Dienstag, 10. Dezember 2019

Von zuschauerzahlen irgendwo zwischen traum und wirklichkeit, von multiple choice tests in volleyballhallen und von einem neuen austragungsort für den schneehüpfsport

Wien, 09.12.2019, 23:07 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

so, dieses mal gibt’s zur abwechslung einmal etwas positives zu berichten aus einem internationalen cupbewerb. Der österreichische damenmeister linz/steg hat im sechzehntelfinale des challenge cups sempeter aus slowenien auswärts mit 3:1 geschlagen und sich damit eine sehr gute ausgangsposition für das rückspiel geschaffen (https://www.cev.eu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=37145&ID=1198&CID=6634&PID=1957). Gratulation zu diesem raren lichtblick in einem internationalen bewerb. Bei aller freude über den sieg sollte man dann aber doch nicht vergessen, dass es sich beim challenge cup um die dritte und damit unterste kategorie der europäischen cupbewerbe handelt. In der championsleague hat sich im letzten jahrzehnt nur graz, und zwar in der vergangenen saison, mit mäßigem erfolg, ausgeschieden in der ersten qualirunde, versucht (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=1119https://www.cev.eu/Competition-Area/competition.aspx?ID=1119&PID=-2). Davor hat in der saison 2008/2009 als letzter österreichischer verein svs post an der championsleague teilgeommen (https://www.cev.eu/Competition-Area/competition.aspx?ID=426&PID=869). Das ist sozusagen die eine, eher traurige seite der medaille. Die andere auch nicht gerade zu begeisterungsstürmen verleitende ist die, dass sempeter natürlich nicht die topmannschaft aus slowenien ist. Der slowenische meister branik maribor spielt im gegensatz zum österreichischen meister natürlich in der championsleague (https://www.cev.eu/Competition-Area/competition.aspx?ID=1196&PID=1945). Und der vizemeister aus slowenien, nova gorica, spielt in der 2. kategorie der clubbewerbe, im cev cup (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=1197).

Und grundsätzlich ist es ein ziemliches armutszeugnis – zum teil im wahrsten sinn des wortes – für den österreichischen damenvolleyballsport, dass es sich nur ein einziger verein sportlich, und vermutlich auch finanziell zutraut, in einem internationalen cupbewerb zu nennen. Im vorjahr war österreich noch mit dem meister zuerst in der championsleague und dann im cev cup vertreten und mit zwei vereinen im challenge cup (https://www.cev.eu/Competition-Area/competition.aspx?ID=1120&PID=-2https://www.cev.eu/Competition-Area/competition.aspx?ID=1121&PID=-2). Ok, ok, die erfolge waren überschaubar, um es höflich zu formulieren. Graz ist nach dem ausscheiden in der champiosnleague quali in den cev cup gewechselt und ebendort im achtelfinale ausgeschieden, salzburg hat es in der qualiphase des challenge cups erwischt und perg im sechzehntelfinale, für das man direkt qualifiziert war (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=1121https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=1121). Also wenn ich jetzt wieder einmal ganz, ganz böse bin, würde ich vorhersagen, dass es dieses jahr weniger niederlagen geben wird, in den internationalen clubbewerben der damen für die österreichischen vertreter.

Ah ja, noch einen erfolg hat es gegeben, für einen österreichischen club in einem internationalen bewerb. Sogar auswärts und quasi ein kantersieg. In der mevza hat aich/dob gewonnen. 3:0. Auswärts in zwettl. Gegen waldviertel (http://mevza.volleynet.at/DVStatistik/24798/102094). Blöderweise hat es damit aber auch wieder eine niederlage gegeben für einen österreichischen verein in einem internationalen bewerb. Noch dazu daheim, quasi niedergekantert. In der mevza hat waldviertel verloren. 0:3. Daheim in zwettl. Gegen aich/dob (http://mevza.volleynet.at/DVStatistik/24798/102094). Ein schlager war das auch noch dazu, zumindest laut övv-meldung unter http://www.volleynet.at/ried-holt-sich-platz-vier-zurueck/, weil das spiel nicht nur für die mevza gewertet wurde sondern auch für die österreichische i bims deinz liga. 613 fans waren in der halle. Respekt!


Weniger respekt von meiner seite gibt’s da für einen anderen, etwas schwächeren zuschauermagneten in der liga. Da hab‘ ich doch sie amstettner für ihre von mir vermutete ehrlichkeit gelobt und für ihre leidensfähigkeit bewundert, wenn sie wieder einmal 47 zuschauer in der neu renovierten johann pölz halle gezählt hatten. Und dann hat mit so ein ganz böser maulwurf gesteckt, dass bei der heimniederlage gegen klagenfurt, nicht die angegeben 50 fans in der halle waren, die waren interessanterweise ja auch schon beim vorangegangenen heimspiel gegen aich/dob in der halle, sondern nur 18. Na gut, die amstettner könnten jetzt argumentieren, dass maulwürfe ja nicht die beste sehkraft hätten, aber den unterschied zwischen 50 und 18 fans sollte wohl auch ein maulwurf, und dazu noch ein gewöhnlich gut informierter, ausmachen können.


  
Beim vom övv ein wenig zu martialisch als befreiungsschlag bezeichneten heimsieg gegen weiz waren dann nicht die aufrechten 50 fans in der halle, sondern ganz genau 46 (http://www.volleynet.at/amstettnern-gelingt-mit-sieg-ueber-weiz-befreiungsschlag/).  


Generell sollte man sich beim övv überlegen, wie man den wahrheitsgehalt der auf den spielberichten angegebenen und offenbar – zumindest in manchen hallen - zwischen traum und wirklichkeit angesiedelten zuschauerzahlen überprüfen könnte.

Aber das sich nicht gerade überschlagende zuschauerinteresse ist ja nur eine der gegenwärtigen baustellen im österreichischen volleyball. Eine andere ist die vakanz, also genauer gesagt die kaum zu füllende lücke, die uhextztt hinterlassen hat. Gibt’s bereits kandidaten, oder wird gar schon verhandelt? Oder ist es realitätsnäher sich zu fragen, wer sich diesen job unter den vom övv gebotenen bedingungen antut? Also ganz genau und auf den punkt gebracht heißt die frage, die sich vermutlich nicht nur mir stellt: hat der övv überhaupt genug finanzielle mittel um sich einen spitzentrainer leisten zu können? Ein gutes hätte ein knapper budget allerdings: ein 5-jahresvertrag, oder war es gar ein 10-jahresvertrag, wie für micha warm wird sich da wohl nicht ausgehen.

Ah ja, a propos baustellen und so: also ich hab‘ ja schon vor ein paar wochen die quais jährlichen änderungen des meisterschaftsformats angesprochen und ein ein treuer leser hat mich jetzt wieder darauf hingewiesen. Ich halte diese dauernden änderungen für absolut kontraproduktiv. Wer, außer den an einigen wenigen händen abzuzählenden wahren volleyballaficionados, kennt den genauen ablauf der heurigen meisterschaft? Also ich hätte da eine idee, bzw. einen vorschlag an die vereine, deren spiele gut besucht sind, also waldviertel, aich/dob, ried und graz, damit die sache auch repräsentativ wird: alle zuschauer bekommen einen fragebogen mit ein paar fragen zum meisterschaftsmodus, im multiple choice format, also 3 antworten pro frage, von denen eine richtig ist, z.b.:

Was passiert nach dem grundurchgang:
A der erste spielt gegen den letzten im ko modus
B die oberen vier spielen in hin- und rückrunde um die meisterschaft, die unteren gegen den abstieg
C setzrunde 1-4 setzrunde 5-8 mit nachfolgendem ko modus

Also mit ein bisschen fantasie lassen sich da sicher drei bis vier fragen mit jeweils drei bis vier antwortmöglichkeiten formulieren. Man könnte dann noch den schwierigkeitsgrad erhöhen, und eine frage zum letztjährigen meisterschaftsmodus stellen. Und ich getraue mich zu wetten, dass nicht einmal die hälfte der fans mehr als die hälfte der fragen richtig beantworten kann. Und das hat ganz sicher nichts damit zu tun, dass die zuschauerInnen sich nicht für den volleyballsport interessieren würden. Ah ja, und das wichtigste wäre es, die ergebnisse dann an den övv zu schicken. Und ich will ja nicht schon wieder den vergleich mit dem fußball strapazieren, aber kann sich wirklich jemand vorstellen, dass bei einer umfrage unter den fans in den stadien der großen österreichischen fußballvereine nicht >90 prozent der befragten über den meisterschaftsmodus bescheid wüssten? Aber beim övv ändert man ja das format auch noch, wenn ein bewerb bereits läuft. Siehe österreichischer cup.

So, und ein fundstück gibt’s auch noch. Wie man unter https://science.orf.at/stories/2995355 lesen kann, baut das gehirn bei langzeitaufenthalten in der antarktis ab und es verkleinern sich die bereiche, die für das gedächtnis und das räumliche denken zuständig sind. Also beim lesen dieser brandneuen studie hab‘ ich gleich an die tägliche kniebeuge gedacht und deren unermüdlichen promoter. Die tägliche kniebeuge bewahrt ja unsere kinder laut herrn kommerzienrat nicht nur vor dem blad werden sondern auch vor dem verblöden. Aber die kniebeuge ist wahrscheinlich zu wenig in der unwirtlichen, kalten und finsteren antarktis. Snowvolleyball ist die lösung, snowvolleyball in der antarktis unter der strengen aufsicht des schneekönigs, also des sonderbotschafters für diese lustige sportart, des high commissioner‘s for snow volleyball, abgekürzt hcsvb, peter kleinmann.

Ah ja a propos bewahren und so: also wovor uns ibiza unter anderem auch noch bewahrt hat, ist unter https://orf.at/stories/3146300 nachzulesen: pokercasinos als einnahmequelle für den sportminister und spielsüchtige als unfreiwillige geldgeber für den spitzensport. Grauslich.    

Warum ist der damalige övv-präsident peter kleinmann als oberster verbandsfunktionär im 
missbrauchsfall johannes h. nicht aktiv geworden, wenn es, wie peter kleinmann vor der presse sagte, hinweise gegeben hat, die darauf hingedeutet haben, dass mit diesem trainer etwas nicht stimmte?
Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio UND NACH PYEONGCHANG finanziert?

Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Wien 10.12.2019, 01:47 mez

Dienstag, 3. Dezember 2019

Von abgängen ins private und zugängen nach montana, von einer internationalen clubbilanz zum weinen und von weiterhin fehlenden zuschauermassen

Wien, 02.12.2019, 23:29 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

na jetzt überschlagen sich ja die abgänge beim övv. Nach dem wohl nicht ganz freiwilligen abgang des erfolgstrainers hat jetzt auch nik berger das schiff, also eigentlich eher das paddelboot övv verlassen. Und wenn man ein bisschen zwischen den zeilen liest was der orf unter https://sport.orf.at/#/stories/3056559/ und sogar der övv unter http://www.volleynet.at/nik-berger-wechselt-in-privatwirtschaft/ dazu schreibt, dann dürfte der abgang von nik berger wohl nicht ganz konfliktfrei verlaufen sein. Vom auseinaderklaffen von anspruch und realität ist da zu lesen, von sparmaßnahmen und nicht leicht zu realisierenden langzeitkonzepten. Die in beiden artikeln angeführten medaillen, em-bronze heuer durch ermacora/pristauz und wm-silber für doppler/horst bei der heim-wm 2017, sind halt nur ein ganz dünner lack über dem eher enttäuschenden abschneiden der övv-duos auf der fivb tour, das sich auch darin äußert, dass es noch keineswegs fix ist, dass überhaupt ein österreichisches beachvolleyballduo bei den olympischen spieln nächste jahr in tokio dabei sein wird. Die weltrangliste und die vorläufige liste der für olympia qualifizierten unter http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/WRanking_M.asp und unter http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/OGRanking_M.asp bzw. unter http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/WRanking_W.asp und unter http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/WRanking_W.asp geben nicht unbedingt zu übertriebener hoffnung anlass. Nur das damenduo schützenhöfer/plesiutschnig liegt zur zeit auf einem olympiaquotenplatz, allerdings auf einem sehr wackeligen. Und auch im nachwuchsbereich schaut es eher düster aus. De zeiten der gewonnenen medaillen bei internationalen nachwuchsmeisterschaften sind offenbar vorbei und es sind keine athletInnen in sicht, die in absehbarer zeit die lücke zu den etablierten nationalteamduos schließen werden.
Also ich wünsche dem neuen verantwortlichen für den beachvolleyballbereich, florian schabbauer, alles gute, geduld, ausdauer und viel glück. Vor allem letzteres wird er brauchen, um den österreichischen beachvolleyballsport aus den niederungen der gegenwart durch die mühen der ebene in die erhofften zukünftigen höhen zu führen.

A propos niederungen der gegenwart und so. Mitte letzter woche haben sich zwei fünftel der in internationalen cupbewerben engagierten österreichischen vereine aus ebendiesen verabschiedet. Am mittwoch letzter woche verlor zuerst waldviertel zunächst drei klare sätze und dann auch noch klar den golden set gegen scm craiova (https://www.cev.eu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=37100&ID=1195&CID=6622&PID=1951). Wenn man sich den gesamtpunktescore von 90 zu 71 ansieht, könnte man den erfolg der rumänen - um einen in der berichterstattung des övv gern verwendeten ausdruck zu gebrauchen - als ziemlichen kantersieg bezeichnen. Also gerungen, auch das niederringen ist ja ein lieblingsausdruck der övv-schreiberInnen, wurde da offenbar nicht.
Ein paar stunden später war es dann für ried nach einem 1:3 zuhause gegen kaposvar auch vorbei mit den internationalen bewerbsspielen (https://www.cev.eu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=37099&ID=1195&CID=6622&PID=1951). Mit dem gleichen ergebnis hatten die oberösterreicher schon das hinspiel in ungarn verloren.

Also nur so zum internationalen stellenwert des österreichischen clubvolleyballs. Der österreichische meister verabschiedet sich aus der championsleaguequali gegen ein team aus kroatien, der vizemeister zieht gegen ein team aus rumänien den kürzeren und der vierte der letzten meisterschaft verliert gegen eine mannschaft aus ungarn. Kroatien liegt in europa zur zeit auf platz 32 der rangliste, rumänien auf platz 25 und ungarn auf platz 33 und österreich hat sich ja, wie wir seit letzter woche wissen als 24. der rangliste als „respektierte top-25 mannschaft etbaliert“ (https://www.cev.eu/Rankings/Men.aspx). Fazit? Ausgeschieden sind die österreichischen vereine nicht gegen teams aus europäischen topnationen, sondern gegen clubs aus ländern die sich allesamt in der unteren hälfte der rangliste mehr – wie österreich – oder weniger respektiert tummeln.

Ah ja, noch etwas, auch wenn der werner bader das thema für abgelutscht hält: zagreb, die mannschaft, die den österreichischen meister aus der cahmpionsleaguequali eliminiert hat, spielt mit zwei legionären (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionTeamDetails.aspx?TeamID=11431&ID=1193), craiova, der gegner der waldviertler hat vier legionäre im kader (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionTeamDetails.aspx?TeamID=11495&ID=1195) und kaposvar drei (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionTeamDetails.aspx?TeamID=11502&ID=1195). Und die die österreichischen mannschaften? Aich/dob hat neun legionäre im kader (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionTeamDetails.aspx?TeamID=11424&ID=1193), walviertel zehn (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionTeamDetails.aspx?TeamID=11496&ID=1195) und ried immerhin fünf (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionTeamDetails.aspx?TeamID=11501&ID=1195). Noch fragen?

Und sozusagen als appendix zur misserfolgsserie auf internationalem niveau hat auch noch aich/dob beigetragen, mit einer 2:3 auswärtsniederlage gegen kastela in der mevza (http://mevza.volleynet.at/DVStatistik/24798/102092). Ah ja, kastela hat drei legionäre im kader (http://mevza.volleynet.at/Kader/24798-31062).

In der österreichischen i bims deinz bank liga haben die dort engagierten mannschaften zwischen 10 und 12 spielen absolviert. Dort ist 2 bis 4 runden vor ende des grunddurchganges alles klar bis auf den noch zwischen klagenfurt und ried umkämpften vierten platz (http://www.volleynet.at/bewerbe/H1/phase/GD/saison/19-20/). Und die zuschauerzahlen deuten auch nicht gerade daraufhin, dass sich da im österreichischen volleyballsport ein popularitätsschub ankündigt. 75 zuschauerinnen wollten sich das spiel sokol gegen waldviertel nicht entgehen lassen, genau 200 fans sahen ein ziemlich spannendes 2:3 von ried gegen graz, 84 zusschauerInnen fanden den weg in den klagenfurter sportpark um die partie der hausherren gegen weiz zu verfolgen, 111 sahen in pliberk das kärntner derby zwischen aich/dob und klagenfurter – wobei ich da schon anmerken möchte, dass aich/dob auch schon einmal mehr fans in die heimhalle brachte und im amstetten sahen - ehrlich wie immer in den zahlenangaben – 50 zuschauerInnen das spiel amstetten gegen aich dob.








So und jetzt hab‘ ich mir noch angeschaut, ob das denn bei den damen genauso traurig ausschaut. Die antwort ist ein klares ja. Bei salzburg gegen post waren immerhin 102 zuschauerInnen live dabei, bei eisenerz gegen tirol, knapp die hälfte, nämlich 53, bei linz – bitteschön, das ist der meister – gegen hartberg waren 76 fans zugegen und bei innsbruck gegen klagenfurt waren es 34.





Ah ja, noch etwas berichtensertes gibt es, das den schreiberInnen der der övv-webpage nur einen zweizeiler, noch dazu versteckt im wöchentlichen legionärsbericht unter http://www.volleynet.at/oevv-legionaerinnen-vor-heissem-europacup-advent/,  wert war: der thaller max hat seine pläne jetzt doch wieder geändert und seine für ein jahr angekündigte paues vom volleyball schon nach ein paar wochen wieder beendet. Er spielt jetzt, wie man in besagtem artikel lesen darf, ab sofort in der bulgarischen liga bei montana volley. Na wahrscheinlich hat dem thaller max jemand darauf aufmerksam gemacht, dass eine einjährige pause für die weitere karriere nicht so ganz das wahre ist.

Ah ja, und fast hätte ich eine antwort auf moamer setas kommentar vergessen. Das mit dem volleyballentwicklungsland österreich unterschreibe ich uneingeschränkt, siehe auch oben zum internationalen abschneiden der österreichischen vereine. Und in noch einem punkt stimme ich mit moamer seta überein. Micha warm hat sicher dazu beigetragen, dass heute österreichische spieler im ausland engagiert sind. Meiner meinung nach sind die fähigkeiten des micha warm als spielervermittler allerdings um einiges höher einzuschätzen – und dafür spricht seine „erfolgsbilanz“ - als seine qualitäten als trainer.

Und ein schönes fundstück gibt’s auch noch, aus italien. Mich erinnert die aufbereitung der grafik ein wenig im stil an die berühmten panini-alben.  Danke an einen treuen leser für die zusendung, Als begleittext dazu hat er übrigens geschrieben: so geht volleyball. Dem kann ich nur beipflichten.



Warum ist der damalige övv-präsident peter kleinmann als oberster verbandsfunktionär im 
missbrauchsfall johannes h. nicht aktiv geworden, wenn es, wie peter kleinmann vor der presse sagte, hinweise gegeben hat, die darauf hingedeutet haben, dass mit diesem trainer etwas nicht stimmte?
Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio UND NACH PYEONGCHANG finanziert?

Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Wien 03.12.2019, 01:23 mez

Dienstag, 26. November 2019

Vom ende einer weiteren ära, von einem vierteljahrfinale und von der nostalgie auf den wegen zum buodcenter

Wien, 25.11.2019, 23:05 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

so, für all diejenigen unter meinen werten leserinnen und unter meinen werten lesern, die die kommentare zu meinen einträgen nicht lesen, möchte ich mich auch hier beim schlaflosen user oder bei der schlaflosen userin insomniac bedanken, der bzw. die mich auf einen ausgesprochen peinlichen fehler in meinem letztwöchigen eintrag aufmerksam gemacht hat. Ich stehe nicht an mich bei alex tusch für den ausdruck notunterkunft zu entschuldigen. Sein neuer verein, die grizzlies aus giesen spielen natürlich nicht in der zweiten deutschen bundesliga, sondern in ersten und damit war natürlich dieser ausdruck fehl am platz.

So aber jetzt zur topmeldung der letzten woche. Eine ära ist da schon wieder zu ende gegangen. Na servas. Und zwar die teamchefära des micha warm, seines zeichens angeblicher erfolgscoach der österreichischen herrennationalmannschaft. Unter https://sport.orf.at/stories/3056031/ werden die teilnahme an der weltliga und der dritte platz in der european league 2016 als seine erfolge angeführt. Also beim orf wundert mich diese eher kritiklose aufzählung von scheinbaren erfolgen. Beim övv wundert mich das eher weniger was da unter dem titel „ende einer erfolgreichen ära: övv und teamchef warm gehen getrennte wege“ an lobhudelei zu lesen ist (http://www.volleynet.at/eine-erfolgreiche-aera-ist-zu-ende-oevv-und-teamchef-warm-gehen-getrennte-wege/). Na echt aber auch, beeindruckend, ist sie, diese erfolgreiche ära, wirklich. Also da muss ich aber jetzt schon ein wenig korrigierend eingreifen und diese angeblichen erfolgreiche ära ein wenig genauer analysieren. Die als erfolg im orf-artikel erwähnte teilnahme an der weltliga hat sich das nationalteam nicht auf sportlichem wege erspielt, sondern man hat den platz, als drittplatzierter der european league, also der holli knolli ferienliga, quasi geschenkt bekommen, weil mazedonien als zweitplatzierter der european league auf die teilnahme an der weltliga verzichtet hatte (https://www.cev.eu/Competition-Area/competition.aspx?ID=939&PID=-2,https://de.wikipedia.org/wiki/Volleyball-Weltliga_2017). Ah ja und laut övv-präsident leitner sei das nationalteam unter michael warm von einer no-name-nation zu einer respektierten europäischen top-25 mannschaft geworden. Das ist unter https://sport.orf.at/stories/3056031/ auch noch zu lesen. Europäische top-25 mannschaft? Äh ja, bitte wie? Also das ist ja untertrieben, bitte seien wir doch nicht so bescheiden und stellen wir doch unser licht nicht unter den scheffel. Also wenn schon respektierte europäische mannschaft, dann top-24. Auf platz 24 liegt die nationalmannschaft in der europäischen rangliste nämlich zur zeit (https://www.cev.eu/Rankings/Men.aspx). Und hinter österreich liegen dann so volleyballgroßmächte wie dänemark, lettland, azerbaidjan und die schweiz. Respekt, respekt, kann ich da nur leise murmeln, vor den erfolgen und der arbeit von uhextztt. Also da muss ich mir jetzt doch tatsächlich die mühe machen, voll des respekts, die zahllosen erfolge des ex-teamchefs aufzuzählen:
2011: teilnahme an der eurovolley 2011, als gastgeber qualifiziert. 3 spiele, 3 niederlagen, satzverhältnis 0:9, 16. Und letzter platz in der finalrunde (https://www.cev.eu/Competition-Area/competition.aspx?ID=14&PID=-2,https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=14).
2012: olympiaqualifikation, 2 spiele 2niederlagen, im präqualifiaktionsturnier ausgeschieden (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=554).
2012: qualifikation für die eurovolley, 6 spiele, 4 niederlagen, als gruppendritter in der 2. qualirunde ausgeschieden (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=559).
2013: wm-qualifkation, 3 spiele, 2 niederlagen, als gruppendritter in der ersten qualirunde ausgeschieden (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=673).
2014: qualifikation für die eurovolley, 6 spiele, 6 niederlagen, ausgeschieden in der 2. qualirunde (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=700).
2016: qualifikation für die eurovolley, 6 spiele, 6 niederlagen, ausgeschieden in der 2. qualirunde (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=840).
2017: wm-qualifikation, 5 spiele, 3 niederlagen, ausgeschieden in der 2. qualirunde (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=976).
2019: qualifiziert als gruppenzweiter für die erstmals mit 24 statt mit 16 mannschaften ausgetragene finalrunde der eurovolley. 5 spiele, 5 niederlagen, 23. endrang unter 24 teams (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=1052https://www.cev.eu/Competition-Area/competition.aspx?ID=1052&PID=-2).
Eine wahrlich eindrucksvolle bilanz für eine fast 10-jährige trainertätigkeit. Also den 3. Platz in der holli-knolli kaschperlliga, die am grünen tisch erwirkte teilnahme  an der weltliga und die top-24 platzierung in der europäischen rangliste hätte ich jetzt fast vergessen. Aber dafür wurde der herr warm ja wohl auch nominiert in der kategorie trainerpersönlichkeit des jahres bei der diesjährigen sporthilfe gala. Und weil er dann doch nicht gewonnen hat bekommt uhextztt von mir noch als abschiedsgeschenk ein video mit dem legendären und andreas du-rieux als unerwartet kritischen und unerschrockenen interviewer des damals noch bartlosen micha warm. Ein klassiker quasi.


  
Und ein auch schon bei anderer gelegenheit hier verwendetes ständchen gibt’s noch als passende draufgabe dazu, dieses mal aber in einer anderen version unter https://www.youtube.com/watch?v=9N86E004LQc.

Spannend wird jetzt die beantwortung der auch schon von werner bader in seinem kommentar zu meinem letztwöchigen eintrag gestellten frage, wer nun als teamchef die erfolgsära des michael warm fortsetzen wird und unser team auf platz 23 der europäischen rangliste führen wird. Also das sind schon ziemlich große schuhe, die uhextztt hinterlässt. Dem siegergenetiker wären wohl selbst diese ausgelatschten schuhe zu klein. Und der hat jetzt, seit er nicht mehr als sportdirektor für den beachbereich beim övv zuständig ist, sicher ausreichend tagesfreizeit. Also der herr kommerzienrat hat ganz bestimmt die aktuelle mobiltelefonnummer seines spezis.  

Und was ist denn sonst noch so alles passiert im heimischen volleyballsport? Der termin für das vierte und letzte viertelfinalspiel im österreichischen cup der herren wurde, nachdem er noch letzte woche für den 29.11. festgelegt worden war, auf den 31.1. verschoben (http://www.volleynet.at/bewerbe/HCup/phase/_/saison/19-20/information/Termine). Am 31.1. treffen also hypo tirol und aich/dob aufeinander um den letzten semifinalisten zu ermitteln. Nur zur erinnerung: das erste viertelfinalspiel zwischen mils und graz fand am 9.11. statt (http://www.volleynet.at/bewerbe/HCup/phase/_/saison/19-20/information/Ergebnisse). Das heißt, dass man für die austragung der vier viertelfinalspiele fast 3 monate benötigt. Ein vierteljahrfinale sozusagen. Geht’s noch? Ich wiederhole mich, ich weiß, aber so, liebe övv-verantwortlichen, ruiniert man den zweitwichtigsten bewerb im österreichischen volleyball mutwillig und fahrlässig.
Ah ja, und die auslosung gibt’s bisher nur auf facebook.



In der mevza wurde in der vergangene woche gerungen und verloren wie unter http://www.volleynet.at/mevza-league-aich-dob-ringt-maribor-nieder/ zu lesen ist. Waldviertel verlor auswärts gegen ljubljana 0:3 und aich/dob war im ringkampf gegen maribor mit 3:2 erfolgreich (http://mevza.volleynet.at/DVStatistik/24798/102107,http://mevza.volleynet.at/DVStatistik/24798/102087). In der tabelle gibt das den 5. platz für aich/dob und den 7. unter acht teilnehmenden mannschaften für waldviertel (http://mevza.volleynet.at/Tabelle/24798). Ah ja, a propos internationale bewerbe: diese woche wird es für ried und waldviertel mit den rückspielen im challenge cup ernst (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=1195).

Und in der i bims deinz bank liga geht alles seinen gewohnten und mäßig spannenden gang, außer, dass aich/dob bereits zum zweiten mal fast ausgerutscht wäre. Dieses mal gab es gegen weiz einen knappen 3:2 sieg, vor leider nur 62 zuschauerInnen.


A propos zuschauerInnen und so: also gewohnt bescheiden waren die zahlen an diesem wochenende leider auch wieder in klagenfurt und in amstetten. 



Aber immerhin nähert man sich schön langsam, im gegensatz zum oben erwähnten cupbewerb, in der meisterschaft einem synchronosierten ablauf der einzelnen meisterschaftsrunden an wie unter http://www.volleynet.at/bewerbe/H1/phase/GD/saison/19-20/information/Tabelle zu sehen ist.


So, und weil ich heute so lange und so ausführlich eine ära beschrieben habe, gibt es dazu das passende fundstück, auch aus einer ära, einer anderen zwar, die schon vor ein paar jahren zu ende gegangen ist, oder besser – aber grammatikalisch unkorrekt – gesagt zu ende gegangen wurde vom sogenannten mister volleyball.


Der clou an dem foto, das mir ein treuer leser geschickt hat ist, dass diese tafel noch immer am wegweiser zum budo center hängt, obwohl die expertInnen dort schon vor einiger zeit unfreiwillig ausquartiert wurden. Ah ja, und dem judoverband, der auch auf dem wegweiser aufscheint, geht’s ja auch nicht so blendend wie unlängst unter https://sport.orf.at/stories/3054537/ zu lesen war.

Warum ist der damalige övv-präsident peter kleinmann als oberster verbandsfunktionär im 
missbrauchsfall johannes h. nicht aktiv geworden, wenn es, wie peter kleinmann vor der presse sagte, hinweise gegeben hat, die darauf hingedeutet haben, dass mit diesem trainer etwas nicht stimmte?
Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio UND NACH PYEONGCHANG finanziert?

Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Wien 26.11.2019, 01:36 mez

Dienstag, 19. November 2019

Von sehr attraktiven und sehr fernen fernreisezielen im sandhüpfsport, von grizzlybären und skorpionen und von einer termingestaltung zum abgewöhnen

Bari, 18.11.2019, 19:08 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

so heute beginne ich vorsorglich schon ein wenig früher mit meiner schreiberei, da ich mir nicht sicher bin, wie weit ich nach einem apulischen abendessen noch in der lage sein werde hier etwas einigermaßen sinnvolles und ersprießliches abzuliefern. Ok, ok manch kritische leserin und manch kritischer leser könnte jetzt anmerken, dass ich auch ohne vorangegangenes apulisches abendessen probleme mit dem sinnvollen und ersprießlichen habe.

Na dann geht’s also zum unwiderruflich letzten mal in die sandkiste und zwar nahe an die grenze zwischen mexiko und belize, ins mexikanische chetumal und zu einem wenigstens einigermaßen versöhnlichen saisonabschluss für die sandhüpfteams des övv. Verantwortlich für diesen waren die herrenteams seidl/waller und ermacora/pristauz, die bei diesem 4-sterne turnier den geteilten 5. platz belegten (http://worldtour.2020.fivb.com/en/829/men/standings). Das waren jetzt, und jetzt kommt der eher ernüchternde teil, die besten platzierungen neben ein paar geteilten 9. plätzen bei insgesamt 10(!) 4-sterne turnieren 2019 bei den herren. Bei den 3 5-sterne turnieren- wenn man die tour finals da dazu rechnet -  hat es nicht einmal zu einer einzige top-10 platzierung für die övv herren gereicht (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/calendar.asp?Type=39http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/calendar.asp?Type=38). Den einzigen top-10 platz für den övv holten bei den 5-sterne turnieren übrigens schützenhöfer/plesiutschnig als 9. in wien. Mager, mager, äußerst mager für die vom herrn kommerzienrat so bezeichnete beachvolleyballweltklassenation.

A propos 10 4-sterne turniere und so: also die inflationäre entwicklung der beachvolleyballturniere scheint ein ende zu haben, wenn man sich den kalender der für 2020 geplanten ...äh... events ansieht. Ok, ok, möglicherweise hat das damit zu tun, dass nächste jahr olympische spiele auf dem programm stehen oder damit, dass noch nicht alle turniere fixiert sind. Aber, laut heutigem stand ist der rückgang besonders bei den turnieren der niedrigsten kategorie beeindruckend. Liest da vielleicht gar  jemand von der fivb meinen blog? Ok, ich geb‘ es zu, das fällt jetzt unter ganz krasse, quasi kommerzienrathafte selbstüberschätzung. Aber auffällig ist es halt schon, dass es statt 18 1-stern turnier für frauen und 21 für männer 2019 (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/calendar.asp?Type=42) 2020 nur mehr 10 für frauen und 9 für männer geben wird. Darunter sind aber richtig tolle fernreiseziele wie guam gerade einmal 11.475 km von wien entfernt, also eh nur ein viertel der gesamten reisedistanz der in der 2. bundesliga, in gruppe 1 engagierten teams, und die cook-islands, schlappe 16.986km von wien entfernt, also vom reiseaufwand her echt kein lercherlschas (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/Calendar.asp). 2-sterne turniere gab es 2019 noch 6 für frauen und 3 für männer (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/calendar.asp?Type=41). 2020 werden 4 für frauen und 3 für männer sein (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/Calendar.asp). 3-sterne turniere waren es 2019 3 für frauen und 4 für männer (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/calendar.asp?Type=40) und 2020 bleibt die zahl gleich (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/Calendar.asp). Bei den 4-steren turnieren waren es 2019 10 für frauen und 11 für männer (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/calendar.asp?Type=39). 2020 sind es 9 bzw. 10 (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/Calendar.asp). Und bei den 5-sterne turnieren ist 2020 eines bei männer und frauen dazu gekommen, statt 3 2019 sind es jetzt 4 2020 (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/calendar.asp?Type=38,http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/Calendar.asp).

So aber jetzt schnell von den cook islands and guam in die heimischen volleyballhallen. Ok, zuerst geht’s einmal nicht in die heimischen hallen im strengen sinn. Unter http://www.volleynet.at/alexander-tusch-ist-jetzt-ein-grizzly/ wird die interessierte leserin und der interessierte leser davon in kenntnis gesetzt, dass der zweite aufspieler des nationalteams nach etwas längerem suchen jetzt doch noch einen verein gefunden hat und daher keine vermutlich doch nicht so ganz freiwillige einjährige pause einlegen muss wie der lustige thaller max. Der alex tusch ist in der zweiten deutschen liga untergekommen, bei giesen und hat sein totemtier gewechselt, vom skorpion zum grizzly. Skorpion werden sich jetzt manche leserinnen und manche leser fragen, skorpion? Die auflösung ist unter http://johnny-meinblock.blogspot.com/2015/07/vom-richtigen-weg-der-einmal-mehr-das.html zu finden. Damals gab’s diese lustigen spielerporträts, die im stile eines volksschulaufsatzes geschrieben waren und vermutlich auch deshalb und wegen der zum fremdschämen peinlichen inhalte aus den achiven der övv-website eliminiert wurden. Die opfer dieser halblustigen serie waren, falls ich mich richtig erinnere, neben alex tusch noch clemens unterberger, max thaller und peter wohlfahrtstätter. Nach vier wochen wurde die serie zu meinem großen bedauern eingestellt, wahrscheinlich deswegen, weil sich keiner der übrigen spieler öffentlich zum affen machen lassen wollte, nachdem es davor schon skorpione, adler und eichhörnchen gegeben hatte. Schade eigentlich um diese serie, echt. War sie doch ein zumindest vierwöchiger quell der steten erheiterung und ein fast unüberbietbarer ausgangspunkt für bösen spott. Aber im ernst und zurück zu alex-the grizzly-tusch: zweite deutsche liga? Ist das wirklich eine ernstzunehmende volleyballadresse oder doch eher eine notunterkunft. Ich überlasse die einschätzung meinen mündigen leserinnen und meinen mündigen lesern.

So aber jetzt geht’s wirklich in die heimischen hallen, und dort hat in der i bims deinz liga sokol schon das zweite kellerderby bestritten und verloren, diesmal gegen vca amstetten, und – tut mir als alten sokolesen leid das zu schreiben – das wird wohl nicht das letzte kellerderby gewesen sein für sokol (http://www.volleynet.at/kellerderby-an-amstetten/). Lustig, nein, eigentlich gar nicht lustig, sondern irgendwie bezeichnend für die sorgfalt im umgang mit informationen ist das auf der website des övv präsentierte ergebnis des kellerderbies.



Also eines muss ich dem vca, den ich ja nicht immer pfleglich behandelt habe in meinen blogeinträgen, lassen. Ehrlich ist man in amstetten, geradezu bis zur schmergrenze, was die korrekten angaben der zuschaueranzahl betrifft. Da wird wahrlich nichts beschönigt. 47 zuschauerInnen bei einem erstligaspiel. Respekt, also nicht für die zuschauerzahl, sondern für die ehrlichkeit.



Sonst geht’s eher mäßig spannend zu in der 1. liga. Vorne weg sind die üblichen zwei verdächtigen, ok, ok graz ist noch dran aber das finale wird es für die grazer wohl wieder nicht werden, ein sehr breites mittelfeld und ein kellerkind mit 0 punkten aus 9 spielen und eine tabelle in der 8(!) mannschaften zwischen 7 und 9 spiele bestritten haben (http://www.volleynet.at/bewerbe/H1/phase/GD/saison/19-20/). Ah ja a propos publikumsfreundliche termingestaltung und synchronisation der bewerbspiele und so: im österreichischen cup der herren wurde am wochende das dritte von vier viertelfinalspielen gespielt nachdem die ersten beiden viertelfinali bereits eine woche zuvor stattgefunden hatten. Ried gewann gegen st- pölten (http://www.volleynet.at/bewerbe/HCup/phase/_/saison/19-20/information/Ergebnisse). Und der termin für das vierte viertelfinalspiel zwischen tirol und aich/dob wurde unlängst, also vor wenigen tagen, für den 29.11. festgesetzt (http://www.volleynet.at/bewerbe/HCup/phase/_/saison/19-20/information/Termine). D.h. die vier viertelfinalspiele verteilen sich über einen zeitraum von fast drei wochen. So ruiniert man ganz konsequent den zweitwichtigsten bewerb im österreichischen volleyballsport.



Und international wurde auch wieder verloren ...äh... also ich meine gespielt in der vergangenen woche. In der mevza gab es nach einem kurzen zwischenhoch die zwei, fast bin ich geneigt zu sagen, üblichen niederlagen für aich dob, 0:3 auswärts gegen kamnik, und für waldviertel ebenfalls auswärts 1:3 gegen kastela (http://mevza.volleynet.at/DVStatistik/24798/102083http://mevza.volleynet.at/DVStatistik/24798/102085). In der tabelle gibt das dann den 4. bzw. den 6. Platz unter 8 teams für aich/dob bzw. für waldviertel (http://mevza.volleynet.at/Tabelle/24798). Na vielleicht sollte man sich schon rechtzeitig für das final four bewerben, dann spielt die platzierung keine rolle und es ist völligwurscht wie oft man noch verliert in den restlichen spielen. Und zu allem überdruss war dann für aich/dob auch in der championsleaguequali schluss. Oh i’m a poet and i didn’t know it. Aich/dob gewann zwar gegen zagreb daheim mit 3:1, verlor aber den golden set 15:9 (https://www.cev.eu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=36943&ID=1193&CID=6597&PID=1939). Ah ja, a propos user friendlyness und so. Also auch die cev hat da deutlichen aufholbedarf. Zwei tage nach dem spiel fand sich auf der cev website keine spur des golden sets zwischen aich/dob und zagreb.




Man stelle sich das wieder einmal im fußball vor, also quali für die championsleague, und zwei tage nach dem spiel fehlt auf der website der uefa das ergebnis des elfmeterschießens. Vorstellbar? Eher nicht, denke ich.     

Warum ist der damalige övv-präsident peter kleinmann als oberster verbandsfunktionär im 
missbrauchsfall johannes h. nicht aktiv geworden, wenn es, wie peter kleinmann vor der presse sagte, hinweise gegeben hat, die darauf hingedeutet haben, dass mit diesem trainer etwas nicht stimmte?
Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio UND NACH PYEONGCHANG finanziert?

Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Bari 19.11.2019, 00:19 mez

Dienstag, 12. November 2019

Von den gefahren des live streams, von peinlicher internationaler absenz und von überraschenden adpatierungen eines mäßig attraktiven bewerbs

Solingen, 11.11.2019, 22:36 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

also vom 1-stern sandhüpfevent in tel aviv gibt es aus österreichischer sicht nichts großartiges zu berichten. Bei den herren belegten kopschar/friedl den 13. platz, schosswohl/gersin blieben in der quali hängen (http://worldtour.2020.fivb.com/en/846/men/standings). Bei den damen waren wieder einmal freiberger/teufl und friedl/pfeffer auf reisen. Sie belegten immerhin den 4. bzw. den 5. platz (http://worldtour.2020.fivb.com/en/846/women/standings). Diese woche geht’s in chetumal in mexiko, bei einem 4-sterne turnier um punkte (http://worldtour.2020.fivb.com/en/829). Bei den herren sind von övv-seite ermacora/pristauz und seidl/waller am start, bei den damen scheint kein övv-team im raster auf, da schützenhöfer/plesiutschnig verletzungsbedingt in mexiko nicht nach mexiko reisen werden. Baldige besserung von dieser stelle an lena plesiutschnig.

So, und besser zum aktuellen wetter passend, geht es jetzt in die halle. Wie von mir befürchtet sind die internationalen cupbewerbe aus österreichischer sicht losgegangen, nämlich mit zwei 1:3 auswärtsniederlagen, einmal für aich/dob in der 2. runde der championsleaguequali für die gruppenphase gegen mladost zagreb und einmal für ried im challenge cup gegen kaposvar aus ungarn (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=1193,https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=1195). Was mir jetzt noch so bei der, zugegebenermaßen nicht gerade intensiven, beschäftigung mit den internationalen cupbewerben aufgefallen ist, ist die fast völlig absenz österreichischer vereine in den damenbewerben. Da habe ich nur askö linz im challenge cup gefunden (https://www.cev.eu/Competition-Area/competition.aspx?ID=1198&PID=1956). In der championsleague der damen nimmt schon seit jahren kein österreichischer verein teil und dieses jahr beschickt man nicht einmal mehr den zweitwichtigsten internationalen bewerb, den cev cup (https://www.cev.eu/Competition-Area/CompetitionView.aspx?ID=1197). Auch ein zeichen dafür, wo der österreichische damenvolleyballsport sich international gerade befindet. Na immerhin in der holly-knolli ferienliga war man mit der nationalmannschaft präsent. Ah ja, gab’s da nicht vor nicht allzu langer zeit sogar strafen, wenn man sich über die meisterschaft für einen internationalen bewerb qualifiziert hatte, und sich dann entschloss, doch nicht international zu spielen? 

In der mevza spielt auch heuer wieder, so wie auch schon im vorjahr kein österreichischer verein im damenbewerb mit (https://mevza.volleynet.at/Ligen/24799). Wobei man fairerweise zugeben muss, dass sich auch ungarn, tschechien und die slowakei aus der damenabteilung der mevza zurückgezogen haben. Na, da ist man auf dem besten weg in eine holli-knolli-spaßliga für vereinsmannschaften. Ui, hoppala, fast hätte ich auf die internationale erfolgsmeldung der woche vergessen. In der herrenabteilung gab es in einer woche so viele siege für österreichische vereine wie in der ganzen bisherigen mevza-saison zusammengenommen. Nämlich gleich zwei. Aich/dob gewann zuhause 3:1gegen ljubljana und waldviertel sogar 3:0 gegen maribor (http://mevza.volleynet.at/DVStatistik/24798/102080,http://mevza.volleynet.at/DVStatistik/24798/102078). Auch im herrenbewerb hat sich der ungarische vertreter heuer aus der mevza verabschiedet, die tschechen und slowaken nehmen schon seit längerem nicht mehr an der liga teil. Weitere entwicklung? Siehe oben, fürchte ich.

Und was gibt’s in der heimischen i bims deinz bank liga? Kein live scoring, am samstag.


Aber zumindestens der live stream hat funktioniert. Obwohl, wenn dann solche bilder geliefert werden, sollte man sich bei den verantwortlichen beim övv doch fragen, ob man das überhaupt herzeigen will.



A propos i bims deinz liga: die hinrunde ist fast schon durch und – auch wenn das schön langsam fad wird, oder - wie der werner bader sagen würde – abgelutscht – die positionen sind bezogen und die spannung ist nicht einmal mäßig. Vorne die üblichen verdächtigen und hinten auch, nur das die klagenfurter mit den amstettnern rollen getauscht habe. Ein attraktiver bewerb schaut definitiv anders aus.

Und gleich noch ein a propos: a propos attraktiver bewerb und so. Da fällt mir doch glatt der österreichische cup ein, der sich ja bis jetzt als wahrer zuschauermagnet erwiesen hatte. In den viertelfinalspielen zwischen mils und graz und oberndorf und klagenfurt hat sich der trend in mils mit 51 zuschauern fortgesetzt wohingegen in oberndorf erfreulicherweise 130 fans den weg in die halle fanden.



Ob sich die attraktivität des cupbewerbes mit dem jetzt offenbar eilig für den 29. februar und den 1. märz in graz angesetzten final four heben lässt, darf bezweifelt werden (http://www.volleynet.at/austrian-volley-cup-final4-steigt-im-raiffeisen-sportpark-graz/). Auf der website des övv ist ja noch immer der ursrprüngliche bewerbsablauf mit viertelfinale, semifinale und finale, ganz ohne final four zu finden.


Und warum man diese änderung mitten im laufenden bewerb macht, ist auch nicht ganz nachvollziehbar. Hat man die grazer erst überreden müssen, sich wieder die organisation des final four anzutun? Gibt es keinen anderen veranstalter, der sich anbietet? Fragen, und wie in alten zeiten des herrn kommerzienrates, keine antworten. 
    
Und das fundstück dieser woche lässt sich unter https://sport.orf.at/#/stories/3055695/ nachlesen und passt wieder einmal zu einem meiner lieblingsthemen – nein es ist nicht die abgelutschte legionärsfrage – zur unseligen verfilzung von sport und – an sich – legalen oder besser gesagt leaglisierten sportwetten, also quasi an diverse wettanbieter freiwillig abgeführte deppensteuer. Sportwetten und sport vertragen sich halt nicht und wenn wettanbieter zu sponsoren werden bedeutet das, dass man halt den bock zum gärtner macht, oder den teufel mit dem beelzebub austreibt.

Warum ist der damalige övv-präsident peter kleinmann als oberster verbandsfunktionär im 
missbrauchsfall johannes h. nicht aktiv geworden, wenn es, wie peter kleinmann vor der presse sagte, hinweise gegeben hat, die darauf hingedeutet haben, dass mit diesem trainer etwas nicht stimmte?
Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio UND NACH PYEONGCHANG finanziert?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Solingen 12.11.2019, 00:28 mez

Dienstag, 5. November 2019

Von abgelutschten themen, von einem krachend gescheiterten publicity stunt und vom gestrigen geschwätz

Wien, 04.11.2019, 22:57 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

na wie ich es letzte woche hier aufgrund der setzliste prophezeit habe, war für die in qinzhous sandkisten beim dortigen 3-sterne turnier tätigen övv teams – also genau genommen nur für eines dieser team - was zu holen. Abgeholt haben es ermacora/pristauz, die als nummer zwei des turniers gesetzt waren und sich, sozusagen standesgemäß, den zweiten platz sicherten (http://worldtour.2020.fivb.com/en/mqin2019/men/teamsinfo/maindraw,http://worldtour.2020.fivb.com/en/827/men/standings). Gratulation dazu von hier aus. Allerdings darf man den jubel auf der övv-website und den fast deckunsgleichen auf der orf-website schon ein wenig relativieren (https://sport.orf.at//stories/3055361/http://www.volleynet.at/ermacora-pristauz-jubeln-ueber-world-tour-silber/). Die dort bejubelten siege gegen teams aus brasilien, finnland, china, der ukraine und russland erreichten die beiden - der reihe nach – gegen die nummer 230, die nummer 59, die nummer 37, die nummer 43 und die nummer 165 der welt (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/WRanking_M.asp). Ermacora/pristauz liegen an der 35. position. Die anderen övv-teams die in china am start waren erreichten die plätze 25, winter/hörl bzw. 33, trummer/friedl bei den herren und einen 17. platz, strauss/strauss, bei den damen (http://worldtour.2020.fivb.com/en/827/women/standings). Beim in etwas mehr als einer woche beginnenden 4-sterne turnier in chetumal, mexiko, wird die konkurrenz schon ein wenig stärker sein, wie sich aus den setzlisten unter http://worldtour.2020.fivb.com/en/mche2019/men/teamsinfo/maindraw und http://worldtour.2020.fivb.com/en/wche2019/women/teamsinfo/maindraw schließen lässt.

So und jetzt von der sandkiste wieder zurück in die halle mit einem kleinen umweg zur sporthilfe gala, bei der am letzten donnerstag – aus welchen gründen auch immer – uhtztt als trainerpersönlichkeit des jahres nominiert war. Und leider nein. Leider hat das betteln um stimmen auf der website des övv nicht gereicht. Und wahrscheinlich verschweigt man uns auf der övv-website daher auch den ausgang der wahl: trainer des jahres wurde wolfgang adler, der coach der siebenkämpferin veronika preiner, die kürzlich bei der leichtathletik-wm die bronzemedaille gewonnen hatte (https://sport.orf.at/stories/3054183/). Echt urunfair ist das, wo doch der herr warm auch eine bronzemedaille gewonnen hat mit der österreichischen herrennationalmannschaft, zwar nicht bei einer wm aber immerhin in der jetzt als european silver league bezeichneten holli-knollli-ferienliga.



So aber jetzt geht’s wirklich in die halle und da muss ich schon dem user werner, ich denke es ist der werner bader, mit dem ich ja sehr oft, aber halt nicht immer einer meinung war und bin, widersprechen. Ich halte das legionärsthema für ganz und gar nicht abgelutscht. Ganz im gegenteil, ich halte die legionärsfrage gerade jetzt für hochaktuell, wo bis auf zwei teams in der höchsten spielklasse alle anderen mannschaften glauben sich mit legionären verstärken zu müssen. Über die qualität mancher dieser engagierten legionäre gibt der vca amstetten – vermutlich unfreiwillig – auskunft. Mit einer vollen legionärstruppe haben die amstettner gerade gegen weiz ihre fünfte niederlage im sechsten spiel eingefahren (http://www.volleynet.at/bewerbe/H1/phase/GD/saison/19-20/). Und noch ein beispiel: ich war am freitag in der sporthalle brigittenau und habe mir das spiel sokol gegen graz angeschaut. Das niveau war – höflich formuliert – mehr als mäßig, und das bei sechs euro eintritt – ok das mit dem eintritt war jetzt nicht ernst gemeint, das passt schon so. Aber beim niveau des spiels gibt es nichts zu beschönigen. Wie gesagt, mäßig, sehr mäßig. Und bei den beiden portugiesen, die bei den grazern spielen, würde es mich sehr überraschen, wenn die auch nur irgendwie in die nähe einer teamberufung in portugal kämen. Und die internationale qualität der bei aich/dob und ganz besonders bei waldviertel tätigen legonäre kann man anhand der bisherigen, enttäuschenden resultate in der mevza ganz gut einordnen. Und ich fürchte, diese einschätzung wird sich in den jetzt bald beginnenden europäischen cupbewerben weiter verstärken. Der fairness halber möchte ich aber schon darauf hinweisen, dass bei aich/dob offenbar ein langsames umdenken stattfindet; dort stehen jetzt drei nationalteamspieler im kader und noch ein vierter aus dem erweiterten teamkader. Und die wärmen nicht die ersatzbank, nein die spielen dort sogar regelmäßig. Und im nachwuchs tut sich dort auch etwas, wie die erfolge bei den österreichischen nachwuchsmeisterschaften in den letzten jahren zeigen. Für hannes kronthaler und sein versprechen mit den 4 bis 5 teamspielern, die er engagieren wollte, gilt wohl eher das adenauer – möglicherweise zu unrecht - zugeschriebene zitat, vom geschwätz von gestern, das einen heute nicht mehr kümmert (https://www.zitatmuseum.de/coole-sprueche).
Aber, abgesehen vom ablutschzustand des themas an sich und der charakterlichen einschätzung des herrn kronthaler bin ich gar nicht weit weg von der argumentation von werner bader: ja es mangelt an guter nachwuchsarbeit, ja es mangelt am stellenwert des volleyballsports in der öffentlichkeit, und da helfen auch keine aus der schieren verzweiflung geborenen publicitystunts wie die nominierung des herrn warm zum eh schon wissen bei der sporthilfegala. Nur so eine zwischenfrage: war uhtztt überhaupt anwesend bei der gala oder ist er eh gleich in friedrichshafen geblieben, weil er vorinformiert war, dass es nichts geworden ist mit dem preis?
Ja es gibt probleme ausbildung, beruf und sport unter einen hut zu bringen. Und ja, es stimmt, es fehlt an medienpräsenz, an zuschauerInnen – auch hier regiert offenbar die verzweiflung, die sich im jährlich geänderten ligaformat manifestiert - und letztlich fehlt es daher auch an sponsoren. Trotzdem glaube ich noch immer, dass ein modell, so wie es die handballer vorexerzieren auch dem volleyballsport etwas bringen würde. Zwei legionäre pro mannschaft und für jeden weiteren gehen 10.000€ in die nachwuchsförderung. Und jedem vereinspräsidenten steht es weiterhin frei, wieviele legionäre er verpflichten möchte. Kein verbot, kein zwang, alles ist weiterhin möglich. Und zwei dinge würden sich, meiner meinung nach, selbstregulierend ergeben: die vereine mit beschränkten budgets würden es sich vielleicht sehr gut überlegen statt auf quantität auf qualität bei den verpflicheteten legionären zu achten, lieber ein guter und etwas teurerer schlüsselspieler auf der aufspieler- oder diagonalangreiferposition als drei oder vier billige aber mittemäßige. Und die vereine mit mehr geld können gerne weiterhin so viel legionäre verpflichten wie sie wollen und finanzieren nebenbei dankenswerterweise die nachwuchsarbeit.

Ah ja, und noch eine anmerkung zu werners kommentar. Na ich wäre vorsichtig mit der von ihm nicht ganz ernst gemeinten ansage, dass in ein paar jahren die nationalmannschaft mit klagenfurter spielern gespickt sein wird. Die klagenfurter haben ganz ohne legionäre den regierenden meister aus aich/dob an den rand einer niederlage gebracht.


Und zum schluss noch kurz zu einem weiteren, möglicherweise abgelutschten thema, zur von mir hier spöttisch so bezeichneten täglichen kniebeuge. Unter https://www.orf.at//stories/3142557/ kann man nachlesen, dass es nur mit einer kampagne für die tägliche turnstunde bei weitem nicht getan ist, wenn man den kampf gegen übergewicht und fettsucht bei kindern wirklich gewinnen will. Da braucht es ein ganzes bündel von maßnahmen und dazu gehört eben beipsielsweise auch ein in diesem artikel angesprochene werbeverbot für diesen ganzen massiv zucker- und fetthaltigen milchschnittenkinderpinguinfruchtzwergesowertvollwieeinkleinessteakmist.

Warum ist der damalige övv-präsident peter kleinmann als oberster verbandsfunktionär im 
missbrauchsfall johannes h. nicht aktiv geworden, wenn es, wie peter kleinmann vor der presse sagte, hinweise gegeben hat, die darauf hingedeutet haben, dass mit diesem trainer etwas nicht stimmte?
Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio UND NACH PYEONGCHANG finanziert?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Wien 05.11.2019, 01:12 mez