Dienstag, 16. August 2016

Von einem überraschungsgast und co-kommentator der extraklasse, vom unterschied zwischen dem kegeln und beachvolleyball und von einer ganz und gar unappetitlichen mauschelei

Wien, 15.08.2016, 23:02 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

so jetzt ist es halt ein bisschen spät geworden und schuld sind die olympischen spiele in rio. Na ja eigentlich bin ich ganz allein schuld daran, weil ich auf der suche nach attraktiveren sportarten – also gleich einmal vorab eine entschuldigung an alle athletInnen der nun folgenden sportarten, weil das jetzt halt wirklich sehr subjektiv ist – als wasserspringen, gewichtheben und vielleicht dann auch noch so eine art wasserballett mit nasenklammern und um punkte im radstadion 120 mal im kreis fahren – von orf 1 auf orf sport plus gezappt habe und dort dann in das erste hallenvolleyballspiel der herren hineingekippt bin, das der orf übertragen hat. Und was heißt übertragen, also, die übertragung war ja sekundär, das spiel auch, aber der co-kommentator, der hat mich dann dort festgehalten, sozusagen gefesselt, so dass ich mich gar nicht losreißen konnte von der aufzeichnung des spiels zwischen dem iran und russland, obwohl ich schon das resultat wusste. Der co-kommentator, also der experte war ein experte für eh alles ... ja richtig geraten, er war es wirklich, his master’s voice, nein, falsch, our president’s voice, uhpir. Wahnsinn. Und was er uns allen da alles mitgegeben hat aus seinem unendlichen erfahrungsschatz. Also zum beispiel hat uhpir gemeint, dass aufspieler erst mit 30 jahren das volleyball spiel verstehen. Also er war ja selber einmal aufspieler, da muss das ja wohl aus eigener erfahrung wissen. Na da sind wir ja noch ein paar jahre in der warteschleife, mit unseren aufspielern in der herrennationalmannschaft. Und alex tusch und der spielersprecher im vorstand mit stimmrecht aber ohne eigene e-mail adresse, der lustige max thaller, werden solche aussagen von uhpir sicher zu schätzen wissen. So, zum hallenvolleyball komme ich später noch einmal, aber vorerst geht’s doch noch einmal in die sandkiste.

Uhpir war ja vermutlich eine art überraschungsgast beim orf heute bei der übertragung des obengenannten spiels zwischen dem iran und russland. Vermutlich hätte er ja vorgehabt den beachvolleyballern zuzusehen. Aber sowohl doppler/horst als auch huber/seidl sind im achtelfinale sang- und klanglos ausgeschieden. Die ersteren verloren gegen meine absoluten lieblinge im turnier, gegen die beiden kubaner nivaldo nadhir diaz gomez und sergio reynaldo gonzalez bayard – namen wie aus einem roman von gabriel garcia marquez – 17:21 und 14:21. Und ein paar bosheiten erlaube ich mir hier. Also ich glaube mich zu erinnern, dass für unser top-paar sogar der sand aus der olympischen sandkiste analysiert und kopiert wurde. Nutzen? Null. Und martin plessl, und das is jetzt wirklich keine kritik an der person martin plessl, hat gescoutet was das zeug hält und seine tätigkeit wurde auf http://sport.orf.at/rio2016/stories/2257802/2257805/ auch entsprechend gewürdigt. Aber von den kubanern gab es offensichtlich kein videomaterial, keine analysen. Na wenn ich jetzt ganz böse wäre, so wie der schelm, der mich schon lange nicht mehr gezwickt hat, dann würde ich da doch einen gewissen mangel an professionalität konstatieren. Aber egal, die kubaner haben vermutlich auch kein videomaterial von doppler/horst gehabt, die brauchten das auch gar nicht. Und damit gab es gleiche voraussetzungen, level playing field, wie es bei den anglikanern so schön heißt (http://www.dict.cc/englisch-deutsch/level+playing+field.html). Und auf dem waren dann die kubaner halt einfach um mindestens eine klasse besser als das österreichische top-duo. Auf orf.at war sogar von einem lehrspiel die rede (http://sport.orf.at/rio2016/stories/2258140/2258142/). Na und huber/seidl ist es gegen die us-amerikaner dalhausser/lucena auch nicht besser ergangen. Die verloren noch klarer, nämlich mit 14:21 und 15:21. Und damit bleiben zwei neunte plätze als eher magere bilanz, wobei der bericht über den letzteren neunten platz auf der övv website ungewohnt dürr aber damit passend zur mageren ausbeute ausfällt (http://oevv.volleynet.at/News/0000090855). Fairerweise muss ich allerdings anmerken, dass auch der bericht über die niederlage von doppler/horst gegen die beiden kubaner auch nicht gerade durch die sonst so übliche eloquenz besticht (http://oevv.volleynet.at/News/All/2016/08/0000090849). Na da ist wohl jemand, nein und ich meine jetzt nicht die spieler, sehr enttäuscht gewesen, dass er sich nicht zum retter der österreichischen sportseele aufschwingen konnte zum erlöser aus der medaillenlosen tristesse. Jetzt hofft die ganze nation -also ich verfalle jetzt einmal kurz in den jargon von krone, österreich und heute - auf die segler. Also ich hoffe nicht mit, mir ist das ganze medaillen-getue wurscht, wie schon mehrfach hier geschrieben. Und irgendwie würde ich ganz gerne das gesicht vom winterpeter sehen und seine erklärung hören, wenn es trotz seiner genialen leitung des projekts rio zum zweiten mal hintereinander eine salto nullo bei den olympischen sommerspielen gäbe. Ein bisserl hat er ja schon vorgebaut, der überaus sympathische herr schröcksnadel. Ganz trotzig hat er darauf hingewiesen, dass die spiele ja noch nicht zu enden sind. Wie unter http://www.laola1.at/de/red/sport-mix/olympia-2016/news/schroecksi-verteidigt-athleten/ zu lesen ist, ist österreich laut schröcksnadel ja ausgezeichnet aufgestellt im sommersport, weil da ja etliche ganz junge athletInnen vorbeigeschrammt - das vorbeischrammen ist irgendwie zum wort der olympiaberichterstattung geworden (http://sport.orf.at/rio2016/stories/2257552/2257553/, http://sport.orf.at/rio2016/stories/2258306/, http://sport.orf.at/rio2016/stories/2258395/) - sind an den medaillen und die dann in tokyo in vier jahren aber sowas von abräumen werden, dass die amis und die chinesen jetzt schon panikattacken bekommen. Ah ja und nicht nur auf orf.at wurde geschrammt, nein auch auf der övv website gab es eine schramme (http://oevv.volleynet.at/News/All/2016/08/0000090827).
Also das mit den erfolgen in der zukunft kommt mir ja irgendwie bekannt vor. Ah jetzt fällt es mir ein. Diese strategie wendet doch auch der sommerpeter an, wenn es zum x-ten male nicht geklappt hat mit einer qualifikation der volleyballnationalmannschaft für ein internationales turnier. Und nochmals ah ja,  ah ja zurück zu den seglern als mögliche medaillenbringer bei den olympischen spielen: der segelsport liegt mir als mit eher proletarischen sportarten wie dem fußball sozialisiertem ähnlich am herzen wie das dressurreiten.

A propos junge athletInnen. Bei den u18 beachvolleyballeuropameisterschaften gab es wie in rio auch zwei neunte plätze, und zwar  für die burschen pascariuc/kopschar und für klinger/deisl bei den mädchen (http://www.cev.lu/BeachVolley-Area/BeachVolley_2BOX.aspx?ID=953&mID=1900&sID=&pID=0&chID=0&phaseID=0&champID=0&Mod=, http://www.cev.lu/BeachVolley-Area/BeachVolley_2BOX.aspx?ID=954&mID=1906&sID=&pID=0&chID=0&phaseID=0&champID=0&Mod=). Die peinliche schlagzeile mit dem ausscheiden „erst“ im achtelfinale, die man auf der övv website noch anlässlich der u19 beachvolleyballweltmeisterschaften lesen konnte, hat man sich dieses mal schamhaft verkniffen (http://oevv.volleynet.at/News/All/2016/07/0000090815). Dieses mal heißt es einfach kurz und prägnant „aus im achtelfinale“ ganz ohne erst (http://oevv.volleynet.at/News/0000090854).
Das waren sozusagen alle neune nicht beim kegeln sondern bei den beachern in der vergangenen woche.

Und eine antwort habe ich bekommen auf meine nicht ganz ernst gemeinte e-mail an stefan potyka in der ich um vip-karten für die beachvolleyball-wm 2017 in wien angefragt habe. Und zwar eine ganz ernsthafte und professionell gehaltene antwort sogar. Respekt! Von anderen vorstandsmitgliedern bin ich das ja nicht gewohnt, dass sie auf durchaus ernster gemeinte anfragen reagieren, gell herr spielervertreter. Da warte vermutlich ich bis zum sankt nimmerleinstag. Die antwort von stefan potyka und meine diesmal auch ernst gemeinte antwort auf seine antwort erlaube ich mir hier einzustellen.


Und noch ein schriftstück möchte ich meinen werten leserinnen und meinen werten lesern nicht vorenthalten. Es ist ein kommentar von werner bader, der sich satirisch mit einer weiteren mauschelei im österreichischen volleyball befasst.

Heimlich still und leise wurde aus der sg vca amstetten die sg vca amstetten nö/hotvolleys wie unter http://oevv.volleynet.at/Kader/0-22710 zu lesen ist. Nichts ist über das letzendlich doch unerwartete zustandekommen der von mir bereits totgesagten spielgemeinheit zwischen amstetten und den hotvolleys auf der övv website zu lesen. Ist ja auch wurscht, hat ja niemanden zu interessieren, geht ja niemanden was an, wenn da gemauschelt wird um dem herrn kleinmann zum zweiten mal innerhalb zweier jahre mit der zweiten spielgemeinheit seine wiener volleyballakademie zu retten. So einfach ist das, um zum x-ten male charlie schützenhofer zu zitieren. Wie das jetzt ist mit der landesförderung für amstetten, wie das sein wird mit der dreifachen spielgemeinheit zwischen waidhofen, amstetten und den hotvolleys und dem antreten bei den nachwuchsmeisterschaften ist ja völlig uninteressant. Das werden wir alle schon noch rechtzeitig erfahren. Wie das ist mit dem nennschluss für mannschaften in der bundesliga und mit der bildung einer spielgemeinheit nach (?) diesem nennschluss geht uns alle auch nichts an. Und ob der herr henschke, dafür, dass er sich ein bisserl verbiegen hat müssen, rückgratmäßig, jetzt den leiter der wiener volleyballakadamie machen darf, wissen wir auch noch nicht. Lustig ist das alles nicht, aber ausgesprochen lustig ist, wie werner bader das zustandekommen der spielgemeinheit satirisch aufbereitet.


Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Herr kleinmann, tun sie sich und dem österreichischen volleyballsport etwas gutes und treten sie besser heute als morgen als övv-präsident gemeinsam mit ihren övv-vorstandskollegen zurück, um dem österreichischen volleyballsport einen neuen weg in die zukunft zu öffnen.



Wien, 16.08.2016, 01:42 mez

Dienstag, 9. August 2016

Von b2b gesprächen und sonnenuntergängen über wiens dächern, von allerlei gewöhnlichen und außergewöhnlichen zuschauerInnen und von einer akademie ohne erstligamannschaft

Wien, 08.08.2016, 22:39 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

so, jetzt haben beide herren-beach-duos ihr jeweils zweites gruppenspiel gewonnen, nachdem sowohl doppler/horst als auch huber/seidl ihr erstes gruppenspiel am sonntag ja verloren hatten. Viele zuschauerinnen haben zu diesen ersten gruppenspielen am sonntag nicht ins stadion gefunden, wie man hier sieht.


Mit den zwei siegen schaut es für die zwei paare wieder ein bisschen besser aus, für das erreichen der ko-runde. In einer woche wissen wir schon mehr.

So aber jetzt von ungelegten eiern zu einem bereits gelegten ei. Also da hat doch tatsächlich wien den zuschlag für die beachvolleyball  weltmeisterschaften im jahr 2017 bekommen und da war der betreuer der övv-website aber so was von aufgeregt, dass er gar nicht so recht wusste, was er denn da jetzt schreiben soll.



Aber nach den kleinen hoppalas hat sich der schreiberling dann ziemlich schnell gefangen und unter http://oevv.volleynet.at/News/0000090828 einen sehr aufschlussreichen artikel verfasst, der der der sportinteressierten leserin und dem sportinteressierten leser ganz klar zeigt, was sozusagen sache ist und worum es eigentlich geht bei diesen veranstaltungen. Internationale kulinarische köstlichkeiten wird es geben im „beach village“ und, weil es dann so schön weitergeht in dem bericht, erlaube ich mir nun wörtlich zu zitieren: „Ein großzügiger und exklusiver vip-bereich lädt persönlichkeiten aus politik, wirtschaft und sport ein, um in einer angenehmen, sportlichen atmosphäre b2b-gespräche zu führen.“ Und weiter geht’s: „Sobald die sonne über den dächern wiens untergeht, verwandelt sich die donauinsel in eine partyzone mit allerlei abendveranstaltungen und dem sundowner festival.“ Und beachvolleyball wird da auch noch gespielt? Interessiert das die in b2b-gespräche vertieften persönlichkeiten aus politik, wirtschaft und sport überhaupt noch, wenn sie sich den sonnenuntergang über den dächern wiens geben in vorbereitung auf das sundowner festival? Ich muss ja zugeben, dass ich nicht wusste was b2b bedeutet, als nicht-anglikaner und als im eher proletarisch geprägten16. wiener gemeindebezirk, in ottakring, aufgewachsener ist mir das jetzt ja nicht einmal sehr peinlich. Also laut wikipedia unter https://de.wikipedia.org/wiki/Business-to-business steht b2b für business to business. Also sind b2b gespräche  gespräche zwischen zwei unternehmen. Na ich hoffe nur, dass alle beteiligten dann nach – wie es in dem bericht heißt – „allerlei abendveranstaltungen“ auch noch wissen, wo ihre im b2b gespräch vereinbarte leistung war. Es wird uns ja gerade jetzt wieder vorgeführt, dass das ganz schön unangenehm sein kann, wenn man sich an die eigene leistung nicht mehr so ganz gut erinnern kann.

Ah ja, und uhpir darf natürlich auch noch eine wortspende abgeben und spricht davon, dass die vergabe der wm an wien eine ehre und auszeichnung für uns sei. Also für uns, unsere majestät uhpir, nehme ich einmal an, weil ich mich wie vermutlich viele andere weder geehrt noch ausgezeichnet fühle durch die vergabe der wm an wien.

Aber das, was meiner ansicht wirklich zeigt wie der herr jagerhofer als veranstalter dieser beachvolleyball wm tickt versteckt sich unter http://wien.orf.at/news/stories/2789774/. Da erfährt man, dass 10000 plätzen für die gemeinen – also jetzt nicht im sinn von böse sondern im sinn von gewöhnlich - zuschauerInnen 2200 plätze im vip-bereich gegenüber stehen. Also verzeihung, aber da kommt mir das kotzen. Da fällt mir wirklich nichts mehr dazu ein. Na ja, stimmt nicht ganz, ein bisschen was ist mir dazu eingefallen und das habe ich in form einer e-mail an uhvp, also den uhvp für beachvolleyball geschrieben.


Im standard gibt es unter http://derstandard.at/2000042488907/Beachvolleyball-WM-findet-2017-in-Wien-statt?ref=rec auch einen bericht über die beach-wm in wien. Dass ich mit meinem brechreiz nicht alleine dastehe, zeigen gar nicht so wenige kommentare zu diesem artikel.

Ah ja und zum thema fortbestehen des klagenfurter fivb turniers gibt es auch etwas neues und etwas altes. Das neue ist, dass ein tourismusforscher unter http://kaernten.orf.at/news/stories/2789909/ etwas sehr naheliegendes vorschlägt, nämlich, genauso wie stefan krejci in seinem kommentar zu meinem letztwöchigen eintrag, eintritt zu verlangen um die fehlenden subventionen zu kompensieren. Und die beigeschlossene umfrage spricht auch eine mehr als deutliche sprache.


Das alte ist, dass die fpö – so wie schon letzte woche -  das klagenfurter beachvolleyballturnier weiterhin zum  anlass nimmt um ihr politisches süppchen aufzukochen. Und als draufgabe hab’ ich noch diesen link zu einem wunderbaren beitrag bekommen, der uns allen ganz drastisch vor augen führt, wie die armen promis um ihr lieblingsevent, ja so steht das wirklich dort, also um das klagenfurter beachturnier fürchten. Unter http://www.kleinezeitung.at/sport/sommersport/ballsport/beachvolleyball/5060352/Beachvolleyball_Promis-furchten-um-ihr-LieblingsEvent kann man mit ein paar prominenteren und ein paar weniger prominenten mitfühlen.

So, jetzt bin ich ein wenig sprunghaft und ich komme aus gegebenem anlass zum doping, und zwar zum doping im beachvolleyball. Irgendwie gibt es ja seltsame zufälle: da habe ich doch vor zwei wochen, meinen lange zurückliegenden e-mail austausch mit dem herrn kommerzialrat zum thema doping in meinen blog gestellt (http://johnny-meinblock.blogspot.co.at/2016/07/vom-kleinen-aber-feinen-unterschied.html). Damals hat mich der herr kommerzialrat der unwissenheit geziehen, weil seiner meinung nach in ballsportarten doping nichts bringe. Und dann fliegt eine prominente idalenische beachvolleyballerin, victoria orsi-toth, wegen dopings auf und aus dem idalenischen aufgebot für rio (http://sport.orf.at//stories/2257301/). Na, das ist aber unschön, und wird daher natürlich auf der övv-website in keinster weise erwähnt.

So und um meine negative energie dazu zu verwenden, voll auf die euphoriebremse rund um die olympischen spiele zu treten habe ich hier eine lese- und eine anschauempfehlungen für meine werten leserinnen und meine werten leser. Und ich bin wahrlich nicht der einzige randvoll mit negativer energie abgefüllte. Nein, diese beiden links stammen nicht von mir, sondern von zwei treuen lesern. Unter http://www.arte.tv/guide/de/061671-000-A/die-spur-der-weissen-elefanten?autoplay=1 kann man sich anschauen, wer aus den olympischen spielen gewinn zieht, und wer zu den verlierern zählt, wenn eine stadt den zuschlag bekommt, olympische spiele auszutragen. Und unter http://diepresse.com/home/5063447/Dabeisein-ist-alles_Die-Illusion-eines-Sportfestes kann man kritisches zum sportspektakel olympische spielen lesen, von der zunehmenden kommerzialsierung, vom absahnen des ioc, von zu vielen funktionären (aber geh), vom vorschieben des leistungssports als rettung unserer bewegungsarmen kinder (na auch das kommt mir bekannt vor) und von der im häufigeren vergabe der olympischen spiele an diktatorische oder autokratische staaten. So und zusammenfassend noch einmal mein ganz klares bekenntnis: es geht mir tatsächlich aber sowas von am dings vorbei, ob wir – um die jetzt ja in den medien so verbreitete diktion zu übernehmen – zehn oder fünf oder doch eher gar keine medaille in rio machen. Die medaille bringt nur dem sportler und der sportlerin etwas, der bzw. die sie gewinnt, nämlich sicherlich persönliche befriedigung für all die aufgewendete zeit und die aufgewendeten mittel und natürlich auch anerkennung und status, die sich dann auch finanziell auswerten lassen. Für uns, also uns alle, die wir die medaillen „gemacht“ haben, bringen sie gar nichts, auch wenn uns das der herr kommerzialrat weiszumachen versucht.
Ah ja, und ein junger leser hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass uhpir offenbar auch fünfte plätze als medaillenränge zählt wie man hier nachlesen kann. Unter den 22 medaillen waren nämlich nach der rechnung von uhpir auch drei fünfte plätze bei olympischen spielen.


So, und obwohl es noch einige zeit dauert bis die hallensaison wieder beginnt, gibt es schon diverse anzeichen dafür. Und die schauen ganz schön unterschiedlich aus. Unter http://www.volleyball-bundesliga.de/cms/home/1blm/1blm_clubsspieler/1blm_transfers.xhtml und unter http://www.volleyball-bundesliga.de/cms/home/1blm/1blm_clubsspieler/1blf_transfers.xhtml kann man sich in einer sogenannten wechselbörse genau darüber informieren welcher spieler bzw. welche spielerin bei welchem verein bleibt bzw. zu welchem verein in der deutschen volleyballbundesliga wechselt. Unter http://oevv.volleynet.at/Inhalt/267 und http://oevv.volleynet.at/Inhalt/266 wartet man beim övv geduldig auf sachdienliche hinweise über transferbewegungen.

So und ganz zum schluss noch etwas zum thema nachwuchsarbeit. In den beiden tabellen habe ich die meister aus dem weiblichen und aus dem männlichen bereich für alle nachwuchsklassen seit der saison 2012/2013 zusammengefasst. Eine tendenz von rechts oben nach links unten zeigt, wie bei den mädchen aus eisenerz/trofaiach, dass dort offenbar seit der saison 2012/2103 kontinuierlich und gut mit einem oder sogar zwei offensichtlich sehr talentierten jahrgängen von nachwuchspielerinnen gearbeitet wird.  Nicht so ausgeprägt aber doch noch erkennbar ist eine ähnliche tendenz bei den mädchen von sokol. Bei den burschen schaut es eher schlecht aus mit kontinuierlicher aufbauarbeit. Einzig bei amstetten ist ein ansatz von kontinuität erkennbar.



A propos amstetten. Also mich würde es schon brennend interessieren, was jetzt aus dieser angedachten spielgemeinheit mit den hotvolleys geworden ist. Offenbar nichts konkretes. Was wiederum die frage aufwirft, wieso die hotvolleys weiterhin die hand auf der wiener volleyballakademie haben, obwohl sie keine erstligamannschaft stellen. Und ja, der herr spielervetreter mit stimmrecht im vorstand, aber ohne eigene e-mail adresse, der aufgeweckte max thaller hat nicht auf meine ganz ernst gemeinte anfrage geantwortet. Na gesprächsveweigerung ist halt auch eine strategie, die den verantwortlichen im övv nicht ganz unbekannt ist.


Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Herr kleinmann, tun sie sich und dem österreichischen volleyballsport etwas gutes und treten sie besser heute als morgen als övv-präsident gemeinsam mit ihren övv-vorstandskollegen zurück, um dem österreichischen volleyballsport einen neuen weg in die zukunft zu öffnen.



Wien, 10.08.2016, 01:11 mez

Dienstag, 2. August 2016

Von einem präsidialen abschleppdienst, von einer eher frühen endstation und von frauenrechten und dünnem eis

Wien, 01.08.2016, 22:32 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

so, heute wird es wieder eher sandig zugehen in diesem eintrag, weil ich mich ja gebührend mit dem event, also mit dieser veranstaltung da in klagenfurt auseinandersetzen muss Also sportlich war das ja nicht the yellow from the egg um einmal zur abwechslung den marcel hirscher zu zitieren (https://www.youtube.com/watch?v=8eFGEFmsAWM). Trotz der brennenden vorfreude und der großen ankündigungen im vorfeld blieben mit einer ausnahme nur enttäuschungen für die österreichischen teilnehmerInnen (http://oevv.volleynet.at/News/All/2016/07/0000090804, http://oevv.volleynet.at/News/All/2016/07/0000090805). Bei den damen gab es für drei paare im hauptbewerb in insgesamt neun spielen einen sieg und insgesamt acht niederlagen und 3 – in worten drei – gewonnene sätze. Diese gingen so wie der einzige sieg auf das konto des duos schützenhöfer/plesiutschnig, die trotzdem in der gruppenphase ausschieden. Schwaiger/hansel und strauss/strauss schieden mit null siegen und null gewonnenen sätzen ebenfalls in der gruppenphase aus (http://worldtour.2016.fivb.com/en/wkla2016/women/results/maindraw). In der ersten runde der quali erwischte es ebenfalls ohne satzgewinn sowohl rimser/almer als auch dörfler/radl, teufl zass überstanden die erste runde der quali, verloren dann aber in der zweiten (http://worldtour.2016.fivb.com/en/wkla2016/women/results/maindraw). Bei den damen lautet die ernüchternde bilanz damit zwei siege in 13 spielen. Und dass – wie hier bereits vorhergesagt – barbara hansel ihre karriere beendet passt irgendwie zum eher traurigen zustand des österreichischen damenbeachvolleyballs (http://sport.orf.at/stories/2256967/). Von erfolgen, wie sie die schweizerinnen im moment feiern, zweiter, dritter und fünfter platz in klagenfurt, können die verantwortlichen in österreich im moment nur träumen (http://worldtour.2016.fivb.com/en/318/women/standings).
Nur unwesentlich besser als bei den damen sah es bei den herren aus. Die olympiateilnehmer doppler/horst verloren ihre drei gruppenspiele und schieden damit in der gruppenphase aus, das zweite paar, das österreich bei den olympischen spielen vertritt, huber/seidl, überstand die gruppenphase nur dadurch, dass sie durch die aufgabe ihrer gegner kadziola/szalankiewicz wenigsten einen sieg erringen konnten. In der ersten ko-runde war dann endstation, die späteren sieger samoiolovs/smedins schossen die beiden österreicher mit 21:15 und 21:11(!) vom center court (http://worldtour.2016.fivb.com/en/mkla2016/men/results/maindraw). Zu übertriebenem optimismus für rio sehe ich nach diesen leistungen der beiden österreichischen paare keinen grund. Kunert/dressler blieben ebenfalls ohne sieg bereits in der gruppenphase hängen (http://worldtour.2016.fivb.com/en/mkla2016/men/results/maindraw). Die einzige positive überraschung boten ermacora/pristauz-telsnigg. Die beiden jungen österreicher kämpften sich aus der qualifikation bis in die erste ko-runde, wo sie gegen die brasilianer ricardo/andre knapp unterlagen (http://worldtour.2016.fivb.com/en/mkla2016/men/results/maindraw#anchorI). Die beiden markierten auch die einzigen – nämlich drei - tatsächlich erspielten siege in der quali und im hauptbewerb für ein österreichisches paar. Für müllner/petutschnig war bereits in der ersten qualirunde endstation und eglseer/schnetzer verloren in der ersten qualirunde gegen ermacora/pristauz-telsnig (http://worldtour.2016.fivb.com/en/mkla2016/men/results/qualifications). Das heißt bei den herren gab es in 17 spielen 4 siege, einen davon durch verletzungsbedingte aufgabe der gegner. Na servas. Also, dass da uhpir lieber über die wirtschaftlichen und sozialpolitischen ...äh ja was wären die denn... gründe für die weiterführung des turniers in klagenfurt schwadroniert, ist verständlich (http://oevv.volleynet.at/News/0000090819). Na, das war jetzt wegen der pointe ein bisserl unscharf von mir, natürlich führt uhpir auch die 21 medaillen, die österreichische beachvolleyballerInnen bei internationalen bewerben – welche verschweigt uhpir leider und mir ist es zu blöd mitten in der nacht erbsen ...äh... medaillen zu zählen – gewonnen haben an (http://oevv.volleynet.at/News/0000090819). Ah ja und die geballte ladung an wirtschaftskompetenz bringt er auch wieder ins spiel der herr kleinmann. Um 70 millionen euro seien – natürlich nur weil es das klagenfurter beachvolleyballturnier gab – beachvolleyballplätze in ganz österreich gebaut worden was dem staat 14 millionen euro an ust gebracht haben soll. Irgendwie hab’ ich ja erwartet das die vielen bladen kinder, die nicht auf einem bein hüpfen können, auch noch als testimonials herhalten müssen für die forderung nach förderung des klagenfurter turniers. 5000 kinder – ob da jetzt auch ein paar blade dabei sind verröt uns uhpir nicht - spielen jährlich beim schulcup, angeblich weil sie ihren „heroes“ – wie die anglikaner unter uns und auch uhpir, sagen – nacheifern wollen. All das kann man in einer pressseaussendung von sportlive lesen.



Lange dürfte die begeisterung für volleyball bei den 5000 kindern und die vorbildfunktion der heroes allerdings nicht anhalten, denn von den 5000 kindern finden dann offenbar nicht sehr viele - zumindest in wien - den weg in die volleyballhallen, sonst müsste der erbärmliche zustand des nachwuchshallenvolleyballs im männlichen bereich in der bundeshauptstadt ja längst beendet sein.
Einen wahren medientsunami hat uhpir versucht zu entfesseln von der presse über den kurier, bis zu laola. (http://www.laola1.at/de/red/sport-mix/beachvolleyball/klagenfurt/kleinmann-zukunft-klagenfurt/, http://kurier.at/sport/beachvolleyball-in-klagenfurt-wird-wieder-gebaggert/211.963.645, http://www.laola1.at/de/red/sport-mix/beachvolleyball/klagenfurt/kleinmann-klagenfurt-wert/, http://diepresse.com/home/sport/mehrsport/5060961/Beachvolleyball_KlagenfurtMajor-vor-ungewisser-Zukunft) Und vermutlich wegen der wirtschaftskompetenz von uhpir werden seine aussagen sogar im börse-express zitiert (http://www.boerse-express.com/pages/2818259). Sogar in den seitenblicken wurde am montag abend werbung für das klagenfurter turnier gemacht und am sonntag durfte uhpir sogar live auf orf sport plus seine sicht der dinge kundtun. Blöd nur, dass parallel der formel 1 grandprix auf orf 1 übertragen wurde und vermutlich nur eine minderheit an hartgesottenen beachvolleyballfans die botschaft von uhpir hörte.
Also mein persönlicher lieblingsbeitrag zum thema kommt aus einem klagenfurter bezirksblatt. Unter http://www.meinbezirk.at/klagenfurt/sport/die-sandkastenspiele-sind-wieder-eroeffnet-d1813104.html?cp=Kurationsbox wird aus dem herrn kleinmann am ende ein herr kleinmeier - eine freudsche fehlleistung der sonderklasse.
Nichtsdestotrotz möchte ich hier nochmals zusammenfassen: in zeiten, in denen das bundesland kärnten mit gröbsten finanziellen problemen kämpft ist die forderung nach öffentlicher förderung für eine angeblich so erfolgreiche veranstaltung in millionenhöhe geradezu obszön. Und die argumentation von uhpir, dass die politiker nicht investitionen mit kosten verwechseln sollen, wörtlich sagt uhpir laut http://www.laola1.at/de/red/sport-mix/beachvolleyball/klagenfurt/kleinmann-zukunft-klagenfurt/ sogar "die verantwortlichen leute, die sich hier mit der zukunft des turniers spielen, müssen lernen, zwischen investitionen und kosten zu unterscheiden", ist für jemanden, der jahrelang – na sagen wir es vorsichtig – von der wiener lokalpolidig nicht gerade stiefmütterlich behandelt wurde, mehr als unpassend um nicht zu sagen geradezu präpotent. Ah ja, und wie gut sich uhpir mit kosten und investitionen und so auskennt, konnte man ja am durch finanzierungsprobleme verursachten abstieg seiner hotvolleys ins sportliche nirwana gut verfolgen. Und schnell noch etwas zur von uhpir vorgebrachten verwechslung von investitionen mit kosten: also ich bin ja bei weitem nicht so ein großer wirtschaftsexperte wie uhpir, aber irgendwo glaube ich mich zu erinnern, dass da vor nicht allzu langer zeit ein paar ziemlich große investitionen weltweit und ein paar nicht ganz so große aber immerhin noch ausreichend große gerade auch in kärnten ziemlich arg ins hoserl gegangen sind und zwar so arg, dass wir alle miteinander noch einige zeit die kosten dafür tragen werden müssen; und ich wollte ja nicht unbedingt mit dem linken argument, dass - wie sehr oft in solchen situationen – die gewinne sehr schnell privatisiert worden sind und die verluste sozialisiert wurden, daher kommen, aber irgendwie bietet sich das hier an. Und noch etwas geht mir bei einigen dieser pressemeldungen ungeheuer auf die nerven: die wortwahl und der stil von uhpir. Na das ist jetzt wenig überraschend werden einige meiner geschätzten leserinnen und einige meiner geschätzten leser jetzt denken. Aber trotzdem gestatte ich mir ein wenig näher darauf einzugehen. Unter http://www.laola1.at/de/red/sport-mix/beachvolleyball/klagenfurt/kleinmann-zukunft-klagenfurt/ sagt uhpir, und ich zitiere aus dem bericht: „Der finanzielle gewinn für kärnten ist enorm. Ich bin jetzt das 21. mal am wörthersee auf urlaub. Ohne beachvolleyball wäre ich nicht ein mal hier gewesen. Und heuer habe ich 48 personen im schlepptau, die hier geld lassen.“ Bumsti! Also 48 personen hat er im schlepptau, uhpir. Und die lassen geld in kärnten. Und 21 mal war er schon am wörthersee, nur wegen des beachvolleyballturniers. Na liebe kärntnerInnen, seid froh, dass es das beachturnier gab, sonst hätte euch der herr kleinmann nicht besucht, am wörthersee. Also irgendwie würde ich ja auch  – so wie werner bader in seinem kommentar zu meinem letztwöchigen eintrag – nur zu gerne wissen, wer die 48 geldausgeber sind, die der herr kleinmann da im schlepptau hatte. Vielleicht sind ein paar davon auf diesem foto?


Also ich würde mich dagegen verwehren von uhpir abgeschleppt zu werden, das hat so was – na wie sag’ ich das jetzt richtig – erniedrigendes an sich. Ich kann selber gehen, ich brauch’ keinen abschleppdienst, und schon gar nicht den von uhpir. Ah ja und ich brauch’ auch keinen platzsprecher, der mir sagt, wann ich aufstehen soll, wann ich klatschen, singen oder meine hände heben soll. Ich bin auf  dem sportklubplatz in dornbach im 17. wiener gemeindebezirk, hernals, sozialisiert worden, was das benehmen bei sportereignissen angeht. Dort hab’ ich gelernt meine emotionen, und die hab’ ich tatsächlich bei sportereignissen, selbstständig zu zeigen und auszuleben. Und deswegen geh’ ich noch heute zum derby of love zwischen dem wiener sportklub und der vienna. Ah ja, beim klagenfurter beachvolleyball war ich noch nie, aber in kärnten war ich schon sehr oft. Ich habe nicht mitgezählt, aber zweistellig werden meine aufenthalte schon sein. Und geld hab’ ich auch dort gelassen, weil dort wo ich war, musste ich für meine verpflegung aus ermangelung eines vip-bereichs mit gratis buffet selbst aufkommen. Aber dafür hab’ ich auch die vielen schönen und wichtigen seitenblicke-promis, schick und mick vom wörthersee, nicht kennenlernen dürfen. Das macht mich aber jetzt nicht wirklich traurig, weil ich mir ziemlich sicher bin, dass ich da nichts versäumt habe.

Ah ja und  noch eine putzige meldung gibt es auf der övv-website zum thema beachvolleyball. Da steht doch unter http://oevv.volleynet.at/News/0000090815 zum abschneiden der österreichischen teilnehmerInnen an der u19 wm im beachvolleyball: erst im achtelfinale war endstation. Bitte da hat jemand das rufzeichen vergessen. Weil wahnsinn, aber echt auch. Bist du denn deppert. Also im ernst. Erst. Im. Achtelfinale. War. Endstation. Also von jeweils 32 teilnehmenden paaren haben es die burschen kindl/ochaya und die mädchen kiss/deisl in die runde der letzten sechzehn geschafft. Warum muss das denn alles immer so großkotzig daherkommen? Auf wessen mist wachsen solche meldungen? Äh, das war jetzt eine rhetorische frage. Wichtig machen statt wichtig sein scheint das prinzip dahinter zu sein. Sympathisch ist das nicht aber dafür so durchschaubar.

So aber jetzt kurz in die halle. Also vom sonst so aufgeweckten spielersprecher mit stimmrecht im övv-vorstand aber ohne eigene e-mail-adresse, max thaller, habe ich bis jetzt keine antwort auf meine als e-mail geschickte durchaus ernst gemeinte anfrage zur problematik des verschwindens der vereine aus wien und aus dem wiener umfeld aus den ersten beiden volleyballligen der herren bekommen. Na vielleicht war der gute max thaller in klagenfurt und hatte keine zeit eine antwort zu verfassen oder die e-mail wurde ihm nicht weitergeleitet oder – und das ist jetzt wieder so eine böswillige unterstellung von mir – er muss in solch heiklen angelegenheiten zuerst mit uhpir absprechen ob und wenn ja wie er denn da antworten soll. Na ich bin schon einmal sehr gespannt auf die weiteren aktivitäten des herrn spielervetreters mit stimmrecht im övv-vorstand aber ohne eigene e-mail-adresse.

So und das heikelste hab’ ich mir für den schluss aufgehoben. Da hat die österreichische nationalmannschaft der damen zwei testspiele gegen das damennationalteam des iran ausgetragen wie man unter http://oevv.volleynet.at/News/0000090817 lesen kann, von denen eines 3:0 gewonnen und eines 2:3 verloren wurde. Fein. Soll so sein. Aber war da nicht was? Hat sich da nicht vor nicht allzu langer zeit unser oberster frauenversteher uhpir für die frauenrechte im iran stark gemacht? Der fall von ghoncheh ghavami, die verhaftet wurde, weil sie ein spiel des iranischen herrenationalteams im iran besuchen wollte hat uhpir damals sehr erregt, wenn ich mich recht erinnere (https://www.theguardian.com/world/2015/apr/02/british-iranian-goncheh-ghavami-jailed-volleyball-game-charges-dropped-iran, http://johnny-meinblock.blogspot.co.at/2014/11/von-einem-prasidialen-foto-fur-die.html, http://www.laola1.at/de/red/archiv/redaktion/sport-mix/volleyball/sonstiges/ghoncheh-ghavami-iran-vs-kleinmann/?fb_action_ids=739386602777214&fb_action_types=og.likes&fb_ref=.VGNdksei5Zg.like&fb_source=feed_opengraph&action_object_map=%257B%2522739386602777214%2522%253A820445477975534%257D&action_type_map=%257B%2522739386602777214%2522%253A%2522og.likes%2522%257D&action_ref_map=%257B%2522739386602777214%2522%253A%2522.VGNdksei5Zg.like%2522%257D). Irgendwann standen ja sogar ein boykottmaßnahmen im raum. Und jetzt? Alles vergessen und vergeben.

So und jetzt wird das eis noch dünner, auf dem ich mich bewege. Und der anlass dazu sind zwei fotos.



Als politisch links denkender mensch goutiere ich weder das eine, noch das andere foto, weil beide bilder in meinen augen frauenrechte auf das gröbste verletzten. Da sind auf der einen seite die mitglieder der iranischen frauennationalmannschaft, die sich, weil es die mullahs so wollen, auch bei der ausübung ihres sports verhüllen müssen, damit die männer, die ihnen beim volleyballspielen zusehen, ihre hormone unter kontrolle haben. Und nein uhtztt, bitte den mahnenden zeigefinger stecken lassen, nein, ich verwehre mich auf das schärfste gegen applaus von der falschen seite, von hc und seiner fpö, von irgendwelchen idiotären und selbsternannten patridioten, denen frauenrechte nur dann wichtig sind, wenn  sie sich für fremdenfeindliche agitation verwenden lassen. Besonders pikant finde ich ja, dass diese volleyballspielerinnen ihren männlichen kollegen nicht beim spielen zusehen dürfen, weil die mit kurzen hosen und daher nackten beinen spielen. Warum nicht auch lange hosen für die männer? Oder um zum zweiten bild überzuleiten männliche cheerleader im von borat populär gemachten monokini für den mann. Also damit zum zweiten bild. Warum müssen frauen im bikini die wasserspritzen am klagenfurter center court bedienen? Warum müssen die spielerinnen bei fivb turnieren in bikiniähnlicher spielkleidung, bei der die stegbreite der höschen einen maximalwert hat, antreten und dürfen nicht, so wie die männer, in shorts und t-shirts spielen? Damit die männer was zum schauen haben, fürs männliche auge sozusagen? Die eine wie die andere kleidervorschrift ist offenbar von männern und für männer gemacht und obwohl um 180 grad auseinanderliegend, gleichartig degradierend für die betroffenen frauen.

Ah ja, a propos fpö: die kocht jetzt auch schon ihr politisches süppchen mit dem klagenfurter beachvolleyballturnier wie man unter http://www.österreich.at/politik/FPOe-Klagenfurt-nimmt-Stadt-und-Land-in-Pflicht/245323870 lesen kann. Na fein.    



Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Herr kleinmann, tun sie sich und dem österreichischen volleyballsport etwas gutes und treten sie besser heute als morgen als övv-präsident gemeinsam mit ihren övv-vorstandskollegen zurück, um dem österreichischen volleyballsport einen neuen weg in die zukunft zu öffnen.



Wien, 02.08.2016, 02:03 mez