european league 2026 (https://volleynet.at/articles/827). Abgeknöpft hat man den schwedinnen diesen satz.




Diese abknöpfung entschädigt, vorausgesetzt die eigenen ansprüche sind entsprechend niedrig, für die sätze eins und vier, die man zu 13 (!) und zu 16 (!) verloren hat. Echt interessierte unter meinen werten leserinnen und unter meinen werten lesern, können sich, wenn sie das wirklich möchten, die wortspende des trainers unter https://volleynet.at/articles/827 durchlesen. Kann man machen, muss man aber nicht.

 

Am ende ist es dann, unter 24 nationen,  ein 10. platz geworden für die övv-damen, mit drei niederingungen und in die kniezwingugnen gegen die volleyballgroßmächte island, georgien und albanien – die weltranglistenplatzierungen dieser volleyballzwerg können interessierte und leidensfähige unter https://en.volleyballworld.com/volleyball/world-ranking/women nachlesen - und drei niederlagen gegen die slowakei, die schweiz und schweden (https://www.cev.eu/national-team/european-leagues/cev-volleyball-european-league/women/2026/). Die resultate der einzelnen spiele sind auf der seit der cev unter https://www-old.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=1834# nicht mehr aufzurufen. Da wird das neue format der european league als eine aufwertung des bewerbs abgefeiert, und dann ist man auf seuten der cev nicht einmal in der lage den bewerb in seiner gesamtheit entsprechend abzubilden und zu dokumentieren. Volleyball halt.

 

Ah ja, in der weltrangliste liegt österreich bei den damen nun auf platz 42 und hält bei 92,37 punkten. Bei der einführung des neuen punktesystems waren es noch 101,38 (https://en.volleyballworld.com/volleyball/world-ranking/women). Ich wiederhole mich und sage es wieder: rücktritt bei rückschritt.

 

Wenn man dann vor den letzten beiden spielen der herren in der european league die überschrift zu dem artikel unter https://volleynet.at/articles/821 liest, fragt man sich, wer diesen unfug schreibt. Övv-herren wollen in luxemburg aufwärtstrend fortsetzen steht da. Ernsthaft jetzt? Worauf sind die dafür verantwortlichen schreiberlinge? Halluzinogene schwammerln aus mesoamerika? Aufwärtstrend nach einem 3:0 gegen den kosovo und einem 1:3 gegen estland. Das schreit danach, ganz laut sogar, https://www.youtube.com/watch?v=Uz62O4TBwA0.

 


 

Und wahrlich ich sage euch, der aufwärtstrend ging weiter. So sehr sogar, dass die tonart der berichte, bzw. der überschriften dazu auf der övv-website eskaliert werden musste. Laut övv-website fegte das herrenantionalteam über luxemburg, dem zur zeit 108. der aktuellen weltrangliste hinweg. (https://en.volleyballworld.com/volleyball/world-ranking/men?). Steht wirklich so dort unter https://volleynet.at/articles/826-Wie ein orkan. Ok, ok das steht jetzt nicht dort. Aber statt einer in die kniezwingung, oder einer niederringung, war es dieses mal eine hinwegfegung. Creative writing flöten die anglikaner:innen.


 

Keine chance wurde den luxemburgern gelassen.



 

Am nächsten tag ist dann offenbar die windmaschine für die nächste hinwegfegung ausgefallen und die spieler waren eher als schornsteinfeger aka rauchfangkehrrer unterwegs beim 1:3 gegen griechenland. Auf meiner lieblingsfacebookseite darf man noch lesen, dass man knapp am punktegewinn dran war (https://www.facebook.com/Volleyball.AUSTRIA).

 


 

Und auch im herrenbewerb ist die cev seite mit den spielresultaten nicht aufrufbar. Am ende war es dann nach zwei siegen gegen die großen volleyballnationen luxemburg und kosovo und vier niderlagen gegen finnland, montenegro, estland und griechenland ein 18. platz unter 27 nationen (https://www.cev.eu/national-team/european-leagues/cev-volleyball-european-league/men/2026/). Hinter österreich platziert sind in der european league 2026 die volleaballzwerge montenegro, albanien, norwegen, aserbaidjan, luxemburg, kosovo, bosnien und herzegowina, island und georgien. Die small countries association is calling (http://inside.cev.eu/institutions/zonal-associations/small-countries-association-sca/).

 

Und unter https://volleynet.at/articles/828 analysiert der neue trainer der herrennationalmannschaft in bestem warmsprech, dass man in diesem volleyballsommer 12 spiele bestritten hatte und von denen 7 gewinnen konnte. Nur zur einordnung: einen siege gab es jeweils gegen ungarn, platz 43 in der weltrangliste, gegen zypern platz 69, gegen kosovo, auf polatz 111, plus zwei siege gegen luxemburg, platz 108 (https://en.volleyballworld.com/volleyball/world-ranking/men). Österreich liegt mittlerweile auf platz 54 mit 77,03 punkten. Bei der einführung des neuen weltranglistenpunktesytems 2019 waren es noch 114,37. Das heißt seit 2019 hat das österreichische herrenationalteam ziemlich genau ein drittel seiner weltranglistenpunkte eingbüßt (https://en.volleyballworld.com/volleyball/world-ranking/men). Aber, das heißt alles nichts, hauptsache das team ist über luxemburg hinweggefegt. Und der blick ist beim övv-präsidenten schon auf olympia 2028 gerichtet, wie wir seit kurzem wissen.

 

In der zwischenzeit passiert in südkärnten wichtigeres: aich/dob ist auf einkaufstour, wie unter https://volleynet.at/articles/819 und unter https://volleynet.at/articles/832 nachzulesen ist. Unter https://volleybox.net/de/sk-zadruga-aichdob-t1836 kann man lesen, dass zusätzöich zu den beiden ungarn und dem deutschen noch zwei portugiesen und ein slowake verpflichtet wurden. Die herangehensweise ändert sich nicht und die resultate – zumindest die auf internationalem level - werden sich auch nicht ändern. Der wille zur veränderung ist offenbar nicht vorhanden. Wieder werden c und d legionäre gekauft, die fürs mitspielen in der österreichischen meisterschaft gut genug sind, nicht aber um international erfolgreich zu sein. Man ist auf dem gewohnten weg, den man leider für den richtigen hält. Und – ich lehne mich aus dem fenster – er wird sich auch heier wieder als holzweg erweisen. Ich freu mich schon auf die wortspenden von martin micheu, wenn es die ersten niederlagen setzt, vintage micheu, quasi.

  

 

Und ein fundstück der woche, gefunden von einem treuen leser gibt’s auch. Das trainerkarussell dreht sich beim övv mit rasneder geschwindigkeit und offenbar hat es auch die richtung geändert und dreht sich jetzt rückwärts. 


 

 

 

So und jetzt hab' ich bis auf weiteres aus gegebenem anlass einen neuen schlusssatz, oder eher eine neue abschließende frage an die für die website verantwortlichen beim övv: bleibt das jetzt so?  



 

 

 

 

 

Wien, 24.06.2026, 01:41 cet

                                                                                                          

 

 

                                                                                                          

 

 

Mittwoch, 17. Juni 2026

Von sandkistentriumphen am nebenschauplatz und von sandkistenniederlagen am hauptschauplatz, von mitgenommenen und fast gewonnenen punkten und von sehr guten blockspielern und durchsichtigen aufspielern

 Wien, 16.06.2026, 23:32 cet

  

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

 

so, fußball-wm-bedingt ist’s spät geworden heute. Und daher ganz schnell in die sandkiste nach alanya in der türkei, wo ein challenge turnier, ein turnier der zweiten kategorie der bvtmdln, gespielt wurde mit quantitativ starker övv-gesandtschaft. Qualitativ war’s dann nicht so das gelbe vom ei. Hörl/grössig hat’s gleich einmal in der quali erwischt und zwar gegen die zwei 19-jährigen ungarn tari/niemeier, (https://www.fivb.com/players/players-database/player/181692,https://www.fivb.com/players/players-database/player/181710), die schon beim future turnier in sveti vlas, bulgarien die routinierten österreichischen zukunftshoffnungen friedl/schnetzer im viertelfinale eliminiert hatten. So, nach dem kurzen ausflug in die weiter zurückliegende vergangenheit zurück zum nicht gerade gloriosen weiteren abschneiden der övv-paare in alanya. Nicht aus der gruppe schafften es dressler/seiser und für pascariuc/horst war es im viertelfinale vorbei (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/challenge/alanya-tur/standings/men/#round-f). Klinger/klinger sind im damenbewerb im achtelfinale gegen ein duo aus paraguay – auch nicht gerade die erste adresse im beachvolleyball – ausgeschieden (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/challenge/alanya-tur/standings/women/#round-f). Ich sag’s jetzt ungern, und vielleicht, oder besser gesagt hoffentlich täusche ich mich, aber ich habe den eindruck, dass die klinger-schwestern ihren leistungszenit überschritten haben. Der gegenwärtige achtzehnte platz in der weltrangliste ist leider das resultat dieser abwärtstendenz (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/world-ranking/women?).

 

Einen erfreulichen dritten platz gab es beim future turneir, einem turnier der untersten kategorie der bvtmdln, in spiez in der schweiz für das duo rabitsch/shkarupa (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/futures/spiez-sui-w/standings/women/#round-f).

 

Ah ja, und triumphe hat es auch noch gegeben in der sandkiste bei einem lokalen turnier in perg (https://volleynet.at/articles/815). Beim övv muss man die triumphe halt feiern wie sie fallen bzw. wo sie stattfinden. Wählerisch kann man da nicht sein.

 

A propos triumphe und so: also in der halle haben sich nach den ersten spielen der nationalteams der damen und der herren am samstag in der european league die meldungen in diversen övv-medien schon sehr triumphalistisch angehört.

 

Da ließen die övv-herren kosovo, ja richtig, kosovo die nummer 101 (!) der welt (https://en.volleyballworld.com/volleyball/world-ranking/men?) keine chance und spielten im dritten satz groß auf, wie man unter https://volleynet.at/articles/813 lesen darf. 3:0 hat man die kosovaren niedergekantert (https://www-old.cev.eu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=84938&ID=1833&CID=12898&PID=3425). Beim paul nusterer ist offenbar derartig das adrenalin eingeschossen nach dem groß aufspielen, dass er kurzfristig vergessen hatte, dass man im spiel gegen estland doch mit einer herrenmannschaft rechnen wird müssen.


 

 Und auch die damen lassen den georgierinnen keine chance, wie unter https://www.facebook.com/Volleyball.AUSTRIAzu lesen ist. Georgien liegt auf platz 96 der weltrangliste (https://en.volleyballworld.com/volleyball/world-ranking/women?). 3:0 ist das spiel ausgegangen (https://www-old.cev.eu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=84890&ID=1834&CID=12899&PID=3426).


 

 

Am sonntag folgte dann die ernüchterung, die damen verloren gegen die schweiz mit 2:3 (https://www-old.cev.eu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=84891&ID=1834&CID=12899&PID=3426), die herren gegen estland mit 1:3 (https://www-old.cev.eu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=84939&ID=1833&CID=12898&PID=3425). Da war’s dann vorbei mit dem triumphgeschrei und dem keine chance lassen. Und man war schnell wieder am boden der realität angelangt, die da heißt, dass mit siegen gegen volleyballzwerge das obere ende des leistungsniveaus offenbar erreicht ist. Und wie man sich die niederlagen gegen estland bei den herren und gegen die schweiz bei den damen schönredet ist unter https://volleynet.at/articles/816 und unter https://volleynet.at/articles/817 nachzulesen. Die niederlage der damen gegen die schweiz wird in einen punktgewinn umgedeutet mit der überschrift „österreichs volleyball-damen nehmen gegen schweiz einen punkt mit“. Und die herren waren gegen estland knapp am punktgewinn dran. Und sie haben als erstes team den esten eine satz abgenommen. Bamm. Echt jetzt? Wie gesagt, beim övv muss man die feste feiern wie sie fallen.



 

Die tabelle der european league ist da eher gnaden- und humorlos, die zahlen lügen nicht. Die herren liegen unter 27 teilnehmenden nationen auf platz 19. Hinter den österreichern rangieren nur noch nationen wie norwegen, luxemburg, albanien, bosnien und herzegowina, azerbaidjan, island, kosovo und georgien, also quasi die creme de la creme im europäischen volleyball (https://www-old.cev.eu/Competition-Area/CompetitionStandings.aspx?ID=1833).

Die damen liegen unter 24 teilnehmenden nationen auf platz 12 (https://www-old.cev.eu/Competition-Area/CompetitionStandings.aspx?ID=1834).

 

Für die herren ist der qualifikationszug für die eurovolley 2028 über die teilnahme am diesjährigen final four der european league für heuer einmal abgefahren. Die damen haben auch nur noch theoretische chancen das final four der heurigen european league und damit die quali für die eurovolley 2028 zu erreichen.

 

Aber laut övv-präsident ist der blick ja ohnehin schon auf olympia 2028 gerichtet. Wen interessiert da noch die eurovolley 2028.

 

Ah ja, a propos blick in de zukunft und so: wenn man sich die statistik bei den letzten spielen der herren ansieht, dann kann einem bei der vorstellung, dass paul buchegger vielleicht nicht mehr lange spaß daran haben wird, mit dem nationalteam zu spielen, angst und bange werden (https://www-old.cev.eu/Competition-Area/MatchStatistics.aspx?ID=84939https://www-old.cev.eu/Competition-Area/MatchStatistics.aspx?ID=84938https://www-old.cev.eu/Competition-Area/MatchStatistics.aspx?ID=84821https://www-old.cev.eu/Competition-Area/MatchStatistics.aspx?ID=84830). Und noch etwas fällt bei genauer betrachtung der statistiken auf: die anzahl der blockpunkte, die die mannschaft kassiert, nämlich 21 gegen finnland und immerhin 13 gegen estland, insgesamt also 34 blockpunkte in 8 sätzen. Da gibt es jetzt prinzipiell zwei mögliche ursachen. Das kann einerseits für die qualität der gegnerischen blockspieler sprechen oder andererseits für die …äh… mangelnde qualität des österreichischen aufspiels, für dessen ausrechenbarkeit, für einen quasi gläsernen, durchsichtigen österreichischen aufspieler. Ich neige ganz offen zu ursache nummer zwei.

 

Ah ja, a propos qualität und so: die platzierung in der weltrangliste ist ja ein einigermaßen objektiver indikator der qualität einer mannschaft. Österreichs herren liegen zur zeit auf platz 54. Die mannschaft hat 2019 bei einführung des neuen weltranglistenpunktesystems 114.37 punkte und hält jetzt bei 74,51 punkten, hat also seit 2019 39,8 punkte, das sind etwa 35 prozent der punkte von 2019 eingebüßt (https://en.volleyballworld.com/volleyball/world-ranking/men?).

 

Bei den damen ist die situation nicht ganz so dramatisch. Die damen liegen zur zeit auf platz 44 und halten bei 92.45 punkten. 2019 waren es noch 101.38. Das heißt das team hat 8.93 punkte seit damals oder 8 prozent an punkten verloren (https://en.volleyballworld.com/volleyball/world-ranking/women?). Kann man, positiv und mit ausreichend nachsicht und milde betrachtet, wenigstens als stillstand sehen. Der damentrainer sieht, wie letzte woche hier erörtet, stillstand als rückschritt. Ich wiederhole mich: vom rückschritt zum rücktritt ist es nicht weit.

 

A propos damentrainer und so: ich bin letzten freitag auf dem weg zu einer summerschool in nizza im gleichen flieger von wien nach zürich gesessen, wie das damennationalteam samt trainer- und betreuerstab. Ich hab‘ mir ja kurzfristig überlegt, den herrn schwab um ein selfie zu bitten und dieses dann im blog zu veröffentlichen. Aber das erschien mir dann doch als zu gemein, wenn nicht sogar hinterfotzig.

 

So und zum schluss die frage an die für die website verantwortlichen beim övv: bleibt das so?  



 

 

 

 

 

Wien, 17.06.2026, 02:04 cet

                                                                                                          

 

 

                                                                                                          

 

 

Mittwoch, 10. Juni 2026

Von starken finnen und knappen niederlagen, von beherzten leistungen und fast gewonnenen sätzen und von einem lehrstück in angewandter gender balance

 Wien, 09.06.2026, 23:03 cet

  

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

 

so, in der sandkiste war es ziemlich ruhig in der vergangenen woche. Ein future turnier, ein turnier der niedrigsten kategorie der bvtmdln, wurde in sveti vlas, bulgarien gespielt, mit övv beteiligung. Das duo friedl/schnetzer ist im viertelfinale ausgeschieden (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/futures/sveti-vlas-bul/standings/men/#round-f). Übrigens, florian schnetzer ist 36 jahre alt (https://www.fivb.com/players/players-database/player/135283), sein partner felix friedl wird in zwei woche 30 (https://www.fivb.com/players/players-database/player/146000). Und die beiden spielen bei einem future turnier. Kann man nicht erfinden, gibt’s halt beim övv. Nur um das auch einzuordnen, die sieger aus ungarn, tari/niemeier sind beide 19 jahre alt (https://www.fivb.com/players/players-database/player/181710https://www.fivb.com/players/players-database/player/181692).

 

Und diese woche steht ein challenge turnier, ein turnier der zweiten kategorie der bvtmdln, in antalya, türkei, auf dem programm. Pascariuc/horst und dressler/seiser bei den männern sind so wie klinger/klinger bei den frauen im hauptbewerb gesetzt (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/challenge/alanya-tur/teams/men/main-draw?, https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/challenge/alanya-tur/teams/women/main-draw?). Hörl/grössig müssen bei den männern in die quali (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/challenge/alanya-tur/teams/men/qualification?).

 

So und jetzt in die halle, da standen ja die ersten spiele der herren- und damennationalmannschaft in der neu gestalteten european league, die jetzt ja auch die möglichkeit bietet sich für die eurovolley 2028 zu qualifizieren, auf dem programm. Und die hochgesteckten erwartungen wurden schlussendlich nicht erfüllt.

 

Die herren verloren sowohl gegen finnland, die nummer 19 der welt wie auch gegen montenegro die nummer 56 der welt mit 1:3 (https://en.volleyballworld.com/volleyball/world-ranking/men). Österreich liegt zur zeit auf platz 55 und damit hinter volleyballzwergen wie curacao und san marino (https://en.volleyballworld.com/volleyball/world-ranking/men). Dabei hatte sich der övv-präsident im fernsehinterview in einer pause des finnlandspiels damit gebrüstet, dass man sich in der weltragliste auf platz 50 verbessert hätte, durch die siege in den spielen des mevza turniers vor ein paar wochen. War halt nur von kurzer dauer. Und was mich dann zusätzlich ärgert, bei diesen aussagen, ist, dass die sportjournalisten – in dem fall nicht gegendert – sich nicht vorbereiten auf solche interviews oder vor lauter verhaberung eine beißhemmung haben. Ein armin wolf des sportjournalismus hätte sich die gelegenheit nicht entgehen lassen, den herrn präsidenten darauf hinzuweisen, dass man die punkte für die weltrangliste durch siege gegen volleyballgroßmächte wie zypern, luxemburg und ungarn geholt hatte (https://en.volleyballworld.com/volleyball/world-ranking/men). Aber ist eh irgendwie wurscht, weil volleyball ja außer einer kleinen fangemeinde niemanden wirklich interessiert.

 

Apropos volleyballgroßmächte und so: nach der ersten runde der european league gibt es bei den herren 9 sieglose nationalteams (https://www-old.cev.eu/Competition-Area/CompetitionStandings.aspx?ID=1833). Dazu gehören neben österreich, luxemburg, norwegen, abanien, bosnien und herzegowina, azerbaidjan, kosovo, georgien und island. Aber bitte fairerweise muss man schon erwähnen, dass die österreicher die minitabelle der sieglosen teams anführen, weil sie zwei sätze in zwei spielen gewonnen haben. Also bitte. Das wäre doch eine überschrift auf der övv-website wert oder einen jubelpost unter https://www.facebook.com/Volleyball.AUSTRIA.





Also jetzt hat mich gerade die realität überholt: övv-herren holen gegen starke finnen einen satz, kann man dort lesen. Unpackbar, eigentlich.



 

Und dann erfährt man, dass sich österreichs herren montenegro knapp geschlagen geben mussten. Was bei einer 1:3 niederlage mit den satzergebnissen 19, -20, -18, -20 als knapp zu bezeichnen ist, erschließt sich mir allerding nicht.



 

Ewald url fragt berechtigterweise, gegen welches kleine land die österreichische nationalmannschaft noch nicht verloren hat.



 

 

Ah ja, a propos kleines land und so: man könnte sich ja auch überlegen, der small countries association innerhalb der cev beizutreten (https://inside.cev.eu/institutions/zonal-associations/small-countries-association-sca/). Da gäbe es dann sicher den einen oder anderen kantersieg zu bejubeln.

 

Ok, ok, das war jetzt sehr böse ich geb’s zu, aber wenn der herr övv-präsident unter https://volleynet.at/articles/806 davon spricht, dass es jetzt in richtung der olympischen spiele 2028 in los angeles ginge, kann man nur den kopf schütteln, bei so viel an realitätsverweigerung. Lachhaft ist das.



 

 Ich frage mich nach den auftritten des herrennationalteams ja ernsthaft, wie lange sich österreichs einziger weltklassespieler, paul buchegger, sich das noch antut, mit dieser truppe. Zwischendurch war seine körpersprache dann doch eher resignativ.

 

In der gleichen schönfärberischen tonart geht’s auf https://www.facebook.com/Volleyball.AUSTRIA bei den kommentaren zu den damenspiele weiter. Die 0:3 niederlage gegen die slowakei war dort eine beherzte leistung, und angeblich war man knapp an einem satzgewinn dran bei satzergebnissen von -22, -20, -15. Es fehlt nur die zu tode zitierte augenhöhe. Im letzten satz war man dann allerdings schon eher auf kniehöhe.



 

 Aber den isländischen dottirs  hatten die österreicherinnen keine chance gelassen, wie man ebenfalls unter https://www.facebook.com/Volleyball.AUSTRIA erfahren darf. Ich sag’s ja, beitritt in die small countries association und es kantert, dass es nur so scheppert.



A propos scheppern und so: wenn man sich das gegenwärtige technische, athletische und taktische niveau der damennationalmannschaft ansieht, steht zu befürchten, dass es bei der eurovolley 2026, für die das damennationalteam ja qualifiziert ist, auch ordentlich scheppern wird, aber halt auf der falschen seite des feldes. Und unter https://sport.orf.at/stories/3156643/ spricht der herr damentrainer roland schwab dort allerdings als övv-sportdirektor davon, dass stillstand ein rückschritt sei. Das ist jetzt mit hinblick auf die eurovolley 2016 eine ziemlich mutige ansage, weil da droht dann gleich einmal rücktritt bei rückschritt.

 

Das passende resume wird auch noch geliefert auf https://www.facebook.com/Volleyball.AUSTRIA. Zumindest die kulisse war großartig, der rest eher weniger.



 

Ah ja ein gruppenbild mit dame hab‘ ich dort auch noch gefunden unter https://www.facebook.com/Volleyball.AUSTRIA, genau genommen sind es 11 männer und eine frau im präsidium des övv. Beschämend ist alles was mir dazu einfällt.



 Felix andreaus fragt, ob man auf die genderbalance stolz sei.



Ah ja, weil ich gerade so schön beim kritisieren bin: könnte sich bitte jemand um die aufbereitung der u13 nachwuchsmeisterschaften der buben und mädchen auf der övv-website kümmern. Die hätten sich das verdient. Und das hat doch bei den anderen altersklassen auch gut geklappt. Und zeit müsste man jetzt ja auch wieder haben, da die heimturniere in der european league jetzt – eher traurige - geschichte sind.




 

Und das von einem bösen fotografen oder einer bösen fotografin gemachte fundstück der woche ist hoffentlich kein schlechtes omen.

        


 

 

 

 

Wien, 10.06.2026, 01:04 cet

                                                                                                          

 

 

                                                                                                          

 

 

Mittwoch, 3. Juni 2026

Vom ende der övv-gesandten, von einer halluzinierenden ki und von einem sehr frühen rückfall in alte legionärsmuster

 Wien, 02.06.2026, 23:06 cet

  

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

 

so, beachvolleyball wurde gespielt, in ostrava, tschechien ein elite24 turnier, ein turnier der höchsten kategorie der bvtmdln. Vier duos - vom ausdruck der gesandten hat man sich auf der övv-website verabschiedet, wahrscheinlich, weil ich zu sehr gespottet hatte in den letzten wochen – hatten genannt. Also ein letztes mal geht’s auch hier noch um die gesandten. Unter https://de.wikipedia.org/wiki/Gesandter  findet sich deren definition, die so gar nichts mit sport zu tun hat. 


So aber jetzt zum abschneiden der övv-paare. Für friedl/schnetzer war das turnier schon nach der nicht geschafften quali für das hauptfeld zu ende und die anderen teams, klinger/klinger bei den frauen und hammarberg/berger sowie seidl/seiser schafften es als jeweils gruppenletzte nicht in die ko-phase (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/elite16/ostrava-cze/standings/men/#round-fhttps://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/elite16/ostrava-cze/standings/women/#round-f). Detail am rande, als fun fact möchte ich das eher nicht bezeichnen, weil nicht lustig: in insgesamt zwölf spielen gab es ganze drei siege, jeweils einen für klinger/klinger und seidl/seiser in der quali und einen für hammarberg/berger in der gruppenphase. Mager ist das.

 

Wo ist eigentlich das zweite nationalteam-herrenduo, das blocklose team waller/pristauz abgeblieben? Laut ki sind sie mitten beach pro tour saison 2026.

Also ich glaub‘ die ki halluziniert gerade.

 

Ah, hoppala nicht ganz. Also der eine partner, der philipp waller, hat ja mit einem neuen partner, maximilian trummer gold geholt, beim irgendwas open in linz presented by kasperl und petzi auf der wetten das beach tour pro wie unter https://volleynet.at/articles/789 nachzulesen ist. Dort findet sich auch der vollständige name des turniers: es handelte sich um das logticon open linz presented by psv & svm auf der win2day beach pro tour. Also, wenn man den vollen titel des turniers dreimal schnell ausspricht ist das halbe turnier vorbei.

 

Ah ja, bei einem future turnier, einem turnier der untersten kategorie der bvtmdln, in cervia, italien, schied das duo klemen/holzinger in der zweiten qualirunde aus und für sponer/petutschnig war in der ersten ko-runde schluss (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/futures/cervia-ita/standings/men/#round-f).

 

So, nach diesen mäßig erfolgreichen auftritten in den sandkisten der großen weiten welt geht’s rasch noch in die halle.

 

Zum abschluss der nachwuchsstaatsmeisterschaften standen die der altersklasse u13 bei buben und mädchen uaf dem programm. Und offenbar habe ich in der letzten zeit zuviel gelobt, was die aufbereitung der nachwuchsmeisterschaften auf der övv website anbelangt. Dieses mal gibt’s leider wieder einen rückfall in alte muster, dabei ist diese woche gar keine große pressekonferenz zu organisieren. Also hätte es eigentlich zeit geben müssen, für die verantwortlichen, die nachwuchsmeisterschaften so wie in den vergangenen beiden wochen, ansprechend aufzubereiten. Stattdessen findet man unter https://volleynet.at/levels/6181 und unter https://volleynet.at/levels/6180 nur das hier und erfährt damit, dass keine daten verfügbar sind und derzeit keine spiele vorhanden sind.




 

 

Das mit dem herausfinden der medaillengewinner:innen war daher wieder mühsam. Aber ich habe keine mühen gescheut, weil warum? Na wegen der gratulationen natürlich. Bei den mädchen besiegten die wildcats aus klagenfurt die hartbergerinnen, dritte wurden volley16. Bei den buben besiegten die hotvolleys graz im finale, den dritten platz holten sich die sokol buben. Gratulation an alle spieler:innen und ihre betreuer:innen. Und ganz besondere gratulation an die burschen der hotvolleys und deren betreuer:innen, die sich alle fünf nachwuchtstitel holten.

 

Ah ja, alte muster und so: das legionärskarussell wurde von aich/dob angeworfen, mit der verpflichtung zweier portugiesen, wie unter https://volleynet.at/articles/793. Als gefährliche drohung interpretiere ich ganz persönlich den schlusssatz aus dem artikel: in den nächsten wochen werden noch weitere spieler folgen.

 

Alte muster halt, die da weiter gesponnen werden, was die verpflichtung von legionär:innen betrifft, ganz im gegensatz zu anderen sportarten, in denen die österreichische nationalmannschaft deutlich erfolgreicher ist als das volleyballnationalteam, nämlich im eisockey. Trotz sehr guter resultate bei der gerade zu ende gegangenen weltmeisterschaften, denkt man dort bereits nach, wie man jungen spielern in der österreichischen liga zu mehr spielzeit verhelfen könnte. Eine klare beschränkung der legionärszahl wird dort auch diskutiert, wie unter https://sport.orf.at/stories/3156299/ zu lesen ist.     

 

 

 

 

 

Wien, 03.06.2026, 00:32 cet