Donnerstag, 17. September 2026

Von ausbleibenden medaillen bei den u22 beachvolleyball-europameisterschaften, von buchstäblich in den sand gesetzten österreichischen beachvolleyball-staatsmeisterschaften und von ganz offensichtlich verpassten anschlusszügen und sich rasch vergrößernden anschlusslöchern

 Wien, 16.09.2026, 21:57 cet

  

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

 

 

So, ganz ungewohnt schreibe ich meinen dieswöchigen an einem mittwoch. Krankheitsbedingt war ich gestern nicht in der lage dazu. Ich fühl‘ mich auch heute noch nicht so ganz wohl und werde mich daher kurz halten. Aber die nachrichten über das ende des blogs sind stark übetrieben, um ein zitat von mark twain etwas abzuwandeln (https://www.zitate7.de/29567/Die-Nachrichten-ueber-meinen-Tod-sind.html).

 

Und als erstes geht’s, wie gewohnt in die sandkiste. Da standen die u22 beachvolleyball-europameisterschaften auf dem programm. Und da ist es dann nicht so gut gelaufen wie beim u20 bewerb. Ttrotz hoher erwartungen beim övv blieben dieses mal die medaillengewinne aus, für berger/hohenauer bei den damen und für boyd/sponer bei den herren war dieses mal schon im viertelfinale endstation (https://beachevents.cev.eu/beach/competition/1886,https://beachevents.cev.eu/beach/competition/1887).

 

National standen die österreichischen meisterschaften im beachvolleyball auf dem programm und dazu hat mir ein treuer leser meiner einträge eine e-mail geschrieben, in der er sich über die ansetzung und den austragungsort kritisch äußert. Ich erlaube mir dazu einen satz aus seiner e-mail wörtlich zu zitieren: „Null stimmung, null atmosphäre, kalte temperaturen, und ein 7000 zuschauer fassender center court, auf den sich 300 Leute verirren.“ Mehr braucht eigentlich gar nicht zu wissen, über eine offenbar organisatorisch buchstäblich in den sand gesetzte veranstaltung. Zwei fragen stellen sich da sofort: warum setzt man die meisterschaften so spät im jahr an und warum in kitzbühel, dass man eher mit den hahnenkammrennen und tennis assoziert als mit beachvolleyball. Irgendeine halbschlaue reklärung wird es wohl geben, aber ich bin mir sicher, dass man die von seiten des övv, wie üblich, nicht öffentlich machen wird. Nichtsdestotrotz, gratulation an die neuen österreichsichen meister:innen im beachvolleyball, klinger/klinger bei den damen und pristauz/waller bei den herren, und deren betreuer:innen (https://volleynet.at/articles/1790).

 

 

Aber nochmals zurück zum termin der meisterschaften. Die späte ansetzung ist nicht nur des möglichen wetters wegen riskant, sondern – noch viel schwerwiegender – für die spieler:innen, von denen viele nicht nur am sand sondern auch in der halle vereinsmäßig volleyball spielen, und deren vereinstrainer:innen ein ernstes problem, da das hallentraining ausgesetzt werden musste solange die spieler:innen am sand aktiv waren.

 

Ich habe schon vor längerer zeit hier zur diskussion gestellt, ob man es sich in österreich mit den vorhandenen personellen und finanziellen resourcen überhaupt leisten kann auf zwei hochzeiten zu tanzen, also sowohl im beachvolleyball wie auch im hallenvolleyball, international mitmischen zu wollen. Mir fallen auf die schnelle serbien, bulgarien, finnland, belgien, slowenien als ein paar beispiele ein für absolute topnationen im hallenvolleyball, die in der sandkiste quasi nicht vorhanden sind. Ich werde versuchen zu diesem punkt ein wenig zu recherchieren für einen meiner nächsten einträge.

 

Ah ja, a propos hallenvolleyball: da läuft ja gerade die eruovolley der herren, mit zum teil überraschenden ergebnissen. Die größte überraschung für mich ist dänemark, das in einer gruppe mit finnland, serbien, belgien, etsland und holland den vierten platz und damit die quali für das achtelfinale schaffte (https://www-old.cev.eu/Competition-Area/CompetitionStandings.aspx?ID=1572).

 

Und das spiegelt sich auch in der weltrangliste wieder, in der gegenwärtig dänemark mit 144 punkten auf platz 26 liegt und österreich mit 77 punkten auf platz 57 zwischen taiwan und san marino (https://en.volleyballworld.com/volleyball/world-ranking/men?).


 

 

Das hat 2021 noch ganz anders ausgeschaut, da hielt dänemark bei 92 und österreich bei 100 punkten (https://en.volleyballworld.com/volleyball/world-ranking/men?).


 

 

Und dänemark ist sehr gut mit österreich vergleichbar, sozioökonomisch (https://de.wikipedia.org/wiki/Dänemark,https://de.wikipedia.org/wiki/Österreich) und hat wie österreich keine tradition im volleyball. Was ist da in den letzten 5 jahren passiert? Da wurde offenbar auf seiten des övv der anschlusszug verpasst, sodass für das stopfen des anschlussloches schon ein ziemlich großes stopfholz und sehr viel stopfwolle benötigt werden wird. Anbei ein bild eines stopfholzes unter https://www.ischlerholzhandwerk.at/shop/stopfholz-12cm/, da ich mir ziemlich sicher bin, dass zumindest die jüngeren unter meinen geschätzten leserinnen und unter meinen geschätzten lesern nicht wissen, was ein stopfholz ist und wie es aussieht. Ich habe ja schon früher exkursionen nach slowenien vorgeschlagen. Jetzt würde sich dänemark für so eine fact finding mission anbieten. Aber wie ich den övv kenne wird man sich in gewohnter weise wieder alles schönreden und weiterhin im eigenen saft dahinköcheln. Aber bei der nächsten pressekonferenz könnte sich vielleicht einmal ein(e) anwesende(r) journalist:in getrauen, die frage zu stellen, wie es dänemark inerhalb von 5 jahren den weg vom jausengegner in die erweiterte weltspitze geschafft hat und warum man das in österreich auch nicht nur annähernd schafft.

 

2013 und 2014 gab es übrigens internationale bewerbspiele zwischen österreichs herrennationalmannschaft und dänemark, bei denen man ja geradezu auf …äh… augenhöhe oder sogar leicht darüber war.



 

Und 2015 ist das anschlussloch dann aufgegangen.



 

 

 

Ich bin ja gespannt, wie lange ich meinen neuen schlusssatz noch verwenden kann bzw. muss. 

 

Bleibt das jetzt so?  



 

 

 

 

 

Wien, 17.09.2026, 00:01 cet

                                                                                                          

 

 

                                                                                                          

 

 

Dienstag, 8. September 2026

Von höchst erfreulichem aus der sandkiste, von einem wenigstens teilweisen coming of age und von die nationalmannschaften betreffenden seltsamen, vernachlässigten webpages

 Athani, 08.09.2026, 21:35 eet

  

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

 

so, das wird ein kurzer urlaubsblog, weil es eh nur sehr wenig berichtenswertes zu ebrichten gibt aus der vergangenen woche.

 

Das sehr wenige ist aber sehr erfreulich und kommt aus der sandkiste. Da haben die ganz jungen die maue saisonbilanz der etablierten sandhüpferlinge, die erst vor kurzem hier im blog unter https://johnny-meinblock.blogspot.com/2026/08/von-einer-eher-schwachen-saisonbilanz.html thema war und dort nochmals im detail nachgelesen werden kann, ordentlich aufgebessert. Bei den u20 beachvollleyball-europameisterschaften gab’s gelich zwei medaillen, eine davon in bronze bei den herren für sponer/hohenauer (https://beachevents.cev.eu/beach/competition/1884) und eine in gold für berger/hohenauer bei den damen (https://beachevents.cev.eu/beach/competition/1885). Dazu herzliche gratulation von hier aus an spieler:innen und betreuer:innen. Und offenbar hat sich die geringe präsenz von berger/hohenauer in der vorbereitung auf die u20 europameisterschaften doch nicht negativ ausgewirkt.

 

Ah ja und beim leidigen hosenthema zeichnet sich bei berger/hohenauer auch eine art coming of age ab, zumindest ein teilweises oder ein halbes.



 

 

Und in der diesmal sogar nihct ganz unberechtigten euphorie wird das wort „historisch“, diesmal sogar mit rufzeichen, zum neuen lieblingswort des övv wie unter https://volleynet.at/articles/937 nachzulesen ist.

 

Und auf der bvtmdln stand ein future turnier, ein turnier der untersten kategorie auf dem prgramm, in budapest, ungarn. Dort gab es für das herrenduo klemen/holzinger nach erreichen des semifinales den …äh… aus leidiger erfahrung erwartbaren sicheren vierten plartz (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/futures/budapest-hun/standings/men/#round-f).

 

Ah ja und bei den mevza beach volleyball championships gab’s auch siege für övv duos, die, wie unter https://volleynet.at/articles/936 nachzulesen ist, auf der övv website abgefeiert werden. Na ja, wenn’s auf der bvtmdln nicht klappt mit den turniersiegen, dann müssen halt die mevza european championships herhalten. Man muss halt die erfolge feiern wie sie fallen. Nur so wieder einmal zur einordnung zur internationalen wertigkeit dieser championships: bei den herren sind zwei tschechische duos – rang 47 und 82 - und ein ungarisches – rang 76 - unter den ersten 100 der weltrangliste (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/world-ranking/men?), kein slowakisches, kein slowenisches und kein kroatisches. Bei den damen sind es immerhin fünf tschechisches – ränge  23, 26, 31, 74, 86 - ein ungarisches – rang 51 - und ein slowakisches – rang 94 - , kein slowenisches und kein kroatisches (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/world-ranking/women?).

 

Ah ja, a propos mevza und so: gibt’s die mevza überhaupt noch? Unter https://mevza.org/live/ gibt es keine hinweise auf die hallensaison 2026/2027.

 

Und geich noch ein ah ja; ah ja hallenvolleyball und so: unter https://steiermark.orf.at/stories/3370295/ kann man lesen, dass anfang oktober internationale topvereine zu einem vorbereitungsturnier nach hartberg kommen. Auf https://volleynet.at findet sich dazu nichts. Dafür findet man bei genauem hinsehen unter https://web.volley.eliterro.at/teams/16589 und unter https://web.volley.eliterro.at/teams/16588 so manches schmankerl.



 


 

Könnte man vielleicht korrigieren, wenn zwischen all dem hysterisch-historischen noch zeit dafür bliebe. Generell täte den beiden webpages ein ordentliches update ganz gut.

 

Und nochmals zurück zum hysterisch-historischen zu einer ganz kurzen nachlese zum abschneiden der damennationalmannschaft bei der eurovolley der damen 2026. Der övv präsident hat ja unter https://web.volley.eliterro.at/articles/923, dass das riesige anschlussloch wesentlich verkürzt wurde. Abgesehen davon, dass mir das wort anschlussloch bislang unbkannt war – ich kenne das wort armloch, und dann ein unfeines wort das ebenfalls mit a beginnt un d it loch endet – kann man ein loch bestenfalls verkleinern aber wohl nicht verkürzen. Aber ich mach schon schluss mit den wortklaubereien und komme zu den fakten bzw. zu den zahlen. Nach ende der europameisterschaften liegen die övv-damen nach den fünf niederlagen in fünf spielen bei der eurovolley in der weltrangliste auf platz 52 (https://en.volleyballworld.com/volleyball/world-ranking/women?) und in der europäischen rangliste auf platz 29 (https://www.cev.eu/national-team/rankings/#women). So viel zu der vom präsidenten auch noch wahrgenommenen riesigen entwicklung.

 

 

 

Ich bin ja gespannt, wie lange ich meinen neuen schlusssatz noch verwenden kann bzw. muss. 

 

Bleibt das jetzt so?  



 

 

 

 

 

Athani, 08.09.2026, 22:52 eet

                                                                                                          

 

 

                                                                                                          

 

 

Mittwoch, 2. September 2026

Von der zu ende gehenden sandkistensaison, von rosa brillen im sonderangebot und unberechtigter euphorie galore und von der brutalität der nackten zahlen

 Wien, 01.09.2026, 22:41 cet

  

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

 

 

So in den internationalen sandkisten werden die letzten turnier des jahres 2026 gespielt. Letzte woche standen zwei future turniere, also turniere der niedrigsten kategorie der bvtmdln, mit övv-gesandtschaft auf dem programm, und zwar in brno, tschechien, und in modena, italien. Beim letzteren war für das herrenduo klemen/holzinger im viertelfinale schluss und in brno blieben bei den herren boyd/trummer und friedl sponer in der quali hängen (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/futures/modena-ita/standings/men/#round-fhttps://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/futures/brno-cze/standings/men/#round-f). Im damenbewerb in brno schafften sturm/hammarberg bis in die erste ko runde und die einzigen garantinnen für spitzenplätze bei den damen, shkarupa/rabitsch, setzten mit einem vierten platz diesen trend fort (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/futures/brno-cze/standings/women/#round-f).

 

Ah ja, a propos spitzenplätze bei den damen und so: was ist eigentlich mit dem duo hohenauer/berger los? Die haben im jahr 2026 insgesamt gerade einmla fünf turniere gemeinsam bestritten, und davon wiederum nur zwei auf der internationalen tour (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/world-ranking/women?). Ein top vrobereitung für die anstehende u20 beach-em schaut wohl anders aus (https://beachevents.cev.eu/beach/competition/1885). Aber vielleicht sehe ich das alles wieder einmal zu wenig positiv. Ich lasse mich aber gerne überraschen.

 

A propos zuwenig positiv und so: also, dass man von verbandsseite zu wenig positiv war, was die nachlese zur gerade laufenden und für die övv-damennationalmannschaft bereits zu ende gegangene eurovolley der damen 2026 betrifft, kann man ja nicht gerade behaupten. Da hat man sich ja vor lauter euphorie über allerlei historisches gar nicht mehr eingekriegt. Dass sich der multifunktionär und trainer des nationalteams buchstäblich um kopf und kragen schwafelt, um ersteren irgendwie zu retten, ist ja noch irgendwie nachvollziehbar, weil nach einer solchen bilanz bei einer em wohl auch der job des trainers in frage gestellt werden sollte. Nachzulesen ist das – für schmerzbefreite unter meinen leserinnen und unter meinen lesern – unter https://volleynet.at/articles/924.

 

Unter https://volleynet.at/articles/921 darf der trainer über die tolle reaktion im spiel gegen griechenland schwadroniere. Und mein absoluter lieblingssatz steht da auch drinnen in dem artikel: „Damit war ein wichtiges em-ziel des övv-damenteams erreicht: der erste satzgewinn bei der europameisterschaft.“ Echt jetzt? Ich erstarre in ehrfurcht ob dieses enormen sporthistorischen moments. Und sporthistorisch ist’s dann weitergegangen mit einem punktgewinn gegen bulgarien, und wer die euphorie so richtig aufsaugen will, der oder die lese was geschrieben steht unter https://volleynet.at/articles/922. Nur so zur erinnerung: der fünfte satz wurde 4(!) zu 15 verloren.

 

Aber so richtig fassungslos hat mich dann die unter https://volleynet.at/articles/923 nachzulesende analyse des övv-präsidenten. Der spricht dort von einer riesigen entwicklung und dass man den abstand zur euopäischen spitze verkürzt habe. Echt jetzt? Geht’s noch? Wo lebt der herr präsident? Bitte ganz schnell die rosa brille abnehmen, ganz, ganz schnell, und sich ein wenig in realismus üben.

Nur zur erinnerung für den herrn präsidenten: das övv-damennationalteam hat bei der europameisterschaft fünf spiele absolviert und alle fünf verloren, 3 mit 0:3, eines mit 1:3 und eines mit 2:3. Von den 24 teams, die an der eurovolley teilnehmen bzw. teilnahmen wird das övv-team in einer abschlusstabelle rang 22 belegen. Ungarn, montenegro und spanien blieben ebenfalls sieglos und haben jeweils einen punkt erspielt, ungarn und montenegro haben insgesamt jeweils zwei sätze gewonnen, österreich und spanien je drei, aber spanien hat den besseren punktequotienten. Und das övv-team hat mit 0.6958 den schlechtesten punktequotienten aller mannschaften in der gruppenphase und mit 295 punkten die wenigsten punkte aller mannschaften erzielt (https://www-old.cev.eu/Competition-Area/CompetitionStandings.aspx?ID=1573). Also nochmals zusammengefasst für alle rosa-brillen-träger:innen und berufs-euphoriker:innen: die övv-damennationalmannschaft hat fünf spiele bei der em bestritten, alle fünf verloren, mit einem satzverhältnis von 3:15 und einen punkt aus diesen fünf spielen mitgenommen.

 

Und jetzt zur riesigen entwicklung. Wenn man die entwicklung wirklich auf basis von fakten beurteilen möchte, dann lohnt sich ein blick auf die weltrangliste. Dort liegt österreich bei den damen nunmehr aktuell auf platz 53, flankiert von volleyballgroßmächten wie san marino und saint lucia und indonesien und antigua and barbuda (https://en.volleyballworld.com/volleyball/world-ranking/women?). Östrreich hält jetzt bei 76.07 weltranglistenpunkte, bei der einführung des neuen punktesystems 2021 waren es noch 103.82. Das heißt seit 2021 hat das team etwa ein viertel seiner weltranglistenpunkte eingebüßt, nämlich 27.75. Allein die fünf niederlagen bei der em schlagen sich mit einem minus von mehr als 16 punkten zu buche. Riesig, diese entwicklung, geradezu gigantisch, phänomenal, grandios. Wer beim övv für seine oder ihre nächste pressemitteilung noch ein paar adjektive, die dieser bombastischen entwicklung gerecht werden braucht, der oder die findet sie unter https://www.openthesaurus.de/synonyme/phänomenal.




 

So, und unter https://www.facebook.com/Volleyball.AUSTRIA findet sich dann doch die eine oder andere kritische stimme, die den rosa bebrillten widerspricht. Ich habe hier anschließend chronologisch den entsprechenden screenshots eingestellt.











 

 

Da wird die sogenannte sporthistorische bedeutung von satz- und punktgewinnen in frage gestellt, von kader- bzw. personalentscheidungen auf der position der aufspielerin und fragwürdigen auswechslungen im fünften satz im spiel gegen bulgarien, die einen möglichen sieg gekostet haben. Und wer es nicht live gesehen hat, kann sich die …äh… hanebüchenen rechtfertigungen des trainers zu seinen wechseln, die auch dana schmit nicht verstanden hat, wie sie im interview gesteht, am schluss der zusammenfassung des spiels gegen bulgarien unter https://on.orf.at/video/14336807/volleyball-em-damen-2026-oesterreich-bulgarien-highlights anschauen. Nach fünf niederlagen in fünf spielen und dem vercoachten spiel gegen bulgarien als draufgabe – die anglikaner:innen nennen das the icing in the cake - wiederhole ich, was ich hier letzte woche schon geschrieben habe: roland es is vuabei.

 

Ah ja, und dem tino mikosch, den ich persönlich kenne, möchte ich auf diesem wege mitteilen, dass die bezeichnung troll für jemanden, der die verwendnung des begriffs „historisch“ durch funktionäre des övv als inflationär bezeichnet, mehr als unpassend und ein ausdruck der eigenen argumentativen hilflosigkeit ist. Ich bin ganz der meinung des so bezeichnten ewald url und fühle mich daher mit der bezeichnung troll mitgemeint und geehrt.

 

Und dann kommt von den euphoriker:inne auch immer wieder das putzige argument, dass allein schon die quali für die eurovolley historisch gewesen sei. Na, aber geh. 24 nationen dürfen an der euovolley teilnehmen. Ein blick auf die europäische rangliste hilft vielleicht ein wenig, die qualifikation für dieses turnier richtig einzuordnen. Vorsicht, vor dem blick auf die rangliste ist unbedingt die rosa brille abzunehmen. Wie unter https://www.cev.eu/national-team/rankings/#women nachzuprüfen ist, haben sich von unter den top 24 gereihten nationen nur die schweiz und finnland nicht für die laufende em qualifiziert. Und die österreichische damennationalmannschaft hat sich mit zwei niederlagen gegen griechenland und zwei siegen gegen nordmazedonien für die endrunde qualifiziert (https://www-old.cev.eu/Competition-Area/CompetitionStandings.aspx?ID=1573). Und nordmazedonien liegt auf platz 44 von 45 gelisteten ländern in der europäischen rangliste (https://www.cev.eu/national-team/rankings/#women). Historisch? Drollig, nicht trollig. 

  

 

 

Ich bin ja gespannt, wie lange ich meinen neuen schlusssatz noch verwenden kann bzw. muss. 

 

Bleibt das jetzt so?  



 

 

 

 

 

Wien, 02.09.2026, 01:14 cet

                                                                                                          

 

 

                                                                                                          

 

 

Mittwoch, 26. August 2026

Von einer eher schwachen saisonbilanz in der sandkiste, von einem sporthistorischen feiertag und einer deswegen gewonnenen wette und von vermutlich unbeabsichtigter avantgarde-fotografie auf der facebook-seite das övv

 Wien, 25.08.2026, 22:42 cet

  

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

 

so heute ist ja quasi ein feiertag für den österreichischen volleyballsport, also zumindest wenn man der medialen berichterstattung und aufbereitung glauben darf. Aber dazu komme ich in aller ausführlichkeit später.

 

Zuerst geht’s in die sandkiste, und dort gibt es für die angebliche weltklassenation im beachvolleyball nicht gerade viel zu feiern, wenn man die nackten zahlen und ergebnisse ansieht. In montreal, kanada, ging die beachvolleyballsaison 2026, abgesehen von ein paar future turnieren, also turnieren der niedrigsten kategorie der bvtmdln, zu ende, mit einem elite16 turnier, also einem das diesen namen tatsächlich verdient. Bei diesem turnier der höchsten kategorie der bvtmdln war der övv bei den damen nicht vertreten und auch bei den herren fehlte das övv-topduo hammarberg/berger. Für waller/pristauz und pascariuc/horst war in montreal dann in der ersten ko-runde ende gelände (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/elite16/montreal-can/standings/men/#round-f). Allerdings ist das mit dem saiosnende so eine sache. Offenbar ist noch nicht klar, ob es nicht doch noch das eine oder andere elite16/24 turnier im jahr 2026 geben wird.

 

Interessant ist in jedem fall, dass heuer das letzte von insgesamt 8 elite16 turnier schon im august stattfand (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/#fromDate=2026-08-25&comptype=elite&yearseason=2026), wohingegen im jahr 2025 von insgesamt 12 elite16 turnieren zwei noch im september, zwei im oktober und eines sogar noch im dezember stattfanden (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/#fromDate=2026-08-25&comptype=elite&yearseason=2025). 2024 wurden insgesamt 10 turniere der höchsten katgorie gespielt, und davon eines im oktober und eines im november (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/#fromDate=2026-08-25&comptype=elite&yearseason=2024). 2023 waren es neun top turniere, davon eines im september und eines im november (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/#fromDate=2026-08-25&comptype=elite&yearseason=2023) und 2022 waren es mit acht topturnierengleich wenige wie heuer. Allerdings wurden zum untercshied von heuer eines davon im september und drei im november gespielt (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/#fromDate=2026-08-25&comptype=elite&yearseason=2022). Was steckt dahinter, dass dieses jahr zum ersten mal seit der gründung der bvtmdln das letzte elite16 turniere bereits im august auf dem programm stand? Schlechte planung mit zu vielen reisekilometern für die athlet:innen zwischen den einzelnen turnieren? Mangels interesse an der austragung eines elite16 turniers? Zu hohe kosten? Do we need mr. Beachvolleyball hannes jagerhofer to the rescue, fragen die anglikaner:innen ganz aufgeregt. Na ich alsse mich einmal überraschen.

 

So und jetzt zu so einer art bilanz der övv-duos in bildern. Eindrucksvoll ist das nicht gerade, und den ansprüchen einer angeblichen weltklassenation nicht würdig. Bei den herren stehen am saisonende die weltranglistenplatzierungen 8, 38, 42, 56, 87, 146, 199, 232 und 256 zu buche mit keinem einzigen podestplatz bei einem turnier der bvtmdln (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/world-ranking/men?). Bei den damen schaut es von den wletranglistenpositionen noch düsterer aus mit den plätzen 24, 141 und 148. Allerdings hat da das jüngste duo, shkarupa/rabitsch zwei zweite plätze und einen dritten platz, jeweils bei future turnieren geholt (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/world-ranking/women?).
















 

Einen der beiden zweiten plätze holten shkarupa/rabitsch beim future turnier in tallin letzte woche (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/futures/tallinn-est/standings/women/#round-f). Gratulation dazu von hier aus und ebenfalls gratulation an das herrenduo kindl/leitner das beim selben turnier ebenfalls den zweiten platz holte und damit den einzigen podestplatz eines övv-herrenduos im jahr 2026 auf der bvtmdln (https://en.volleyballworld.com/beachvolleyball/competitions/beach-pro-tour/2026/futures/tallinn-est/standings/men/#round-f). Ganz besonders freut mich das für laurenz leitner, nach seiner schweren erkrankung. Gut ist das.

 

Ah ja, was ist eigentlich los mit dem duo hohenauer/berger? Die beiden haben heuer genau zwei turniere auf der bvtmdln bestritten. Das wär‘ halt so eine frage gewesen für die letzte pressekonferenz. Aber dazu bräuchte es guten und kritischen und am volleyball interessierten sportjournalismus in österreich. Haben wir nicht, und das ist ein riesen glück für die verantwortlichen im övv.

 

Und das ist ja schon quasi die perfekte überleitung zum hallenvolleyball, weil da wurde ja heute angeblich geschichte geschrieben, also sportgeschichte, weil das damennationalteam bei der eurovolley 2026 den aller-, aller- also ganz wirklich, den allerersten satz bei einer hallenvolleyball-europameisterschaft gewonnen hatte, gegen griechenland (https://sport.orf.at/stories/3161672/). Nach gewinn des ersten satzes mit 25:20 war die mannschaft dann offenbar so euphorisiert und durcheinander, dass sie die folgenden sätze mit 18:25, 12:25 und 14:25 und damit das spiel mit 1:3 verlor. Aber nichtsdestotrotz feiert man auch beim övv unter https://volleynet.at diesen satzgewinn als hätte man den europameistertitel gewonnen. Haben da die sektkorken geknallt beim övv? Hat man eine petition an den bundespräsidenten geschickt, damit der 26. august fürderhin in erinnerung an diesen sporthistorischen meilenstein zum feiertag erklärt wird? Aber bei all dem spott muss ich mich ja beim damennationalteam bedanken. Ich habe eine wette gewonnen. Ich war so übermütig, dass ich mit einem treuen leser meiner einträge um ein bier gewettet habe. Also eigentlich hat er mich herausgefordert. Er war der überzeugung, dass das damennationalteam bei der eurovolley keinen satz gewinnen würde. Und ich war unvernünftig genug dagegen zu wetten.

 

So aber jetzt wird es wieder ernst und jetzt geht’s nicht um den einen zum sporthistorischen ereignis aufgeblasenen satzgewinn. Es geht wieder um die nackten, ungeschönten zahlen. Das damennationalteam hat bisher vier spiele absolviert und alle verloren, gegen serbien, tschechien und die ukraine mit 0:3 und gegen griechenland mit 1:3 (https://www-old.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=1573). Abgesehen von dem sporthistorischen gewonnenen satz gegen griechenland kam das övv-team in den 12 bisher verlorenen sätzen nur ein einziges mal, und zwar im dritten satz gegen serbien über 20 punkte (https://www-old.cev.eu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=84432&ID=1573&CID=12859&PID=2992https://www-old.cev.eu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=84436&ID=1573&CID=12859&PID=2992https://www-old.cev.eu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=84439&ID=1573&CID=12859&PID=2992https://www-old.cev.eu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=84441&ID=1573&CID=12859&PID=2992). Den spielerinnen wurden bei der eurovolley bisher ihre grenzen im athletischen, technischen und taktischen bereich mehr als deutlich aufgezeigt. Und ein hilfloser trainer sondert nach jeder niederlage seinen warmsprech im interview ab. Da liest man wiedre von augenhöheh, von couragiertem auftreten, von jungen wilden usw., usw., usw. ad infinitum. Das ist nicht mehr auszuhalten. Ich sag‘ einmal so: das war nix, das ist nix und das wird auch nix mehr werden. Und in abwandlung des legendären sagers von matthias strolz erlaube ich mir zu sagen: roland es is vuabei.

 

Überlegt man sich eigentlich bei den verantwortlichen was das für ein bild abgibt, nach außen, wenn man einen einzigen satzgewinn aus vier spielen derartig abfeiert? Ich erlaube mir zu antworten: ein ziemlich armseliges. Was kommt denn dann als nächstes? Die zahl der asse, die einzelnen blockpunkte? Der fantasie sind keine grenzen gesetzt. Oder eigentlich doch. Die grenze zur peinlichkeit, die mit dem abfeiern des historischen satzgewinns eh schon überschritten wurde.

 

Ah ja, fundstücke gibt’s auch noch und zwar unter https://www.facebook.com/Volleyball.AUSTRIA. Bei den fotos fragt man sich, ob es sich da um probleme mit der bearbeitungs-software gehandelt hat oder, ob man mit dem engagement eines bzw. einer künstlerisch motivierten fotograf:in den schritt zur avantgarde-fotografie gewagt hat.




 


Und ganz zum schluss und nach all der kritik und dem spott ein link zu einem sympathischen interview mit der kapitänin des nationalteams nina nesimovic unter https://www.derstandard.at/story/3000000336192/volleyball-kapitaenin-nesimovic-ich-habe-mich-noch-nie-so-lebendig-gefuehlt. Und ich mein‘ das jetzt ernst und ganz ohne spott: ich hoffe für nina nesimovic, dass sie sich nach der eurovolley noch annähernd so lebendig fühlt wie vor der eurovolley. Und noch ein detail zum artikel: 26 postings sagen halt auch etwas aus zum interesse am volleyballsport. Und zwar leider nichts gutes.

 

 

Ich bin ja gespannt, wie lange ich meinen neuen schlusssatz noch verwenden kann bzw. muss.

 

Bleibt das jetzt so?  



 

 

 

 

 

Wien, 26.08.2026, 01:13 cet