Dienstag, 21. Juni 2016

Von quakenden fröschen und pfeifenden spatzen, von einem enthusiasmierten präsidenten und von den wahren gründen hinter einer spielgemeinheit

Pietracorbara, 20.06.2016, 23:01 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

na gut, das letzte fußballspiel für heute bei der em in frankreich ist beendet und damit komme ich zur marginalie, zum österreichischen volleyball und seinen verantwortlichen akteurInnen. So hatte ich meinen eintrag letzte woche begonnen, und, nein werte leserinnen und werte leser, keine angst, der rest des folgenden eintrags wird sich doch ein wenig von letzter woche unterscheiden. Aber auch das gequake der frösche spielt wieder eine rolle in meinem dieswöchigen eintrag. Die quaken das in ihren teichen, was in wien die spatzen von den dächern pfeifen. Die quaken „sensationeller erfolg, das österreichische herrennationalteam erreicht erstmals das final four der european league“. So, und gleich eines vorweg, das was ich mir erlauben werde über diesen erfolg zu schreiben richtet sich nicht gegen die spieler, die haben ihre sache sicher gut gemacht und ihr bestes gegeben, dazu gratuliere ich ihnen auch ganz aufrichtig. Das was ich mir erlaube zu kritisieren, und zwar auf das heftigste, ist wie dieser einzug ins final four der european league unter http://www.volleynet.at/News/0000090725 verkauft wird. Ganz besonders tut sich da ja wie gewohnt uhpir hervor. Ich habe vor beginn der diesjährigen european league, die heuer nicht einmal mehr die bezeichnung holli-knolli ferienliga verdient in einem meiner einträge geschrieben, dass das nicht erreichen des final four in dieser kaschperliga ein sofortiger rücktrittsgrund für uhtztt wäre, weil die voraussetzungen sich für das finalturnier zu qualifizieren noch nie so einfach waren wie heuer. Heuer hatten sich offenbar neben dem gastgeber des finalturniers bulgarien, der mit seiner zweiten garnitur antritt, überhaupt nur noch drei weitere teams bereit gefunden in dieser rumpfliga zu spielen. Damit man überhaupt eine liga zusammengebracht hat durften zwei vertreter der sogenannten small countires mitmachen, als lückenfüller sozusagen, nämlich albanien und luxemburg, zur zeit auf weltranglistenposition 121 und 79 (http://www.fivb.org/en/volleyball/VB_Ranking_M_2015-10.asp). Und dann hat man in dieser kaschperliga zweimal luxemburg besiegt, gegen die hatte man übrigens schon in der ersten runde der europameisterschaftsquali gewonnen, darauf komme ich dann auch noch zurück, und zweimal gegen weißrussland, die aktuelle nummer 52 der welt, gewonnen und gegen das von uhpir so bezeichnete spitzenteam estland, die nummer 45 der welt, zweimal verloren (http://www.fivb.org/en/volleyball/VB_Ranking_M_2015-10.asp). Ah ja und für die zweite runde der europameisterschaftsquali haben wir uns auch qualifiziert vergisst ein geradezu euphorischer uhpir unter http://www.volleynet.at/News/0000090725 nicht zu erwähnen. Was er allerdings vergisst, unser enthusiasmierter herr kleinmann, ist, dass wir diese spiele gegen die volleyballgroßmächte moldawien, litauen und luxemburg nur deswegen bestreiten durften, weil unser ranking unter dem didi constantini des österreichischen volleyball so mies geworden ist, dass wir nicht, wie das noch bei der quali für die europameisterschaft 2015 der fall war, erst in der zweiten qualiphase einsteigen durften. Ah ja und das kaffee-turnier in ungarn, das hat die natioanlmannschaft ja auch gewonnen, gegen große volleyballnationen wie ungarn und schweden und eine nachwuchsmannschaft aus bulgarien. Und das alles verbreitet uhpir auf der övv website. Ist dem guten herrn kleinmann nicht klar, dass diese website von leuten gelesen wird, die sich vielleicht doch ein wenig mit volleyball auskennen? Kann man sich nicht freuen und gleichzeitig auf dem boden bleiben? Muss man sich derartig aufplustern um aufmerksamkeit auf sich zu lenken? Ich denke, genau dort liegt das problem von uhpir. In den zeiten als die sponsorgelder reichlich flossen und uhpir, damals auch noch hhvm, sich eine legionärstruppe halten konnte, interessierte ihn das nationalteam wenig, da waren die hotvolleys sein vehikel um sich aufmersamkeit in der österreichischen sportöffentlichkeit zu verschaffen. Als es dann mit den hotties bergab ging, entdeckte uhpir plötzlich, nicht unbedingt in dieser reihenfolge, seine liebe zum beachvolleyball, seine sorge um die bladen kinder in österreich und die entrechteten frauen im iran und seine begeisterung für die herrennationalmannschaft. Die reihenfolge spielt deshalb keinen rolle, weil die inhalte austauschbar sind; sie müssen nur einen zweck erfüllen, sie müssen uhpir ermöglichen sein bedürfnis nach selbstdarstellung ausgiebig auszuleben.

A propos frauenrechte und so: wieso spielt eigentlich die damnennationalmannschaft nicht in der european league mit, wo sie doch jetzt von einer so tollen neuen trainerin betreut wird?

Und a propos beachvolleyball. Na da geht’s mit den nicht so großartigen leistungen weiter. Im nachwuchsbereich waren zwei neunte plätze bei den u20 europameisterschaften das höchste der gefühle (http://oevv.volleynet.at/News/0000090720, http://www.cev.lu/BeachVolley-Area/BeachVolley_2BOX.aspx?ID=955&mID=1974&sID=&pID=0&chID=0&phaseID=0&champID=0&Mod=, http://www.cev.lu/BeachVolley-Area/BeachVolley_2BOX.aspx?ID=956&mID=1980&sID=&pID=0&chID=0&phaseID=0&champID=0&Mod=). Und bei den herren suchen doppler/horst weiterhin vergeblich nach ihrer form. Ein siebzehnter platz beim grand slam in olsztyn lässt für rio nichts gutes erwarten (http://oevv.volleynet.at/News/0000090716, http://worldtour.2016.fivb.com/en/325). Na da wird’s wohl eher nur ein touristischer funktionärsausflug nach rio werden, für den wiedergewählten uhpir, ohne die großsprecherisch angekündigten medaillen betatschen zu dürfen. Aber rio bietet schon so seine attraktionen, abseits vom sport, zuckerhut, corcovado und copa cabana sind schon eine reise wert. Und kleidungsmäßig ausgestattet wird man ja auch noch dazu so als ganz offizieller funktionär, nehme ich einmal an. Und wer kommt eigentlich für die reisekosten von uhpir auf? Der övv, dass öoc, das sportministerium, oder der betreffende funktionär in eigenregie? Also das würde mich wirklich interessieren, wenn da eine meiner gewöhnlich gut informierten leserinnen oder einer meiner gewöhnlich gut informierten leser genaueres dazu wüsste.

So, und bevor die frösche so wie letzte woche in den schlaf quaken muss ich schon noch eines los werden. Diese offenbar schon vereinbarte spielgemeinheit zwischen amstetten und den hotvolleys verkommt bereits bevor sie offiziell auf der övv website angekündigt wird zur farce. Unter http://oevv.volleynet.at/News/0000090723 darf man lesen, dass marvin kellner, diesmal stimmt  im gegensatz zum kroneartikel unter http://johnny-meinblock.blogspot.co.at/2016/06/vom-zuendegehen-einer-echt-ganz.html der vorname, dafür ist der nachname falsch geschrieben, von den hotties zu amstetten wechselt. Übrigens soll er, der im kroneartikel noch als talentierte annahme- und mittespieler (sic!) vorgestellte wurde, jetzt als diagonalspieler zum einsatz kommen. Na gut, soll sein, universaltalent halt. Aber der wechsel von den hotties zu amstetten? Äh? Jetzt kenn ich mich nicht mehr aus. Ich dachte da gibt es jetzt eine spielgemeinheit zwischen den beiden vereinen, da muss doch der spieler den verein nicht wechseln. Und wo sind die anderen spieler, die die werte frau schützenhofer laut ihrer e-mail, durch die spielgemeinheit die sinnvoll entwickeln und an die erste bundesliga heranführen wollte (http://johnny-meinblock.blogspot.co.at/2016/05/vom-ganz-unterschiedlichen-umgang-mit.html)? Ich denke kandidaten gab es wohl. Und mir fallen da gleich einmal zwei ein, nämlich stefan kamenica und edin ibrahimovic von den hotvolleys, die bereits im letzten jahr in der spielgemeinschaftsmannschaft su bisamberg/hotvolleys in der ersten bundesliga zum einsatz kamen. Aber stefan kamenica ist, so wie auch sein bruder aleks ein intelligenter bursche, dem seine ausbildung wichtiger ist, als bei irgendwelchen planspielen und mauscheleien irgendwelcher selbsternannter funktionärsgrößen mitzumachen. Und der gute edin ibrahimovic schließt offenbar auch klugerweise lieber zuerst die schule ab, als nach amstetten zu gehen. So, und was bleibt jetzt genau noch als grundlage der spielgemeinheit zwischen amstetten und den hotvolleys? Ein achtzehnjähriger nachwuchsspieler, der offenbar bereit ist in amstetten auf der bank zu sitzen. Und sonst? Ah ja der herr kleinmann behält für seine hotvolleys einen erstligaplatz und damit seinen einfluss auf die wiener volleyballlakademie und der sportdirektor der amstettner, micha henschke, wird leiter derselben. So einfach ist das, um mein lieblingszitat von charlie schützenhofer aus oben erwähnter e-mail zu verwenden. So einfach ist volleyball in österreich und so schäbig, wenn sich die richtigen finden.

Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Herr kleinmann, tun sie sich und dem österreichischen volleyballsport etwas gutes und treten sie besser heute als morgen als övv-präsident gemeinsam mit ihren övv-vorstandskollegen zurück, um dem österreichischen volleyballsport einen neuen weg in die zukunft zu öffnen.



Pietracorbara, 21.06.2016, 00:54 mez

Dienstag, 14. Juni 2016

Von der zukunft des österreichischen volleyballsports und von der des finnischen, vom abhandenkommen der cev-gala und vom schweigen darüber

Pietracorbara, 13.06.2016, 22:58 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

na gut, das letzte fußballspiel für heute bei der em in frankreich ist beendet und damit komme ich zur marginalie, zum österreichischen volleyball und seinen verantwortlichen akteurInnen. Viel erfreuliches gibt es nicht zu berichten diese woche und weil ich mich – wie im letzten jahr und auch im vorletzten jahr jeweils um diese zeit wieder in der korsischen einschicht im urlaub befinde werde ich mich heute eher kurz fassen. Noch dazu, da ohnehin schon viel treffendes und passendes von otto kar und stefan krejci in ihren jeweiligen kommentaren zu meinem letzten eintrag geschrieben wurde. Zur, wie otto kar es treffend nennt, belehrungsresistenz der frau landesverbandspräsidentin und der herren landesverbandspräsidenten fällt einem wirklich nichts mehr. Trotzdem habe ich mir gestattet aus den drei von otto kar vorgeschlagenen konsequenzen für den blog die nummer drei zu wählen, meine einträge zwecks unterhaltung, also aus durchaus egoistischen gründen vorerst einmal meiner, aber hoffentlich auch zwecks unterhaltung meiner werten leserinnen und meiner werten leser fortzuführen.

Also a propos wiederwahl von uhpir: zu der fällt mir wirklich nichts mehr ein und deswegen helfe ich mir mit zwei bildern, da ein bild ja oft mehr sagt als tausend worte, und die zwei folgenden damit mehr sagen als zweitausend worte. 

So sieht die vergangenheit, gegenwart und zukunft des österreichsichen volleyballsports nach dem willen der frau landesverbandspräsidentin und der herren landesverbandspräsidenten aus (http://cev.eventolive.it/2016EuropeanVolleyballGala/content/?albumID=1030&contentID=93605).


Und so könnte die zukunft aussehen, wenn die dame und die herren ein wenig mut zur veränderung bewiesen hätten (http://www.cev.lu/News.aspx?NewsID=23346&ID=2).



Ein ganz, ganz wichtiger österreichischer verbandspräsident beim ganz, ganz wichtigsein mit jemand anderem ganz, ganz wichtigen. Und 7000 junge volleyballspielerInnen bei einem turnier in finnland – die haben sich dort vor nicht allzu langer zeit übrigens einen neuen präsidenten gewählt, einen ziemlich jungen. Und wo steht finnland im internationalen volleyball? Und wo steht österreich. Ui, jetzt habe ich schon wieder diese aber so was von beeindruckende siegesserie vergessen, gegen lauter ausgewiesene spitzenteams aus dem internationalen volleyball in der kaschperliga und in der ersten runde der em-quali und bei diesem top besetzten alba regia – hört sich an wie eine kaffeemarke – in ungarn. Ah ja, gegen ein weltligateam, nämlich das von qatar, hat die nationalmannschaft zwei testspiele bestritten und eines davon sogar gewonnen, na bist du deppert. Und die qataris spielen in dieser saison in der weltliga, mit ein paar – nein ich sag jetzt nicht überwutzelten – eingebügerten serben, makedonieren und kamerunern, die vermutlich für die jeweiligen nationalmannschaften entweder zu alt oder vielleicht doch nicht stark genug sind (http://oevv.volleynet.at/News/0000090702). Aber der didi constantini des österreichischen volleyballsports, uhtztt, hat sicher wieder ein paar fortschritte bei unserem team erkennen können.

Ah ja, noch eine nicht ganz unwichtige information zu den fotos von uhpir beim feiern. Die fotos entstanden bei der diesjährigen cev-gala und champions league-auslosung in rom. Und warum, bitte sehr, war diese gala dieses jahr nicht, so wie in den letzten gefühlten hundert jahren, in wien? War die hofburg vielleicht ein bisserl zu teuer? Oder ist uhpir vielleicht nicht mehr ganz so wichtig in der cev, wie stefan krejci in seinem kommentar vermutet hat? Die wahren gründe dahinter verschweigt man uns volleyballinteressierten in typischer övv tradition im sonst recht ausführlichen artikel unter http://oevv.volleynet.at/News/All/2016/06/0000090695. Aber dafür präsentiert man uns den – durchaus erfreulichen – wechsel von alex berger zu perugia im abstand von 3(!) minuten gleich zweimal auf der övv website (http://oevv.volleynet.at/News/0000090698, http://oevv.volleynet.at/News/0000090701).



A propos championsleague und stellenwert bzw. wichtigkeit des österreichischen volleyballsports: Letztere manifestiert sich auch darin, dass österreichs vertreter in der champions league schon recht früh in die saison 2016/2017 einsteigen darf und zumindestens zwei quali-runden – gegen den israelischen meister und sollte das geschafft werden gegen friedrichshafen - überstehen muss um in die gruppenphase zu kommen (http://oevv.volleynet.at/News/All/2016/06/0000090699).

So und bevor ich mich kurz in die sandkiste begebe möchte ich noch ganz kurz gerald metzbauer antworten, der in seinem kommentar kritisert, dass ich eine an sich gelungene veranstaltung in enns, nämlich das european league spiel der österreichischen nationalmannschaft gegen estland, schlecht gemacht hätte. Lieber gerald metzbauer, es lag nicht in meiner absicht die veranstaltung schlecht zu reden und ich finde es lobenswert, wenn einmal eine halle, auch wenn es keine ganz große halle war, bei einem spiel der österreichischen nationalmannschaft voll war. Was mir allerdings zutiefst zuwider und unsympathisch ist, und das habe ich kritisiert, ist der stil des övv, das sich aufplustern und das sich wichtig machen und das den mund (zu) voll nehmen, das dann damit endet, dass man in eine halle, die platz für 400 personen bietet, 1050 zuschauerInnen hineinphantasiert. Das sehe ich als beleidigung der intelligenz aller mündigen volleyballinteressierten an und dagegen wehre ich mich.

So und jetzt noch zu den erfolgsgeschichten aus der sandkiste. Die fielen – achtung fahnenef - eher dürftig aus in der letzten woche, also von vielen – achtung vogelvau – erfolgen ist da nicht zu berichten. Doppler/horst haben beim fivb major in hamburg den nicht gerade berauschenden 17. platz belegt (http://oevv.volleynet.at/News/All/2016/06/0000090700,    http://worldtour.2016.fivb.com/en/mham2016/men/results/maindraw). Die formkurve hat eine, im angesicht der herannahenden olympischen spiele, eher beunruhigende tendenz nach unten. Das äußerst sich auch in einer verschlechterung der ranglistenposition auf position 13 (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/OGRanking_M.asp). Das einzig positive daran ist im augenblick, dass sich doppler/horst damit ihr olympiaticket gesichert haben; für übertriebenen optimismus sehe ich allerdings keinen anlass. Die zweite garnitur der österreichischen beachvolleyballerInnen spielte bei einem nicht gerade top besetzten cev-turnier in baden und mehr als zwei vierte plätze für huber/seidl bei den herren und schützenhöfer/plesiutschnig bei den damen haben da auch nicht herausgeschaut (http://oevv.volleynet.at/News/0000090704, http://oevv.volleynet.at/News/0000090703). Die restlichen, nicht gerade überragenden, platzierungen der österreichischen teams aufzulisten ist mir jetzt im urlaub ehrlicherweise zu anstrengend. Und außerdem wirkt das ein wenig monotone, nächtliche gequake irgendwelcher frösche hier in der korsischen einsamkeit ein wenig ermüdend. Entsprechendes interesse vorausgesetzt finden die geneigten leserinnen und die geneigten leser die genauen platzierungen unter http://www.cev.lu/BeachVolley-Area/BeachVolley_2BOX.aspx?ID=943&mID=1932&sID=0&pID=0&chID=0&phaseID=0&champID=0&Mod=).

Ah ja, bevor mich die frösche endgültig in den schlaf quaken hätte ich da noch zwei fundstücke, die zeigen, was der övv so alles in auftrag gibt.




Und da aller guten dinge drei sind, hätte ich da noch ein fundstück, direkt – sozusagen druckfrisch oder wie die anglikaner unter uns sagen hot off the press - von der övv website: offenbar hat die deniz bank ihre sponosorrolle sogar rückwirkend übernommen.



Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Herr kleinmann, tun sie sich und dem österreichischen volleyballsport etwas gutes und treten sie besser heute als morgen als övv-präsident gemeinsam mit ihren övv-vorstandskollegen zurück, um dem österreichischen volleyballsport einen neuen weg in die zukunft zu öffnen.



Pietracorbara, 14.06.2016, 00:46 mez

Dienstag, 7. Juni 2016

Vom zuendegehen einer echt ganz beeindruckend gehypten serie, von der fortsetzung einer weit weniger beeindruckenden präsidentschaft und von nicht sehr appetitlichen tauschgeschäften

Wien, 06.06.2016, 22:36 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

also jetzt weiß ich gar nicht wo ich heute mit dem gratulieren anfangen soll, so fiele – auf das fahnen-ef und das vogel-vau komme ich heute noch zu sprechen- anlässe gibt es dafür. Na gut dann fange ich – eine gewisse hierarchie muss schon eingehalten werden -  mit uhpir an, dem gratuliere ich hier zur einstimmig ausgevallenen – ui schon wieder ist mir dieses blöde vogel-vau ausgerutscht – wiederwahl. Und uhvp gratuliere ich zum ehrenpräsidenten und dem micha henschke gratuliere ich zum karrieresprung und der frau landesverbandspräsidentin und den herren landesverbandspräsidenten zur weisen und wohldurchdachten einstimmigen wiederwahl von uhpir (http://www.volleynet.at/News/0000090684).

So, und jetzt ist mir aber der humor gerade verloren gegangen. Das darf ja alles nicht mehr wahr sein. Da wählen eine landesverbandspräsidentin und acht landesverbandspräsidenten einen herrn kleinmann einstimmig für weitere zwei jahre zum präsidenten des övv. Ist denen mittlerweile alles wurscht? Dass niemand aus dem erlauchten gremium auf meine e-mail geantwortet hat, habe ich ja erwartet und mit der überschrift zu meinem letztwöchigen eintrag schon angedeutet, aber, dass dann nicht einmal einer den mut hat, sich wenigstens der stimme zu enthalten und damit ein symbolisches zeichen des nichteinverstandenseins zu setzen ist, ja was eigentlich? Ich denke, so ein wahlverhalten ist bezeichnend für den erbärmlichen zustand des österreichischen volleyballsports. Den vetretern niederösterreichs, kärntens und tirols ist es offenbar egal, dass der werte herr präsident funktionäre von vereinen aus ihren jeweiligen bundesländern als arschloch beziehungsweise als verhaltensoriginell bezeichnet hat, dem vertreter der steiermark geht es offenbar am dings vorbei, dass die weizer, im gegensatz zum spielgemeinheitspartner der hotvolleys in der gerade abgelaufenen saison, keine ausnahmegenehmigung für eine nicht dem regulativ entsprechende heimhalle bekommen, dem wiener präsidenten ist es offenbar wurscht, dass in der wiener akademie im schatten von herrn kleinmann so mäßig erfolgreich weitergewurschtelt wird wie bisher.

Ah ja, wahrscheinlich waren die eine dame und die acht herren geblendet von der beeindruckenden erfolgsserie des österreichischen herrennationalteams. Aus sieben auf einen streich wurden an diesem wochenende doch glatt alle neune (http://oevv.volleynet.at/News/0000090685). Wahnsinn, beeindruckend, welche teams man da niedergekantert hat, die nummern irgendwas und sonstnochwas der welt- und europaranglisten, unter der führung eines teamchefs, der genau nichts an erfolgen vorzuweisen hat, wenn man erfolge als etwas zählbares definiert, also beispielsweise als ein vorrücken in der welt- oder europarangliste oder als qualifikation für ein internationales turnier, und da gehört das alba regia turnier in ungarn, das die österreichischen herren ja sowas von überlegen gewonnen hatten, ganz eindeutig nicht dazu (http://oevv.volleynet.at/News/All/2016/05/0000090629). Ui, jetzt bin ich schon wieder so was von ungerecht, geradezu ureureungerecht. Also immerhin  wurde im rahmen der kaschperliga aka european league weißrussland aus der halle gekantert, und weißrussland ist ja nicht niemand, nein die waren em-teilnehmer 2015 und haben dort genauso gut abgeschnitten wie die österreicher bei der heim-em 2011: drei spiele, drei niederlagen, satzverhältnis 0:9 (http://oevv.volleynet.at/News/All/2016/06/0000090681, http://www.cev.lu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=700). Gegen die esten, die waren übrigens auch dabei bei der letzten em und haben dort sogar die play-offs um den einzug ins viertelfinale erreicht, war es dann allerdings vorbei mit der beeindruckenden siegesserie (http://oevv.volleynet.at/News/0000090685). Also schade irgendwie, jetzt hätten da gerade einmal sechs weitere siege gefehlt und schon hätte man die european league gewonnen und hätte sich damit für die weltliga qualifiziert, mit sagenhaften 20 millionen dollar preisgeld (http://oevv.volleynet.at/News/0000090681). Na bist du denn deppert. Dass es in österreich nicht einmal eine der sportstättenkategorisierung für spiele der european league entsprechende halle gibt, wie otto kar in seinem letztwöchigen kommentar anmerkte, geschweige denn eine weltigataugliche halle spielt bei diesen überlegungen keine rolle. Wie sehen das eigentlich die frau landesverbandspräsidentin und die herren landesverbandspräsidenten? Ich nehme einmal an, mit solchen kinkerlitzchen befassen sich die erlauchten herren und die erlauchte dame nicht. Ah ja, a propos halle: die cev schreibt für spiele der european league hallen mit 2000 plätzen vor (http://ebook.cev.lu/competitions/Regulations/#86, punkt 61.4, paragraph 1), die halle in enns bietet 400 zuschauerInnen platz wie man unter http://www.enns.at/Sporthalle_Enns_8 lesen kann. Und was macht man beim övv in so einem fall. Na, ganz einfach man orientiert sich am zitat des gescheiterten präsidentschaftskandidaten der övp, andreas khol, der ja einst die wahrheit als tochter der zeit definierte, und schwuppdiwupp waren glatt 1050 zuschauerInnen am sonnatg abend beim spiel der österreicher gegen estland in der halle. Interessant wäre, ob man da den mund nicht zu voll genommen hat, da sich die frage stellt ob die halle für 1050 zuschauerInnen überhaupt behördlich genehmigt ist?



Also – frau blogger findet diesen schmäh schon unnötig, aber mir fällt halt leider nichts originelleres ein – da waren mindesten die hälfte der angeblich 1050 zuschauerInnen während der gesamten fernsehübertragung am wc oder vor der videoleinwand vor der halle. Das liebe ich so am övv und an seinem präsidenten, das macht einfach sympathisch, die bescheidenheit, die uneingeschränkte verpflichtung zur wahrheit, das abstandnehmen von jedweder übertreibung. Also im ernst, warum bleibt man da nicht bei der wahrheit? Hält man die fernsehzuschauerInnen, die sich nach dem tatort am sonntag noch zufällig auf sportplus zum volleyball verirren, für vollkommen verblödet, oder was?

Und ich komme jetzt noch einmal zurück zur beeindruckend zu ende gegangenen siegesserie. Also, wie schon oben geschrieben, und falls ich mich nicht verrechnet habe, schade ist das, sechs siege mehr, und wir, also eigentlich nicht wir, aber ganz besonders uhpir, hätten die european league gewonnen und noch einmal zwölf dazu und wir wären glatt europameister geworden.

Na und erst die erfolge am sand müssen das wahlkollegium wohl dazu gebracht haben, uhpir einstimmig wiederzuwählen. Also bei der gerade zu ende gegangengen europameisterschaft gab es bei den damen bei sechs spielen mit österreichischer beteiligung gerade einen sieg, und der resultierte aus dem innerösterreichischen duell zwischen den paaren schwaiger/hansel mit schützenhöfer/plesiutschnig, das letztere gewannen. Schwaiger/hansel schafften es nicht aus der gruppe und schützenhöfer/plesiutschnig schieden in der ersten ko-runde aus. Das ergab in der endwertung einen siebzehnten und einen fünfundzwanzigsten platz (http://www.cev.lu/BeachVolley-Area/BeachVolley_2BOX.aspx?ID=937&mID=1896&sID=&pID=0&chID=0&phaseID=0&champID=0&Mod=). Bei den herren lief es nur marginal besser, in zehn spielen gab es für die insgesamt drei österreichischen paare vier siege, huber/seidl blieben in der gruppe hängen, kunert dressler schieden in der ersten ko-runde aus und doppler/horst in der zweiten. Das brachte in der endabrechnung einen neunten, einen siebzehnten und einen fünfundzwanzigsten platz (http://www.cev.lu/BeachVolley-Area/BeachVolley_2BOX.aspx?ID=936&mID=1891&sID=&pID=0&chID=0&phaseID=0&champID=0&Mod=). Mager ist das, für den von uhpir vollmundig propagierten weltklasseanspruch der österreichischen beachvolleyballerInnen. Und ich lehne mich da einmal aus dem fenster, auch für die von uhpir in der üblichen bescheidenheit angekündigten medaillen in rio sehe ich mittlerweile ziemlich schwarz. Aber immerhin darf der neu wiedergewählte herr präsident, möglicherweise auf verbandskosten, nach rio reisen und sich dort so richtig wichtig fühlen im kreise seiner funktionärskollegInnen. Na so eine wiederwahl hat schon ganz angenehme nebeneffekte.

A propos verbandskosten und so: also was nicht nur mir auffällt ist bei all diesen artikeln zur neuwahl des vorstands des övv das fehlen eines rechnungsprüfers. Im alten vorstand gab es sogar deren zwei. Und jetzt? Gibt es jetzt nichts mehr zu prüfen? Gibt es keine rechnungen mehr? Aber dafür gibt es plötzlich einen vizepräsidenten mehr. Und einen spielervertreter.


Na gut, also schauen wir uns, sie werte leserinnen und sie werte leser, alle gemeinsam einmal den neuen vorstand an. Also fotos gibt es ja überall zu bestaunen, auf der övv-homepage –vermutlich für ein paar monate, im facebook von uhpir und auf sportlive. Na wenigsten wurde dadurch nach wochen ein anderes präsidentenfoto auf der övv-homepage ersetzt. Und dass die rechtschreibung unter http://www.volleynet.at/News/0000090684 zu wünschen übrig lässt, dass die wahl einstimmig ausviel, das ist zwar ziemlich peinlich, aber darüber sollten wir alle ergriffen von der höheren bedeutung des im foto festgehaltenen augenblicks hinwegsehen.





Also die verdienste von uhpir, der auf dem foto wieder einmal seinen allerforschesten präsidentenblick aufgesetzt hat, wurden und werden hier in aller ausführlichkeit behandelt. Die aufzählung der verdienste der übrigen vorstandsmitglieder überlasse ich uhpir, der das mit der ihm eigenen bescheidenheit auf seiner facebookseite routiniert erledigt.


Also, beim betrachten des fotos habe ich mich täuschen lassen, diese ähnlichkeit aber auch. Ich dachte schon, dass micha henschke einen vizepräsidentenposten angenommen hätte. Aber dieser micha hanschke schaut dem micha henschke schon zum verwechseln ähnlich. Das hätte mich auch sehr gewundert, hätte sich micha henschke so sehr verbogen unter einem herrn präsidenten kleinmann den vizepräsidenten zu geben, wo die beziehung der beiden in der vergangenheit ja nicht gerade friktionsfrei war. Schluss mit lustig, ich finde das bestürzend wie da offenbar wieder gemauschelt wurde, natürlich nur zum wohle des österreichischen volleyballsports. Da geht amstetten einen spielgemeinheit mit den hotties ein und rettet dem herrn kleinmann den erstligaplatz und der amstettner sportdirektor wird daraufhin vizepräsident im övv und übernimmt als zusätzliches zuckerl – so wie es ausschaut – auch noch die leitung der hotvolleys akademie...äh... sorry, der wiener volleyballakademie. Da kann man schon ein wenig an der biegsamkeit des rückgrates arbeiten, wenn man dann so reich belohnt wird. Also was die handelnden personen dieser rochade angeht, das hat sich der sportliche leiter des abgelegten spielgemeinheitspartners bisamberg vielleicht ein bisschen anders vorgestellt.
Und wie steht es um die weiteren vorstandsmitglieder? Zwei aus dem alten vorstand sind geblieben, die für die finanzen zuständige eva kheil und der für die sandkiste zuständige stefan potyka, beide nicht gerade dafür bekannt peter kleinmann bei bedarf kritisch gegenüberzutreten. Das gilt auch für einen weiteren neuen vizepräsidenten, für otto frühbauer. Was nik berger bewogen hat, in genau diesem vorstand mitzumachen, ist mir unklar. Und max thaller ist ja ein lustiger, ein aufgewecktes, kregles kerlchen, das hat er ja mit der leider viel zu früh eingestellten serie der spielerporträts des austria volleyteams bewiesen (http://oevv.volleynet.at/Inhalt/269). Mit dem werden die anderen vorstandsmitglieder wohl ihren spaß haben, da bin sicher.

Ah ja, noch etwas fällt auf, beim neuen vorstand. Es gibt nicht nur keine rechnungsprüfer mehr, die können ja richtig lästig werden, nein es gibt auch keinen stellvertretenden präsidenten mehr. Das wäre ja wohl auch zu viel verlangt, so jemanden zu finden. Wer hat denn schon das format, die geschliffenen umgangsformen und die renaissancemenschengleichen allumfassenden universellen fähigkeiten uhpir um ihn würdig und gleichwärtig vetreten zu können?

Ich schreibe jetzt nur noch einen satz zum neuen vorstand des övv. Alles ist angerichtet, für weitere zwei jahre des lähmenden stillstands im österreichischen volleyballsport. Und angerichtet, im wahrsten sinn des wortes, haben das sie, werte frau landesverbandspräsidentin und sie, werte herren landesverbandspräsidenten. So das waren jetzt zwei sätze, ist mir jetzt aber auch egal.

Und beinahe hätte ich die u15 staatsmeisterschaften vergessen zu erwähnen. Bei den mädchen gewann eisenerz/trofaiach vor den brückl hotvolleys und svs/sokol. Bei den burschen gewannen die hotvolleys vor klagenfurt und hartberg (http://oevv.volleynet.at/News/0000090682). Gratulation an alle. Die mangelnde trennschärfe zwischen der wiener volleyballakademie und den hotvolleys bleibt wie gewohnt bestehen, wie dieser facebookeintrag wieder deutlich zeigt.


Und das fundstück der woche kommt aus der kronenzeitung und nennt als grund für die spielgemeinheit zwischen amstetten und den hotvolleys, dass die amstettner auf akademiespieler der hotties günstig zugreifen – ja so steht das wirklich dort – können, und als beispiel wir ein wahres universaltalent genannt, nämlich marvin, nicht mavin wie in dem artikel staht, kellner. Der ist laut artikel nämlich annahme- und mittespieler, also echt sehr universell einsetzbar. So etwas kann man auch nur einem reporter erzählen, der vom volleyball keine ahnung hat.
 


Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Herr kleinmann, tun sie sich und dem österreichischen volleyballsport etwas gutes und treten sie besser heute als morgen als övv-präsident gemeinsam mit ihren övv-vorstandskollegen zurück, um dem österreichischen volleyballsport einen neuen weg in die zukunft zu öffnen.



Wien, 07.06.2016, 02:10 mez