Dienstag, 20. Februar 2018

Von einem rückfall in alte verhaltensmuster, von einem vom öoc eingekleideten schneekönig und von der großen gelegenheit einmal so richtig unseriös zu sein

Wien, 19.02.2018, 23:26 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

also ich will ja nicht unken, aber fällt der övv gerade wieder in längst überwunden geglaubte verhaltensschemata zurück? Da löst eine nationalteamspielerin ihren vertrag bei einem ausländischen klub vorzeitig auf und auf der övv-website gibt es dazu nur das früher hier oft zitierte schweigen im walde. Unter http://sport.orf.at//stories/2288601/ kann man lesen, dass nikolina maros nach nur etwas mehr als einem halben jahr ihren vertrag beim schweizer club volley lugano aufgelöst hat. Gründe dafür findet man in dem kurzen artikel nicht. Auch in den berichten über die im ausland tätigen österreichischen spieler und spielerinnen auf der övv-website ist dazu nichts zu finden (http://www.volleynet.at/markovic-italienischer-cupsieger/). Vorige woche wurde unter http://www.volleynet.at/oesterreichinnen-weiter-auf-erfolgskurs/ noch über die niederlage von lugano mit nikolina maros gegen volero zürich berichtet. Und diese woche findet die interessierte leserin und der interessierte leser nichts mehr, lugano, und mit lugano nikolina maros, sind spurlos aus dem wöchentlichen bericht verschwunden. Also ich kann da, wie auch schon bei anderen gelegenheiten, nur darauf hinweisen, dasses im fußball völlig undenkbar wäre, dass eine spielerin der nationalmannschaft ihr engagement im ausland beendet, und dass es vom verband dazu keinen bericht gibt.

Na ja, ich fühle mich genötigt jetzt etwas was ich in den letzten wochen kaum gemacht habe zu tun, ich spotte: ein bericht über snowvolleyball steht halt weiter oben auf der agenda als ein bericht über die hintergründe, warum eine nationalteamspielerin ein auslandsengagement beendet. Ah ja und noch etwas, sollte nikolina maros private, persönliche gründe für die vetragfsauflösung gehabt haben, dann ist das natürlich zu respektieren, aber zumindest könnte man der volleyballinteressierten öffentlichkeit mitteilen, dass es solche privaten oder persönlichen gründe gegeben hat.

Und was passiert sonst noch im österreichischen volleyballsport: die damenliga gerät in gefahr, doch wieder fad zu werden, weil die beiden finalisten aus dem vorjahr die strafrunde viertelfinale doch sehr souverän bewältigt haben. Und bei den herren versucht der manager der legionärstruppe aus dem süden spannung zu erzeugen, wo es keine spannung gibt, indem er die favoritenstellung für seine mannschaft in der sich abzeichnenden finalserie gegen die legionärstruppe aus dem norden leugnet (http://www.volleynet.at/titelverteidiger-sokol-post-und-linz-steg-im-avl-halbfinale/, http://www.volleynet.at/aich-dob-schlaegt-waldviertel-micheu-sind-nicht-mehr-alleiniger-favorit/).

A propos snowvolleyball und olympia und der herr kommerzienrat und so: also ein aufmerksamer leser hat mir einen link geschickt zu einem video der präsentation von snowvolleyball vor dem österreichhaus bei den olympischen winterspielen in pyeongchang. Und ich möchte meinen werten leserinnen und meinen werten lesern dieses unter http://www.svf.sk/sk/archiv-sprav/detail-spravy/_giba-grbic-emanuel-a-spol-p abrufbare video unter gar keinen umständen vorenthalten, bringt es uns allen doch ein wiedersehen mit uhexpir, der sich – passend – wie der sprichwörtliche schneekönig freut, über die perspektiven, die uns allen und ganz besonders ihm die weitere bewerbung dieser ...äh... neuen trendsportart eröffnet. Also ich denke da beispielsweise an ein weites betätigungsfeld für werbeangenturen, und wie meine aufmerksamen leserinnen und meine aufmerksamen leser aus der vergangenheit wissenn, hat ja der herr kommerzienrat da sehr gute, sogar familiäre beziehungen. Und eine reise zu den olmypischen winterspielen, über deren finanzierung wir alle nur rätseln können, hat der snowvolleyballbotschafter auch unternehmen dürfen. Aber zurück zum video: ganz besonders lustig also eigentlich eher ziemlich peinlich wird es, als internationale sender zu der übertragung zugeschaltet werden und die moderatorin gezwungen ist, das interview mit uhexpir auf englisch, also in der mother tongue der anglikanerInnen, weiterzuführen. Also des baumeisters mörtel englisch is a little larks fart dagegen. Echt. Aber für die bestellung der mirror eggs wird es wohl gereicht haben beim expräsidialen frühstück.

A propos finanzierung und so: also wer den herrn kleinmann in pyoengchang eingekleidet hat, nachdem der arme nicht nur seiner kreditkarte verlustig gegangen ist – na hoffentlich waren das nicht die idalenischen diamantenhädler, die schon einmal versucht hatten den herrn kommerzienrat auszusackeln – sondern ihm auch seine koffer abhanden gekommen sind, erfahren wir aus dem kleinformatigen qualitätsblattl.


Auch für diesen zeitungsausschnitt bedanke ich mich bei einer treuen leserin.

Na und weil ich hier schon etwas früher bei den wöchentlichen fundstücken angekommen bin, mache ich hier gleich damit weiter mit diesem foto einer österreichischen fahne nebst dem winterpeter und dem herren beamten- und sportminister, und irgend so einem sportler, offenbar dem alex antonitsch, der gerade eine goldmedaille gewonnen hat. Also seine burschenschafterkollegen hätten es wahrscheinlich lieber gesehen, wenn der oberste raucher der nation eine andere fahne geschwenkt hätte, eine auf der wenigsten eine wenn nicht gleich zwei farben durch andere ersetzt wären.



Ah ja, a propos raucherminister und so: ich habe das ja schon vor ein paar wochen hier thematisiert. Es würde sportlerInnen, funktionärInnen und ganzen sportverbänden sehr gut zu gesicht, sich unterstützend zum antirauchervolksbegehren zu äußern. Bei der kampagne zur einführung der täglichen kniebeuge war man ja auch mutig genug. Also liebe sportlerInnen, liebe funktionärInnen, liebe vertreterInnen von sportverbänden und dachorganisationen. Wo bleibt die öffentliche stellungnahme, wenn es um die gesundheit geht, der ja alle die mit sport zu tun haben, verpflichtet sein sollten. Und es hat doch einen gewissen reiz, also so ganz subjektiv für mich sehe ich das so, einmal so richtig unseriös zu sein (https://diepresse.com/home/innenpolitik/5374363/FPOeGesundheitssprecherin-findet-Dont-SmokeVolksbegehren-unserioes). Und mit organisationen wie der ärztekammer und der krebshilfe befindet man sich ja eh in respektabler gesellschaft und ist sozusagen ethisch – nein liebe vertreter der nationalen ....oops so ein verschreiber, so ein freud'scher.... sozialen heimatpartei, das ist kein tippfehler, ethisch bedeutet etwas anderes als ethnisch - im leo.

Und passend zu den olympischen winterspielen, zum winterpeter und zum övv stelle ich hier wieder einmal - das wird ja schon fast zur gewohnheit - einen artikel mit dem schönen, fast poetischen titel „die männer auf dem hohen berg“ von johann skocek aus dem falter online.



Und jetzt wird der eintrag immer mehr zur presseschau. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass auch dieser artikel – ein porträt von hannes kronthaler aus der österreichbeilage der zeit – das interesse meiner geschätzten leserinnen und meiner geschätzten leser finden wird.


Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio UND NACH PYOENGCHANG finanziert?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Wien, 20.02.2018, 01:24 mez




Dienstag, 13. Februar 2018

Von montäglichen schreibblockaden, von einem erfreulich überraschenden endstand bei den damen und von der unklaren zukunft der liga mit dem langen namen

Wien, 12.02.2018, 23:13 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

na irgendwie ist das ein fader rosenmontag, nichts aufregendes ist passiert im österreichischen volleyball in der letzten woche. Aber wenn ich jetzt ganz, ganz ehrlich bin, dann ist schon etwas passiert letzte woche etwas wirklich spannendes und außergewöhnliches. Aber bis ich das meinen werten leserinnen und meinen werten lesern hier in geeigneter form präsentieren kann, dauert es noch eine woche oder auch zwei. Also jetzt arbeite ich schon mit allen mitteln, um einem drohenden leserinnen- und leserschwund vorzubeugen.

In ermangelung watschenausteilender funktionäre und anderer skandale vermisse ich ja fast die sogenannte ära des herrn kommerzienrates mit all ihren aufregern. A propos herr kommerzienrat und ära und so. Aus gewöhnlich gut informierten maulwurfkreisen wurde mir zugetragen, dass der verzicht des herrn kleinmann auf das präsidentenamt des övv nicht ganz so freiwillig und smooth, wie die anglikaner und anglikanerinnen unter uns es nennen würden, erfolgt ist, wie es der betroffene selbst dargestellt hatte. Na, ich hab’ das hier ja schon mehrfach geschrieben und ich wiederhole es gerne nochmals: ich bin überzeugt davon, dass uns der herr kleinmann ohne den wachsenden widerstand, der ihm von mehreren landesverbänden und deren präsidenten entgegengeweht hatte, uns allen noch sehr, sehr lange als uhpir erhalten geblieben wäre. Das hätte zwar mit großer wahrscheinlichkeit viel interessanten stoff für diesen blog geliefert und mich als schreiber vor dem fast schon allmontäglichen writer’s block, also vor dieser unangenehmen schreibblockade bewahrt, aber dem österreichischen volleyballsport hätte es weniger gut getan. Also ist es schon gut so, dass uhpir sich durch die von ihm verursachten umstände genötigt sah sich in uhexpir zu verwandeln und nicht einen auf joao havelange, juan antonio samaranch oder sepp blatter zu machen und uns aus gründen der selbstempfundenen unersetzbarkeit mit seiner präsidentschaft bis zum sankt nimmerleinstag zu beehren (https://de.wikipedia.org/wiki/Sepp_Blatter, https://de.wikipedia.org/wiki/João_Havelange, https://de.wikipedia.org/wiki/Juan_Antonio_Samaranch).

Viel an berichtenswertem ist tasächlich nicht passiert in der kleinen welt des österreichischen volleyballsports. Der grunddurchgang der avl women ist absolviert, mit einem überraschenden endstand. Die legionärinnenlosen grazerinnen haben einigermaßen überlegen den 1. platz belegt vor der spielgemeinheit kärnten. Die beiden haben sich damit den direkten einzug ins halbfinale erspielt. Die restlichen zwei semifinalplätze spielen sich jeweils in einer best of three serie im oberösterreichischen derby linz/steg und perg/schwertberg bzw. die spielgemeinheit mit dem langen namen und vc tirol aus (http://www.volleynet.at/bewerbe/D1/phase/GD/saison/17-18). Das ist schon einigermaßen überraschend um nicht zu sagen sensationell, wenn man sich die faden meisterschaften der letzten jahre in der damenliga anschaut mit der dominanz der spielgemeinheit mit dem langen namen, die da unter den verschiedensten pseudonymen erfolgreich war.

Bei den herren geht der grunddurchgang der liga mit dem langen namen langsam, sehr langsam in die endphase. Ich bleibe, trotz des zugebenermaßen überrraschenden erfolgs der spielgemeinheit mit dem langen namen gegen die legionärstruppe aus dem norden des bundesgebiets, dabei, dass das finale um den meistertitel ziwschen den beiden legionärstruppen ausgetragen werden wird. Alles andere wäre für die waldviertler aber so was von peinlich, geradezu urpeinlich, wie das die jüngere generation bezeichnen würde. Eigentlich ist es ja schon ziemlich urpeinlich, dass man mit einer nur aus legionären zusammengesetzten mannschaft gegen eine aus zum teil sehr jungen österreichern bestehende mannschaft den kürzeren zieht (http://www.volleynet.at/11709-2/). Also für die qualität der legionäre spricht das nicht gerade. Aber vielleicht hat der überraschende erfolg ja auch mit der verpflichtung von walter pellinger als co-trainer der spielgemeinheit mit dem langen namen zu tun (http://www.vca.at/cms/2018/02/06/zwei-schlagerspiele-in-einer-woche/). Also was hinter diesem engagement steckt ist mir nicht ganz klar. Die spielgemeinheit hat doch einen trainer und wieso tritt der schlagkräftige sportdirektor nicht als co-trainer auf. Ist der mit seinem sportdirektorenjob so ausgelastet? Jetzt wo er doch nicht mehr witzepräsident beim övv spielen darf, müsste er doch ein bisschen mehr tagesfreizeit haben. Oder hat der gute mann, um wieder einmal meinen erklärten lieblingssportjournalisten, den herrn max mahdalik von meinem leibblattl zu paraphrasieren, vielleicht gar keine trainerlizenz?

Ah ja, noch etwas ist mir zu diesem spiel an berichtenswertem aufgefallen. Unter http://www.volleynet.at/11709-2/ kann man von der besonderen atmosphäre in der halle in amstetten lesen. Wieviele zuschauerInnen für diese besondere atmosphäre verantwortlich waren, wird wieder schamhaft verschwiegen.



Interessant wird wohl auch, wie sich die liga mit dem langen namen in der nächsten saison präsentieren wird. Da es nicht zu erwarten ist, dass tirol nach nur einem jahr in der deutschen bundesliga wieder reumütig in die österrreichische liga zurückkehrt, gibt es ja einen zusätzlichen platz zu füllen. Die frage, die sich stellt, ist welcher verein sich das abenteuer 1. liga antun möchte. Das macht es durchaus lohnenswert einmal einen blick auf die beiden 2. ligen zu werfen, die weltumrundende nordliga, mit 45.000 von den vereinen im grunddurchgang bewältigte reisekilometer und die südliga, die sich eigentlich als steirische landesliga mit ein paar bundeslandfremden einsprengseln präsentiert. Die vier erstplatzierten aus den beiden ligen spielen in der meisterunde gegen die jeweils aus der anderen liga kommenden vereine ein hin- und ein rückspiel, die punkte aus den spielen gegen die teams der eigenen liga werden mitgenommen. Interessant ist dabei, dass es da effiziente und nicht so effiziente teams gibt. Die im grunddurchgang gerade noch in die top vier gerutschten hotties nehmen von ihren 11 siegen und 34 punkten 3 siege und 10 punkte mit, die an der spitze gelegenen steyrer von ihren 15 siegen und 45 punkten 4 siege und 12 punkte, und die im grunddurchgang zweitplatzierten tiroler von 14 siegen und 42 punkten nur 3 siege und 9 punkte. Die beste ausgangsposition hat sich die mannschaft ssv hib liebenau mit 5 siegen und 14 punkten erarbeitet.
 (http://www.volleynet.at/bewerbe/H2N/phase/GD/saison/17-18, http://www.volleynet.at/bewerbe/H2S/phase/GD/saison/17-18, http://www.volleynet.at/bewerbe/H2/phase/MR/saison/17-18/). Spannend wird es allemal, wer sich die ersten beiden plätze sichern wird können, und damit möglicherweise den direkten aufstieg für den erstplatzierten und eine releggationserie gegen ried für den zweitplatzierten. Oder kommt doch noch alles ganz anders weil sich zu wenige interessenten für eine erstligaplatz finden werden?

Und zum schluss eine kleine presseschau zu den neuesten missbrauchsvorwürfen im umfeld des ösv. Diesmal wird dem ehemaligen erfolgstrainer charlie kahr eine vergewaltigung und eine versuchte vergewaltigung vorgeworfen. Näheres kann die interessierte leserin und der interessierte leser unter http://www.sueddeutsche.de/sport/missbrauchsvorwuerfe-in-oesterreichs-skisport-so-heut-kommst-du-dran-1.3860322, http://www.sueddeutsche.de/sport/wintersport-schwere-missbrauchsvorwuerfe-gegen-oesterreichische-ski-legenden-1.3860301, https://kurier.at/sport/wintersport/neue-missbrauchsvorwuerfe-im-skisport/310.208.888, https://derstandard.at/2000073905499/Schwere-Missbrauchsvorwuerfe-gegen-OeSV-Legende-Kahr, https://diepresse.com/home/sport/wintersport/5368528/Missbrauchsvorwuerfe-gegen-Kahr_Verband-sollte-sich-seiner, http://www.kleinezeitung.at/sport/wintersport/skialpin/5368505/Charly-Kahr_Missbrauchsvorwuerfe-gegen-Schladminger-SkiLegende, https://www.derstandard.de/story/2000073905499/schwere-missbrauchsvorwuerfe-gegen-oesv-legende-kahr, http://www.tt.com/sport/13990641-91/missbrauch-im-sport-schwere-vorwürfe-gegen-charly-kahr.csp, https://www.sn.at/sport/wintersport/missbrauchsvorwuerfe-gegen-oesv-trainerlegende-charly-kahr-23994316, https://www.laola1.at/de/red/wintersport/ski-alpin/news/schwere-vorwuerfe-gegen-ex-oesv-coach-charly-kahr/, http://orf.at/stories/2425732/, https://derstandard.at/2000073916863/Missbrauchsvorwuerfe-gegen-Charly-Kahr-Warum-sollte-er-so-einfach-davonkommen?ref=rec, https://derstandard.at/2000073916863/Missbrauchsvorwuerfe-gegen-Charly-Kahr-Warum-sollte-er-so-einfach-davonkommen?ref=rec). Grauslich ist das, und der herr ainedter ist auch schon wieder mit von der partie und weiß natürlich, dass alle vorwürfe aus der luft gegriffen sind. Ja eh, ich weiß, es gilt die ungustlvermutung ...ooops... schreibfehler, also die unschuldsvermutung.


Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio finanziert?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Wien, 13.02.2018, 01:32 mez




Dienstag, 6. Februar 2018

Vom fortgesetzten abstieg eines favoriten, von den hintergründen eines echten kantersieges, und von des herrn kommerzienrates gespür für den schnee

Wien, 05.02.2018, 23:00 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

na ja, viel tut sich nicht im österreichischen volleyballsport, zumindestens in der liga mit dem langen namen. Glaubt denn irgendwer in der österreichischen volleyballfamilie wirklich daran, dass diese meisterschaft noch spannend werden kann? International ist ja nicht viel gegangen für die legionärstruppe aus dem tiefen süden des bundesgebiets. Aber für den österreichischen meistertitel wird es wohl reichen und der finalgegner wird wohl die international auch nicht gerade erfolgreiche legionärstruppe aus dem hohen norden des bundesgebiets sein. Bei aller voraussagbarkeit dieser finalpaarung und bei aller voraussagbarkeit des meistertitels für aich/dob muss man positiv erwähnen, dass wenigstens die hütten voll sein werden bei den spielen der beiden teams in aich/dob und in zwettl. Den gewinn bzw. den nutzen für den restvolleyball in österreich erlaube ich mir, auch auf die gefahr einer neuerlichen einladung zum physischen näherkommen in den hohen norden, vielleicht auch in den tiefen süden des bundesgebiets, wobei ich sagen muss, dass ich dorthin, trotz meiner nicht immer zarten kritik, noch nicht eingeladen wurde, in frage zu stellen.
Hinter den zwei legionärstruppen wird es wohl auch nur mäßig spannend zugehen. Zwischen der spielgemeinheit mit dem langen namen und dem finanzierungsloch und den grazern geht es um die plätze drei und vier. Weiz und klagenfurt mit einem rückstand von jeweils über 20 (!) punkten auf den vierten der tabelle spielen sich die plätze fünf und sechs aus und ried wird weiterhin den watschenbaum geben und sich mit der roten laterne den weg ins relegations play-off ausleuchten (http://www.volleynet.at/bewerbe/H1/phase/GD/saison/17-18/information/Tabelle).  
Aber dafür wird es bei den damen immer spannender. Die spielgemeinheit mit dem langen namen hat schon wieder verloren, diesmal gegen vc tirol (http://www.volleynet.at/serienmeister-sokol-post-unterliegt-auch-vc-tirol/). Insgesamt war das bereits die fünfte klatsche im grunddurchgang. Ich lehne mich jetzt wieder einmal aus dem fenster und sage voraus, dass der trainer der spielgemeinheit mit dem langen namen, zoran nikolic, wohl gut daran täte, sich schon sehr bald um einen neuen job umzuschauen. Ganz vorne an der tabellenspitze liegen nach wie vor die grazerinnen, die beweisen, dass man offenbar auch ohne c- und d-legionärinnen an der spitze der österreichischen damenbundesliga erfolgreich mitspielen kann. Die ersten fünf mannschaften in der tabelle sind nur durch 5 punkte getrennt und ich getraue mich, im gegensatz zu den herren, bei den damen keine voraussagen abzugeben, wer denn jetzt ins finale kommen und um den meistertitel spielen wird (http://www.volleynet.at/bewerbe/D1/phase/GD/saison/17-18). Die zuschauerzahlen sollte man sich besser nicht anschauen, die sind mit wenigen ausnahmen einer ersten bundesliga einer ballsportart nicht würdig. Die spielgemeinheit mit dem langen namen spielt als titelverteidiger ihre heimspiele übrigens vor durchschnittlich 40 bis 50  zuschauerInnen. Das sagt meiner meinug nach auch ein wenig darüber aus, wie die zukunft dieser mannschaft aussieht. Düster, denke ich, düster.    

Ah ja, a apropos spielgemeinheit mit dem langen namen und düster und so. Da habe ich doch letzte woche an dieser stelle über den zweiten sieg der spielgemeinheit im laufenden mevza cup berichtet und dabei ist mir etwas ganz wichtiges entgangen. Aber zum glück habe ich aufmerksame leserinnen und aufmerksame leser. Und eine der ersteren hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass dieser sieg sehr deutlich ausgefallen war, sozusagen ein echter kantersieg war. 3:0 (25:0, 25:0, 25:0) hat die spielgemeinheit gewonnen, gegen fatum nyiregyhaza aus ungarn (https://mevza.volleynet.at/Ergebnisse/20496). Bist du deppert, niedergekantert wurden da die ungarinnen, weil sie nämlich gar nicht angetreten waren, offenbar aus protest gegen die spielbedingungen im ballsportgymnasium, wie mir aus gewöhnlich gut informierten kreisen berichtet wurde.

So und jetzt geht es noch schnell in den ...äh... schnee. Also die untenstehende e-mail nebst einladung  hat mich dazu gebracht in mich zu gehen. Vielleicht bin ich da wirklich falsch gelegen mit meinem spott und meiner einschätzung des snow-volleyballs als alpinem spaßevent ohne chance auf eine größere breitenwirkung in der sportinteressierten öffentlichkeit.



Ah ja, a propos olympische spiele und so. Also, da hat der johann skocek im falter wieder einmal einen klugen artikel geschrieben, über die in östereich übliche ungesunde verhaberung der sportjournalistInnen mit den sportlerInnen, funktionärInnen und sportpolitischen entscheidungträgerInnen. 1.3 milliarden schulden hat die stadt graz, die sich ja gemeinsam mit schladming um die olympischen winterspiele 2026 bewerben will, ohne die bevölkerung zu fragen. Man hat offenbar aus den fehlern der innsbrucker gelernt. Na da würde mich interessieren was der für den sport zuständige herr minister aus dem bastibumstiland dazu zu sagen hat, der sich ja sonst immer als großer freund der direkten demokratie geriert. 8 millionen euro soll alleine die bewerbung beim ioc kosten. Frivol und obszön ist diese idee des herrn bürgermeisters nagl in zeiten, in denen sein parteiobmann als bundeskanzler laut darüber nachdenkt, wie man den ärmsten der armen das leben durch kürzung der mindestsicherung und durch die einführung irgendwelcher an harz iv angelehnter modelle noch schwerer machen kann.


Und noch ein interessantes detail findet sich in dem artikel, das mich an die sogenannte ära im övv erinnert. Zur schi-wm, die 2013 in schladming stattfand, gibt es bis heute keine abrechnung. Gleiches gilt, wie die kleine österreichische volleyballfamilie weiß, auch für die eurovolley. Die fand bereits 2011 statt. Im gegensatz zur schi-wm in schladming haben sich dafür weder der rechnungshof noch die medien interessiert. Manchmal ist es halt doch von vorteil als funktionär einer randsportart tätig gewesen zu sein. Der sommerpeter hat da eindeutig weniger zu befürchten als sein alter ego, der winterpeter.    


Und ganz zum schluss, das wird jetzt irgendwie schon fast zur tradition, wird es, aus weiterhin gegebenem anlass, wieder politisch. Ich habe mich anlässlich der jüngsten ereignisse um den armen herrn landbauer, den eine linke jagdgesellschaft aus dem amt gemobbt hat, obwohl er gar nicht singt und zum zeitpunkt des anschlusses österreichs an nazideutschland -48 jahre alt war,
und anlässlich des umgangs des herrn strache mit der causa landbauer an ein paar karikaturen des leider viel zu früh verstorbenen manfred deix erinnern, die ich hier als fundstücke der woche einstelle. Die eine als eine art warnung an den hc, falls er die abgrenzung nach rechts zu weit treibt, und die beiden anderen als anregung zum nachdenken darüber, was von seiner rede am ball der faschingsprinzen wirklich zu halten ist.



 


Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio finanziert?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Wien, 06.02.2018, 01:20 mez