Dienstag, 17. Oktober 2017

Von der unkultur des vertuschens, vom unoriginellen nachtreten und vom allzu inflationären umgang mit dem wort weltklasse

Wien, 16.10.2017, 22:36 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

so, also die sache, mit der ich mich heute am beginn meines eintrags beschäftigen werde ist ein wenig schwierig. Und nein, es ist nicht das ergebnis der nationalratswahl, über das ich, wie meine werten leserinnen und meine werten leser wohl richtig vermuten werden, nicht gerade amused bin, wie die anglikaner es nennen würden. Nein, die angelegenheit hat eine sehr persönliche komponente. Es geht um den spieler, der offenbar während eines spiels gegen eine schiedsrichterin morddrohungen ausgestoßen hat wie unter https://derstandard.at/2000060778515/Morddrohung-gegen-Schiedsrichterin-keine-Strafe zu lesen war.  Die sehr persönliche schlagseite dieser geschichte resultiert daher, dass ich den spieler, dessen namen ich hier nicht mehr nennen muss, weil das uhkrir in einer e-mail ja bereits getan hat, und weil der spieler ja aufgrund des berichts im standard wohl von jeder und jedem, die sich ein wenig mit volleyball in österreich beschäftigt, identifiziert werden konnte, persönlich kenne. Ich möchte hier betonen, dass es mir beim hintergfragen der geschichte hier in meinen einträgen in keinster weise darum ging, die karriere eines jungen spielers zu zerstören, bevor sie noch richtig begonnen hat. Allerdings bin ich schon der meinung, dass es für so ein verhalten, das ja wie unter https://derstandard.at/2000060778515/Morddrohung-gegen-Schiedsrichterin-keine-Strafe auch zu lesen vom hauptschiedsrichter des betreffenden spieles direkt und von uhkrir dann unter https://derstandard.at/2000060885270/Morddrohung-OeVV-reagiert-auf-STANDARD-Bericht indirekt bestätigt wurde, konsequenzen für den spieler geben muss. Und genau da komme ich jetzt zum hauptgrund, warum ich diese ganze unselige geschichte hier in meinen einträgen immer wieder zum thema gemacht habe. Nein, der wahre skandal ist nicht das fehlverhalten eines jungen spielers, der wahre skandal ist, und darum geht es mir, der umgang des von herrn kleinmann damals noch geführten volleyballverbandes mit dieser geschichte. Es ging mir bei diesem fall, und bei anderen fällen immer nur darum, die unkultur des vertuschens, totschweigens und aussitzens, die so typisch war für die ära kleinmann, öffentlich zu machen. Peter kleinmann war nie zimperlich, wenn es darum ging personen und vereine anzupatzen und anzurotzen, zu diffamieren und zu beleidigen, wenn damit seinen eigenen interessen gedient war. Ich will da jetzt gar nicht an die amstettner arschlochgeschichte erinnern oder die einem unliebsamen funktionär bescheinigte verhaltensoriginalität. Das kann man ja bei gutem willen als eher rustikale umgangsformen durchgehen lassen. Ernster wird es dann schon, wenn man einem kritischen landespräsidenten ein urkundendelikt vorwirft, wie es im fall des aufmüpfigen burgenländischen verbandspräsidenten bernd csar passiert ist. Im eigenen umfeld und wenn die interessen des eigenen vereins oder noch besser und oft deckungsgleich die ganz eigenen interessen betroffen waren, war die devise von uhkrir das oben bereits erwähnte vertuschen, totschweigen und aussitzen. Das war in diesem fall so, der spieler wandert von den hotvolleys zum spielgemeinheitspartner amstetten und von dort zu aich/dob. Hintergründe dieser wandertätigkeit? Strafen oder andere kosnequenzen für den spieler? Hamma net, brauch ma net, geht ja niemanden was an. Man stelle sich das einmal im fußball vor. Der spieler ist ja nicht irgendwer, der hat im nachwuchs in diversen nationalteams gespielt. Na und der versuch des unter den teppich kehrens und das laute schweigen im walde war im fall des schlagfertigen witzepräsidenten so, das war – meine werten leserinnen und meine werten leser erinnern sich sicher noch – so als der ehemalige hotvolleyspieler aleks blagojevic, den man bei den hotties starallüren angezüchtet hatte und ihn dann ohne jede vorbereitung ins haifischbecken der  italienischen serie a stieß, unerlaubt seinen italienischen verein verließ. Das war bei einem anderen, geradezu historischen fall so, als der damals frisch engagierte teamtrainer plötzlich auf der website des rumänischen vereins remat zalau als dessen designierter sportdirektor aufschien. Am daraufhin in einem vom teamchef erbetenen persönlichen gespräch von ihm vorgebrachten dementi erlaube ich mir bis heute zu zweifeln. Das war so bei der streng geheimgehaltenen bilanz der eurovolley und beim nie öffentlich gemachten entscheidungsprozess, der dazu führte, dass eine agentur, bei der zum damaligen zeitpunkt der sohn von uhkrir angestellt war, den zuschlag zur bewerbung der eurovolley 2011 erhielt. Und das war auch so, beim nie öffentlich gemachten grund für das ausscheiden von uhkrir aus dem vorstand der bso. Transparenz war ein fremdwort in der ära kleinmann und das ist ein erbe, mit dem sich unhp kritisch auseinandersetzen muss, das schleunigst aufgearbeitet werden muss, damit tatsächlich ein kulturwandel eintritt im övv. Ein verband ist halt kein wunschkonzert, kein ponyhof und schon gar keine kinderjause. Ein präsident vertritt diesen verband und dessen sport nach außen und dazu gehört neben den integrativen fähigkeiten, die uhkrir nie sein eigen nannte, auch transparenz in guten wie in schlechten tagen – ui das ist mir jetzt irgendwie zu klerikal geraten – come rain come shine, wie die anglikaner sagen und auch ray charles schon gesungen hat (https://www.youtube.com/watch?v=Pxs3jGy9k9w).

Ah ja, a propos watschen und witzepräsident und so. Also unter http://sport.orf.at//stories/2281400/  kann man lesen, wie man mit einem prügelnden funktionär im fußball umgeht. Und ich lasse mir das nicht nehmen, dass jene mir vom mysteriösen herrn konrad geschickte e-mail, in dem die tätlichkeit des herrn witzepräsidenten gegen einen nachwuchsspieler erstmals thematisiert wurde und hier in diesem blog dann öffentlich gemacht habe, und die sich daran anschließenden diskussion, mitentscheidend war für das ende der sogenannten ära. Und das anglikanische sprichwort mit dem straw und dem back of the camel erspare ich mir hier, damit da jetzt keine missverständnisse aufkommen. Ich bin überzeugt, dass uhkrir ohne die watschenaffäre einen auf joao havelange gemacht hätte, der bekanntlich ja bis ins zarte alter von 82 als fifa-präsident die geschicke des weltfußballs lenkte (https://de.wikipedia.org/wiki/João_Havelange).

Ah ja und gleich nochmals a propos, und zwar a propos fußball und so. Also mit seinen facebookeinträgen begibt sich uhkrir gefährlich in die nähe eines balkonmuppets.

Da fühlt uhkrir sich berufen dem öfb im zuge der diskussion um die neubestellung eines teamtrainers und nachfolgers von marcel koller das so erfolgreiche modell des övv aus der sogenannten ära kleinmann zu empfehlen, und spricht von einem systemfehler im öfb, der im övv schon vor 16 jahren korrigiert wurde. Na der systemfehler kleinmann hat sich dann leider noch die ganzen 16 jahre gehalten.


Und das nachtreten kann er noch immer nicht lassen, und das anrotzen unter verwendung seines lieblinsgausdrucks „verhaltensoriginell“. Also irgendjemand aus seinem freundeskreis sollte uhkrir mitteilen, dass er sich mit solchen einträgen auf gefährlichem terrain bewegt, was die originalität seines eigenen verhaltens angeht.   


Was mich ein wenig wundert, ist, dass sich uhkrir noch nicht über die 53 komma irgendwas prozent – achtung frau zaller, ironie – vollpfosten alteriert hat, die, wie mir ein treuer leser heute in einer e-mail schrieb, das prinzip der umwegrentabilität nicht verstanden hatten und somit gegen eine bewerbung von innsbruck um neuerliche olympische winterspiele stimmten (http://tirol.orf.at/news/stories/2872538/). Jetzt ist natürlich die enttäuschung ganz besonders in funktionärskreisen groß wie man unter http://sport.orf.at/stories/2281631/2281630/ nachlesen kann. Ein schelm wer bei der funktionärsenttäuschung böses denkt. Im angesicht der jetzt immer klarer zutage tretenden skandale um die olympischen spiele in rio, kann ich aus heutiger sicht nur sagen, dass dieses nein zur innsbrucker bewerbung einer der wenigen positiven aspekte an einem für mich persönlich eher deprimierenden wahlsonntag war (http://sport.orf.at//stories/2281301/, http://sport.orf.at/stories/2281069/).  

Bevor ich jetzt wieder zu den unhp erwartenden baustellen im övv komme, für alle die die pressekonferenz von unhp in der orf tv-thek verpasst haben, ein link zum herunterladen des beitrags unter https://wetransfer.com/downloads/d0c61644a38e6c1c25d8379310baefcd20171010061715/7af1e5.

So aber jetzt zu den baustellen: und aus aktuellem anlass geht’s vermutlich zum letzten mal in diesem kalenderjahr in die sandkiste nach china. Dort stand ein fivb-turnier der dritten kategorie auf dem programm und die angebliche beachvolleyball-weltklassenation erreichte bei den herren mit den drei paaren schnetzer/müllner, seidl/winter und kunert/dressler keinen einzigen satzgewinn und drei siebzehnte und letzte plätze (http://worldtour.2017.fivb.com/en/455/men/standings). Bei den damen erreichte das duo plesiutschnig/schützenhöfer zumindest einen sieg und damit den geteilten neunten rang (http://worldtour.2017.fivb.com/en/455/women/standings). Für eine angebliche weltklassenation ist das abschneiden mehr als mager. Die wm-silbermedaille der beiden – absolut nicht respektlos gemeint – oldies celmens doppler und alex horst kaschiert einiges. Ein blick auf die weltranglisten gint ein wenig mehr aufschluss, was ich damit meine: bei den herren liegen doppler/horst auf platz 8. Dann muss man schon lange suchen, bis man seidl winter, platz 34, kunert/dressler, platz 44 und ermacora/pristauz, platz 50 findet (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/WRanking_m.asp). Bei den damen schaut es noch schlimmer aus: schwaiger/schützenhöfer liegen auf platz 27, das nächstbeste paar rimser/plesiutschnig gerade noch unter den top 100, auf platz 94 (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/WRanking_w.asp). Also ich sag einmal so, um den schneckerl zu paraphrasieren: niemand würde wohl ersnthaft behaupten, dass österreich eine weltklassenation im tennis sei, weil mit dominik thiem ein österreichischer spieler unter den top 10 der aktuellen weltrangliste liegt (http://www.atpworldtour.com/en/rankings/singles). Es gibt mit doppler/horst ein weltklassebeachduo bei den herren, die anderen – sorry – würde ich bestenfalls zur sehr, sehr erweiterten weltklasse zählen. Bei den damen gibt es eine ehemalige weltklassespielerin, die jetzt nach lisa chukwuma und barbara hansel bereits mit der dritten partnerin, katharina schützenhöfer, vergeblich versucht an frühere erfolge anzuschließen und meiner meinung nach den rechtzeitigen absprung aus der profikarriere verpasst hat. Dahinter sehe ich absolut nichts. Kein paar, das auch nur irgendwie in die nähe der ganz besonders weit erweiterten weltklasse schnuppern könnte. Und auch der eine oder andere erfolg im nachwuchsbereich, den uhkrir ja uns immer wieder in erinnerung gerufen hat, muss mit vorsicht betrachtet werden. Da wäre besipielsweise paul buchegger zu erwähnen, der praktisch aus der halle direkt zur u22 beach-em kam und dort mit seinem partner moritz pristauz eine medaille gewinnen konnte der sich aber vermutlich in den nächsten jahren vernünftigerweise auf seine hallenkarriere konzentrieren wird. Bei anderen international erfolgreichen nachwuchsspielerInnen ist nicht abzusehen, wie sie sich körperlich, also besonders was die für weltklasseathletInnen im erwachsenenbereich nötige körpergröße angeht, entwickeln werden. Also ich würde da sehr zur vorsicht mahnen, die angebliche weltklasseposition des österreichischen beachvolleyball betreffend.

Und in der halle da kaschiert der 48. platz des herrenationalteams in der weltrangliste auch so einiges (http://www.fivb.org/en/volleyball/VB_Ranking_M_2017-07.asp). Beispielsweise, die tatsache, dass die herren in der europa-rangliste kürzlich zwei plätze eingebüßt hat und jetzt auf platz 29 liegt (http://www.cev.lu/Rankings/Men.aspx). Bei den damen sind es übrigens die ränge 79 bzw. 26 (http://www.fivb.org/en/volleyball/VB_Ranking_W_2017-08.asp, http://www.cev.lu/Rankings/Women.aspx). Und trotz aller fortschritte, die vor allem bei den herren zu bemerken sind, da sich spieler wie berger, buchegger und wohlfahrtstätter in ausländischen topligen sehr gut entwickelt haben, darf doch daran erinnert werden, dass die verbesserung in der weltrangliste einzig und allein den drei siegen gegen kasachstan, mexico und deutschland in der weltliga, für die mand sich sportlich nicht qualifiziert hatte, zu verdanken ist und nicht der erfolgreichen qualifikation für ein internationales turnier wie europa- oder weltmeisterschaften.
Soweit ich das verstehe, wird die weltliga im nächsten jahr durch die sogenannte nations league ersetzt (http://www.fivb.com/en/about/news/fivb-announces-the-volleyball-nations-league?id=73085). Dort wird zwar das publikum „mitspielen“ – als beispiel wir in dem artikel angeführt, dass das publikum spielsituationen wie beispielsweise einen block, imitieren kann/soll/muss, na bumm das ist wieder genau das richtige für eine spaßbremse wie mich – aber nicht die österreichische herrennationalmannschaft. Die agentur, der das alles eingefallen ist, heißt william morris endeavor (https://en.wikipedia.org/wiki/William_Morris_Endeavor).

A propos quali für internationale turniere und so: also die qualispiele für die em 2019 beginnen nächstes jahr an und man hat mit portugal und kroatien nicht gerade leichte gegner zugelost bekommen (http://www.volleynet.at/qualifikationsgruppen-fuer-eurovolley-2019-ausgelost/). Der vierte gegner wird albanien sein. In der vierergrupe muss man mindestens den zweiten platz schaffen um als einer der fünf besten zweiten aus sieben gruppen erstmals die quali aus eigener kraft zu schaffen. Die damen spielen nach dem selben modus in einer auf den ersten blick einfacheren gruppe mit der schweiz, kroatien und albanien (http://www.volleynet.at/qualifikationsgruppen-fuer-eurovolley-2019-ausgelost/).

Und zum schluss gibt es trotz aller baustellen beim övv doch noch lob. Unter http://www.volleynet.at/unsere-stars-in-europa-viele-siege-fuer-oevv-stars/ findet man einen bericht über die im ausland tätigen österreichischen spieler und spielerinnen. Und zwar so, wie sich das gehört, mit einsatzzeiten, punkten und annahmeleistungen und ohne lustige details und erlebnsiberichte von spielern beispielsweise zur frequenz der nahrungsaufnahme, wie das in meiner ehemaligen langjährigen lieblingsserie „unsere stars im ausland“ oft der fall war. So gehört das gemacht, bravo. Bisher, hatte ich mir ja erlaubt, spielstatistiken hier zu verlinken, damit sich die werten leserinnen und die werten leser tatsächlich über relevante daten informieren konnten. Hoffentlich geht das aso weiter mit der berichterstattung, dann erspare ich mir doch glatt jede woche mindestens 15 minuten recherchetätigkeit. Ich weiß ich wiederhole mich, aber vielleicht könnte man noch als zusätzlichen service für die leserinnen und leser der övv-website links zu den diversen ligen bereitstellen. A propos links und so unter http://datavolley.lnv.fr/2016/DataVolley/Men/&LAM004-1617.pdf, http://datavolley.lnv.fr/2017/DataVolley/Men/&LBM004-1718.pdf, http://www.legavolley.it/TabellinoGara.asp?IdGara=30219, http://www.legavolley.it/TabellinoGara.asp?IdGara=30223,
http://frv-web.dataproject.com/MatchStatistics.aspx?mID=456&ID=9&CID=14&PID=14&type=LegList und unter http://www.mestaruusliiga.fi/tilastot/miehet-runkosarja.html können sich die interessierten leserinnen und die interessierten leser die statistiken der betreffenden spiele mit österreichischer (herren)-beteiligung zu gemüte führen. Ich bitte die im ausland tätigen österreichischen  spielerinnen um geduld bis zur nächsten woche. Ich werde versuchen bis dahin die websites ihrer vereine zu finden, damit ich nächste woche auch die statistiken der legionärinnen hier verlinken kann. Versprochen. Ehrenwort.

Und zum schluss doch noch ein weiterer verbesserungsvorschlag zur cvv website. Der auf untenstehendem screenshot abgebildet kalender, lässt sich auf einem mac nicht bedienen.    


Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio finanziert?
Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Wien, 17.10.2017, 02:00 mez




Dienstag, 10. Oktober 2017

Von einem neuen stil ganz oben im övv, von einer ganz anderen pressekonferenz und vom leider nicht sehr ausgeprägten medieninteresse

Wien, 09.10.2017, 23:36 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

na bumsti, jetzt ist es aber spät geworden, weil ich mir nach dem spiel der österreichischen fußballnationalmannschaft noch das abschiedsinterview von marcel koller angeschaut und -hört habe, der jetzt trotz quali für die euro 2016 gehen musste, weil – wie der schneckerl prohaska trocken aber völlig richtig bemerkte – trainer nach ihren erfolgen beurteilt werden, und die waren halt in der wm-quali far and few between wie die anglikaner das nennen. Dass das prohaskasche axiom in manch anderer sportart offenbar nicht gilt, werde ich mir heute zu einem späteren zeitpunkt noch erlauben zu beleuchten.

So, die von vielen in der österreichischen volleyballfamilie mit spannung erwartete pressekonferenz des neuen präsidenten gernot leitner, oder um die bezeichnung, die ein treuer leser in einer e-mail an mich für ihn geprägt hat ein wenig zu modifizieren, unseres neuen herrn präsidenten, unhp, hat also am mittwoch letzter woche stattgefunden Alle diejenigen, die nicht die gelegenheit hatten, die pressekonferenz live mitzuverfolgen, können das hier unter http://tvthek.orf.at/profile/Pressekonferenz-Oesterreichs-Weg-zur-Volleyball-Top-Nation/13887044 noch bis morgen nachholen. Und es ist es absolut wert sich diese 32 minuten in voller länge anzusehen. Da ist ein anderer stil eingekehrt an der spitze des övv, unhp spricht frei und in druckreifen sätzen und was er sagt hat durchaus hand und fuß und lässt hoffen, dass sich im volleyballsport in österreich nach den langen jahren der herrschaft von uhkrir doch einiges zum besseren ändern wird, ganz besonders wenn man auf die feinen zwischentöne hört. Da wurde von unhp oft die bedeutung der regionen für die entwicklung des volleyballsports erwähnt und von clustern, wo diese entwicklung besser funktioniert und er spricht offen aus, dass wien –aufgemerkt herr kleinmann – da nicht wirklich dazuzählt. Unhp spricht auch von der notwendigen einbindung der vereine und der gesamten volleyballfamilie in seine bestrebungen den sport voranzubringen. Und dann nimmt er sogar das wort „baustellen“ in den mund. Liest unhp gar diese einträge? Ok, ok, ich überschätze mich gerade wieder einmal selbst. Ah ja und er getraut sich doch tatsächlich zu erwähnen, dass die akademien noch potential nach oben hätten. Na das wird uhkrir nicht so gerne hören. Und ich leg’ jetzt gleich noch nach, und sage, dass die wiener akademie da wohl um einiges mehr zu tun hat, als die grazer. Quasi kein cluster hier und ein sehr aktiver cluster dort. Auch die aussage von unhp, dass man sich überlegen muss, wie eine frühere trennung des beach- und des hallenvolleyballs funktionieren soll, weil es auf die dauer nicht wirklich sinnvoll sein kann, dass hallenvolleyballerInnen quasi als hobby im sommer beach spielen, wie das beispielsweise bei der beachvoleyball-wm im damenbereich der fall war. Und zur legionärssituation hat sich unhp auch geäußert, und zwar dahingehend, dass ihm uhtztt gesagt hätte, dass es ihm lieber wäre, wenn in einer mannschaft ausländische führungsspieler die jungen österreichischen spieler an die spitze heranführen, als wenn in einer mannschaft ausschließlich österreicher spielten.

Also da möchte ich jetzt doch ein wenig schreiberisch verweilen, weil, wie meine werten leserinnen und meine werten leser wissen, mir das thema, wieviele legionärInnen bei einer mannschaft spielberechtigt sein sollen, ein großes anliegen ist. Wobei, wenn ich mir die sieben erstligamannschaften genauer anschaue, dann gibt es mit aich/dob und waldviertel ja nur mehr zwei legionärstruppen in der 1. bundesliga. Weiz hat zwei legionäre, graz, ried und klagenfurt je einen und bei der spielgemeinheit mit dem langen namen reflektiert die absenz von legionären weniger eine langfristige strategie wie bei graz oder weiz, sondern die offenbar äußerst klamme finanzielle lage des vereins, obwohl der watschenausteilende sportdirektor das sicher nicht so dargestellt haben möchte. Unter http://www.noen.at/sport/amstetten/volleyball-vca-hat-heuer-die-top-vier-im-visier/62.536.029 kann man lesen, wie sich der herr sportdirektor damit brüstet, dass die spielgemeinheit vca amstetten/hotvolleys die einzige mannschaft in der 1. bundesliga ohne legionäre ist. Den wahren grund dafür verschweigt er aber diskret. Aber zurück zur legionärsfrage: ja ein bis zwei, vielleicht auch drei legionäre im kader, und für jeden mehr, so wie bei den handballern, sind 10.000€ für die nachwuchsförderung fällig. Na so ein gentlemen's agreemnet nach dem vorbild der handballer könnte man sich doch auch im volleyball überlegen. Die handballer sind damit sehr gut gefahren, wenn man sich die erfolge der letzten jahre anschaut.


Ich bin ein wenig sprunghaft und komme nochmals zurück zur spielgemeinheit mit dem langen namen: offenbar erlaubt die finanzielle situation dort mittlerwerweile nicht einmal mehr die nutzung der renovierten amstettner halle für cupspiele. Nachdem man schon mit dem ersten cupheimspiel gegen st. pölten ins benachbarte oberösterreich, und zwar nach perg, ausgewichen ist, spielt man das zweite cupspiel wieder on tour, und zwar wieder in oberösterreich, aber dieses mal zu  abwechslung in steyr. Na vermutlich macht man das nur aus sportlicher fairness, damit der gegner, ti-volley, aus tirol nicht gar so weit anreisen muss (http://www.volleynet.at/bewerbe/HCup/phase/_/saison/17-18/information/Termine/).

Ah ja, a propos spielgemeinheit und so. Also da hat mich eine treue leserin darauf aufmerksam gemacht, dass sich im von mir zugegebenermaßen vernachlässigten damenvolleyball ähnliches wie bei den herren abgespielt hat. Da haben in der 1. bundesliga die wildcats und die wörthersee-löwen eine spielgemeinheit mit dem namen kelag klagenfurt gebildet um den erstliagplatz zu behalten. Und in der 2. bundesliga süd spielen beide spielgemeinheitspartner getrennt und setzen munter die spielerInnen nach bedarf entweder dort oder in der ersten liga ein (http://www.volleynet.at/bewerbe/D1/phase/GD/saison/17-18/, http://www.volleynet.at/bewerbe/D1/phase/GD/saison/17-18/bewerbe/D1/phase/GD/saison/17-18/information/24916/, http://www.volleynet.at/bewerbe/D2S/phase/GD/saison/17-18/, http://www.volleynet.at/bewerbe/D2S/phase/GD/saison/17-18/bewerbe/D2S/phase/GD/saison/17-18/information/24940/, http://www.volleynet.at/bewerbe/D2S/phase/GD/saison/17-18/bewerbe/D2S/phase/GD/saison/17-18/information/24937/). Und als draufgabe traf die erstligamannschaft in ihrem ersten cupspiel auf die wörther-see-löwen aus der zweiten liga. Na da kann man dann durchaus kreativ werden, bei der mannschafstaufstellung. Den gleichen fall, zumindestens meiner erinnerung nach, gab es letztes jahr im cup bei den herren, wo sich die spielgemeinheit mit dem langen namen im cup spielermäßig beim spielgemeinheitspartner hotvolleys 2 nach lust und laune bedienen konnte und wo die beiden mannschaften auch noch tatsächlich im cup aufeinander trafen, wenn ich mich nicht sehr täusche. Und auch dort spielen die beiden spielgemeinheitspartner mit ihren jeweils zweiten teams in der gleichen liga, nämlich als vca amstetten 2 und hotvolleys 2 in der 2. bundesliga nord. Ich fürchte, werte leserin, dass das leider alles durch die ausschreibung gedeckt ist, aber nicht alles was ausschreibungskonform ist, ist auch gut. Also, wie schon letzte woche hier erwähnt, ist das spielgemeinheitsunwesen eine der baustellen des neuen vorstands mit ganz akutem handlungsbedarf.

Ah ja,  a propos kreative auswahl und einsatz von spielern aus bzw. in den spielgemeinheitsmannschaften und so, und a propos baustelle für unhp und so. Also was ist eigentlich aus dem fall edin i. geworden, also dem spieler der es mit seinen gegen eine schiedsrichterin vorgebrachten mehrfachen morddrohungen bis in den standard geschafft hat (http://derstandard.at/2000060778515/Morddrohung-gegen-Schiedsrichterin-keine-Strafe)? Da hatte doch uhkrir, wie ein ertappter schulbub unter http://derstandard.at/2000060885270/Morddrohung-OeVV-reagiert-auf-STANDARD-Bericht noch von einem fehler gesprochen, weil die entsprechende meldung des schiedsrichters beim, wenn es um ungültige vollmachten geht, so alerten rechtsreferenten des övv versumpert war, und vollmundig einen baldige klärung des falles in aussicht gestellt. Lustig war in dem bericht auch noch, die aussage von uhkrir, dass der spieler ohnehin schon den verein gewechselt hätte. Dass es sich um einen wechsel von einem spielgemeinheitspartner zum anderen also von den hotvolleys 2 zur spielgemeinheit mit dem langen namen handelte, verschwieg der herr kleinmann ganz schamhaft. Und dann hat uhkrir den spieler auch noch namentlich in einer e-mail genannt und eine besprechung der angelegenheit ibrahimovic für die vorstandssitzung im september angekündigt. Äh ja... Und wie hat die entscheidung des rechtsreferenten ausgesehen, die ebenfalls in dieser e-mail von uhkrir angekündigt worden war.


Ah ja, wahrscheinlich hat der rechtsreferent die weise entscheidung getroffen, dass man den spieler zur strafe von den hotvolleys quasi ins bootcamp, zum spielgemeineitspartner, zur mannschaft des watschenausteilenden damals noch witze- jetzt schon exwitzepräsidenten schickt, damit ihm dort manieren beigebracht werden. Offenbar hat die entscheidung des herrn rechtsreferenten einen mehrstufenplan für den spieler vorgesehen. Der ist in der zwischenzeit nämlich heimlich, still und leise aus amstetten verschwunden und in aich/dob wieder aufgetaucht (http://www.volleynet.at/bewerbe/H1/phase/GD/saison/17-18/bewerbe/H1/phase/GD/saison/17-18/information/24886/).

So und die restlichen baustellen hebe ich mir für nächste woche auf. Und zum schluss komme ich nochmals zurück zur pressekonferenz von unhp. Was schon ein wenig deprimierend war, und dafür trägt unhp keine schuld, die liegt eindeutig beim abgetretenen selbstdarstellungskünstler uhkrir, waren die ausbleibenden fragen am ende. Hätte sich nicht giovanni hahn erbarmt ein paar fragen zu stellen, wäre es da ziemlich ruhig geblieben am ende. Und in den medien war außer dem bericht unter http://sport.orf.at/stories/2281031/  auch eher sendepause, was den vorstandswechsel angeht. Da hat unhp noch ein weites und ziemlich leeres feld zu beackern. Und sinnbildlich dafür habe ich mir erlaubt den kommentar von user hauptschiedsrichter noch ein wenig auszubauen und hier ein paar artikel zum abschied von peter kleinmann und die dazu eingetroffenen kommentare aufzulisten:
Und dazu im gegensatz ein artikel über den österreichischen dartprofi mensur suljovic:
Also wie gesagt, da gibt es viel zu tun, aber hoffnung hat er geweckt, unhp. Ah ja und die homepage ist einem relaunch unterzogen worden. Und das resultat kann sich durchaus sehen lassen, obwohl ich zugeben muss, so ganz kenn' ich mich noch nicht aus. Aber das ist vermutlich gewöhungssache. Ah ja, das neue live-scoring ist wirklich ganz toll geworden, das hat man sich von der italienischen liga abgeschaut, dort gab es das bereits vor ein paar jahren. Und vielleicht kann man sich von der französischen liga den live-stream abschauen, den gibt es dort von allen erstligaspielen. Und noch ein letztes ah ja, ah ja, noch eine anregung: vielleicht könnte man unsere jetzt schon sehr zahlreichen legionärinnen und legionäre jeweils mit der liga verlinken in der sie spielen. Dann kann sich die interessierte leserin und der interessierte leser dort die jeweiligen ergebnisse, zum teil im live score, und die statistiken der im ausland spielenden österreicherInnen ansehen. Das würde mir ein wenig an schreibarbeit, die mit der wachsenden zahl der österreichischen legionärinnen an umfang deutlich zunehmen wird, ersparen.



Ui, und jetzt habe ich doch glatt mein versprechen nicht gehalten noch einmal auf das prohaskasche axiom vom trainer, der nach erfolgen beurteilt wird, zurückzukommen. Ich ersuche meine werten leserinnen und meine werten leser sich bitte bis nächste woche zu gedulden.

  

Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio finanziert?
Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Wien, 10.10.2017, 02:09 mez




Dienstag, 3. Oktober 2017

Von einer eher ungewollt ausgeprochenen wahrheit, von einem wieder grüßenden spielgemeinheitsmurmeltier und von vielen, vielen baustellen für den neuen präsidenten

Wien, 02.10.2017, 23:01 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

jetzt ist doch tatsächlich eine woche vergangen ohne den langzeitpräsidenten und volleyball ist in österreich noch nicht untergegangen. Na ja, wir alle durften ja in den letzten tagen erfahren wie groß die leistungen von uhkrir als uhpir waren, und von denen kann man ja noch eine zeit lang zehren. Also ich sehe das naturgemäß ein wenig anders und ich werde mir erlauben dieser jubelbilanz der letzten wochen ein paar baustellen gegenüberzustellen, die auf das segensreiche wirken des langzeitpräsidenten zurückzuführen sind.

Sozusagen als symbolbild dazu ein screenshot aus dem facebook-account von uhkrir.


Der gute daniel hupfer schreibt dort an uhkrir gerichtet, und ich zitiere wörtlich: „ohne dich wäre volleyball in österreich nicht dort, wo es heute steht.“ Der gute daniel hupfer weiß wahrscheinlich gar nicht, wie recht er damit hat, weil er seine aussage ja als lob verstanden haben will. Ich stell dieser lobhudelei, die aber ungewollt viel wahrheit enthält den facebookeintrag von reinhard hölzel gegenüber, den ich schon letzte woche hier eingestellt hatte. Der kommt dem wahren sachverhalt schon näher.


Reinhard hölzel ist aktiver spieler bei weiz und wäre meinem dafürhalten nach ein exzellenter spielervertreter im neuen vorstand des övv gewesen, weil er offenbar zum kritischen denken und zur widerrede gegen die von uhkrir und seinen freunden lancierten  jubelmeldungen befähigt ist und weil er langjährige erfahrung als spieler hat und noch dazu kein teamleibchen zu verlieren hat, was es sicher einfacher macht, sich im vorstand auch einmal kritisch zu wort zu melden.        
      
Dem reinhard hölzel ist übrigens so wie einer geschätzten leserin meiner einträge die selektive danksagung des herrn kleinmann an die - na ich versuche das jetzt höflich zu formulieren – linientreuen verbandspräsidenten in dem unter https://www.facebook.com/Volleyball.AUSTRIA/?ref=br_rs eingestellten lobhudelvideo sauer aufgestoßen. Uhkrir kann es sich halt nicht verkneifen noch im abgang nachzutreten in richtung seiner kritiker, weil er halt nie gelernt hat mit kritik sachlich umzugehen. Ah ja und der werten leserin ist noch etwas aufgefallen: unter http://oevv.volleynet.at/News/All/2017/09/0000091691 auf der website des övv fehlt dieser selektive dank. Interessant.




Und gleich nochmals ah ja. Gerade ist auf der övv website unter http://oevv.volleynet.at/News/0000091711 ein artikel online gestellt worden, der uns allen erklärt auf welche auszeichnung sich die oben erwähnte aussage von daniel hupfer bezieht: jetzt hat uhkrir von der stadt einen wien special award bekommen für sein lebenswerk. Na da wird er sich aber freuen. Ich erspare mir zu gratulieren, weil ich mir mit dem lügen schwer tue. Das wird uhkrir jetzt nicht gerade schwer treffen, dass ich ihm nicht persönlich glückwünsche ausspreche, aber darum geht’s nicht, sondern  um rückgrat und gartenschlauch und so. Aber der- oder diejenige, der bzw. die diese sensationelle nachricht auf der övv website online stellen durfte, dürfte ein wenig nervös oder sogar gerührt gewesen sein, da hat das handerl beim online stellen ein bisschen gezittert, wie dieser screenshot nahelegt.


Und weil die meldung so wichtig ist, wird sie auf der titelseite der övv website gleich doppelt geschaltet.


So, aber jetzt zu den schon oben angekündigten baustellen die den neuen präsidenten erwarten, wobei die erste baustelle jetzt nicht gerade ein direktes arbeitsfeld für gernot leitner darstellt oder vielleicht doch so irgendwie.

Die gerüchteküche brodelt, maulwürfinnen und maulwürfe sind aktiv und aus ihren bauten flüstern sie mir zu, dass es beim vca amstetten, beim spielgemeinheitspartner des exvereins von uhkrir ziemlich kriselt. Gerüchteweise ist hypo als sponsor bei vca amstetten ausgestiegen, möglicherweise als folge der vom dortigen sportdirektor einem nachwuchsspieler verabreichten maulschelle oder backpfeife, auf gut österreichisch auch tetsche, watsche oder tachtel genannt. Schon irgendwie bezeichnend wie viele ausdrücke das deutsche deutsch und das österreichische deutsch für diese form der körperlichen gewaltausübung kennen. Ich will da jetzt gar nicht groß ins psychologisieren geraten,  ich lass’ das einfach so stehen. Angeblich hat das abhandenkommen dieses nicht unbedeutenden sponsors ein nicht unbedeutend großes loch ins amstettner budegt gerissen und angelblich hat uhkrir versucht beim askö zu intervenieren um die angeblich fehlenden 40.000€ zu erheischen. Über erfolg oder misserfolg dieses versuchs ist mir bis jetzt noch nichts zugetragen worden. Es würde ja nicht einer gewissen pikanterie entbehren würde mit amstetten, nach sokol und nach bisamberg, der dritte verein, dessen ehrgeizige und gleichzeitig naiv-kurzsichtigen funktionäre sich mit dem herrn kleinmann ins spielgemeinheitsbett gelegt hatten finanziell ins schleudern kommen und im sportlichen nirwana enden. Nur zur erinnerung: sokol und bisamberg waren traditionsvereine mit sehr guter nachwuchsarbeit, die viele jahre in der ersten bzw. zweiten liga erfolgreich gespielt hatten und jetzt in der wiener bzw. niederösterreichischen landesliga ein trauriges dasein fristen.

Ah ja a propos spielgemeinheit sg vca amstetten NÖ/hotvolleys: nachdem edin ibrahimovic aus streng geheimgehaltenen gründen den verein verlassen musste, trat die nicht ganz uninteressante situation ein, dass in der spielgemeinheit mit dem endlos langen namen kein hotvolleyspieler mehr im kader stand.


Das ist dann wohl auch den zuständigen vereinsverantwortlichen aufgefallen und man hat dann schnell den boris nikolic zur spielgemeinheit mit dem langen namen transferiert (http://oevv.volleynet.at/Kader/0-24888)


Interessant ist, dass der selbe spieler auch noch bei den hotvolleys wien/2 im kader aufscheint (http://oevv.volleynet.at/Kader/0-24897).


Also das mit dem wien im namen kommt mir auch irgendwie neu vor. Na wenn das nicht irgendwelche gründe hat, die mit der landesförderung zusammenhängen, flüstert mir der schelm, der böses denkt, gerade ins ohr. Ich geb’s zu, ich kenn’ mich nicht mehr aus. 

Und wo ist da jetzt genau die baustelle, die uhkrir hinterlassen hat? Also aktuell dürfte sich eine ziemlich umfangreiche baustelle gerade in amstetten auftun. Und im allgemeinen halte ich dieses spielgemeinheitswesen für absolut schädlich für den sport, da sich dabei die anzahl der vereine logischerweise verringert, ganz einfach weil aus zwei vereinen einer wird. Warum gehen vereine diesen weg? Weil sie sich nachwuchsarbeit ersparen wollen so wie sokol, weil sie ausnahmebewilligungen für sonst nicht genehmigte hallen benötigen, so wie bisamberg, oder weil man övv-vizepräsident wird, so wie das bei amstetten der fall war. Und nicht zu vergessen, weil der herr kleinmann sich einen erstligaplatz für seine hotvolleys beschaffen musste, weil er sonst seine akademie verloren hätte. Diese schachzüge, um nicht zu sagen, diese mauscheleien gehören auf verbandsebene unterbunden.

Nächste baustellen nachwuchs, besonders im männlichen bereich: vor jahren gab es eine volle u21meisterschaft, die spiele wurden vor den spielen der kampfmannschaft ausgetragen, der meister in einem final four ermittelt. Der bewerb war attraktiv, gab nachwuchsspielern die möglichkeit auf hohem niveau erfahrung für den einsatz in der kampfmannschaft zu sammeln. Zusätzliche zuschauerInnen, eltern, verwandte, freunde der nachwuchsspieler blieben zu den spielen der kampfmannschaft. Der bewerb wurde dann abgespeckt auf eine dreitägige veranstaltung und dem modus der österreichischen meisterschaften der restlichen nachwuchskategorien angepasst. Schließlich ließ man diese alterskategorie völlig auf, weil manche mannschaften bei den meisterschaften mit fünfzehnjährigen spielern aufkreuzten. Da gibt es ein weites betätigungsfeld für den neuen vorstand, sich erstens einmal ein klares bild zu machen über den zustand des nachwuchsvolleyballs besonders im männlichen bereich. Und ich fürchte, dass das kein schönes sein wird. Nirgends wird so kreativ mit spieler- und mannschaftszahlen umgegangen wie dort. Da betreut ein trainer im waldviertel angeblich 500 kinder, der watschenausteilende sportdirektor brüstet sich 12 nachwuchsmannschaften zu stellen, in wien gibt es ganze drei u19 und drei u17 mannschaften. Gehen die zahlen der kinder, besonders der burschen, die volleyball spielen zurück? Und wenn ja, ist das ein bundesweiter trend oder gibt es bundesländer mit unterschiedlichen entwicklungen und wenn ja, woran liegt das? Wie hoch ist die drop-out rate und wann steigen die meisten burschen aus? Aus dem bauch heraus und aus der erfahrung vieler jahre glaube ich sagen zu können, dass die meisten burschen im alter von 18 bis 20 jahren ihrem sport adieu sagen. Wie kann man diese spieler, die die vereine um viel geld ausgebildet haben, halten? Man kann man von diesen sportlern, die neben einem studium oder einer anderen ausbildung ihren sport ausüben, nicht verlangen, dass sie gegen ein besseres taschengeld oder gar ohne jede entschädigung  vier oder fünf mal pro woche trainieren und am wochenende durch österreich reisen. Jeder unterligakicker würde sich unter solchen bedingungen, wie sie für die viele erst- und vermutlich alle zweitligaspieler im volleyball  realität sind net amoi de bock zuabindn.

A propos durch österreich reisen. Wer diese hirnrissige idee hatte ein land wie österreich mit seiner topographie in eine 2. bundesliga nord und süd einzuteilen, der nimmt damit mutwillig in kauf, vereine an die grenzen ihrer finanziellen kapazitäten zu treiben und spielern die freude am volleyball endgültig auszutreiben. Mehr als 45.000km legen die mannschaften der 2. bundesliga nord allein im grunddurchgang zurück, die hotties alleine beispielsweise 5000km. Man sollte beim övv ernsthaft überlegen, die 2. liga ersatzlos zu streichen, stattdessen auf starke landesligen zu setzen, mit weniger restriktiven auflagen für die vereine und die aufstiegsplätze in einem turnier der 9 landesliagsieger auszuspielen. Alternativ dazu könnte man die von einem geschätzten leser hier schon vor einiger zeit ventilierte idee dreier regionalligen, ost, mitte und west verfolgen und die aufstiegsplätze ebenfalls in einem turnier mit den jeweils erstplatzierten oder mit den erst- und zweitplatzierten der drei ligen ausspielen.

Und von der baustelle 2. liga zur baustelle 1. liga: da kommt dem herrn kleinmann der meister der letzten jahre abhanden, dessen manager es vorzieht, wegen nachvollziehbarer differenzen den ligasponsor betreffend, mit seinem verein in der kommenden saison in deutschland zu spielen. Davon liest man nichts in den diversen bilanzen der sogenannten ära kleinmann. Die meisterschaft wird heuer mit sieben vereinen bestritten. Ob das der qualität und der attraktivität der liga guttut darf bezweifelt werden. Eine ehrliche erfassung der zuschauerzahlen, das ist der zweite bereich, nach dem nachwuchsbereich, der sich in den letzten jahren durch einen sehr kreativen umgang mit den tatsachen auszeichnete, ist unumgänglich. Uhkrir schwadronierte ja so gerne über die fehlende infratstruktur, und tut da ja noch immer sehr gerne. Und er rechnet es sich selbst als großes verdienst an, dass alle erstligaspiele in 9m hohen hallen ausgetragen werden müssen, außer man ist spielgemeinheitspartner der hotvolleys, dann gab es schon mal eine präsidiale ausnahmespielgenehmigung für eine niedrigere hallen. Entscheidend ist aber sicher nicht, ob einen halle 9m hoch ist oder vielleicht doch nur 8m, sondern, ob es gelingt, diese hallen woche für woche einigermaßen zu füllen. Das dürfte, wenn man den von den vereinen auf den diversen  datavolley blättern angegebenen zuschauerzahlen glaubt – siehe auch oben, im waldviertel und in aich/dob in der letzten saison ganz gut gelungen sein, anderswo, na ja, eher nicht so gut. Der vca amstetten hat sein cupheimspiel am letzten wochenende gegen st. pölten, aus welchen undurchsichtigen gründen auch immer, nicht in seiner kürzlich renovierten und aufgestockten halle in amstetten sondern im oberösterreichischen (!) perg ausgetragen. Die mitgereisten schlachtenbummler bewegten sich angeblich im einstelligen bereich.

Das sind aber jetzt noch lange nicht alle baustellen. Fortsetzung folgt zu den themen – angebliche - weltklasse im beach und zum kratzen an der weltklasse, wie es uhkrir in irgendeinem jubelartikel auszudrücken beliebte, im hallenvolleyball bei den herren. Na da braucht man vom platz 48 in der weltrangliste aus schon fingernägel wie der struwelpeter (http://www.fivb.org/en/volleyball/VB_Ranking_M_2017-07.asp). Bei den damen müssen die fingernägel noch länger wachsen, damit die da oben von platz 79 aus zu kratzen beginnen. Damit im zusammenhang steht auch das auswahlverfahren der nationaltematrainerInnen. Die ernüchternde erfolgs- bzw. misserfolgsbilnaz der österreichischen vereine in internationalen bewerben werde ich mir erlauben auch noch zu thematisieren, sowie die legionärssituation in österreich und die lage der akademien und was man vielleicht bei anderen im volleyball ungleich erfolgreicheren kleinen nationen wie slowenien oder belgien lernen könnte, wenn man wollte. Also, werte leserinnen und werte leser, bleiben sie mir gewogen and stay tuned, wie die anglikaner sagen.

Ah ja und beinahe hätte ich etwas sehr wichtiges - und das ist jetzt nicht ironisch gemeint -  vergessen: der neue präsident hält am 4. oktober eine pressekonferenz ab. Ich bin so wie sicher auch meine werten leserinnen und meine werten leser schon sehr gespannt.

    

Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio finanziert?
Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Wien, 03.10.2017, 02:07 mez