Dienstag, 7. April 2015

Von der großen weiten welt im schnee, von spielen um die goldene ananas und vom sarkasmus und gegen wen er sich richtet


Wien 06.04.2015, 21:59 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

Na ja allzuviel ist ja nicht passiert im österreichischen volleyball in der karwoche und über das osterwochenende. Gerade haben sich bei den damen die klagenfurter wildcats mit einem knappen 3:2 gegen ti-volley für das finale gegen svs/post qualifiziert (http://www.volleynet.at/News/0000088856). Und bei den herren haben die grazer die hartberger im dritten spiel der serie um die güldene ananas mit 3:1 geschlagen und dürfen jetzt als belohnung eine weitere serie um die goldene frucht spielen, um den fünften platz gegen weiz (http://oevv.volleynet.at/News/0000088836). Also als gelernter österreicher bin ich ja ein bisschen vorsichtig, wenn es darum geht unsere lieblingsnachbarn als vorbild hinzustellen, aber abgesehen davon, dass sich die deutschen vom politiker und von der politikerin bis zum sportler und zur sportlerin und umgekehrt im allgemeinen besser artikulieren können als ihre österreichischen pendants, haben sie uns im volleyball nicht nur die erfolge voraus sondern zeigen auch die nötige effizienz und blasen daher auch ihre nationalen meisterschaften nicht unnötig auf. Die viertelfinalserien wurden bei damen und herren im modus best of three gespielt und die ausgeschiedenen mannschaften belegen gemeinsam den fünften platz. Die semifinalserien werden bei den damen im modus best of three und bei den herren best of five gespielt und die finali sowohl bei den damen wie auch bei den herren ebenso als best of five serie. Ah ja und die dritten plätze werden im gegensatz zu österreich auch nicht ausgespielt (http://www.volleyball-bundesliga.de/cms/home.xhtml).

Im nachwuchsbereich wurden die bundesjugendbewerbe abgeschlossen. Unter http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/03/0000088818 gibt es dazu eine bericht. Gewonnen haben die burschen aus niederösterreich, die die kärtner im finale 3:2 schlugen. Die beiden akademieteams spielten nur im kleinen finale, dritte wurden da die burschen aus wien vor den steirern. Bei den mädchen gewannen die kärtnerinnen das finale gegen die steirerinnen 3:2. Dritte wurden die tiroler mädchen vor den niederösterreicherinnen. Von hier aus ganz herzliche gratulation an alle burschen und mädchen. Dieser bericht fällt allerdings,  wie auch schon otto kar in seinem kommentar, auf den ich aus anderen gründen nochmals zurückkommen werde, völlig zurecht angemerkt, wieder unangenehm durch seine kärntner schlagseite auf. Da darf die gute karin frühbauer, ihres zeichens geschäftsführerin des leistungszentrums klagenfurt, über die erfolgreiche nachwuchsarbeit in kärnten berichten. Das ist ja nach den plätzen eins und zwei ganz ok aber was ist mit einer wortspende eines verantwortlichen aus niederösterreich und aus der steiermark? Die beiden landesverbände haben auch beide teams unter die top vier gebracht. Also irgendwie wird mein verdacht immer stärker, dass da auf mittlerweile mehr als penetrante art und weise das leistungszetrum in klagenfurt mitsamt den dort agierenden personen als gralsburg nummer 2 aufgebaut werden soll nachdem die originale gralsburg in der gutheil schoder straße in wien jetzt von den basketballern erobert wurde. Übrigens schauen die zahlen zur nachwuchsarbeit bei den burschen laut homepage unter http://kvv.volleynet.at/Teams in den altersgruppen u19 bis u15 so aus: u19: 5 teams (3x klagenfurt, 1x aich/dob, 1x villach), u17: 4 teams (3x klagenfurt, 1x villach) und u15: 5 teams(4x klagenfurt, 1x aich/dob).

Ah ja und snowvolleyball hat es auch wieder auf die titelseite der övv website geschafft.


Da erfährt das volleyballinteressierte publikum, das michael murauer und florian schnetze das snowvolleyballturnier ...äh sorry... das snowvolleyball world tour finale in st.anton gewonnen haben (http://www.volleynet.at/News/0000088852). Also die world der snow volleyball tour besteht einstweilen aus ein paar veranstaltunsorten in zentraleuropa. Aber ok, wer wird denn so kleinlich sein. Kotzen... äh... klotzen statt kleckern ist da offenbar die devise.  Und die spiele werden allemal die dort anwesende hot volley - oops ich glaub’ das war jetzt ein freudscher verschreiber sozusagen - also die dort anwesende haute volee aber sowas von aus ihren liegestühlen geschüttelt haben, dass man sich gezwungen sah die lawinenwarnstufe am arlberg kurzfristig von 3 auf 4 zu erhöhen. Aber eines geht mir in dem kurzbericht schon ab. Na? Erraten! Der bezug zu den unantastbaren aus dem süden, für die die beiden schneekönige in der halle tätig sind. Also das wäre uhpir nie passiert wenn es darum ging, das wort hotvolleys in möglichst vielen artikeln auf der övv website zu verteilen. Wie es gemacht wird, kann der für diesen artikel verantwortliche redakteur oder die verantwortliche redakteurin unter http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/03/0000088789 nachlesen. Dort schafft es der schreiber mit dem kürzel sta in einem vorbericht auf das final four der championsleague der herren doch das wort hotvolleys zumindest einmal unterzubringen, indem er erwähnt, dass der jetzt für berlin spielende tomas kmet in der vergangenheit auch schon einmal für die hotties tätig war.

Und gleich noch ein a propos. A propos championsleague. Das begleitbildchen eines feuerwerks zum championsleague final four der damen, das übrigens eczacibasi istanbul im finale gegen arsizio 3:0 gewonnen hat, erweckt eher neujahrsassoziationen und fällt für mich in die kategorie drollig. Na ja man muss halt mit der bilddatenbank leben, die man hat. Und wenigstens war’s nicht wieder eine alter mikasa volleyball. Aber halt, da hätte man doch ein bild gehabt, mit dem neuen mikasa, der heuer in der championsleague zum einsatz kam. Und ein paar wichtige herren hätte man damit auch noch ins bild rücken können. Ah ja und für alle die es vielleicht nicht wissen: der herr neben uhpir ist der präse des kärntner volleyballverbandes und kärntner landeshauptmann. Und da schließt sich ganz zufällig ein weiter oben begonnener kreis.



So und bevor ich zu meiner lieblinsserie sophie, srna und die acht stars komme muss ich aus aktuellem anlass etwas erklären. User michi hat mich in einem kommentar  zum meinem letztwöchigen eintrag dafür kritisert, dass ich mich auf aleks blagojevic und max thaller „eingeschossen“ hätte, weil ich es mir erlaube, einmal mehr einmal weniger sarkastisch darauf hinzuweisen, dass die beiden die meiste zeit auf der ersatzbank ihres jeweiligen vereins verbringen. Dazu möchte ich folgendes festhalten. Nein, ich habe mich nicht auf die beiden „eingeschossen“, meine sich gebetsmühlenartig wiederholenden hinweise darauf, dass die beiden genannten spieler wieder einmal nicht zum einsatz gekommen sind, richten sich nicht gegen die beiden. Mir geht einfach nur diese großspurige berichterstattung auf der övv web-site mittlerweile unheimlich auf die cojones. Dieses dauernde geschreibsel a la „max thaller und co“ bzw. „molfetta mit aleks blagojevic“ ist schlicht und einfach irreführend bzw. falsch, das findet man auf den entsprechenden data volley blättern ziemlich schnell heraus. Mit dieser form der berichterstattung soll bei der leserin und beim leser der falsche eindruck erweckt werden, dass die beiden tatsächlich an den geschilderten spielen beteiligt waren und nicht nur auf der ersatzbank gesessen sind. In wessen interesse passiert das? Sicher nicht im interesse der spieler. Denen schadet ein solcher unfug ja mehr als er ihnen nützt. Da stecken ganz andere interessen dahinter. Da müssen mäßig erfolgreiche, um nicht zu sagen gescheiterte, auslandskarrieren als erfolgreich verkauft werden. Und diese auslandsengagements müssen ja in ermangelung anderer tatsächlich zählbarer erfolge, also beispielsweise siege der nationalmannschaften in bewerbspielen, als feigenblatt für die verantwortlichen im verband herhalten. Ah ja und ganz besonders geht mir dieses „und co“ auf die nerven. Und co? Wer ist co? Co steht für company und company heißt begleitung. Also die anderen spieler in der mannschaft sind nicht mehr als die begleitung unserer stars? So eine art escort-service. Wie gedanken- und respektlos ist das denn?
Und dann noch dieser titel „unsere stars in europa“. Unsere stars? Also bei allem respekt für die im ausland tätigen österreichischen spielerinnen und spieler und ihre volleyballerischen fähigkeiten. Stars sehe ich da beim besten willen nicht. Zum echten star braucht es ein bisschen mehr als die verleihung des titels durch die abteilung für selbstbeweihräucherung beim övv. Aber es sind halt „unsere“ stars, wer auch immer mit „unsere“ gemeint ist. Ist das der övv, die volleyball-interessierte öffentlichkeit oder gar die ganze nation österreich? Na, meiner bescheidenen einschätzung nach macht der övv die im ausland tätigen spielerinnen und spielr zu seinen stars als eine art lebensversicherung der für die ausbleibenden sportlichen erfolge verantwortlichen.
So aber nach diesem abdriften ins polemische möchte ich nochmals zu michis kommentar stellung beziehen, der auch insinuiert, dass ich mit zweierlei maß messe und die spieler ungleich behandle. Faktum ist, werter michi, dass sich thomas zass, alex berger, philip schneider, philipp kroiss, florian ringseis, sophie wallner und srna markovic in ihren jeweiligen mannschaften als stammspieler bzw. stammspielerinnen etabliert haben. Paul buchegger hat deutlich mehr spielzeiten bekommen als max thaller und aleks balgojevic und war, wie unter http://www.volleyball-bundesliga.de/cms/home/1blm/1blm_scoresstats/1blm_mvp.xhtml nachzulesen ist 4 mal mvp. Max thaller und aleks blagojevic, der meiner persönlichen einschätzung nach nach seinen letztjährigen eskapaden vermutlich nur noch zur persönlichen schadensbegrenzung in molfetta weilt, haben – und das lässt sich anhand der data volley statistik sehr einfach nachprüfen – die allermeiste zeit in der heurigen spielsaison auf der bank verbracht. Ob das ihrer karriere förderlich war müssen sie selbst beurteilen bzw. müssen diejenigen verantorten, die ihnen zu diesem weg geraten haben.
Und noch etwas ist mir ein anliegen, genauso wie user otto kar und user xyz_8: der hype um die im ausland tätigen spieler ist den spielern gegenüber mehr als unfair, die hier in österreich top-lesitungen bringen, wie beispielsweise peter wohlfahrtstätter und lorenz koraimann, die in der championsleague zum einsatz kamen, aber auch ganz junge spieler, die sich in den heimischen ligen immer mehr zu leistungsträgern entwickeln wie zum beispiel florian ertl oder daniel egger. Und ich bitte jetzt gleich die vielen, die ich jetzt nicht erwähnt habe, bzw. auch deren vereinsverantwortliche im vorhinein um dispens. Ich weiß, dass es, zum glück, über die erwähnten hinaus viele talentierte und engagierte junge spieler gibt, die uns hoffentlich in zukunft noch viel freude machen werden.

So und jetzt muss ich user michi enttäuschen, ich werde wieder ein bisschen sarkastisch sein, wenn ich mich meiner lieblingsserie sophie, srna und die acht stars widme. Unter http://oevv.volleynet.at/News/0000088832 erfährt man, dass es auch in spaniens erster liga niedrige hallen gibt. Na da sind wir aber froh, das wir hier in österreich einen starken uhpir haben, der die neun meter hohen hallen nur so sprießen lässt. Und sozusagen als gegengewicht zu meinen sarkastischen kommentaren darf max thaller ausgiebig seinen einsatz gegen st. quentin schildern. Das war ja offenbar durchaus erfreulich und hat sich auch diese woche noch ausgewirkt, wie ich noch berichten werde. So, das war jetzt gar nicht sarkastisch. In frankreich verliert montpellier in der letzten runde gegen nantes 0:3, philipp kroiss und philip schneider spielen durch, letzterer ist wie, ich bin geneigt zu sagen, immer top scorer und zwar mit 18 punkten (http://datavolley.lnv.fr/2014/DataVolley/Men/&LAM177-1415.pdf). Nantes gewinnt gegen paris 3:1 und vermeidet den abstieg, alex berger erzielt 9 punkte (http://datavolley.lnv.fr/2014/DataVolley/Men/&LAM179-1415.pdf). Poitiers gewinnt gegen harnes 3:1, max thaller steht im dritten und vierten satz in der anfangsformation und macht drei punkte, ich darf allerdings ganz nüchtern und gar nicht sarkastisch anmerken, dass es in diesem spiel um nichts mehr gegangen ist, poitiers hätte auch im falle einer niederlage nicht mehr vom ersten tabellenrang verdrängt werden können (http://datavolley.lnv.fr/2014/DataVolley/Men/&LBM181-1415.pdf). In italien verliert molfetta gegen peruggia 2:3, aleks – ich nehm mir dann mal einen auszeit – blagojevic kommt in den sätzen drei und fünf zu kurzeinsätzen, allerdings ohne auf data volley zählbares zu hinterlassen (http://www.legavolley.it/TabellinoGara.asp?IdGara=27342). In finnland verliert loimu auch das vierte spiel gegen tiikerit, diesmal mit 0:3, florian ringseis spielte durch (http://livescore.dicode.fi/index.php?r=attachments/viewPdf&gameId=8214). In schweden gewinnt engelholm das erste semifinale gegen katrinenholm mit 3:0, sophie wallner macht 8 poäng (http://iof3.idrottonline.se/SvenskaVolleybollforbundet/Elitserien/Resultat/?selected=SM-slutspel+Damer).


Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Wien, 07.04.2015, 01:58 mez


Dienstag, 31. März 2015

Von ein paar alternativen zum lustigen snowvolleyball, von einer vielleicht doch nicht so überraschenden beißhemmmung und von ein paar ketzerischen gedanken zur zukunft der wiener volleyballakademie


Brüssel 30.03.2015, 18:25 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

so, das ist jetzt auch eine premiere. Ich schreibe zum ersten mal meinen blogeintrag auf einem flughafen und zwar schon relativ früh, aber, und das ist ein wichtiger hinweis für uhpir, außerhalb meiner kernarbeitszeit. Also was ist denn wieder erwähnenswertes passiert in der vergangenen woche? Als sensation muss man es wohl bezeichnen, dass es den verantwortlichen beim övv jetzt endlich, wenige wochen vor ende der hallensaison gelungen ist, das live scoring auf der övv website zum laufen zu bringen. Das nenne ich professionelles arbeiten, aber hallo! Gleichfarbige socken, 9 meter hohe hallen und live scoring, das seinen namen verdient. Volleyballherz was willst du mehr. Unter http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/03/0000088787 kann man schon einmal einen vorbericht auf die finalserie bei den herren zwischen hypo tirol und aich /dob lesen, unter der originellen überschrift tirol vs. aich dob 5.0. Na bumm! Will man damit die sogenannte internet-generation in die hallen locken? Wer ist denn da so kreativ beim övv? Also ich würde die finalserie eher als tirol vs. aich/dob 14.1-3 bezeichnen in anlehnung an die anzahl der zu erwartenden österreichischen spieler in der grundaufstellung der beiden mannschaften. A propos österreicher in der grundaufstellung. Da muss ich mich bei den amstettnern für einen fehler in meinem letztwöchigen eintrag entschuldigen, da hab’ ich doch glatt bei den in den semifinalserien in der grundaufstellung zum einsatz gekommenen spielern den guten karl jurkovic, den ich ja aus dem nachwuchsbereich kenne, vergessen, der in der zweiten begegnung gegen aich/dob bei den amstettnern in der startauftsellung stand (http://oevv.volleynet.at/DVStatistik/15666/67369). Und noch ein nachtrag dazu, der mich noch nachdenklicher macht als die zahlenmäßig geringe präsenz österreichischer spieler in der finalserie. Wie die statistiken der staatsmeisterschaften aus dem männlichen nachwuchs ganz klar zeigen ist die nachwuchsarbeit bei zwei der semifinalisten, nämlich bei den waldviertlern und bei den aich/doblern gelinde gesagt bestenfalls rudimentär vorhanden und bei den tirolern auch nicht gerade beeindruckend. Am erfolgreichsten von den vieren schnitten im männlichen nachwuchs auf nationaler ebene in den letzten jahren die amstettner ab. Noch etwas, sozusagen hot off the press, zum männlichen nachwuchs. Im finale des bundesjugendbewerbs stehen die burschen aus niederösterreich und kärnten, die im semifinale die beiden akademiemannschaften aus wien bzw. der steiermark eliminiert hatten (http://oevv.volleynet.at/News/0000088812). Auf die wiener akademie komme ich später noch zu ausführlicher sprechen.

Ah ja und noch ein nachtrag. Unter http://oevv.volleynet.at/News/0000088787 kann man auch noch lesen, dass die spiele um den dritten platz allesamt, dank sei uhpir,  nicht in den entsprechenden heimhallen ausgetragen werden können. Und noch ein ah ja. Ah ja, dieser durch uhpir ausgelöste, segenbringende hallenbauboom wird sicher einen qualitativen quantensprung im österreichischen herrenvolleyball bewirken. Die supervolleys pellinger sind dafür sozusagen der lebende beweis, der modellverein. Die haben ja schon seit jahren das privileg in einer neun meter hohen halle spielen zu können und spielen deswegen wohl auch in den letzten jahren konsequent um die letzten plätze in der avl.

Und ihre konkurrenten um den letzten platz, die unantastbaren aus dem süden haben sich schon wieder eine schlagzeile auf der website des övv erkämpft. Unter http://www.volleynet.at/News/0000088805 kann man lesen, dass sich der vbk frühbauer/huber bereits die qualifikation für die 1. bundesliga gesichert hat. Allerdings müssen sich die unantastbaren diesmal die schlagzeile mit den bisambergern teilen. Offenbar ist es den gestaltern der website mittlerweile aufgefallen, dass die bisamberger eine bisher makellose aufstiegsrunde spielen. Gespannt kann man darauf sein, was die kärtner aus ihrem platz in der obersten liga machen. Ohne die beacher murauer, schnetzer, huber, seidl und jetzt auch frühbauer wird die kadergestaltung für die nächste saison – na ja – interessant.

Vielleicht sollte man beim övv doch nach alternativen suchen, wenn es mit hallenvolleyball nicht klappen sollte. Snow volleyball wird ja schon entsprechend gehypt auf der övv webiste, worüber ich hier ja schon ausgiebig gespottet habe. Aber snow volleyball ist ja bei weitem nicht das ende der fahnenstange. Wie wäre es mit wasservolleyball? Da könnte man zusätzlich die wassertiefe variieren. Oder eisvolleyball auf schlittschuhen? Da könnte man die punktwertung noch zusätzlich mit einer wertung des künstlerischen eindrucks kombinieren. Ein block mit einem eingesprungenen rittberger zählt mehr als ein einfacher block, ein punktschlag mit einem dreifachen axel zählt mehr als einer mit einem doppelaxel. Und so weiter und so fort. Der phantasie sind da keine grenzen gesetzt. Aber mein absouter favorit wäre dark(room)volleyball. Nein, nein, bitte keine falschen assoziationen. Dark(room)volleyball wird im dunkeln gespielt, mit einem leuchtenden ball, von spielerinnen oder spielern mit einem luminiszierenden anzug. Das hätte den vorteil, dass man die zuschauerInnen nicht sieht und sich den schwarzen stoff zum zuhängen der gähnend leeren tribünen erspart.

Na jetzt weiß ich nicht, wie meine assoziation von den gähnend leeren tribünen und den schwarzen stoffbahnen zu den damen von svs/post gesprungen ist. Leere tribünen – schwarze stoffbahnen – multiversum – svs/post? Egal. Also wenn ich schon beim damenvolleyball gelandet bin, dann sollte ich auch erwähnen, dass die klagenfurter wildcats und ti tirol in einem dritten spiel die finalteilnahme ausspielen. Die damen von svs/post, die sich für die play offs weiter mit legionärinnen verstärkt haben, sodass nur mehr drei österreicherinnen, nämlich chukwumova, huberova und rimserova in der grundaufstellung stehen, haben es hingegen mit zwei siegen gegen graz bereits geschafft, sich für das finale zu qualifizieren (http://oevv.volleynet.at/News/0000088807, http://oevv.volleynet.at/DVStatistik/15772/67538).

Und weil ich heute so sprunghaft bin, springe ich von der halle direkt in die sandkiste. Also jetzt bin ich wirklich enttäuscht von uhpir. Ich hätte mir da schon ein mittleres mediales unwetter erwartet mit uhpir im auge des hurrikans, als antwort auf diese unverschämte entscheidung der veranstalter der beach-wm dem österreichischen top-paar hansel/schwaiger eine wildcard für die wm zu verweigern. Also wirklich uhpir, was ist denn los? Also wenn’s gegen vermeintlich kleinere geht sind uhpir ja eher nicht so zurückhaltend, wie man in der vergangenheit beobachten konnte. Aber wahrscheinlich will man sich im gegenständlichen fall seine möglicherweise gar nicht so unattraktive und unlukrative zukunft auf der fivb-beach tour nicht völlig verbauen indem man da zu laut wird.
Lieber lässt sich uhpir mit prominenten und weniger prominenten fotografieren – pikanterweise ist auch steffi schwaiger dabei - um den cev continentalcup in baden zu promoten. Die fotos hat uhpir ins facebook gestellt.

Zumindest drückt er den volleyballinteressierten diese belegfotos nicht mehr, wie früher üblich, via övv-website aufs auge. Na wenn’s bei der fivb nicht klappen sollte, dann wird es hoffentlich bei der cev was mit einer karriere post-övv. Also es wäre ja wirklich eine unglaubliche verschwendung den über jahrzehnte angesammelten erfahrungsschatz von uhpir nicht auf höherer, internationaler ebene zu nützen. Wer kann schon von sich behaupten, dass er seinen verein in kürzester zeit vom finanziellen abgrund und aus der sportlichen bedeurtungslosigkeit der 2. liga ganz ohne sportpolitische unterstützung ins final four der championsleague geführt hat? Oops, da hab ich, glaube ich, die zeitliche sequenz der ereignisse und sonst noch einiges velwechsert um den ernst jandl zu paraphrasieren (http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Jandl). Und wer kann schon belegen, politkerInnen UND vereine dazu gebracht zu haben, in einem 7.8 millionen einwohnerInnen zählenden land ohne nennenswerte volleyballtradition, binnen kürzester zeit sieben neun meter hohe hallen zu errichten, von denen drei in graz, hartberg und weiz stehen bzw. stehen werden, mit einer maximalen entfernung von 75 km voneinander. Und wer hat schon eine finanziell derartig erfolgreiche volleyballeuropameisterschaft organisiert, dass der verband mehr als drei jahre später aus angst vor neidern in anderen verbänden den offenbar immensen gewinn noch immer geheimhält? Wer hat es geschafft stadtpolitikerInnen von der notwendigkeit einer vereinseigenen volleyballakademie zu überzeugen, die derartig erfolgreich war, dass die wiener nachwuchsmeisterschaften im männlichen bereich in den altersgruppen u17 und u15 aus ermangelung an anderen vereinen nicht mehr regulär gespielt werden können. Und dann noch die gleichfarbigen socken und die alljährliche volleyballgala, die erfolge der nationalteams und die für sponsoren so hochattraktive und professionell geführte liga mit funktionierendem live-scoring, um die sich so viele dieser sponsoren derartig reißen, dass man die qual der wahl hat und sich bisher offenbar zwischen den vielen seriösen anwärtern nicht entscheiden konnte, sodass die liga vorerst ohne sponsor dasteht. Also wirklich, wer kann auf so eine strahlende erfolgsbilanz verweisen? Wer, wenn nicht er!

Also das ändert sich offenbar heuer nicht mehr. Unter http://oevv.volleynet.at/News/0000088786 liest man in meiner lieblingsserie sophie, srna und die acht stars wieder von poitiers mit max thaller und molfetta mit aleks blagojevic. In wahrheit haben weder der eine noch der andere in den letzten spielen signifikante einsatzzeiten vorzuweisen. In italien verlor molfetta gegen cucine lube banca marche treia 3:0 und zwar nicht mit sondern ganz und gar ohne aleksandar – ich nehm mir dann mal eine auszeit – blagojevic (http://www.legavolley.it/TabellinoGara.asp?IdGara=27335). In frankreich verlor montpellier gegen tours 0:3, philipp kroiss und philip schneider spielten durch, letzterer war  mit14 punkten, wie gewohnt, topscorer (http://datavolley.lnv.fr/2014/DataVolley/Men/&LAM169-1415.pdf).  Nates verlor gegen toulouse 1:3, alex berger spielte durch und erzielte 8 punkte (http://datavolley.lnv.fr/2014/DataVolley/Men/&LAM175-1415.pdf). Poitiers finalisierte mit einem 3:1 gegen st. quentin den direkten aufstieg in die 1. liga. Max thaller war diesmal immerhin mit einem kurzeinsatz und zwei punkten im vierten satz an diesem erfolg beteiligt (http://datavolley.lnv.fr/2014/DataVolley/Men/&LBM175-1415.pdf). In spanien verlor almeria gegen cajasol juvasa mit 2:3, thomas zass spielte durch und war mit 22 punkten top scorer (http://rfevb-web.azurewebsites.net/MatchStatistics.aspx?mID=3560&ID=21&CID=62&PID=37&type=LegList). In deutschland verliert bühl gegen lüneburg das entscheidende dritte spiel der viertelfinalserie 3:0 und scheidet damit aus. Paul buchegger wird im ersten satz eingewechselt und steht im zweiten satz in der anfangsformation und erzielt vier punkte (http://live.volleyball-bundesliga.de/2014-15/Men/&1517.pdf). In finnland verliert loimu dreimal gegen tiikerit, jeweils mit 1:3. Florian ringseis spielt in allen drei partien durch (http://livescore.dicode.fi/index.php?r=attachments/viewPdf&gameId=8211, http://livescore.dicode.fi/index.php?r=attachments/viewPdf&gameId=8212, http://livescore.dicode.fi/index.php?r=attachments/viewPdf&gameId=8213). Und in schweden gewinnt engelholm auch das zweite und dritte spiel im viertelfinale gegen gislaved, jeweils mit 3:0 und steht damit bereits im semifinale. Sophie wallner spielt in beiden spielen durch und erzielt 15 bzw. 11 poäng (http://iof3.idrottonline.se/SvenskaVolleybollforbundet/Elitserien/Resultat/?selected=SM-slutspel+Damer).

So, und wie bereits angekündigt, komme ich zum schluss noch einmal kurz auf die wiener akademie zu sprechen, deren zukunft für die weitere entwicklung des wiener volleyballs im männlichen nachwuchs von entscheidender bedeutung sein wird. Ich möchte meine hier bereits  letzte woche geäußerten gedanken ein wenig präzisieren und auch – ganz im sinne des wvv-workshops - eine diskussion anregen. Wie schon letzte woche hier geschrieben, bin ich überzeugt davon, dass die akademie nicht mehr als vereinsakademie der hotvolleys weitergeführt werden darf. Die auswirkungen der jahrelangen monopolisierung auf den männlichen nachwuchsbereich in wien sind offensichtlich. Die akademie kann in zukunft nur erfolgreich und befruchtend für den männlichen nachwuchsbereich sein, wenn sie völlig vereinsunabhängig geführt wird. Das betrifft aber nicht nur die spieler, die, wie bereits geschrieben, als akademiespieler bei ihrem stammverein verbleiben müssen, sondern auch die dort tätigen trainerInnen. Auch auf die vergabe der positionen der in der akademie tätigen trainerInnen dürfen die hotvolleys kein monopol mehr haben. Andere wiener vereine haben wohl auch engagierte und kompetente trainerInnen im nachwuchsbereich, die für solche positionen in frage kommen. Auch die auswahl der für den besuch der akademie geeigneten spieler darf nicht einem verein und dessen trainerstab obliegen. Da muss es ein kompetentes gremium geben, eine art trainerrat, in dem alle im nachwuchs tätigen vereine personell vertreten sind. Und die leitung der akademie sollte man ausschreiben und vorzugsweise an jemanden ohne vereinsanbindung in wien vergeben. In dem zusammenhang ist es auch wichtig, dass der ausschreibungstext im wvv transparent diskutiert und erarbeitet wird. Das gleiche gilt natürlich auch für den mit der stadt wien als förderungsgeber neu zu gestaltenden akademievertrag. Ich würde mich freuen, wenn sich um die zukunft der akademie eine rege diskussion entwickeln würde und ich bin gerne bereit mich in einer solchen konkreter einzubringen. Ah ja, damit bei meinen vielen freunden bei den hotvolleys kein verdacht entsteht: ich bin beruflich ziemlich ausgelastet und gehe auch erst in sieben jahren in pension und ich will, obwohl vereinsungebunden, ganz bestimmt keine funktion in dieser akademie-neu. Wirklich. Ehrlich. Echt. Mir ist im sinne des wiener volleyballs nur wichtig, dass die vorhandenen strukturen möglichst effizient zu dessen wohle genutzt werden.

So, und wie weiter unten zu lesen, ist das der erste blogeintrag, der an zwei verschiedenen orten und sogar in zwei verschiedenen ländern geschrieben wurde. 

Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Wien, 31.03.2015, 00:45 mez


Dienstag, 24. März 2015

Von südlicher hypertrophie, von ignoranten bei der fivb und von einem guten anfang in wien


Maria alm 23.03.2015, 21:35 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

nach einem feinen schitag bin ich so richtig rechtschaffen müde und muss mich fast ein bisschen überwinden meinen heutigen blogeintrag zu schreiben. Aber es ist da ja wirklich wichtiges passiert in der vergangenen woche, und da sprech’ ich jetzt nicht vom snow volleyball, das es wieder einmal unter http://oevv.volleynet.at/News/0000088750 auf die övv website geschafft hat. Es würde mich ja interessieren, ob uhpir bei dem event anwesend war und deswegen einen anderen, meiner ansicht nach, für den österreichischen volleyballsport viel relevanteren termin, auf den ich später noch genauer eingehen werde, nicht wahrnehmen konnte.
Aber alles schön der reihe nach. Die semifinalserien bei den herren plätschern so dahin, und nehmen, ziemlich spannungsarm, aber dafür in neun meter hohen hallen und auf das format best of five aufgebläht, ihren mehr als erwartbaren verlauf. Aich/dob und hypo tirol führen in ihren jeweiligen serien gegen amstetten bzw. waldviertel mit 2:0 (http://oevv.volleynet.at/News/0000088743, http://oevv.volleynet.at/News/0000088752). Die beteiligung österreichischer spieler an den bisherigen semifinalpartien ist bisher, wie ebenfalls zu erwarten war, eher unbedeutend geblieben. Drei spieler bei amstetten, nämlich thomas tröthann, ingmar zipper und daniel meissner, ein spieler bei aich/dob, peter wohlfahrstätter, ein spieler bei waldviertel, niki maurer und zumindest in der ersten partie, zwei spieler bei den tirolern, lorenz koraimann und alexander tusch, hatten die ehre in der jeweiligen grundaufstellung zu stehen (http://oevv.volleynet.at/DVStatistik/15666/67368, http://oevv.volleynet.at/DVStatistik/15666/67369, http://oevv.volleynet.at/DVStatistik/15666/67464, http://oevv.volleynet.at/DVStatistik/15666/67463). Mit der zählung der zuschauerInnen nehmen es weder die amstettner noch die aich/dober sehr genau, auf den entsprechenden data volley blättern steht unter der rubrik „zuschauer“ die null. In die tullner ausweichhalle fanden immerhin laut data volley blatt 300 zuschauerInnen den weg zum sogenannten heimspiel der waldviertler, und den vogel an genauigkeit schießen wie immer die tiroler ab: exakt, also ganz, ganz genau 169 zuschauerInnen sahen das heimspiel der tiroler gegen waldviertel.
Ah ja und ein paar spiele um die goldene ananas zwischen hartberg und graz und weiz und enns fanden auch noch statt. Zuschauerinteresse? Vermutlich enden wollend und deswegen auf den data volley blättern schamhaft verschwiegen (http://oevv.volleynet.at/DVStatistik/15666/67374, http://oevv.volleynet.at/DVStatistik/15666/67373, http://oevv.volleynet.at/DVStatistik/15666/67468). Sportlicher wert? Fragwürdig. Und sonst? Mir fällt dazu nichts ein.

Ah ja, eine aufstiegsrunde gibt es ja auch noch. Dort haben die unantastbaren aus dem süden, zumindestens, wenn sie nicht gerade abgewatscht werden, äh ich meine wenn sie gewinnen, ein - mittlerweile unerträgliches - exklusivrecht auf überschriften auf der titelseite der övv website (http://oevv.volleynet.at/News/0000088758).




Also das wird jetzt schön langsam zu offensichtlich, dass da die bedeutung des neuen volleyballzentrums in klagenfurt gehörig betont, oder wie es im neusprech heißt, gehypt werden muss. Oder wird da gar schon für die zeit nach uhpir, so sie jemals kommen sollte, personell vorgebaut? Na der schelm, der böses denkt hat mich gerade wieder einmal ziemlich arg gezwickt. Au weh. Ah ja und noch etwas möchte ich im zusammenhang mit den unantastbaren aus dem süden erwähnen. Deren topscorer ist offenbar die motivation abhanden gekommen mit einer in der 1. bundesliga nicht konkurrenzfähigen mannschaft alljährlich gegen den abstieg zu spielen. Trotz neun meter halle sagt simon frühbauer dem hallenvolleyball ade und wird in zukunft mit jörg wutzl ein beachvolleyballteam bilden (http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/03/0000088713). Na ja, soll sein. Aber mittlerweile hängen auch am sand die trauben ziemlich hoch.

A propos sand, da haben doch die österreichischen olympiahoffnungen stefanie schwaiger und barbara hansel keine wild card für die beachvolleyball-wm bekommen (http://sport.orf.at/stories/2227936/). Also auf die geharnischte protestnote von uhpir bin ich schon gespannt. Was denken sich diese typen bei der fivb eigentlich, die schauen doch glatt auf solche nebensächlichkeiten wie ranglistenpunkte und die haben doch tatsächlich die stirn sich nicht am kader der österreichischen spitzenförderung für rio 2016 zu orientieren, in dem die beiden aus, na ich sag’ es einmal vorsichtig, nicht ganz nachvollziehbaren gründen, aufscheinen, wenn man objektive kriterien, wie eben die weltranglistenposition heranzieht (http://johnny-meinblock.blogspot.co.at/2014/10/von-viel-aufgewirbeltem-staub-einem.html, http://derstandard.at/2000006865533/Jukic-und-Schrott-aus-Rio-Medaillenkader-verbannt).

Aber nach diesem ausflug in die sandkiste komme ich aus gegebenem anlass noch einmal zurück in die halle. Bei den damen haben ebenfalls die semifinalserien begonnen und die favorisierten teams svs/post und klagenfurt haben gegen graz bzw. ti-volley jeweils das erste spiel gewonnen (http://oevv.volleynet.at/News/0000088753, http://oevv.volleynet.at/News/0000088744). Unter http://oevv.volleynet.at/News/0000088744 taucht übrigens nach längerer abwesenheit ein relikt, also altlast will ich ihn ja nicht nennen, aus längst vergangener spielgemeinheitszeit zwischen svs und en hotvolleys auf. Herr antunovic darf als svs/post sportdirektor – also so ein anforderungsprofil für den job täte mich schon brennend interessieren – resümieren.

Und die damen spielen offenbar auch die semifinalserien im format best of three. Warum ist das so? Frauenversteher beim övv bitte melden! Ah ja und da gab es kürzlich noch eine frage eines geschätzten lesers, die ich an deren adresse weiterleite: warum gibt es eigentlich so wenige schiedsrichterinnen? Mir fällt jetzt auf die schnelle außer andrea haas keine österreichische top-schiedsrichterin ein.

Und noch etwas zum hallenvolleyball, oder besser gesagt zur präsentation und zur aufbereitung desselben für die interessierten zuschauerinnen und für die interessierten zuschauer: nein, lieber stefan krejci, ich kann dir in antwort auf deinen letztwöchigen kommentar zum live-scoring versichern, dass es nicht an dir liegt oder an deinem computer, tablet oder smartphone, auch bei mir und bei einem weiteren geschätzten leser dieser einträge und ziemlich sicher bei all den anderen, die sich daran versucht haben, funktioniert das vollmundig auf der övv-homepage angekündigte live-scoring gar nicht oder bestenfalls nur eingeschränkt. Im prinzip funktioniert das live-scoring auf drei arten: bei einigen wenigen spielen funktioniert das live-scoring, bei vielen funktioniert es gar nicht, da wird dann das endergebnis nach ende des betreffenden spiels online gestellt, und in einer dritten variante wird jeweils nach ende eines satzes das entsprechende datavolley blatt online gestellt. Also es gehört schon viel phantasie dazu diese letzte variante als live-scoring zu verkaufen. Also werter stefan, wenn du in dieser sache an den övv schreibst, bin ich schon sehr auf die kompetente und sachliche antwort gespannt, die du von dort bekommen wirst. Also ich sag’ einmal so, um wieder einmal den herbert prohaska zu zitieren, mir wär’ ein funktionierendes live-scoring wichtiger als gleichfarbige socken und neun meter hohe hallen. Ich will ja gar nicht so weit gehen, darauf hinzuweisen, dass man über www.lnv.fr alle spiele der ersten und zweiten französischen liga nicht nur im live-scoring, nein, sogar im live-stream verfolgen kann. Und unter http://www.volleyball-bundesliga.de gibt’s sogar ab dem viertelfinale konferenzschaltungen der finalserien im live-stream. Ah ja und für die französische liga gibt’s auch noch eine app. Eine solche app für die avl wurde zwar auch vor jahren schon auf der övv seite großspurig angekündigt, ist aber über dieses ankündigungsstadium offenbar nie hinausgekommen. Aber dafür sind die socken ......

Also das beste, und das meine ich dieses mal gar nicht sarkastisch, hebe ich mir heute für den schluss auf. Und bevor ich dazu komme, wende ich mich wie gewohnt meiner lieblingsserie sophie, srna und die acht stars zu. Und da geht’s unter http://oevv.volleynet.at/News/0000088716
wieder darum, dass „poitiers mit max thaller mit dem 3:1 sieg gegen den tabellendritten orange dem aufstieg einen großen schritt“ nähergekommen ist. Poitiers mit max thaller! Da wird versucht den eindruck zu erwecken, dass der gute max thaller tatsächlich in diesem spiel eine rolle spielte. Also diese bewusste irreführung geht mir ziemlich auf den.... Laut datavolley blatt durfte max thaller gegen orange einmal servieren und das war’s dann auch schon wieder mit dem mit (http://datavolley.lnv.fr/2014/DataVolley/Men/&LBM168-1415.pdf). Und gleiches gilt für „molfetta mit aleksandar blagojevic“, der war nämlich in besagtem spiel gegen piacenza nicht einmal eine sekunde auf dem feld (http://www.legavolley.it/TabellinoGara.asp?IdGara=27325). Ich vermute ja  fast, dass der aleks – ich nehm mir dann mal schnell eine auszeit – blagojevic bei molfetta nach seinen letztjährigen eskapaden heuer nur noch seinen vertrag erfüllen musste um schlimmere konsequenzen für ihn zu vermeiden. Aber was passierte tatsächlich letzte woche im internationalen geschäft? In frankreich wurde letzte woche in der meisterschaft nicht gespielt. In italien gewinnt molfetta gegen ravenna 3:2, und zwar fast ganz ohne aleks – ich nehm mir dann mal schnell eine auszeit – blagojevic, der wird nämlich nur vierten satz kurz eingewechselt ohne zählbares auf dem datavolley blatt zu hinterlassen (http://www.legavolley.it/TabellinoGara.asp?IdGara=27332). In spanien gewinnt almeria gegen ushuaia ibiza 3:1, thomas zass spielt durch und ist mit 15 punkten zweitbester scorer seines teams (http://rfevb-web.azurewebsites.net/MatchStatistics.aspx?mID=3514&ID=21&CID=62&PID=37&type=LegList). In finnland gewinnt loimu auch das dritte spiel gegen etta und steht im halbfinale. Florian ringseis spielt durch (http://livescore.dicode.fi/index.php?r=attachments/viewPdf&gameId=8148). In deutschland verliert bühl das zweite viertelfinale gegen lüneburg 2:3  und muss in ein drittes spiel. Paul buchegger wird mehrfach eingewechselt und erzielt vier punkte (http://live.volleyball-bundesliga.de/2014-15/Men/&1516.pdf). Aachen verliert auch das zweite viertelfinale gegen schwerin und zwar mit 2:3 und verpasst damit den einzug ins halbfinale. Srna markovic steht in den sätzen 3, 4 und 5 in der startformation und erzielt 8 punkte (http://live.volleyball-bundesliga.de/2014-15/Women/&2513.pdf). In schweden gewinnt engelholm das erste kvartsfinal gegen gislaved 3:0, sophie wallner spielt durch, macht 3 ess, 6 anfallspoäng und 1 blockpoäng und ist mit diesen 10 poäng zweitbeste scorerin ihrer mannschaft (http://iof3.idrottonline.se/SvenskaVolleybollforbundet/Elitserien/Resultat/?selected=SM-slutspel+Damer).

So, und wie bereits angeküdigt, das beste kommt zum schluss, und das meine ich wirklich so. Ich war am vergangenen freitag zum vom präsidenten des wvv organisierten workshop zum status quo des wiener volleyball eingeladen. Und ich muss sagen, ich war beeindruckt. Ich war beeindruckt von der anzahl der teilnehmenden personen und ich war beeindruckt vom engagement, von den ideen und von der diskussionskultur. A propos diskussionskultur, da fällt mir ein, dass eine ganz wichtige person leider kurzfristig ihre teilnahme an dem workshop absagen musste. Uhpir war leider nicht dabei und das war schade, er hätte sich dort einmal im zuhören üben können. Was da an problemen und an möglichen lösungansätzen von vereinsfunktionärInnen, trainerInnen und anderen am volleyball interessierten aus halle und aus der sandkiste thematisiert wurde, sollte auch für österreichs höchsten volleyballfunktionär von interesse sein. Na nachlesen kann er die wichtigsten dinge unter und unter http://www.volleyball-wien.at, http://workshops.volleyball-wien.at/2015_WVV_Zukunft/. Etwas was uhpir dort nicht nachlesen kann, weil ich das sozusagen als anmerkung in die diskussion eingebracht habe, ist die wichtige frage die sich bezüglich der zukunft der hotvolleys-akademie stellt. Es geht nicht an, dass einem verein, der wegen finanzieller probleme nicht mehr in der 1. bundesliga präsent ist und der zur zeit in der 2. liga mit einer u17 mannschaft mehr schlecht als recht spielt, weiterhin aus öffentlichen geldern eine vereinsgebundene volleyballakademie finanziert wird, während die übrigen wiener vereine finanziell austrocknen. Diese akademie muss schleunigst geöffnet werden, und zwar nicht nur auf lippenbekenntnissen beruhend, sondern tatsächlich, sozusagen mit brief und siegel und der wvv ist aufgerufen in diese richtung tätig zu werden um die in form der hotvolleys akademie vorhandene kritische masse zum wohle und zur weiterentwicklung des wiener volleyballs zu nützen. Beispiele wie eine solche vereinsunabhängige akademie ausschauen soll gibt es genug. Unter http://www.volleyball-internat.de finden sich beispielsweise informationen über das volleyballinternat frankfurt. Zusammenfassend zum workshop kann ich nur sagen, dass es ein guter anfang war, auf einem wahrscheinlich langen und mühsamen weg um dem wiener volleyballsport wieder den stellenwert zu geben, der diesem sport in einer 1.8 millionen einwohnerInnen zählenden stadt entspricht. Und, und das kann man gar nicht stark genug betonen, dieser workshop war auch ein versuch, so erlaube ich mir das zumindestens zu sehen, die diskussion über diesen sport, der uns allen so viel bedeutet, aus den vorstandssitzungen herauszuholen und zu öffnen. Wie gesagt, ein guter anfang war es allemal und jetzt liegt es an uns allen, dran zu bleiben.

  

Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Maria alm, 24.03.2015, 00:43 mez