Dienstag, 11. Juni 2013

Von der undeutlichkeit der gemachten fortschritte, von der nähe der österreichischen nationalmannschaft zur karibik und von vorerst nicht beantworteten briefen


Wien, 10.06.2013, 23:18 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

diese woche wird der blog wieder ein wenig umfangreicher, gratulationen wird es wieder geben, und ganz heiße neuigkeiten, ein bisschen aktionismus und ein wenig nostalgie, also sozusagen ein volles programm.
Man kann schon fast sagen, traditionell geht es mit den gratulationen los. Ganz besonders möchte ich den beachern petutschnig und winter die bei der u23 wm die bronzemdaille geholt haben. Super, burschen, weiter so! Und bei den u12 staatsmeisterschaften haben die hotvolleys und die brückl hotvolleys bei den buben bzw. bei den mädchen den titel geholt, jeweils vor bisamberg und sokol bzw. hartberg und tirol. Gratulation an alle! Lustig ist das schon irgendwie, dass sich seit letzter woche die auf der övv-homepage publizierten berichte über die meisterschaft von denen, die man auf der homepage der hotvolleys findet zuindest ein wenig unterscheiden. So erspart sich der leser und die leserin auf der övv-homepage den mehrmaligen hinweis auf die körperliche unterlegenheit der hotvolley mädchen.

A propos körperliche unterlegenheit. Geradezu prophetisch war meine boshafte, ironisch gemeinte anmerkung hier letzte woche, dass die u13 buben der hotties vermutlich zu klein waren um um den sieg mitzuspielen.  Laut aussage von charlie schützenhofer ist die mannschaft an der mangelnden körpergröße gescheitert.


Ich sag’ es ja immer wieder: wo sind die zeiten, da man anderen mannschaften große spieler abjagen konnte. Jetzt hat man „nur“ mehr eine mit jährlich 200.000€ dotierte akademie zur verfügung, da ist das leben schon hart und manchmal auch ungerecht, besonders dann, wenn andere mannschaften größere spieler haben.

Aber dieses mal möchte ich mir die freiheit nehmen aus ganz persönlichen, ja geradezu sentimentalen gründen einer mannschaft zu gratulieren, der ich noch immer verbunden bin, nämlich den u12 burschen von svs/sokol. Endlich hat man wieder eine medaille bei staatsmeisterschaften erkämpft und ich denke, das tut diesem traditionsverein und den freunden, die ich dort noch immer habe gut. Traurig ist es allerdings schon, wenn man sich anschaut, was mit diesem einst für seine nachwuchsarbeit berühmten verein passiert ist. Ich erinnere nur daran, dass man noch vor wenigen jahren, und zwar in der saison 2006/2007 mit einer mannschaft mit nur  zwei legionären aber dafür mit jeder menge junger österreicher den grunddurchgang der avl gewonnen hatte (http://oevv.volleynet.at/Ligen/2323/A11, http://oevv.volleynet.at/Kader/0-2586/A11). Hätte das hhvmir jemals mit einer truppe seiner gehypten young stars geschafft, die darauffolgende logorrhoe (http://de.wikipedia.org/wiki/Logorrhoe) hätte vermutlich wochen, wenn nicht sogar monate angehalten. Leider hat man bei sokol nichts aus diesem erfolg gemacht, ganz im gegenteil, man hat sich mit hhvmir ins spielgemeinheitsbett gelegt und damit die herrensektion bei sokol auf jahre hinaus in der sportlichen bedeutungslosigkeit versenkt.

Während auf der övv-homepage der herr teamchef wieder von den gemachten „deutlichen“ fortschritten fabulieren darf, und zwar zum zweiten mal innerhalb von vier tagen und zum teil mit den gleichen textbausteinen (http://oevv.volleynet.at/News/0000082890, http://oevv.volleynet.at/News/0000082929), einmal unter der überschrift „warm sieht vor el deutliche fortschritte“ und einmal unter „warm: sehe deutliche fortschritte“ passieren anderswo berichtenswerte dinge, die man auf der övv-homepage vergeblich sucht. Unter http://www.vfb-volleyball.de/en/news/professionals/831-zatko-und-zass-verlassen-friedrichshafen.html erfährt die werte leserin und der werte leser hier in diesem blog, dass thomas zass friedrichshafen verlassen wird, weil er sich gegen ventzislaw simeonov auf der diagonalposition nicht durchsetzen konnte. Und hier http://greekvolley.com/new/index.php/latest-news/metagrafika/item/28543-afhstriakos-o-neos-diagonios-tou-foinika.html erfährt die interessierte leserin und er interessierte leser dieses blogs als erste EXKLUSIV (danke an einen geschätzten leser, der mir den link geschickt hat), zwar auf griechisch, aber immerhin, dass zass mit ziemlicher sicherheit in der nächsten saison bei foinikas syros spielen wird. Die sind in der abgelaufenen saison immerhin sechste geworden (http://en.wikipedia.org/wiki/Volleyleague_(Greece)_2012-2013). Ob das ein aufstieg oder doch eher ein abstieg für zass ist, wird sich zeigen. Abgestiegen ist auf alle fälle  marcus guttmann und zwar in die zweite italienische liga zu sora, wie er unter http://oevv.volleynet.at/News/0000082889 in der rubrik austria volleyteam blo(ck)g erzählt. Ob das der richtige karrierenweg ist, sei dahingestellt. Ah ja, in der zweiten italienischen liga dürfen pro mannschaft nur zwei ausländer spielen. Na schau dich an, schon wieder so ein modell, bei dem man die anzahl der legionäre begrenzt.
Und noch ein wenig eigenlob gestatte ich mir hinsichtlich der „exklusivberichterstattung“ in diesem blog, sei es die karrierewege von thomas zass betreffend oder den abschied von frederick laure als spieler, auch noch. Letzte woche hat dieser blog die marke von 80.000 zugriffen überschritten, in den letzten vier monaten lagen die zugriffe jeweils über 5.000. Da bin ich schon ein wenig stolz, wie sich dieses ding entwickelt hat, seit den sehr bescheidenen anfängen im jänner 2011. Und dankbar bin ich auch, all den treuen leserinnen und treuen lesern, die diesen blog lesen, die kommentare schreiben und mich mit informationen versorgen. Mich würde ja in dem zusammenhang wirklich interessieren auf wieviele zugriffe das zentralorgan des österreichischen volleyballsports, die övv-homepage monatlich kommt.

Ganz kurz möchte ich nochmals zu den vom teamchef herbeigeredeten fortschritten, die das nationalteam angeblich gemacht hat, zurückkommen. Vorige woche hatte ich ja gemutmaßt, dass es dem teamchef wohl zu langweilig geworden sei, sich über diese sogenannten fortschritte des nationalteams zu verbreiten. Na vielleicht war das der anlass für den teamchef bzw. für die verantwortlichen im övv sozusagen mit zwei zum teil gleichen artikeln innerhalb von vier tagen gleich einmal nachzudoppeln (http://oevv.volleynet.at/News/0000082929, http://oevv.volleynet.at/News/0000082890). Es tut mir leid, aber trotz dieser medienoffensive, ich kann, trotz dieser gebetsmühlenartig wiederholten beschwörung der gemachten und sogar  „deutlichen“ fortschritte, diese nicht erkennen. Ich sehe nur, dass man sich in bewerbspielen, also in der wm-quali, wieder einmal nicht durchsetzen konnte. In der weltrangliste hat sich die mannschaft in den letzten jahren nicht verbessert und befindet sich zwar nicht geografisch aber leistungsmäßig mit position 68 nahe der karibik, die mit den bahamas, barbados und den american virgin islands knapp oberhalb in der liste, also nördlich, von uns liegen (http://www.fivb.org/en/volleyball/VB_Ranking_M_2013-01.asp). Und die kaderauswahl ist auch ein thema in dem artikel, auf die geht der teamchef dort auch ein (http://oevv.volleynet.at/News/0000082890). Nach der hier geäußerten kritik an der nachnomnierung eines gelernten mittelblockers für einen verletzten libero (http://johnny-meinblock.blogspot.co.at/2013/05/von-voll-unfairen-lichtspielen-von.html), hab’ ich in meiner maßlosen selbstüberschätzung ja geradezu das gefühl, dass man mit mir kommuniziert, dass man mir antwortet, zumindest indirekt, sozusagen virtuell. Bin schon gepannt wie der kader dann tatsächlich ausschauen wird, ob man es wieder riskiert nur einen libero im team zu haben um platz zu schaffen für einen jungen akademiespieler. Und gavan und koraimann werden fehlen, beklagt der teamchef (wobei koraimann nach neueren informationen doch einberufen wird) auch noch in diesem artikel. Und was ist mit laure? Geht der niemandem ab? Aber auch upir meldet sich zu wort im zweiten artikel  der serie „deutliche fortschritte“ und verleiht ihm damit präsidiales gewicht (http://oevv.volleynet.at/News/0000082929). Er erwartet sich dieses mal mehr siege in der holli-knolli-euro-ferienliga. Na bumm, das ist eine ansage, das erhöht ja direkt ein wenig den druck auf den trainer. Und was passiert, wenn die erwartungen von uhpir nicht erfüllt werden? Und uhpir erwartet sich auch auswirkungen auf das nationalteam, weil so viele österreicher im ausland spielen werden in der nächsten saison. Die betonung sollte auf dem wort „spielen“ liegen, das war ja heuer bei der mehrheit der ausland engagiert gewesenen österreicher nicht unbedingt der fall. Und ob das wirklich so eine tolle sache ist, in der zweiten italienischen liga – das vergisst uhpir gleich einmal zu erwähnen in diesem artikel – zu spielen, darf wohl - siehe auch weiter oben - hinterfragt werden.

Zum schluss noch zum bereits angekündigten aktionismus. Die werte leserin und der werte leser erinnern sich sicher noch an den mysteriösen „internationalen verband zu sportförderung“ der mit einem logo auf der övv-homepage und auf der homepage der hotties vertreten ist, der zwar eine telefonnummer hat, aber offenbar niemanden beschäftigt, der dieses telefon auch bei etwaigen abrufen abhebt. Zur erinnerung stelle ich hier auch nochmals den vereinsregisterauszug in den blog.

Ich habe mir erlaubt am 27. mai einen brief, natürlich eingeschrieben, an den vorstand des vereins zu schicken, in dem ich um erläuterungen gebeten habe, wie man denn in den genuss etwaiger förderungen durch den verein kommt. Ich habe mich so bemüht, sogar auf russisch habe ich den brief übersetzt, dank einer des russischen mächtigen unterstützerin, weil ich doch als höflicher mensch auf die besetzung des vorstandes rücksicht nehmen wollte, und natürlich auch, weil ich meine weltoffenheit zeigen wollte, nachdem mich ja als gegner des legionärswahns in österreich die kritik des herrn teamchefs, das sei nationalistisch, zutiefst betroffen gemacht hat.

Und jetzt bin ich enttäuscht. Nichts ist zurückgekommen, schweigen im walde, tote hose, keine antwort, wie das ja immer passiert, wenn man naseweise und neugierige fragen stellt, zu angelegenheiten, in die der övv oder seine repräsentanten verwickelt zu sein scheinen. Vielelicht gibt es auch nichts mehr zu verteilen oder das ganze war ein großes missverständnis und der verein dient dem sammeln und nicht dem verteilen von finanziellen zuwendungen. Aber, ganz ehrlich, der verein ist mit seinem logo auf der offiziellen seite des övv präsent. Was tut dieser verein, was hat der mit dem övv zu tun? Wer weiß das? Oder anders gefragt, weiß das außer uhpir noch jemand?  Fragen über fragen. Na vielleicht bekomme ich wieder einmal eine e-mail von höchster stelle, wenn uhpir sich einen tag seiner wertvollen zeit opfert um 250 worte in die tasten zu hämmern.     

Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Wien, 01.06.2013, 01:25 mez




Dienstag, 4. Juni 2013

Vom geld, das keine punkte macht, von seltenen diskrepanzen und von meldungen, die den övv nicht tangieren


Wien, 03.06.2013, 23:28 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

na da die vergangene woche wegen eines feiertags eine kurze war werde ich mich auch eher kurz fassen. Wie in den letzten wochen üblich beginne ich wieder mit den gratulationen: zu allererst gratulation an die schwaiger-schwestern, die den cev cup in baden gewonnen haben, bei den herren gibt es leider keinen richtigen grund für eine gratulation, die beiden top-paare doppler/horst und huber/seidl hatten es nicht unter die top vier geschafft. Aber dem nachwuchs ist zu gratulieren und zwar den burschen aus amstetten und den mädchen aus schwechat, die die u13 staatsmeisterschaften vor graz und klagenfurt bzw. klagenfurt und vc tirol gewannen. Besonders freue ich mich darüber, dass es offenbar auch vereinen wie dem vc amstetten gelingt ohne massiven finanziellen rückhalt einer akademie erfolgreich im nachwuchs zu arbeiten. Mit persönlichem einsatz der vereinsverantwortlichen, mit der unterstützung der eltern und mit dem entsprechenden umfeld kann offenbar doch vieles wettgemacht werden. Geld schießt halt nicht nur keine tore im fußball sondern macht auch nicht die entscheidenden punkte im volleyball. Und. Das. Ist. Gut. So. A propos akademie. Das schaut in diesem jahr gar nicht gut aus für die experten aus dem budo center. Noch eine nachwuchsmeisterschaft steht auf dem programm und erst ein titel von sechs möglichen wurde geholt. Ist das eine bilanz, die eine unterstützung von jährlich 200.000€ auch nur annähernd rechtfertigt? Bei den u13 meisterschaften hat es diesmal für die teams von hhvmir gerade einmal zu zwei vierten plätzen gereicht. Das hat zu einem ganz seltenen ereignis geführt. Zum ersten mal in gefühlten hundert jahren waren die berichte über die u13 meisterschaften auf der övv homepage und auf der homepage der hotties nicht ident (http://www.volleynet.at/News/0000082851).


Offenbar hat man sich von seiten der hotvolleys nicht getraut, den bericht über die zwei bei den u13 meisterschaften erreichten vierten plätze als offiziellen bericht über ebendiese meisterschaften auf der övv homepage online zu stellen. Dass man in der vergangenheit von einer solchen bescheidenheit nicht angekränkelt war, beweist die historische e-mail, die ich, einen bericht über die damaligen u13 staatsmeisterschaften betreffend, 2007 an den övv geschickt hatte. Der beanstandete bericht wurde damals dann übrigens von der övv homepage entfernt. Antwort habe ich allerdings auf diese e-mail nie bekommen. Manche dinge ändern sich offenbar nie.                                   

Noch ein ps zu dieser e-mail aus dem  jahr 2007. Das mit dem grüßen und dem herrn präse hat sich zwischenzeitlich vermutlich von selbst erledigt.Aber um erklärungen für das eher mäßige abschneiden der eigenen mannschaften ist man bei den experten und expertinnen im budo center ja nie verlegen. Über die heurige u13 meisterschaft der burschen wird berichtet, dass sich ein wichtiger spieler für die teilnahme an den gleichzeitig stattfindenden basketballmeisterschaften entschieden hatte. Wahrscheinlich war das keine so schlechte entscheidung. Und jung war die mannschaft auch wieder, wird da verklausuliert formuliert, weil einige spieler schon bei den u11 meisterschaften dabei waren und sie und andere u13 spieler nächste woche bei den u12 meisterschaften dabei sein werden. Und vielleicht waren die gegner auch noch größer. Ok, ok, das war jetzt wirklich boshaft und gemein. Also ich schäme mich jetzt, aber nur ganz kurz. Länger schämen sollten sich die akademie-verantwortlichen, die offenbar wieder keine mannschaft, die sich am alterslimit orientiert, aufstellen konnten. Hart ist das volleyballleben in wien, besonders seit es keine anderen vereine mehr gibt, denen man spieler abwerben könnte. So ist das halt mit monokulturen, die sind besonders anfällig für krisen.

Einen nachtrag muss ich auch noch anbringen zur nationalmannschaft. Ich habe in meinem letzten blog und auch schon in anderen einträgen davor die european league als holli knolli ferienliga verspottet. Mir ist erst in gesprächen mit nicht in wien beheimateten lesern und leserinnen meines blogs bewusst geworden, dass der hintergrund für diese bezeichnung für nichtwiener nicht wirklich verständlich war. Holli knolli ist das maskottchen eines in den siebziger jahren für kinder in wien geschaffenen freizeit- bzw. sommerferien-programms (http://www.holliknolli.at, http://www.wien.gv.at/tv/detail.aspx?mid=213404&title=40-Jahre-Wiener-Ferienspiel-mit-neuem-Holli-Knolli).

Und noch etwas zur nationalmannschaft: da werden artikel oder teile von artikeln wiederverwertet, ganz so als gäbe es nichts anderes und interessanteres zu berichten. Über die mehrfach wortgleich auf der övv homepage erschienene ausrede von den dem teamtrainer nicht zur verfügung gestandenen spielern habe ich micht schon letzte woche lustig gemacht. Der unter  http://oevv.volleynet.at/News/0000082831 publizierte artikel kommt, zumindest in teilen, den aufmerksamen leserinnen und den aufmerksamen lesern nicht ganz zu unrecht bekannt vor. Die analyse des teamchefs hatten wir doch schon. Und auf der anderen seite wird wichtiges - aus welchen gründen auch immer – verschwiegen. So erfährt man beispielsweise auf orf.at, dass thomas zass friedrichshafen verlassen wird.

Passt das vielleicht nicht in das von den övv verantwortlichen propagierte konzept der erfolgreichen auslandsengagements der österreichischen nationalteamspieler. Ich fürchte fast, dass sich da noch einiges in die selbe richtung entwickeln wird.

Ah ja, mitglieder des austria volley teams dürfen unter dem titel „austria volleyteam BLO(ck)G“ auf der övv homepage erlebnisaufsätze publizieren. Ehrlich gesagt, glaube ich, dass da – hoffentlich – die spieler nicht selbst literarisch tätig werden, sondern, dass sich da ein ghostwriter schriftstellerisch betätigt. In der letztwöchigen ausgabe kommt der scheidende teamkapitän daniel gavan ausführlich zu wort und darf unter anderem über die gemachten fortschritte des teams berichten (http://oevv.volleynet.at/News/0000082828). Das war ja bis jetzt immer die standardaussage des teamchefs. Und möglicherweise ist ihm die jetzt selbst zu langweilig geworden. Und auch über die erfahrungen, die die im ausland engagierten spieler gemacht haben, darf sich gavan auslassen. Dass sich diese erfahrungen für viele der spieler in einem unbefriedigenden reservistendasein erschöpft haben, hatte ich hier schon letzte woche angemerkt. Und ganz zum schluss, geradezu versteckt, findet man in diesem blog von daniel gavan den bisher einzigen schriftlichen hinweis auf der övv homepage, dass frederick laure seine aktive karriere als spieler beendet hat. Na, da müsste doch ein bisschen mehr gehen, werte damen und herren des hochlöblichen övv.  

Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Wien, 04.06.2013, 01:18 mez



Dienstag, 28. Mai 2013

Von voll unfairen lichtspielen, von steilen, aber mäßig erfolgreichen fegern und vom ignorieren missliebiger aussagen


Wien, 27.05.2013, 22:33 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

na von den voraussetzungen hätten die gratulationen diese woche zahlreicher ausfallen können. Ein grand slam im beachvolleyball, wm-qualifikation bei damen und herren und u15 staatsmeisterschaften. Viel zum gratulieren ist dabei nicht herausgekommen. Aber schön der reihe nach: wie es sich gehört, gratulation an die hotvolleys und volley16wien, die bei den burschen bzw. mädchen die titel bei den u15 staatsmeisterschaften vor graz und amstetten bzw. sv schwechat und vc tirol geholt haben (http://oevv.volleynet.at/News/0000082783). Aber eine erläuterung und eine kritische bemerkung zu diesen staatsmeisterschaften erlaube ich mir dennoch. Im fünften anlauf hat es jetzt endlich geklappt für die akademie von hhvmir mit einem titel. Der topscorer omid akbari der hotvolleys verbrachte allerdings seine ersten „volleyballjahre“ bei svs und wurde dann, um es höflich zu formulieren, ziemlich aktiv von dort zu den hotties rekrutiert. Und kritisch anmerken möchte ich noch die erschreckend geringe anzahl von sieben teilnehmenden mannschaften bei den burschen und den offenbar sehr großen leistungsunterschieden der sich in satzergebnissen von 25:3 oder 25:5 niedergeschlagen hat. Das lässt für die zukunft nichts allzu gutes erwarten.
Vom grand slam turnier der beacher in argentinien gibt es gerade einmal jeweils einen neunten platz bei damen und herren. Und bei der wm-quali gab es zwei siege in sechs spielen gegen die volleyball-großmächte nordirland, zur zeit 122. und letzter der weltrangliste bei den herren http://www.fivb.org/en/volleyball/VB_Ranking_M_2013-01.asp, http://oevv.volleynet.at/News/0000082775) und gegen das nicht einmal in der weltrangliste aufscheinende liechtenstein bei den damen (http://oevv.volleynet.at/News/0000082785). Die damen hatten ihr auftaktspiel gegen die in der weltrangliste an 57. stelle klassierten griechinnen 0:3 verloren (http://www.fivb.org/en/volleyball/VB_Ranking_W_2013-01.asp, http://oevv.volleynet.at/News/All/2013/05/0000082767) und wurden dann durch vom veranstalter inszenierte lichtspiele – so vermutet zumindest "teammanger" (sic!) antunovic – gegen die ebenfalls an 57. stelle der weltrangliste platzierten slowakinnen um den sieg gebracht (http://oevv.volleynet.at/News/All/2013/05/0000082777). Antunovic berichtet in dem artikel auch noch davon, dass man ob dieser unfairen aktion natürlich sofort protest eingelegt hat. Na da wünsche ich schon viel erfolg. Voll unfair ist das, da wird man wieder voll enttäuscht gewesen sein. Ja, so steht das wirklich im bericht über das spiel gegen die griechinnen (http://oevv.volleynet.at/News/All/2013/05/0000082767). Voll enttäuscht sind die spielerinnen gewesen! Sprachlich geschliffen ist das nicht gerade, aber vermutlich ist das schon ein vorgriff darauf, was uns bei flächendeckender einführung der unsäglichen turnstunde auf kosten des deutsch- und mathematikunterrichts erwartet. Voll spannend wird das werden und voll lustig, aber unfreiwillig. Ich möchte auch noch ein wenig nachhaken, was die qualifikation des herrn antunovic für den posten des övv teammanagers betrifft. Gab es da ein anforderungsprofil für den job und vielleicht sogar eine ausschreibung? Ich bin da voll des zweifels, also ich zweifle da voll, sozusagen. Und ist der herr antunovic jetzt nur bei den damen manager oder übt er diese funktion auch bei den herren aus? Das detail, dass die damenteamtrainerin gleichzeitig auch trainerin von svs post ist bzw. war erwähne ich nur der vollständingkeit halber. Ihren teil dazu werden sich meine mündigen leserinnen und meine mündigen leser auch ohne weiter kommentare meinerseits denken.
Und wie ist es den herren ergangen? Bevor man über die nummer 122. der weltrangliste aus nordirland hinweggefegt ist – nein, nein, nein das mit dem hinwegfegen hat nicht der zynische blogger erfunden, hinweggefegt steht da wirklich auf der övv-homepage – war von einem sturm nicht viel zu spüren, da war das eher ein laues lüftchen, das unsere herrennationalmannschaft bei der 1:3 niederlage gegen belgien – aktuell die nummer 41 der welt – und bei der 0:3 niederlage gegen rumänien – aktuell die nummer 36 der welt - entfacht hat (http://www.fivb.org/en/volleyball/VB_Ranking_M_2013-01.asp, http://oevv.volleynet.at/News/All/2013/05/0000082757, http://oevv.volleynet.at/News/All/2013/05/0000082769, http://oevv.volleynet.at/News/All/2013/05/0000082775). Und wieder hat man eine qualifikationschance bereits in der ersten phase nicht nützen können. Das bringt mich dazu die bilanz des jetzigen teamtrainers in bewerbspielen zusammenzufassen: eurovolley 2011, 0 siege 3 niederlagen, 0:9 sätze, olympiaquali für london, 0 siege 2 niederlagen, 1:6 sätze, zweite qualirunde, die erste musste man nicht spielen, für die eurovolley 2013, 2 siege 4 niederlagen, 9:15 sätze, erste wm-qualirunde für die wm 2014, 1 sieg und 2 niederlagen, 4:6 sätze. Das ergibt insgesamt eine bilanz in 14 bewerbspielen von 3 siegen und 11 niederlagen mit einem satzverhältnis von 14:36 (die ergebnisse der holly-knolly ferienliga, aka european league, habe ich mir aus gründen der sportlichen wertigkeit erlaubt, nicht in meine betrachtungen einzubeziehen). Na, berauschend ist das nicht gerade. Da sollte man sich beim övv doch gedanken nach den gründen für das eher mäßige abschneiden der nationalmannschaft machen. Die ausrede, dass der teamchef auf einige spieler verzichten musste, wird auch davon nicht besser, dass man sie wortgleich in allen drei spielberichten auf der övv-homepage wiederholt.
Und auch die dort thematisierte nachnominierungspolitik des teamchefs, der für den verletzten libero mathias kienbauer mit stefan lechner einen gelernten mittelblocker in den kader berufen hat, wird durch dreimalige wiederholung in den genannten artikeln und deren schon gewohnter verdoppelung auf der homepage der hotties um nichts verständlicher bzw. nachvollziehbarer.


Das ist ja fast so als würde marcel koller im fußball für den verletzten ersatztormann einen stürmer nachnominieren  und darauf hoffen, dass dem einser-goalie nichts passiert. Musste da ein hottie für einen hottie oder noch besser ein akademieabsolvent aus sportpolitischen gründen nachnominiert werden, damit man, wenn vielleicht doch irgendwann einmal ein evaluierung der akademie von hhvmir stattfindet etwas vorweisen kann, das die hundertausenden investierten euros rechtfertigt? Es wäre ja schon interessant gewesen, wie der teamchef auf einen möglichen ausfall des stammliberos philipp kroiss reagiert hätte. Mittelblocker sind, und das weiß ich aus meinem ganz privaten umfeld, nicht gerade die geborenen annahmekünstler. Apropos liberos: in diesem dreifach wiederholten absatz vom ausfall der stammspieler wird auch frederick laure als ein spieler, der, wie reiser, koraimann, schneider und kohlhauser, nicht fit wurde genannt. Also entweder leidet man beim övv an realitätsverweigerung oder man ist uninformiert oder man verbreitet ganz bewusst unwahrheiten. Sogar in einem artikel im kurier wird diese version vom nicht fitten frederick laure publiziert. Schlecht recherchiert, setzen, kann ich da nur sagen (http://kurier.at/sport/sportmix/erster-aufschlag-fuer-das-match-um-die-wm/13.411.347). Dankenswerterweise hat mir der user terramagna einen link zu einem zeitungsartikel geschickt, aus dem hervorgeht, dass frederick laure seine volleyballkarriere beendet hat und ab 1. juli als sportlicher leiter bei uvc graz arbeiten wird (http://www.kleinezeitung.at/steiermark/leoben/3303930/laure-zurueck-fuer-zukunft.story). Wenn man den artikel liest findet der schelm in mir, der böses denkt, einen guten grund, warum der övv nichts über laures neue tätigkeit berichtet. Laure spricht von der guten jugendarbeit in graz. Das wäre ja noch nicht wirklich verfänglich, aber dann kommt’s: er spricht auch davon, dass die jungen spieler forciert werden müssen und dass man 2 legionäre verpflichten soll, von denen die jungen lernen und profitieren können. Danke! Meine red’, wie man so sagt, und dem freddie laure werden die selbsternannten und sonstigen experten, anders als mir kleinem blogschreiber, wohl nicht vorwerfen können, dass er nichts vom volleyball versteht. Ah ja, a propos legionäre: ich hab’ wieder ein bisschen in den weiten des www gestöbert und unter http://www.voleiromania.ro/competitii/da1m-2012-13-sezonul-regulat-5-25.html informationen über die rumänische liga gefunden, die auch unserem teamchef bekannt sein sollten. Da sind bei insgesamt 11 vereinen 29 legionäre engagiert, wobei allerdings 2 vereine 16 legionäre in ihren reihen haben und die restlichen 9 sich dreizehn legionäre teilen. Und uhpir muss sich keine sorgen machen, dass ich mich da tagelang mit recherche quälen musste. Ein paar klicks im internet und ein paar einfache additionen, die auch jemand der „nicht so gut mathematik kann“ um es mit den worten von uhpir zu sagen in 5 minuten ohne taschenrechner schafft und schon hat man alles was man braucht. Und damit man mir nicht von hoher und höchster stelle eine gewisse themenverengung vorwirft möchte ich noch einen anderen aspekt in die diskussion werfen, und die legionärsproblematik sozusagen wenden. In unserem nationalteam gibt es mittlerweile zahlreiche spieler, die bei ausländischen klubs engagiert sind. Über diese spieler und ihre mannschaften wurde in einer von mir hier schon mehrfach kritisierten und wegen ihres großspurigen titels „unsere stars in europa“ auch ab und zu verspotteten rubrik auf der övv homepage regelmäßig berichtet. Wirklich einen stammplatz erspielt haben sich in ihren jeweiligen mannschaften nur der routinier philip schneider und der junge peter wohlfahrtstätter. Marcus guttmann, philip ichovski und florian ringseis, letzterer gehört nicht dem kader der nationalmannschaft an, haben den großteil der saison auf der bank verbracht oder waren zum teil - wie guttmann - nicht einmal im kader. Und auch thomas zass und oliver binder haben in der entscheidenden phase der meisterschaft immer weniger einsatzzeit bekommen. Spielpraxis, sicherheit und selbstvetrauen gewinnt man so nicht. Und wenn man sich simon frühbauer als warnendes bespiel ansieht, der nach einem eher bescheiden erfolgreichen gastspiel in deutschland den großteil der vergangenen saison mit einer zusammengebastelten klagenfurter mannschaft im unteren tabellendrittel herumgrundeln durfte, stellt sich die frage, ob nicht so manches dieser – zu raschen – auslandsengagements nur ein marketinggag für die verantwortlichen im övv war. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass das vergangene jahr für die entwicklung von alex berger und lorenz koraimann bei innsbruck mehr gebracht hat als so manches der oben genannten auslandsabenteuer. Die problematik der mangelnden spielpraxis wird übrigens von kompetenter stell auch im fußball hinterfragt (http://sport.orf.at/stories/2183327/2183328/).

Zum schluss noch ein themenwechsel und ein nachtrag zu meinem wutbürgerlichen vorschlag, steuerflüchtlingen die österreichische staatsbürgerschaft abzuerkennen. Ein top-kandidat für eine solche maßnahme wäre der stratosphärenhüpfer, diktaturbefürworter und steuerflüchtling felix baumgartner (http://www.kleinezeitung.at/sport/stratos/3152273/baumgartner-wuerden-gemaessigte-diktatur-brauchen.story, http://derstandard.at/1363711653918/Warum-Felix-Baumgartner-kein-Sportler-ist). Her mit dem pass und ab ins steuerparadies, und tschüss.

Und ganz zum schluss noch einmal ein themenwechsel oder eigentlich doch nicht. Das fundstück der woche kommt diesmal aus dem letztwöchigen falter. Dort wurde peter schröcksnadel in der rubrik „jenseits“ als olympiakoordinator für die sommerspiele wilkommen geheißen.


Der mann ist ja offenbar noch beliebter als uhpir/hhvmir. Da muss man sich nur die zig kommentare zum hier schon letzte woche verlinkten artikel im standard durchlesen (http://derstandard.at/1363711309483/Schroecksnadel-soll-den-Sommer-retten). Aber mit uhpir versteht er sich offenbar sehr gut. Er war ja wie uhpir einer der präpotenten – äh – proponenten heißt das doch, der kampagne zur unsäglichen turnstunde (http://www.bso.or.at/fileadmin/Inhalte/Dokumente/Turnstunde/Turnstunde_Pressekonferenz_Nachbericht.pdf).

Und jetzt wirklich ganz zum schluss habe ich noch eine frage an uhpir, nein, nein, nicht nach finanzierungsdingen, ausschreibungen etc., diese fragen kommen ja ohnehin gleich weiter unten. Wie man unter http://science.orf.at/stories/1718182/ lesen kann wurde kürzlich das neue „diagnostic and statistical manual of mental disorders 5“ kurz dsm5 bei der jahrestagung der  american psychiatric association mit vielen neuen psychopathologien vorgestellt. Ich bitte dringend um nachricht ob meine psychische störung, z.b. als „austrian volleyball distress syndrom“ oder besser noch als, den zeitpunkt des wiederkehrenden auftretens berücksichtigend, „blogger’s late evening disease“ mit der schönen abkürzung BLED eingang in dieses handbuch gefunden hat. Um weitere diagnosevorschläge wird gebeten.


Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Wien, 28.05.2013, 01:27 mez