Dienstag, 18. November 2014

Von einem präsidialen foto für die ewigkeit, von einer wortwahl die brechreiz verursacht und von einem gruppenbild mit dame



Wien, 17.11.2014, 22:20 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

na in der letzten woche haben die österreichischen damenteams international mehr oder weniger nahtlos an die bilanz der herrenteams in den diversen europäischen cupbewerben angeschlossen. Nachdem svs/post vor ein paar wochen schon sang und klanglos im challenge cup gegen den ungarischen vetreter gödöllö ausgeschieden war sind die restlichen, in internationalen bewerben noch vertretenen damenverein auf dem besten wege es dem serienmeister vergangener jahre gleichzutun. Im cev-cup verliert askö linz-steg auswärts gegen kralo pole brno aus tschechien mit 1:3 (http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=26991&ID=740&CID=5447&PID=1358&type=LegList) und die wildcats aus klagenfurt verlieren im gleichen bewerb daheim gegen hämeenlinna aus finnland mit 0:3 (http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=27000&ID=740&CID=5447&PID=1358&type=LegList). Im challenge cup verliert ti meraner volley innsbruck gegen azerail baku beide in azerbaidjan ausgetragenen spiele 0:3 und kommt dabei in keinem der sechs sätze auf 20 punkte (http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=27170&ID=741&CID=5454&PID=1361&type=LegList, http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=27186&ID=741&CID=5454&PID=1361&type=LegList). Und die grazerinnen runden die bilanz mit einem 0:3 auswärts gegen bursa bbk aus der türkei ab und verlieren dabei einen satz 6(!):25 (http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=27162&ID=741&CID=5454&PID=1361&type=LegList). Man kann die internationale standortbestimmung der österreichischen damenteams ganz nüchtern so zusammenfassen: 7 spiele, 7 niederlagen, satzverhältnis 2:21. Na servas. Peinlich. Ist. Das. Der weg des österreichischen damenvolleyballs in die internationale bedeutungslosigkeit ist mehr als vorgezeichnet. Und sozusagen um die erfolgsbilanz abzurunden verlieren svs/post und klagenfurt auch noch in der nicht-einmal-mehr-rumpf mevza der damen gegen maribor bzw. kamnik mit dem, fast könnte man sagen, standardergebnis von jeweils 0:3 (http://mevza.volleynet.at/DVStatistik/15100/63766, http://mevza.volleynet.at/DVStatistik/15100/63765). Aber, wie hier auch schon letzte woche  festgestellt, das final four geht sich bei insgesamt vier teilnehmenden mannschaften für die beiden österreichischen vertreter im bewerb auch ohne sieg aus.

Und was sagt uhpir zu diesen erfolgen? Nichts. Der ist gerade mit wichtigerem beschäftigt. Nachdem er ja mit seinem lobbying in sachen täglicher turnstunde so überaus erfolgreich war, dass diese jetzt tatsächlich an allen gantzagsschulen eingeführt werden, was natürlich neben einer unmittelbaren gesundung der österreichischen volkswirtschaft zusätzlich noch das leben unserer kinder wieder um fünf jahre verlägern wird, wie von uhpir ja mit zahlreichen brandaktuellen studien belegt werden konnte, nimmt uhpir den fall der britisch-iranischen doppelstaatsbürgerin ghoncheh ghavami zum anlass sich als menschenrechtsaktivist zu profilieren. Das muss natürlich, wenn man sich kurz im facebook von uhpir umsieht, alles sehr zeitaufwendig sein. All diese einträge, das sichten diverser presseausendungen und natürlich die fototermine, allen voran, das foto von uhpir mit ernster miene eingerahmt vom ebenso betroffen dreinblickenden klug-kurz-klan - copyright maschek -, das wir nun sicher ein paar wochen auf der övv-homepage, sozusagen als eye-catcher, die ehre und die freude haben werden, betrachten zu dürfen. Wahrlich ein foto, das uns die wichtigkeit von uhpir drastisch vor augen führt und das sich einen ehrenplatz im präsidialen familienalbum verdient.


auf laola lesen. Garniert mit einem bild eines aber so was von entschlossen dreinblickenden uhpir, dass es den iranischen mullahs die kalten schauer über den rücken jagen und das blut in den adern gefrieren lassen muss, steht  da „der iran erklärt uns den volleyball-krieg.“


Wer ist denn verantwortlich für diesen niveaulosen schmarren? Der iran erklärt uns den volleyball-krieg? Uns? Wer ist denn, bitte sehr, uns? Uhpir? Der övv? Die österreichische volleyballfamilie? Also mir hat niemand den volleyball-krieg erklärt. Und wer schreibt denn da überhaupt von krieg? Ist da ein bisserl was mit uns durchgegangen? Das ist absolut unterstes niveau, eine solche überschrift hat mit einer nur annähernd seriösen berichterstattung nichts mehr zu tun. Aber das beste kommt noch. Auf der facebook seite von uhpir kann man lesen, dass uhpir dieser geschmacklos-martialische tonfall gefällt! Also mich lässt diese grausliche wortwahl eher zum antiemetikum greifen.

Und worin besteht denn die volleyball-kriegserklärung des iran? Da erfrecht sich der iranische verbands-funktionär saeed derakhshandeh doch tatsächlich folgendes via facebook zu äußern: "Es steht österreich nicht zu, in dieser angelegeneheit einen kommentar abzugeben. Österreich hat nicht einmal ein gutes volleyball-team, um in dieser sache irgendwas zu sagen zu haben." Also abgesehen vom ersten satz und vom zweiten teil des zweiten satzes, hat der gute mann nicht ganz unrecht. Österreich hat tatsächlich kein gutes volleyballteam. Schon blöd, dass sich uhpir das jetzt von einem iranischen funktionär in aller öffentlichkeit sagen lassen muss. Das ist ja tatsächlich eine kriegserklärung, die umgehend gesühnt werden muss. Fragt sich jetzt nur noch wer „uns“ in den volleyball-krieg führen wird. Uhpir? Und wer von „uns“ will da dann überhaupt mitziehen?

Eine presseaussendung der dpa mit folgendem wortlaut „die im iran inhaftierte britin ghoncheh ghavami ist wegen propaganda gegen das islamische staatswesen angeklagt. Sie hatte kontakte mit iranischen oppositionskreisen und wurde daher wegen propaganda gegen das establishment angeklagt, sagte justizsprecher hadi sadeghi am dienstag (11.11.; anmerkung), die anklage habe daher nichts damit zu tun, dass die 25-jährige für ein volleyballspiel ins stadion wollte, so der sprecher laut nachrichtenagentur fars“ und eine unter http://www.bbc.com/news/world-middle-east-29886603 zu lesende meldung der bbc werfen ein etwas differenzierteres bild auf den fall.

So, aber jetzt schluss mit dieser zweifach tragischen angelegenheit. Warum zweifach tragisch? Einmal ist die angelegenheit, und das möchte ich hier nochmals betonen, damit ich hier nicht missverstanden werde, für ghoncheh ghavami und ihre familie und freunde natürlich tragisch und es ist zu hoffen, dass sich die geschichte zum guten wendet und die junge frau möglichst schnell freikommt. Andererseits ist es allerdings auch tragisch, oder doch eher tragisch-komisch, wie uhpir diese geschichte benützt um sich in ermangelung anderer erfolge medial aufzuplustern und in szene zu setzen.

Bevor ich zu meiner lieblingsserie sophie, srna und die sieben stars komme, kann ich nicht umhin am waldviertler watschenbaum zu rütteln. Die legionärstruppe aus arbesbach lieferte mit der 2:3 niederlage gegen den vbk frühbauer in klagenfurt vor 40(!) zuschauern die wohl größte negativ-sensation der laufenden avl-meisterschaft (http://oevv.volleynet.at/News/0000087712, http://oevv.volleynet.at/DVStatistik/14314/61900). Also da sollte sich vielleicht doch schön langsam auch der eine oder andere arbesbacher funktionär die frage nach dem sinn der so nachdrücklich forcierten legionärspolitik stellen. Ein weiterer verein, um den ich mir ernsthaft beginne sorgen zu machen – und das trifft mich ungleich härter als die probleme der waldviertler – sind die von mir hier in der vergangenheit immer wieder ob der forcierung junger österreichischer spieler gelobten hartberger. Sieben niederlagen in den letzten sieben pflichtspielen sind bereits mehr als ein alarmzeichen (http://volleyball.tsv-hb.net/2014/11/16/tsv-ladies-furios/).

So aber jetzt rasch zur serie sophie, srna und die sieben stars. Unter http://oevv.volleynet.at/News/0000087691 erfahren die werten leserinnen und die werten leser die ergebnisse, die sie hier im blog schon letzte woche lesen konnten. Und ich bemühe mich den vorsprung auch diese woche zu halten. In frankreich gewinnt montpellier gegen toulouse mit 3:1, philipp kroiss und philip schneider spielen durch, letzterer ist mit 21 erzielten punkten wieder einmal topscorer seines teams (http://datavolley.lnv.fr/2014/DataVolley/Men/&LAM039-1415.pdf). Nantes gewinnt gegen beauvais 3:2, alex berger spielt die sätze 2 bis 5 durch und ist mit 19 punkten zweitbester scorer seiner mannschaft (http://datavolley.lnv.fr/2014/DataVolley/Men/&LAM040-1415.pdf). In der zweiten liga gewinnt poitiers bei plessis robinson 3:0, max thaller kommt in den sätzen zwei und drei zu kurzeinsätzen, bei denen ihm, zumindest laut folge 11 von sophie, srna und die sieben stars, uhtt auf die finger schaute (http://oevv.volleynet.at/News/0000087691). Wie aufschlussreich das war, sei dahingestellt (http://datavolley.lnv.fr/2014/DataVolley/Men/&LBM036-1415.pdf). In italien gewinnt molfetta gegen monza 3:2, aleks – ich nehm mir dann mal eine auszeit – blagojevic erzielt bei kurzeinsätzen in den sätzen eins, vier und fünf insgesamt 1 punkt; ob die eher bescheidene ausbeute auf den lärm in der halle zurückzuführen war, wird er uns hoffentlich in der am nächsten donnerstag zu erwartenden 12. folge von sophie, srna und die sieben stars mitteilen (http://www.legavolley.it/TabellinoGara.asp?IdGara=27206). In deutschland gewinnt bühl bei mitteldeutschland mit 3:1, paul buchegger kommt in allen vier sätzen zu kurzeinsätzen, bleibt aber ohne punkt (http://live.volleyball-bundesliga.de/2014-15/Men/&1031.pdf). Aachen, der verein bei dem srna markovic spielt, ist am wochenende spielfrei. In spanien gewinnt almeria gegen ccph 3:0, thomas zass spielt durch und ist mit 14 punkten topscorer (http://rfevb-web.azurewebsites.net/MatchStatistics.aspx?mID=3153&ID=21&CID=62&PID=37&type=LegList). In schweden gewinnt engelholm bei gislaved 3:0, sophie wallner erzielt 11 punkte und ist damit drittbeste scorerin ihres teams (http://iof3.idrottonline.se/SvenskaVolleybollforbundet/Elitserien/Resultat/?selected=Grundserien+Damer). Unter https://hd.se/24hd/2014/11/09/jag-ar-lagets-mormor/ finden die geschätzten leserinnen und die geschätzten leser übrigens ein interessantes interview mit sophie wallner, die darin witzig, eloquent und schlagfertig auftritt und noch dazu ausgezeichnetes englisch spricht – die gute sophie hat vermutlich in der schule halt auch neben den natürlich so ungeheuer wichtigen turnstunden zum glück auch noch ausreichenden fremdsprachenunterricht gehabt um im ausland ein sehr gutes bild einer österreichischen sportlerin, auch neben dem sport bzw. über den sport hinaus, abzugeben.

Und fundstücke gibt es diesmal zwei. Zuerst einmal einen freudschen verschreiber auf der övv-website, den mir ein treuer leser zukommen hat lassen.


Und das zweite fundstück bringt uns wieder zum fall ghoncheh ghavami zurück. Vierzehn(!) männer und eine(!) frau stehen beim fivb kongress für die rechte von frau ghoncheh ghavami auf, und von den vierzehn männern habe ich zumindest bei zweien den verdacht, dass sie länder repräsentieren, die es mit den rechten der frauen auch nicht so ganz genau nehmen. Ein bild mit symbolkraft, ein gruppenbild mit dame, sozusagen. Und ich muss gestehen, dass ich den slogan „worldwide volleyball family stand for ghavami“ nicht ganz verstehe. Ist das „stand“ ein imperativ, also ein befehl, oder ist das ein substantiv, oder ist es schlicht und einfach schlechtes englisch, weil jemand das s am ende von stand vergessen hat?

   
Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Wien, 18.11.2014, 01:28 mez


Dienstag, 11. November 2014

Von einer mehr als traurigen internationalen bilanz, von frauenrechten, burkas und bikinihöschen und von einem präsidialen erfolg mit überraschend geringer außenwirkung


Solingen, 10.11.2014, 20:33 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

also was ist denn so alles passiert in der letzten woche im österreichischen volleyballsport? Spiele in den europäischen cupbewerben hat’s gegeben bei den herren. Und zum glück haben zwei österreichische mannschaften im challenge cup gegeneinander gespielt. Damit war wenigsten ein sieg in vier internationalen spielen für ein österreichisches team sicher. Aber schön der reihe nach. In der championsleague verliert aich/dob zuhause gegen olympiakos piraeus aus griechenland 1:3. Einziger österreichischer akteur: peter wohlfahrtstätter (http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=26674&ID=736&CID=5419&PID=1344&type=LegList, http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchStatistics.aspx?ID=26674). Hypo tirol verliert auswärts gegen precura antwerp ebenfalls mit 1:3. Einziger österreicher in der grundaufstellung: lorenz koraimann; einmal am service bei zwei kurzeinsätzen: alexander tusch (http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=26697&ID=736&CID=5421&PID=1344&type=LegList, http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchStatistics.aspx?ID=26697). Ah ja und als besondere anerkennung scheint tirols libero lucas provenzano aus brasilien im championsleague dream team of the week auf. Das bringt ihm sogar eine gratulation von höchster stellen, von uhpir himself. Ich kann mich der begeisterung von uhpir nicht wirklich anschließen, die auszeichnung hat für den österreichischen volleyballsport ungefähr den stellenwert des sprichwörtlich in china umgefallenen fahrrades.

Hartberg verliert zuhause im challenge cup gegen stassen aus luxemburg 2:3 (http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=27140&ID=738&CID=5433&PID=1352&type=LegList, http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchStatistics.aspx?ID=27140). Aber dort waren wenigstens 5 österreicher in der grundaufstellung.
Ah, und im vierten spiel gab es dann den einzigen sieg, allerdings in einem österreicher-duell zwischen der – achtung böses l-wort – legionärstruppe aus dem waldviertel und den mit sechs österreichern in der grundaufstellung angetretenen grazern. Die waldviertler gewannen zuhause mit 3:0 (http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=27141&ID=738&CID=5433&PID=1352&type=LegList, http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchStatistics.aspx?ID=27141). 

Na eine internationale erfolgsbilanz sieht aber ziemlich anders aus. Also wird schon vorgebaut, auf der övv homepage und das werte publikum unter dem titel „schwierige aufgaben im europacup“ schon auf weitere bevorstehende niederlagen – dieses mal in den europäischen cupbewerben der damen – schonend vorbereitet (http://oevv.volleynet.at/News/All/2014/11/0000087623). So schwierig sind die bevorstehenden aufgaben offenbar, dass man den wortgleichen artikel ein paar tage später unter http://oevv.volleynet.at/News/0000087662 nochmals online stellt, für die werten leserinnen und die werten leser mit ausgeprägten schwächen im kurzzeitspeicher.

Und aus der sandkiste gibt es auch noch etwas zu berichten. Peter eglseer und daniel müllner sind eine neue partnerschaft eingegangen und beim ersten gemeinsam bestrittenen turnier, beim doha open, gleich einmal fünfte geworden. Dazu gratulation von dieser seite. Im gegensatz zum üblichen jubelton auf der övv-seite schätzt daniel müllner den erfolg etwas nüchterner ein und führt ihn teilweise auch darauf zurück, dass die gegnerischen teams das erstmals in dieser besetzung angetretene team eglseer/müllner noch nicht so gut kannten (http://oevv.volleynet.at/News/0000087639). Ein umstand, der offenbar im vorjahr auch huber/seidl zugute kam, die nach einer tollen saison im vorjahr heuer bei weitem nicht an ihre erfolge aus der saison 2013 anschließen konnten und sich nur mehr auf dem 25. platz der heurigen weltrangliste finden (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/WorldRanking_M.asp).

Aber zurück in die halle. In der avl der herren blamiert sich die profi- und legionärstruppe von aich/dob beim mühevollen 3:2 sieg beim vbk frühbauer, graz gewinnt das steirische duell gegen weiz 3:2, tirol besiegt die waldviertler mit 3:0 und mit dem gleichen ergebnis gewinnt amstetten gegen hartberg.

In der nur mehr aus vier vereinen bestehenden mevza der damen verlieren die beiden österreichischen teams aus klagenfurt und schwechat gegen calcit kamnik und branik maribor mit 1:3 bzw. 0:3 (http://mevza.volleynet.at/Ergebnisse/15100). Maribor und kamnik haben übrigens jeweils eine legionärin im kader (http://mevza.volleynet.at/Kader/15100-19192, http://mevza.volleynet.at/Kader/15100-19193). Na ja aber die niederlagen von klagenfurt und svs/post sind ja gar nicht so schlimm. Bei dem durch die fortschreitende zerbröselung der damen-mevza auf vier mannschaften reduzierten teilnehmerfeld kann man das final four heuer ja locker auch ganz ohne sieg erreichen. Eine sportliche aufwertung des bewerbs ist das allerdings nicht gerade.

Und wie ist es sophie, srna und den sieben stars ergangen in der letzten woche (http://oevv.volleynet.at/News/All/2014/11/0000087625)? In der jubiläumsfolge 10 darf aleks – ich nehm mir dann einmal eine auszeit – blagojevic von seinen vier erzielten punkten und kopfschmerzen berichten, die er auf die lauten zuschauerinnen und zuschauer in der halle zurückführt, nicht die punkte, sondern die kopfschmerzen. Ob er deswegen das nächste mal mit einer extrapackung ohropax antreten wird, verrät er uns leider nicht (http://www.ohropax.de). Max thaller fühlt sich im gegensatz zu seinen mannschaftskameraden, bei denen die letzten spiele – laut thaller – spuren hinterlassen haben noch sehr fit. Na ich will den fitnessgrad des max thaller jetzt nicht mit seinen einsatzzeiten korrelieren, das wäre übertrieben boshaft. Aber nach so viel geballter insider information sollte man sich wieder den fakten zuwenden. In frankreich gewinnt montpellier gegen nantes 3:2, philip schneider und philipp kroiss spielen bei montpellier durch, ersterer ist mit 20 punkten topscorer seiner mannschaft, alex berger spielt die ersten 3 sätze und wird dann ausgetauscht, er macht 8 punkte und ist damit nur siebentbester scorer bei nantes (http://datavolley.lnv.fr/2014/DataVolley/Men/&LAM031-1415.pdf). In der zweiten französischen liga verliert poitiers gegen cambrai 2:3. Der sich sehr fit fühlende max thaller – siehe auch oben und folge 10 meiner lieblingsserie - kommt nicht zum einsatz und weder hinterlässt das spiel an ihm spuren noch umgegkehrt (http://datavolley.lnv.fr/2014/DataVolley/Men/&LBM033-1415.pdf). In italien verliert molfetta gegen padova 1:3, aleks – ich nehm mir dann mal eine auszeit – blagojevic kommt im zweiten und im vierten satz zu zwei kurzeinsätzen und erzielt 2 punkte, ob mit oder ohne ohropax gegen den lärm in der halle, geht aus dem data volley blatt nicht hervor (http://www.legavolley.it/TabellinoGara.asp?IdGara=27200). Almeria war in spanien spielfrei. In deutschland verliert bühl gegen friedrichshafen 2:3, paul buchegger wird im zweiten und im dritten satz eingewechselt und erzielt 1 punkt (http://live.volleyball-bundesliga.de/2014-15/Men/&1027.pdf). Bei den damen verliert aachen gegen wiesbaden 1:3, srna markovic wird im zweiten und dritten satz eingewechselt und spielt im vierten durch. Sie erzielt als drittbeste scorerin ihres teams 9 punkte (http://live.volleyball-bundesliga.de/2014-15/Women/&2022.pdf). In schweden gewinnt engelholm gegen örebro mit 3:0, sophie wallner spielt durch und ist mit 10 erzielten punkten viertbeste scorerin bei engelholm (http://iof3.idrottonline.se/SvenskaVolleybollforbundet/Elitserien/Resultat/?selected=Grundserien+Damer).

So und jetzt zur absoluten causa prima, zumindestens wenn man sich die facebookseite von uhpir in den letzten tagen ansieht, zum fall der iranerin/britin ghoncheh ghavami, die im iran im gefängnis sitzt, weil sie dagegen protestierte, dass sie als frau vom besuch eines spiels der herrenvolleyballnationalmannschaft des iran ausgeschlossen war (http://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/volleyball-in-iran-freiheit-fuer-ghoncheh-ghavami-13206139.html). Bevor ich mich hier über die aktivitäten von uhpir in dieser sache auslasse möchte ich eines ganz klar festhalten. Das was frau ghavami im iran im moment angetan wird ist absolut unerträglich und auf das schärfste zu verurteilen.

Also ich will ja uhpir nichts böses unterstellen in dieser angelegenheit, aber wenn man sich seine facebookseite ansieht, dann kann einen schon der leichte verdacht beschleichen, dass es da in den letzten tagen neben den hehren motiven der verteidigung der rechte der frauen schon auch ein ganz klitzeskleines bisschen – so wie bei der icebucket challenge – auch um public relations in eigener sache geht, nach dem motto schaut bitte, bitte alle her, auch ich bin für das gute und gegen das böse. Und wenn ich mir dann noch die fivb und ihren präsidenten ein wenig genauer anschaue, die diesen fall als anlass nehmen um ihr eintreten für frauenrechte zu demonstrieren, dann kann ich nicht umhin einen gewisse scheinheiligkeit zu erkennen (http://www.fivb.org/viewPressRelease.asp?No=50234&Language=en#.VGE2Kod_fBx). Ich hab’ mir auf der fivb homepage einmal die zusammensetzung der verschiedenen gremien und organe der fivb angesehen und da steigen einem, was geschlechtergerechtigkeit angeht, die grausbirnen auf. Warum? Einen hinweis gibt schon das folgende bild. Und nein, es geht nicht um die schon letzte woche hier besprochene rücknahme der netzregel, die uhpir erst mit einiger verspätung den leserinnen und lesern seiner facebookseite zur kenntnis bringt. 


Im executive committee sind von 16 mitgliedern 2 frauen (http://www.fivb.org/EN/FIVB/Executive_Committee.asp), im board of administration sind es 3 frauen von 34 mitgliedern (http://www.fivb.org/EN/FIVB/Board_of_Administration.asp), in der legal commission 2 von 14 (http://www.fivb.org/EN/FIVB/Legal_Commission.asp), in der finance commission 1 von 11 (http://www.fivb.org/EN/FIVB/Finance_Commission.asp), in der press commission 2 von 12 (http://www.fivb.org/EN/FIVB/Press_Commission.asp), in der rules of the game commission 0(!) von 13 (http://www.fivb.org/EN/FIVB/Rules_of_the_Game_Commission.asp), in der refereeing commission 0(!)von 19 (http://www.fivb.org/EN/FIVB/Refereeing_Commission.asp), in der medical commission 1 von 15 (http://www.fivb.org/EN/FIVB/Medical_Commission.asp), in der development commission 3 von 19 (http://www.fivb.org/EN/FIVB/Development_Commission.asp), in der coaching commission 1 von 13 (http://www.fivb.org/EN/FIVB/Coaching_Commission.asp), in der new media commission 2 von 11 (http://www.fivb.org/EN/FIVB/TV_New_Media_Commission.asp), in der technical commission 1 von 10 (http://www.fivb.org/EN/FIVB/Technical_Commission.asp) und in der beach volleyball commission erstaunliche 4 von 22 (http://www.fivb.org/EN/FIVB/Beach_Volleyball_Commission.asp). Das heißt also, falls ich mich jetzt nicht verrechnet habe, das von insgesamt 209 positionen in diversen boards und commissions der fivb ganze 22 von frauen gehalten werden. Das sind sagenhafte 10.5%, in worten und zum mitschreiben zehn komma fünf prozent! Und ich nehme nicht an, das die prozentuelle verteilung der aktiven volleyballerinnen und volleyballer weltweit auch nur im entferntesten diesem ungleichgewicht entspricht. Und wo ist denn da jetzt der aufschrei der kämpfer für die rechte der frauen? In der cev schaut’s übrigens ganz ähnlich aus. Ah ja und die kleine welt spiegelt sich bekanntlich in der großen. Im övv ist von fünf vorstandsmitgliedern eines eine frau,  8 landespräsidenten steht eine landespräsidentin gegenüber, von 7 positionen  im verbandsbüro werden 2 von frauen gehalten und von den 13 referaten ist kein einziges mit einer frau besetzt (http://oevv.volleynet.at/Inhalt/87, http://oevv.volleynet.at/Inhalt/86, http://oevv.volleynet.at/Inhalt/89, http://oevv.volleynet.at/Inhalt/88). Also rechnen wir schnell nach: 34 positionen gibt es in den gremien des övv zu besetzen. 4 werden von frauen gehalten, das entspricht ganzen 11.8%.

Na ja, es ist halt viel einfacher für die rechte der frauen im fernen iran einzutreten als in den eigenen gremien. Und im iran geht’s ja nur um das recht der frauen männern beim volleyballspielen zuzusehen. In den gremien geht’s um die macht, das hat dann halt schon eine ganz andere qualität.

Ah ja, und noch etwas fällt mir zum thema frauenrechte gerade ein: von der burka angefangen bis hin zum kopftuch handelt es sich um männerverordnete einschränkungen des selbstbestimmungsrecht der frauen. Aber genauso wird das selbstbestimmungsrecht von frauen eingeschränkt, wenn man(n) beachvolleyballerinnen vorschreibt bikinihöschen mit einer maximalen stegbreite zu tragen.

Und auch das fundstück der woche ist diesem fall gewidmet. Ein empörter uhpir lässt den wutbürger raus und schreibt von einem „mädchen, das in’s (sic) gefängnis muss, weil sie (sic) ein volleyballspiel besucht hat und eine frau (!) ist“.


Und dann bekommen die mullahs noch den geballten zorn von uhpir zu spüren. Da schleudert er noch ein „das werden wir so nicht hinnehmen“ nach. Da stellen sich doch glatt ein paar fragen: so werden wir das nicht hinnehmen? Wie werden wir das denn dann hinnehmen, wenn nicht so? Anders? Ah ja. Und wer ist denn schon wieder „wir“? Seine majestät uhpir? Oh i’m a poet and i just didn’t know it. Oder steht das wir für die geballte macht des fivb. Na egal, die mullahs im iran, die zittern im einen wie im anderen fall wie das sprichwörtliche kluppensackl. Bist du deppert. Und wenn sich dann noch der herr klug und der herr kurz einschalten, der sogenannte klug-kurz-klan - copyright maschek, aus ihrem aktuellen programm „bye-bye österreich“ zu sehen zur zeit im rabenhof theater (http://www.rabenhoftheater.com), absolut empfehlenswert – dann brechen die dort völlig nieder und machen so etwas böses sicher nie mehr wieder – oops schon wieder so ein unbeabsichtigter reim (http://oevv.volleynet.at/News/0000087626).

Ah ja, beinahe hätte ich es vergessen. Bei all der aufregung kommt der große erfolg von uhpir in sachen unsägliche turnstunde zu kurz. Die wird jetzt tatsächlich in allen ganztagsschulen eingeführt und trainer dürfen diese bewegungseinheiten unterrichten. Na da werden dann die bei ehemaligen großvereinen nicht mehr bezahlbaren trainer und trainerinnen in den turnsälen dafür sorgen, dass unsere kinder – uhpir sei dank – fünf jahre länger leben. Zum thema empfehle ich den unter http://derstandard.at/2000007686068/Gesetzesnovelle-bringt-taegliche-Turnstunde-an-Ganztagsschule?ref=article im standard publizierten artikel und ganz besonders die im dazugehörenden forum veröffentlichten, großteils skeptischen bis kritischen kommentare. Aber der standard ist halt so ein indele..., ideligenz... äh, na so ein blattl für die oberg’scheiten, die immer alles besser wissen.   

Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Solingen, 11.11.2014, 00:39 mez



Dienstag, 4. November 2014

Von einer gänsehaut in der einen und einer verkleidung in der anderen halle, von einem schlechten gedächtnis und einer daher angebrachten entschuldigung und vom eher traurigen erscheinungsbild zweier traditionsvereine


Wien, 03.11.2014, 22:53 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

na das ist mir auch noch nie passiert, zumindestens ist es mir bisher noch nie aufgefallen, dass ich genau zur selben uhrzeit meinen eintrag zu schreiben beginne wie in der vorwoche. Es ist wieder später geworden als üblich und diesmal ist nicht die viennale schuld, sondern mein arbeitgeber, die medizinische universität wien, die heute ihr zehnjähriges bestehen unter anderem mit einer abendveranstaltung gefeiert hat, zu der ich eingeladen war. A propos arbeitgeber: also aufgemerkt uhpir, wie schon des öfteren hier betont, trenne ich sehr wohl zwischen arbeitszeit und freizeit und schreibe diese einträge natürlich ausschließlich in zweiterer.

So und jetzt zum volleyball oder eigentlich noch nicht ganz. Ich war gestern auf einladung des generalsekretärs des österreichischen handballbundes, martin hausleitner, den meine werten leserinnen und meine werten leser ja aus einem hier unlängst veröffentlichten interview kennen, zum europameisterschaftsqualifaktionsspiel der österreichischen herrennationalmannschaft gegen deutschland in die albert-schultz halle eingeladen. Leider haben die österreicher aufgrund mangelnder chancenauswertung und unterstützt durch einige fragwürdige schiedsrichterentscheidungen 24:28 verloren. Aber das war so das ziemlich einzige, was nicht gepasst hat. Ausverkaufte halle, tolle stimmung und eine mannschaft, die alles gegeben hat und sich großartig präsentiert hat. Ich bin ja nicht wirklich von nationalismus und chauvinismus angekränkelt, auch wenn das uhtt mit seinem mahnenden zeigefinger anders zu sehen beliebt, aber die österreichische nationalhymne und ein ausverkauftes haus hat auch bei mir die körperhaare aufgerichtet.


A propos uhtt, den hab’ ich dort übrigens im vip bereich getroffen, und der hat sogar ganz zwanglos mit mir geplaudert. Irgendwie hab’ ich mir dann nachher gedacht, dass der entweder meinen blog nicht liest oder nicht sehr nachtragend ist, bei all dem was ich hier so über ihn und seine erfolgsbilanz schreibe. Und dann ist mir aber schon noch eingefallen, dass ich eigentlich noch viel weniger nachtragend bin, weil ich mit jemanden geplaudert habe, der es via facebook gut gefunden hatte, oder wie es dort heißt geliked hatte, dass man mir wegen eines kritischen eintrages in diesem blog die fresse poliert und mich des verbreitens von naziblödsinn bezichtigt. Na wurscht, ist halt so.

Aber zurück zu den handballern: die schaffen es die hütte voll zu kriegen, ganz ohne schuläktschn und ganz ohne danza egenst kanza oder wie diese aktion irgendwelcher möchtegernepromis aus der zweiten oder dritten  reihe heißt, die dann in lustigen kostümen den vip-rahmen bei irgendwelchen qualispielen für irgendeine europameisterschaft der volleyballherren abgegeben hatten. Und ganz ohne k47 events. Seit jahren geht es mit dem volleyball bergab, uhpir, haben sie doch ein einsehen, von zuschauerzahlen und einer begeisterung wie beim handball können sie nur träumen. Den eigenen verein haben sie an die wand gefahren, die mannschaft in die zweite liga versenkt. Die nationalmannschaften ist weiter von qualifikationen für internationale turniere entfernt denn je. Und mit der erträumten beachvolleyballolmypiamedaille wird’s trotz aller förderungen auch nichts werden, glauben sie mir. Daher mein appell an sie herr kleinmann, das wird nix mehr, mit ihrer präsidentschaft, treten sie zum wohle des österreichischen volleyballsports in österreich zurück, besser heute als morgen, machen sie platz für einen neuanfang, es reicht.

Ah ja wenn im österreichischen volleyballsport auch nur annähernd so strenge benimmregeln wie bei den golfern in amerika gelten würden, wäre uhpir nach der arschlochaffäre längst geschichte (http://sport.orf.at//stories/2218501/).

Na ja der appell wird nichts nützen, das ist mir schon klar, aber irgendwie hatte ich das bedürfnis das einmal in der klarheit (copyright ex-minister herbert haupt) hier hinzuschreiben.

So und jetzt ist es höchst an der zeit nicht nur andere zu kritisieren sondern ganz schuldbewusst selbstkritik zu üben. Ich möchte mich ganz aufrichtig bei thomas zass entschuldigen, dessen zeit bei paris ich hier letzte woche als mäßig erfolgreich bezeichnet hatte. Ich habe das gemacht, was man, wenn man sich seriös mit einer sache auseinandersetzen möchte, nicht tun soll: anstelle zu recherchieren habe ich mich auf mein gedächtnis verlassen und das hat mich in diesem fall schmählich im stich gelassen. Ich war mir sicher, dass die zeit, die thomas zass bei paris spielte ähnlich mäßig erfolgreich verlaufen war wie sein darauf folgendes engagement bei friedrichshafen. Zum glück hat user stelvio48 das in seinem kommentar zum letzten blog dankenswerterweise richtig gestellt und dokumentiert, dass die zeit die thomas zass in apris verbracht hatte ganz im gegenteil äußerst erfolgreich war. Ich möchte aber schon auch noch darauf hinweisen, dass ich thomas zass’ karriere im ausland unter die erfolsstories eingereiht habe und ihn auch in der vergangenheit, so wie peter wohlfahrtstätter und philipp kroiss immer wieder als positives beispiel für die entwicklung österreichischer spieler im ausland genannt habe. Und ich habe genau an dem beispiel genau dieser spieler auch immer wieder die wichtigkeit kleinerer vereine für die förderung und ausbildung von talenten betont.

So und weil wir gerade beim thema sind komme ich kurz zu meiner geliebten serie sophie, srna und die sieben stars. Also dieses mal hat die englische woche mit spielen unter der woche in einigen ligen der genannten serie einen aktualitätsvorsprung vor diesem blog verschafft (http://oevv.volleynet.at/News/All/2014/10/0000087559). Irgendwie hatte ich ja gehofft, dass diese art der berichterstattung der vergangenheit angehört, aber wenn ich dann überschriften wie „övv-kräfte besiegen champions“ oder „zass besiegt spanischen meister“ lese, dann wird mir wieder bewusst, warum ich diese art der berichterstattung so liebe. Was soll denn das? Volleyball ist noch immer ein mannschaftssport, die sogenannten övv-kräfte spielen in mannschaften, die meistermannschaften des letzten jahres geschlagen haben, thomas zass hat sicher nicht alleine gegen den spanischen meister gespielt sondern, und das sieht thomas zass sicher genau so, er hat mit seinen mannschaftskollegen diesen erfolg gefeiert. Warum schreibt man das nicht so? Warum muss man hier – also ich entschuldige mich für den ausdruck, aber es muss einfach raus – das maul so aufreißen? Und dann diese geschichten. Max thaller hat nicht gespielt, weil ausgrechnet einzig und allein der aufspieler in einer schlecht spielenden mannschaft gut gespielt hat, und aleks – ich nehm dann mal eine auszeit – blagojevic macht zwei seiner insgesamt vier punkte gegen den bulgarischen weltklassespieler kazyiski am block. Na bumm aber auch! Aber weg von der englischen woche und hin zum aktualitätsvorsprung und zu den ergebnissen des letzten wochendes: in frankreich gewinnt montpellier gegen chaumont mit 3:2, philipp kroiss und philip schneider spielen durch, letzterer ist mit 24 punkten topscorer seines teams (http://datavolley.lnv.fr/2014/DataVolley/Men/&LAM025-1415.pdf). Nantes gewinnt gegen sete mit 3:1, alex berger ist mit 23 punkten und einer sensationellen angriffsquote von 61% topscorer (http://datavolley.lnv.fr/2014/DataVolley/Men/&LAM022-1415.pdf). Poitiers verliert gegen rennes 0:3, max thaller wird im ersten und zweiten satz eingewechselt und darf im dritten beginnen. Er macht einen blockpunkt (http://datavolley.lnv.fr/2014/DataVolley/Men/&LBM028-1415.pdf). In deutschland spielte bühl am wochenende nicht, aachen verlor gegen münster 0:3 und srna markovic spielte im ersten und im dritten satz und war mit 5 punkten viertbeste scorerin ihrer mannschaft (http://live.volleyball-bundesliga.de/2014-15/Women/&2015.pdf). In italien verlor molfetta gegen top volley latina mit 2:3, aleks – ich nehm mir dann mal eine auszeit – blagojevic, wird in den sätzen 2 bis 5 eingewechselt, erzielt 4 punkte, erreicht aber mit 27% im angriff eine eher nur bescheidene quote (http://www.legavolley.it/TabellinoGara.asp?IdGara=27194). In spanien gewinnt almeria gegen madrid mit 3:0, thomas zass spielt im ersten und zweiten satz und ist mit 6 erzielten punkten zweitbester scorer seiner mannschaft (http://rfevb-web.azurewebsites.net/MatchStatistics.aspx?mID=3081&ID=21&CID=62&PID=37&type=LegList). Und in schweden fanden an diesem wochenende keine spiele statt.

Und was passierte im österreichischen hallenvolleyball? Die dreiklassengesellschaft verfestigt sich in der 1. liga, wenn auch mit einer überraschung. Graz besiegt mit einer mannschaft in der nur ein ausländischer spieler steht die legionärstruppe aus dem waldviertel klar mit 3:0, und das freut mich ganz besonders, aus gründen, die ich hier wohl nicht mehr weiter ausführen muss (http://oevv.volleynet.at/News/0000087582). Tirol verliert einen satz gegen hartberg, aich/dob montiert amstetten ab und supervolley pellinger besiegt vbk frühbauer/huber 3:1.

Und svs/post hat die zweifelhafte ehre als erster in einem international vertretener österreichischer verein auch gleich razz-fazz gegen den vertreter der volleyballgroßmacht ungarn gödöllö im cev cahllenge cup sang und klanglos mit einem gesamtscore von 1:6 sätzen auszuscheiden (http://oevv.volleynet.at/News/0000087592). Ah ja, irgendwie gehen mir bei den spielberichten der spiele von svs/post die hochqualifizierten kommentare des sportdirektors darko antunovic ab. Wo ist denn der hingekommen? Oder wichtiger. Wo wird denn der wieder auftauchen? Als assi-coach beim nationalteam der damen oder auch der herren? Wetten werden angenommen. Na vermutlich ist der gute herr antunovic, ein relikt aus der unsagbar erfolgreichen periode der spielgemeinheit zwischen svs und den hotvolleys, ebenso wie die meisten legionärinnen bei svs/post einer gewissen finanziellen klammheit – und nicht der späten einsicht - zum opfer gefallen. Letzteres erlaubte sozusagen eine genaue standortbestimmung des österreichischen damenvolleyball im vergleich zum ungarischen, da svsp/post mit nur zwei legionärinnen angetreten war und gödöllö gänzlich ohne solche spielte (http://www.cev.lu/Competition-Area/CompetitionTeamDetails.aspx?TeamID=8908&ID=741, http://www.cev.lu/Competition-Area/CompetitionTeamDetails.aspx?TeamID=8784&ID=741). Das ergebnis ist für österreich – siehe oben – ernüchternd.

Ich merke gerade ich hab’s heute schon wieder mit den überleitungen. Also a propos spielgemeinheit svs/hotvolleys. Da haben zwei der ganz mächtigen männer, uhpir und uhvp eine nicht gerade erfolgreiche bilanz aufzuweisen. Svs/post verliert in der mevza gegen den österreichischen konkurrenten klagenfurt und fliegt gegen einen wohl nicht sehr hochklassigen gegner aus dem cev challenge cup. Und symbolisch dafür ist seit einigen tagen die vereinseigene web-site unter http://www.sokol.at nicht mehr aufrufbar.


Dem ehemaligen stolzen partner hotvolleys geht es nicht viel besser. Der verein ist in die 2. bundesliga zwangsrelegiert worden und gibt dort mit einer nachwuchstruppe den watschenbaum mit drei niederlagen aus drei spielen und einem satzverhältnis von 1:9. Besonders schmerzhaft war vermutlich die niederlage gegen die akademiemannschaft aus graz (http://oevv.volleynet.at/Ligen/14687, http://oevv.volleynet.at/Ergebnisse/14687). Die vereinshomepage ist seit monaten im dornröschenschlaf versunken, mit einem präsidenten kleinmann, mit bildern einer profitruppe aus längst vergangenen besseren tagen, eine time capsule sozusagen (http://www.hotvolleys.at). Und mitleid könnte fast aufkommen, wenn man unter https://www.facebook.com/hotVolleys?fref=ts die facebook seite der ehemals so stolzen hotties aufruft. Dort werden jetzt – als einzige aktivität seit 2. juni - restbestände von adidas trainingsjacken mit dem obligaten wienenergie-aufdruck verramscht. Na ja, wer’s mag. Ganze 6 likes hat die aktion übrigens seit dem 26. oktober bekommen.

Und was gibt’s sonst noch an wichtigem und interessanten aus der welt des volleyballs zu berichten? Die fivb hat bei ihrem weltkongress in sardinien die alte netzberührungsregel wieder eingeführt, nach der – sowohl im beach als auch in der halle – jede netzberührung, egal wo, als fehler gilt (http://www.fivb.com/#the34thfivbworldcongress).


Oiso, um mit andi ogris, oder war’s didi kühbauer, zu sprechen, i find des supa! Eine interpretierbare regel wird durch eine ja/nein regel ersetzt. Aber ich bin schon gespannt was meine werten leserinnen und meine werten leser dazu meinen.

Und noch etwas gibt es vom fivb-kongress zu berichten. Die fivb protestiert gegen die verhaftung einer frau, die im iran ein männervolleyballspiel besucht hat (https://www.facebook.com/FreeGhoncheh/timeline?ref=page_internal, http://www.fivb.org/viewPressRelease.asp?No=50234&Language=en#.VFgbFYd_fBz). Dieser protest ist natürlich vollinhaltlich und mit aller kraft zu unterstützen und in diesem fall bin ich auch einmal mit uhpir einer meinung (http://oevv.volleynet.at/News/0000087599). Aber eines möchte ich schon auch anmerken: wenn man sich die fotos vom kongress der fivb ansieht, dann erkennt man ganz deutlich, dass die fivb ein gewaltiges aufholpotential hat, was die quote von frauen unter den kongressdelegierten angeht (http://www.fivb.com/en/congress/gallery). Die überwiegende mehrheit der delegierten sind ältere (!) männer und ich würde einmal annehmen, dass weltweit ungefähr so viele frauen wie männer den volleyballsport ausüben. Also meine herren, da ist noch viel zu tun was die gleichberechtigung der frauen angeht, nicht nur im iran, sondern auch in den eigenen reihen.  A propos fotogallerie: die sitzordnung war leider für uhpir, falls er – wie ich vermute – beim kongress anwesend war, extrem unvorteilhaft. Wobei genau genommen war’s wohl nicht die sitzordnung sondern die nicht ausreichend kurze brennweite des objektivs der kamera mit der die fotos gemacht wurden. Also austria hatte sicher seinen sitz in der ersten reihen, aber wie man auf einem der fotos erkennen kann sitzen rechts – also am foto eigentlich links – von dem herren aus barbados die delegierten aus bangladesh und den bahamas und dann käme azerbaijan und erst dann – leider nicht mehr im bild –austria. Sapperlot aber auch. Da fällt leider kein foto für die övv-website ab.

Na besser keine foto – achtung überleitung - als ein falsches. Ein aufmerksamer leser hat mir als fundstück der woche den auf der övv website veröffentlichten bericht über das abschneiden des beachpaares daniel hupfer/julian hörl in parana in argentinien als screenshot geschickt. Dort scheint julian hörl als fälschlicherweise wolfgang hörl auf, und das begleitbild zeigt nicht hupfer und hörl sondern hupfer und christoph berger.


Und noch ein fundstück gibt es diese woche, sozusagen aus dem eigenen fundus. Ich wurde ja – wie oben schon erwähnt – trotz oder vielleicht gerade wegen meines frechen mundwerks vom generalsekretärdes österreichischen handballbundes zum gestrigen qualispiel der österreicher in die albert-schultz halle eingeladen. Im budo-center hatte – oder habe ich noch immer – wegen meines unbotmäßigen geschreibsels hallenverbot. Da ich mir nicht sicher war, ob dieses hallenverbot auch nach dem rauswurf der hotvolleys aus der gralsburg gilt und sozusagen für alle zukünftigen heimspiele der hotvolleys in der art eines bannspruches gültigkeit behält, habe ich beim kürzlichen besuch des heimspieles der hotvolleys gegen bisamberg in der hopsagasse entsprechende vorkehrungen getroffen und mich bis zur unkenntlichkeit verkleidet und mich zusätzlich in die obhut eines professionellen personenschützers begeben, den ich, aus gründen der unbedingt notwendigen aufrechterhaltung der anonymität in einem so sensiblen beruf, mit einem schwarzen augenbalken unkenntlich gemacht habe.                



Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Wien, 04.11.2014, 01:49 mez