Dienstag, 26. März 2019

Vom durcheinandergekommenen sternenhimmel der fivb, von fragwürdigen entscheidungen zwischen halle und sandhüpfsport und von einem vom herrn kommerzienrat ausgestellten und zu verantwortenden armutszeugnis

Wien, 25.03.2019, 22:32 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

so, also wie gewohnt geht’s zu beginn gleich in die sandkiste, und bevor es wieder ein bisschen kritisch wird möchte ich dem team dressler/huber zum sieg beim 2-sterne fivb turnier in siem reap ganz herzlich gratulieren. Ganz besonders vergönne ich dieses erfolgserlebnis dem xandi huber, dem ja noch in der sogenannten ära des volleyball-heinz-conrads und des siegergenetikers mit der von seiten des övv durchgesetzten trennung von seinem langjährigen partner robin seidl doch eher übel mitgespielt wurde. So aber jetzt zu einer etwas kritischeren analyse dieses turniersieges als sie der övv auf seiner website unter http://www.volleynet.at/dressler-huber-jubeln-ueber-gold-bei-2-turnier-in-siem-reap/zieht. In diesem bericht fällt wieder einmal der schon gewohnt inflationäre gebrauch des adjektivs sensationell auf. Was ist da so sensationell an diesem sieg? Hat sich da jemand beim övv einmal etwas genauer die weltranglistenplatzierungen der dort teilnehmenden teams angesehen? In der sogenannten entry team list der fivb liegen die in siem reap topgesetzten finnen nurminen/siren an position 87, die an position zwei in siem reap gesetzten thailänder nuttanon/adisorn gar an position 102 (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/TeamsRanking_M.asp). Die dritten in der setzliste waren dann ohnehin schon dressler/huber. Sensationeller sieg? Geh bitte. Wie gesagt erfreulich für die spieler, aber sensationen schauen anders aus. Oder hat sich die erwartungshaltung beim övv an die letzten, eher mehr als bescheidenen erfolge österreichischer teams in den sandkisten dieser welt angepasst? Die entsendungspolitik des övv bleibt ja auch irgendwie weiterhin rätselhaft. Hat man beim övv irgendwo einen jackpot gewonnen? Oder wie ist es sonst erklärbar, dass der övv in siem reap sozusagen in full force, mit insgesamt vier teams am start war? Nur die kanadier hatten mit fünf teams noch um eines mehr genannt. Und was hat an erfolgen herausgeschaut. Neben dem sieg für von dressler/huber hat es für die restlichen drei österreichischen paarungen noch einen vierten platz durch schnetzer/eglseer und zwei neunte plätze für kunert/müllner und friedl/frühbauer gegeben (http://worldtour.2019.fivb.com/en/694/men/standings). Schnetzer/eglseer und kunert/müllner mussten durch die quali, wobei letztere in der zweiten qualirunde gegen erstere unterlagen, aber trotzdem im hauptbewerb, offenbar als lucky loser, mitmachen durften. Wen die beiden da im hauptfeld ersetzen durften, ging aus der berichterstattung nicht hervor.
Ebensowenig war nachzulesen warum aus einem 1-stern turnier plötzlich ein 2-sterne turnier wurde. Also der övv war offenbar bis vor beginn der achtelfinalspiele der meinung, dass es sich bei dem turnier in siem reap um ein 1-stern turnier handelte und hat dann irgendwo zwischen achtel- und semifinale bemerkt, dass die veranstaltung plötzlich zu einem 2-sterne turnier aufgewertet wurde. Wann haben die spieler von dieser änderung in der wertigkeit erfahren? Mysteriös, irgendwie. Man stelle sich vor, ein atp-turnier wird plötzlich unmittelbar vor turnierbeginn, oder noch besser, während des turniers von einem 250er zu einem 500er turnier. Irgendwie nicht vorstellbar bei der atp. Bei der fivb geht so etwas offenbar.



Ok, also vielleicht habe ich mich letzte woche noch geirrt und der der övv hat sich auch geirrt, und siem reap war von anfang an ein 2-sterne turnier. Oder – noch besser – nur ich habe mich geirrt, und die gestalterInnen der övv-website und die schreiberInnen der artikel haben meinen blog gelesen – was ich für sehr erfreulich halten würde – und haben von mir abgeschrieben, weil sie mir alles glauben – was ja noch erfreulicher wäre. Oder es ist doch alles ganz anders gewesen.   

So und der übergang von der sandkiste in die halle fällt mir dank zweier spieler heute besonders leicht. Da beschreibt fabian kriener unter https://www.neunmalneun.at/2019/03/24/das-wunder-von-ried/mit viel freude und berechtigtem stolz die rasante entwicklung, die  der uvc weberzeile ried vom aufsteiger in die liga mit dem langen namen mit abstiegsängsten zum final-four teilnehmer genommen hat. Das ist schon beeindruckend, obwohl man natürlich die qualität der liga, die sich in den letzten jahren, um es einmal vorsichtig zu formulieren, nicht gerade verbessert hat, nicht aus den augen verlieren sollte. Was für mich aber noch beeindruckender ist, ist das zuschauerinteresse, das da in ried binnen kürzester zeit entstanden ist, mit zuschauerzahlen, die sich konstant im dreistelligen bereich bewegen.
A propos zuschauerzahlen und so, ein kurzer einschub: von solchen zahlen kann der traurige niederösterreichische rest der spielgemeinheit in der renovierten und auf mehr als 9 meter aufgestockten johann pölz halle nur träumen. Die muss jetzt mit anderen ...äh... events gefüllt werden, auf die ich später noch zurückkommen werde. 47 zuschauerInnen verirrten sich zum spiel um die goldene ananas zwischen vca anstetten und weiz in die halle.


Und gleich noch a propos, a propos spiel um die goldene ananas und so. Danke hier an dieser stelle an den treuen leser, der mich auf dieses schmankerl aufmerksam gemacht hat. Also ich halte jede wette, dass es kein drittes spiel um den fünften platz in der liga mit dem langen namen geben wird. Das würde nämlich einen monat nach dem zweiten spiel stattfinden und ein bisserl eine finanzielle belastung für die vereine darstellen, die man sich ganz leicht ersparen kann.


Ui ui ui, wieder einmal eine böse unterstellung, heute zwickt er mich nach sehr langer zeit wieder einmal ganz kräftig, der schelm, der böses denkt. Wobei böse ist diese idee ja gar nicht, sondern durch und durch nachvollziehbar. Böse ist eigentlich nur diese terminplanung von seiten des övv, und böse ist da noch ein ziemlich höfliches adjektiv für solchen organisatorischen unfug.  


So aber jetzt zurück zum wunder von ried, wie der titel des beitrags von fabian kriener so schön heißt: also da schaffen es die rieder ins final four der 1. bundesliga und zwei stammspieler, florian schnetzer und peter eglseer ziehen es vor zu einem 1- oder 2-sterne turnier in kambodscha zu reisen. Ah ja, jetzt fällt mir wieder ein, der turnierort siem reap liegt nur ein paar autominuten von angkor wat entfernt. Ok, ich geb’s zu, das war jetzt untergriffig und gemein. Aber es geht auch ein bisschen weniger untergriffig: man erreicht mit seiner mannschaft das final four in der höchsten spielklasse – auch wenn man dort dann den watschenbaum für aich/dob geben wird - und die garantie, dass das nächstes jahr eh wieder passieren wird, gibt es nicht. Und man entscheidet sich für die teilnahme an einem tropischen holli knolli beachturnier der untersten oder zweituntersten kategorie. Was sind denn wirklich die beweggründe, wenn ich jetzt nicht so bösartig bin touristische zu unterstellen? Sportliche? Also ich erspare mir weitere als untergriffe interpretierbare details aber die unter http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/Player_DataDB.asp?No=119290und unter http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/Player_DataDB.asp?No=135283nachzulesende bilanz der beiden spieler auf der beachtour spricht für sich. Und nein, als nachwuchs- oder perspektiventeam gehen die beiden wohl auch nicht mehr durch.

Na ja, soviel halt zur wertigkeit der liga mit dem langen namen. Und zur wertigkeit kommt dann auch noch die mangelnde spannung, die sich schon in den ersten semifinalpartien abgezeichnet hat. Alles andere als ein 3:0 der aich/dober gegen ried wäre eine riesensensation. Man braucht sich nur die satzergebnisse der ersten begegnung anzuschauen, die fielen mit -15, -17 und -14 überdeutlich aus, also so kantermäßig. Und auch den grazern gebe ich nicht wirklich chancen, mehr als vielleicht einen sieg in der serie gegen waldviertel einzufahren (http://www.volleynet.at/bewerbe/H1/phase/MPO/saison/18-19).

So richtig zur farce – peter kleinmann sei dank – entwickelt sich gerade die ansonsten nicht unspannende meisterschaft bei den damen. Da gibt es ein rein oberösterreichisches finale zwischen linz und perg und die gesamte finalserie findet in der johann pölz halle in amstetten statt. Der grund dafür? Die mehr als absurde lex kleinmann, die besagt, dass ausschließlich die finalserie in hallen mit 9 meter höhe gespielt werden darf. Kann mir jemand die logik dahinter reklären, dass diese regel für alle anderen meisterschaftsspiele nicht gilt und nur für das finale zur anwendung kommt? Und die hatscherten erklärungsversuche mit tv-übertragung und so weigere ich mich anzunehmen. Was die unmittelbar betroffenen davon halten ist unter https://www.nachrichten.at/sport/mehr_sport/hallen-farce-linz-und-perg-verlieren-im-finale-den-heimvorteil;art193245,3112179nachzulesen. Und unter https://www.nachrichten.at/sport/mehr_sport/pergerinnen-folgten-linz-steg-ins-traumfinale;art193245,3113665wird es als wermutstropfen bezeichnet, dass das rein oberösterreichische finale in einem anderen bundesland stattfinden muss. Also ich bin nicht so höflich das als einzigen wermutstropfen bezeichnen, sondern als einziges armutszeugnis für den österreichischen volleyballsport, das der volleyball-heinz-conrads zu verantworten hat. Ah ja, in dem artikel wird auch noch erwähnt, dass die rieder auf peter eglseer und florian schnetzer verzichten mussten, weil die auf der fivb beachvolleyball worldtour im einsatz waren.    

Und zum schluss wird es ganz ohne volleyballbezug, noch tiefer, ganz tief geht’s in den dopingsumpf. Der weitet sich aus wie man unter https://sport.orf.at/stories/3046631/lesen kann. Fortsetzung wird folgen, fürchte ich. Und unter https://www.team2012.at/2019/03/17/der-dopingskandal-von-seefeld-was-am-ende-des-tages-davon-übrig-bleibt-im-spitzensport-dopen-eh-fast-alle-und-mir-ist-es-egal/gibt es einen hochineressanten beitrag von wilhelm lilge, leistungsdiagnostiker und dopingexeprte zum thema. Danke übrigens an einen weiteren treuen leser für den link. Da erfährt man einiges, in diesem artikel, zum beispiel, dass der von der nada suspendierte frühere langläufer christian hoffmann für die schibergsteig-wm nominiert wurde und in oberösterreich als funktionär tätig ist, oder dass der ehemalige hürdensprinter elmar lichtenegger zweimal des dopings überführt wurde und lebenslänglich gesperrt wurde und während seiner sperre parlamentsabgeordneter und sportsprecher des bzö war. Das war doch die partei der anständigen, fleißigen und tüchtigen. Ui, ich hör’ schon auf mit der politik, sonst fallen mir glatt noch die borkenkäfer, die 1.50€, die ausreisezentren, der herr gaulreiter – copyright falter - kickl und die beate „wer schafft die arbeit“ hartinger-klein ein und dann träum’ ich wieder schlecht.


Warum ist der damalige övv-präsident peter kleinmann als oberster verbandsfunktionär im 
missbrauchsfall johannes h. nicht aktiv geworden, wenn es, wie peter kleinmann vor der presse sagte, hinweise gegeben hat, die darauf hingedeutet haben, dass mit diesem trainer etwas nicht stimmte?
Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio UND NACH PYEONGCHANG finanziert?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Wien, 26.03.2019, 01:50 mez

Dienstag, 19. März 2019

Von der nicht ungünstigen kolokalisation von sandkisten und touristischen attraktionen, von zwergerlerfolgen und einer zwergerlliga und von besorgniserregenden tendenzen bei den u19 nachwuchsmeisterschaften

Wien, 18.03.2019, 23:08 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

na das mit dem beachvolleyballtourismus hat offenbar leider das potential sich zum running gag zu entwickeln. Beim zweiten 4-sterne turnier des jahres in doha war für die österreichischen teilnehmer nur unwesentlich mehr zu holen als beim ersten turnier dieser kategorie in den haag zu jahresbeginn. Zwei paare, nämlich kunert/müllner und winter hörl kamen über die quali nicht hinaus, wobei erstere zumindest die erste qualirunde überstanden. Die beiden für das hauptfeld qualifizierten paare seidl/winter und doppler/horst schafften es bis in die zweite ko runde und schieden dort aus, was einen neunten platz, jeweils 400 weltranglistenpunkte und mit 4000us$ genug preisgeld zur bezahlung der flugtickets und vielleicht auch noch der unterkunft abwarf (http://worldtour.2019.fivb.com/en/692/men/standings). Die unterschiedliche berichterstattung und die doch etwas differierende einschätzung der erzielten erfolge auf der website des orf unter https://sport.orf.at//stories/3046333/und auf der website des övv unter http://www.volleynet.at/doppler-horst-und-seidl-waller-erreichen-doha-achtelfinale/zeigt, dass der standpunkt auch die perspektive bestimmt. Kurosawas rashomon lässt grüßen (https://en.wikipedia.org/wiki/Rashomon_effect). Diese woche geht’s mit der hektischen reisetätigkeit zur besichtigung der sandkisten dieser welt lustig weiter. Am programm steht ein 1-stern turnier für die herren in siem reap, kamboscha.

Ah ja, a propos tourismus und so: laut google map ist man von siem reap in wenigen minuten mit dem auto in der alten khmer-stadt angkor wat, einer der größten sehenswürdigkeiten weltweit (https://de.wikipedia.org/wiki/Angkor_Wat).

  
Na da bin ich ja fast ein bisschen neidisch auf die vier österreichischen paare, die an diesem turnier teilnehmen dürfen, nämlich dressler/huber und friedl/frühbauer im hauptbewerb sowie kunert/müllner und eglseer/schnetzer in der quali (http://worldtour.2019.fivb.com/en/msie2019/men/teamsinfo/maindraw,http://worldtour.2019.fivb.com/en/msie2019/men/teamsinfo/qualification). Also wenn man sich die setzliste so ansieht, dann könnte es ja dort, im schatten von angkor wat, durchaus erfolgserlebnisse für die nicht gerade erfolgsverwöhnten österreichischen beacher geben.

A propos erfolge im sandhüpfsport, copyright falter. They are few and far between, wie die anglikanerInnen das nennen. Aber man muss sich halt über die kleinen, also eigentlich die klitzekleinen erfolge freuen und sie entsprechend, kleinmannesk, öffentlichkeitswirksam darstellen. In einem artikel zum abgang von alexander prietzel nach deutschland, unter http://www.volleynet.at/alexander-prietzel-kuenftig-in-deutschland/, der laut artikel über drei jahre für das österreichische beachvolleyballnationalteam verantwortlich war, wird der schon gefühlte hundert mal aufgewärmte sieg des duos schützenhöfer/plesiutschnig bei einem fivb beachvolleyballturnier der dritten kategorie als erfolg unter seiner ägide, „der sich sehen lassen kann“ bezeichnet.


Na wie heißt es in einer abwandlung eines ziates von karl krauss so schön? Wenn die sonne im sport tief steht, werfen auch zwergerlerfolge lange schatten.

A propos zwergerl und so. Also, am wochenende standen die österreichischen meisterschaften der alterskategorie u19für mädchen und burschen auf dem programm. Und nein, die zwergerl beziehen sich sicher nicht auf die spielerInnen. Die zwergerl kommen gleich. Aber zuerst möchte ich von dieser stelle aus den medaillengewinnern zu ihren erfolgen ganz herzlich  gratulieren. Bei den mädchen gewann sokol vor dem vc tirol und den wildcats aus klagenfurt, bei den burschen ging der titel ebenfalls an sokol, vor den hotvolleys und wolfurt (http://www.volleynet.at/20881-2/). Ich würde jetzt wirklich lügen, wenn ich behaupten würde, dass mich als alten sokolesen der titel für die u19-burschen und vor allem die art und weise wie er errungen wurde, nach 0:2 satzrückstand, und 2:9 rückstand im dritten satz, mit einem 18:16 im fünften satz, gegen eine mannschaft aus der finanziell nicht gerade schlecht ausgestatteten wiener volleyballakademie, nicht mit einer gewissen genugtuung erfüllen würde. Übrigens die berichterestattung zum finale der burschen auf der övv-website ließ auch ein wenig an sorgfalt vermissen, hatten in einer ersten version die hotties das finale gegen sokol doch glatt mit 4:1 sätzen gewonnen.



So aber jetzt zu den zwergerln. Während bei den mädchen von den 10 erstligavereinen immerhin 6 bei den nachwuchsmeisterschaften vertreten waren (http://www.volleynet.at/20881-2/http://www.volleynet.at/bewerbe/D1/phase/GD/saison/18-19), waren es bei den burschen gerade einmal 2 vereine aus der siebenerzwergerlliga, und die zwergerl beziehen sich auch hier nicht auf die spieler, sondern auf die verzwergte rumpf- und schrumpfliga mit dem eindrucksvollen langen namen (http://www.volleynet.at/20881-2/http://www.volleynet.at/bewerbe/H1/phase/GD/saison/18-19). Was sagt uns das über die nachwuchsarbeit der erstliagavereine? Nichts übertrieben gutes, fürchte ich. Wo wollen denn diese vereine ihre zukünftigen spieler nehmen? Die u19sollte doch irgendwie das personelle zukunftsreservoir dieser vereine sein.

Dass die vereine aus der schrumpf- und rumpfliga auf der internationalen bühne auch nicht gerade zu den riesen, ja nicht einmal zu den normalwüchsigen gehören, hat das final four der immer mehr zu einer art holli-knolli ferienliga für vereinsmannschaften verkommenden mevza gezeigt. Den einzigen sieg für einen der beiden österreichischen vereine im finalturnier gab es im duell gegeneinander. Da siegte aich/dob gegen waldviertel 3:2. Im spiel um den dritten platz und im finale setzte es dann für die beiden österreichischen vertreter jeweils gegen die slowenische teams calcit kamnik und ach ljubljana ziemlich herbe und kräftige watschen, wobei sich besonders aich/dob mit zum teil mehr als blamablen satzergebnissen hervortat (https://mevza.volleynet.at/Ergebnisse/23719).
Ah ja, offenbar die gleichen gestalter, die schon bei der darstellung des ergebnisses des finales der u19-burschen am werk waren, dürften am vortag auch auf der mevza-website geübt haben.



Überhaupt hat man es irgendwie seitens des övv mit der gestaltung der website und deren aktualität. Einerseits wird der schneehüpfsport gehypt - ui ein schiacha anglizismus ist mir da jetzt rein- oder besser gesagt rausgerutscht – als gäbe es kein morgen und anderseits dann das.



Also das ist aber schon sehr nachlässig, dass am montag um 00:39 noch immer darüber berichtet wurde, dass am sonntag die finali im schneehopssport auf dem programm stünden.  

Das sollte aber schon besser gehen, wenn man den anspruch hat, das angeblich so große interesse an diesem ...äh... sport zu bedienen. A propos interesse und so: wieviele zuschauerInnen waren den zugegen bei der österreichischen meisterschaft im schneegehopse? Für die russischen oligarchen, die man ja vielleicht im april nach st. anton am arlberg locken kann ist die turracher höhe vermutlich kein ort auf der touristischen to-do-list (https://www.cev.eu/SnowVolley-Area/SnowVolley_3BOX.aspx?ID=1155&mID=256&sID=0&pID=0&chID=0&phaseID=0&champID=0&Mod=,http://www.volleynet.at/snow-volleyball-meister-auf-der-turrach-gekuert/). Und die aussage von gernot leitner, dass man immer mehr hallenspieler für snowvolleyball gewinnen könne, klingt für mich, bei der eher dünnen personellen decke der vereine in der halle, eher nach gefährlicher drohung, 




Warum ist der damalige övv-präsident peter kleinmann als oberster verbandsfunktionär im 
missbrauchsfall johannes h. nicht aktiv geworden, wenn es, wie peter kleinmann vor der presse sagte, hinweise gegeben hat, die darauf hingedeutet haben, dass mit diesem trainer etwas nicht stimmte?
Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio UND NACH PYEONGCHANG finanziert?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Wien, 19.03.2019, 01:19 mez

Dienstag, 12. März 2019

Von wahrlich ergreifenden berichten, von der nach wie vor fehlenden evaluierung der wiener akademie und von höchst unterschiedlichen ansprüchen an den teamtrainer beim öhb und beim övv

Wien, 11.03.2019, 23:02 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

also jetzt wird das schon zur gewohnheit mit dem eher nicht zur jahreszeit passenden ausflug in die sandkiste. Letzte woche gab’s für ein paar övv-teams die gelegenheit zu einem ausflug ins schöne sydney. Dort fand nämlich ein 3-sterne fivb-beachturnier statt. Die erfolge der österreichischen teams waren – fast bin ich geneigt zu sagen, wie gewöhnlich – enden wollend. Bei den damen überstanden strauss/strauss schon die erste qualirunde nicht und schützenhöfer/plesiutschnig, die nicht durch die quali mussten, schieden in der ersten runde des hauptbewerbes aus und belegten damit den 17. endrang. Das ergab dann 30 punkte für die rangliste für strauss/strauss und satte 240 weltranglistenpunkte und dazu 1500us$ als preisgeld für schützenhöfer/plesiutschnig (http://worldtour.2019.fivb.com/en/690/women/standings). Unwesentlich besser lief es bei den herren, wenn man bei den erzielten ergebnissen überhaupt das wort besser verwenden will. Friedl/trumer und huber/dressler schieden in der ersten qualirunde aus. Winter/hörl schafften es in den hauptbewerb und belegten nach dem aus in der zweiten ko-runde immerhin den 9. endrang (http://worldtour.2019.fivb.com/en/690/men/standings). Das summierte sich dann zu zweimal 30 und einmal 300 ranglisten punkten, sowie zu einem preisgeld von 2000us$ für winter/hörl. Na wenn man da alles an preisgeld zusammenlegt gehen sich möglicherweise fast zwei flugtickets aus. Beachtourismus halt, als entsendungspolitik. Ui beinahe hätte ich den 4. platz von kindl/kopschar vergessen, den die beiden beim 1-stern turnier in kg speu - das ist in kambodscha, für alle, die so wie ich keine ahnung haben, wo das liegt – belegt hatten, und der mit 140 ranglistenpunkten und 400us$ belohnt wurde (http://worldtour.2019.fivb.com/en/691/men/standings).

Auch interessant ist, dass die fivb, wahrscheinlich aufgrund des übergroßen erfolges im vorjahr beginnt die anzahl der turnier zu reduzieren. Statt 10 4-sterne turniere für damen und 11 für herren 2018, gibt es 2019 nur noch 9 bzw. 10, bei den 3-sterne turnieren wurde der sparstift ziemlich kräftig angesetzt. Die anzahl dieser turniere wurde von jeweils 6  für damen und herren auf jeweils 3 zusammengestrichen. 2-sterne turniere gibt es heuer ganze 3 für herren und 6 für damen gegenüber 3 bzw. 7 2018. 1-stern turniere gab es 2018 21 für frauen und 23 für männer, 2019 sind es 17 bzw. 16. Na wenigstens die anzahl der 5-sterne turniere hat sich nicht reduziert, jeweils 2 für damen und herren, 2018 und 2019 (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/calendar.asp).

Aber wie man unter https://sport.orf.at/#/stories/3046194/lesen kann, wird auch in anderen sportarten kräftig gespart, was die anzahl der ...äh... events angeht.

So aber jetzt vom spannenden beachvolley zur nicht minder spannenden meisterschaft in der halle. Also wenn man nur die schlagzeilen liest und sonst volleyball eher nicht verfolgt, könnte man den eindruck gewinnen, dass es da echt um etwas geht in der endphase der meisterschaft. Da gewinnen die aich/dober den sogenannten schlager gegen waldviertel und bei den damen stürmen die spielgemeinheit mit dem langen namen und die grazerinnen doch gar ins semifinale wie man unter https://sport.orf.at//stories/3046110/und unter http://www.volleynet.at/sokol-post-stuermt-ins-avl-halbfinale/lesen darf. Aber den vogel schießt wieder einmal die övv-homepage ab mit der überschrift „platz zwei für waldviertel zum greifen nahe“ (http://www.volleynet.at/platz-zwei-fuer-waldviertel-zum-greifen-nahe/). Bitte wem fällt so etwas ein, das ist ja pullitzerpreis-verdächtig. Also echt aber, zum greifen nahe ist der zweite tabellenplatz, ich bin echt aber sowas von ergriffen von dieser journalistischen höchstleitung. 

Ah ja, a propos, journalistische höchstleistung und so: also so ganz astrein, vom grammatikalischen her, ist auch die überschrift „kroiss, zass und wohlfahrtstätter holen grunddurchgang“ unter http://www.volleynet.at/kroiss-zass-und-wohlfahrtstaetter-holen-grunddurchgang/nicht wirklich. Aber schnell zurück zur ungemein spannenden meisterschaft bei den herren. Da hat sich der niederösterreichische rest der spielgemeinheit mit dem langen namen mit einem mühevollen 3:2 gegen das schlusslicht klagenfurt fast blamiert und die allerletzte chance auf die semifnalteilnahme verspielt. Gesehen haben das nur noch 32 zuschauerInnen in der vor nicht allzu langer zeit aufwendig renovierten johann pölz halle. Drei tage später hat jemand von diesen 32 noch 2 freunde zum spiel gegen graz mitgebracht, das die amstettner dann  3:1 gewonnen haben.



Sechs siebentel runden vor schluss ist alles erledigt, bis auf den zweiten platz, der ja für waldviertel zum greifen nahe ist. Also ich denke die werden nicht danebengreifen und den einen satz, der zur absicherung des 2. platzes notwendig ist, gegen ried holen.



So, ich muss zugeben, ich bin zu faul, mir die ausschreibung der meisterschaft 2018/2019 durchzulesen. Daher stelle ich jetzt eine wahrscheinlich eher dumme frage: was machen die amstettner, weizer und klagenfurter in den nächsten wochen? Relegation gibt’s ja wohl wieder keine, weil ja wohl niemand absteigen soll, sondern eher ein williger aufsteiger gefunden werden muss um diese farce von einer siebenerliga nicht zum dritten mal in folge aufführen zu müssen.

Und schon wieder ah ja. Ah ja, a propos aufsteiger und so. Also da gibt es in der meisterrunde der 2. liga schon ein paar überraschende ergebnisse. Da verloren die akademieexperten ihre zwei auswärtsspiele am wochenende gegen tirol und gegen oberndorf und gewinnen dabei nicht einmal einen satz.



Also da frage ich mich schon, was die expertInnen mit den 200.000€, mit der die akademie finanziert wird, so tun, wenn man dann gegen oberndorf – nichts für ungut liebe oberndorfer – mit 0:3 untergeht, gegen einen verein, der vermutlich nicht einmal ein zehntel des akademiebudgets zur verfügung hat für seine zweitligamannschaft. Ich habe es schon einige male geschrieben und ich schreibe es wieder: da gehört einmal eine ordentliche und schonungslose evaluierung her, ob diese üppige finanzierung auch nur in irgendeinem verhältnis zu den erzielten ergebnissen steht. Mir fällt da nach dem beachtourismus, der meiner ansicht nach auch ganz dringend überdacht und evaluiert werden sollte, das nächste schiache wort ein: geldverbrennung ist das, was von den expertInnen da in den letzten jahren betrieben wurde und noch immer betrieben wird. In graz läuft das seit jahren – um wieder einmal ein lieblingswort des herrn kommerzienrates zu verwenden – nachweislich besser.



Und schon wieder ah ja. Ah ja, a propos herr kommerzienrat und so. Also der herr kleinmann ist zurück, zumindest mit einem auf der övv-homepage publizierten foto. In dem unter http://www.volleynet.at/1-wiener-beachvolleyball-kinder-cup-mit-finale-auf-der-donauinsel/publizierten artikel zum foto erfahren die interessierten leserinnen und die interessierten leser, dass der volleyball-heinz-conrads als projektinitiator des beachvolleyball kinder cups fungiert. Na da blicken wir ja in eine glorreiche volleyball-zukunft in der sandkiste. Der herr kleinmann initiiert, der herr jagerhofer kassiert ...äh... hoppala ein freudscher verschreiber, also der herr jagerhofer finaziert. Und dann braucht es eigentlich nur noch den spezi des herrn kleinmann, den siegergenetiker mit tagesfreizeit als berater oder konsulent oder sonst was, dann hätten wir ein unschlagbares trio beisammen, jagerhofer-kleinmann-moculescu, jkm sozusagen. Also die anglikanerInnen verwenden jkm als abkürzung für just kidding mate (https://www.acronymfinder.com/Just-Kidding-Mate-(JKM).html).

So aber jetzt zum etwas enttäuschenden echo auf die von den neunmalneunern gestellte legionärsfrage. Also eine umfassende diskussion ist da leider nicht enstanden. Sind das wirklich noch die nachwirkungen der sogenannten ära des volleyball heinz conrads, wo die freie meinungsäußerung besonders dann unangenehm werden konnte, wenn man nicht die meinung des experten für eh alles vertreten hat? Aus den wenigen diskussionsbeiträgen unter https://www.neunmalneun.at/2019/03/03/legionäre-in-der-österreichischen-bundesliga-heilsbringer-oder-nachwuchsverhinderer/ist aber schon ein gewisser konsens herauszulesen. Niemand, und auch ich nicht, auch wenn mir das bisweilen unterstellt wurde, ist gegen das engagement von legionären, aber offenbar gibt es den wunsch nach einer beschränkung der anzahl von legionären auf dem spielfeld und im kader. Und auch die möglichkeit über anstellung von nachwuchstrainerInnen bzw. generelles einzahlen in einen nachwuchsfördertopf, wenn ein verein mehr als die erlaubten legionäre verpflichtet, findet sich als idee in den kommentaren. Zusammengefasst lehnen sich diese vorschläge sehr an das von den handballern seit ein paar jahren praktizierte modell an. Ich bin ja überhaupt der meinung, dass man sich ein wenig mehr von den handballern abschauen könnte, beispielsweise wie man bei misserfolgen der nationalmannschaft reagiert. Und da muss man misserfolg schon ziemlich streng auslegen. Nach geschaffter quali für die diesjährige wm, aber nach dem enttäuschenden abschneiden beim wm-turnier selbst hat man sich beim öhb dafür entschieden, die zusammenarbeit mit patrekur johannesson zu beenden, wie man unter https://sport.orf.at/stories/3045954/lesen kann. Ah ja, nur zur erinnerung: unter johannesson hatte sich die nationalmannschaft zweimal für die weltmeisterschaften, 2015 und 2019, qualifiziert und zweimal für die europameisterschaften, 2014 und 2018. Und wie schaut dagegen die bilanz des herrn warm aus, seines zeichens uhvztt in der endlosschleife. 2011 teilnahme als veranstalter bei der europameisterschaft, 3 niederlagen, satzverhältnis 0:9. Wm-quali 2014 versemmelt, wm-quali 2018 detto (https://www.cev.eu/Competition-Area/Competition.aspx?ID=673&PID=1269,https://www.cev.eu/Competition-Area/Competition.aspx?ID=976&PID=1524), em-quali 2013 vergeigt, 2015 ebenso und 2017, da aller guten dinge drei sind, noch einmal gescheitert (https://www.cev.eu/Competition-Area/Competition.aspx?ID=559&PID=1152,https://www.cev.eu/Competition-Area/Competition.aspx?ID=700&PID=1328,https://www.cev.eu/Competition-Area/Competition.aspx?ID=840&PID=1422). Ah ja und eine nicht geschaffte olympiaquali war 2012 auch noch dabei (https://www.cev.eu/Competition-Area/Competition.aspx?ID=554&PID=1137). Und dann endlich die erfolgreiche quali für die eurovolley 2019, nicht mit uhvztt sondern trotz uhvztt, die nicht unwesentlich auch damit zusammenhing, dass jetzt 24 teams die endrunde bestreiten und nicht mehr 16 (https://www.cev.eu/Competition-Area/Competition.aspx?ID=1052&PID=1575). Ich stelle hier einmal die ketzerische frage: wo könnte das österreichische herrennationalteam sein, wenn man beim övv eine ähnliche erfolgsbasierte strategie in bezug auf die verpflichtung bzw. vertragsverlängerung des teamchefs verfolgt hätte wie sie der öhb an den tag legt?

So und zum schluss geht’s weg vom volleyball und mitten hinein in den dopingsumpf. Wie wir alle sportinteressierten wissen ist austria a too small country to make good doping, wie der winterpeter ja schon anlässlich der vorfälle bei den olympischen spielen in turin vor der presse so treffend und ungewollt ehrlich bekannte (https://kurier.at/sport/austria-is-a-too-small-country-vor-exakt-zehn-jahren-erschuetterte-der-dopingfall-von-turin-die-sportwelt/181.606.576). Offenbar können wir in austria wirklich nicht good doping, wenn man sich ansieht wie viele der not so good austrian doper erwischt werden. Jüngst sind es schon wieder fünf von acht bisher überführten und geständigen athleten, die restlichen drei sind zwei esten und ein kasache. Und der bumsti reitet aus gegen die universalbeschuldigungen, gegen die unfairen und weiß natürlich ganz genau, dass das alles nur einzelfälle sind, wie man unter https://www.orf.at//stories/3114762/lesen kann, weil austria is no doping land, wenn ich das gleich ins schröcksnadelsche englisch übersetzen darf. Einzelfälle sieht er, der bumsti. Und da kennt er sich ja aus als vorsitzender einer partei der einzelfälle, solche einzelfälle sieht er ja fast täglich. Zwei ganz brandaktuelle neue einzelfälle gingen beispielsweise heute durch die medien (https://orf.at/stories/3114763/).

Für alle diejeningen  unter meinen werten leserinnen und unter meinen werten lesern aber, die tiefergehendes und niveauvolleres zum thema lesen wollen stelle ich den folgenden kommentar von armin thurnher aus dem falter hier ein.  

   

Warum ist der damalige övv-präsident peter kleinmann als oberster verbandsfunktionär im 
missbrauchsfall johannes h. nicht aktiv geworden, wenn es, wie peter kleinmann vor der presse sagte, hinweise gegeben hat, die darauf hingedeutet haben, dass mit diesem trainer etwas nicht stimmte?
Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio UND NACH PYEONGCHANG finanziert?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Wien, 12.03.2019, 01:46 mez

Dienstag, 5. März 2019

Vom beachvolleyballtourismus in warme gefilde, von der immer aktuellen legionärsfrage und von unersetzlichen alten männern

Wien, 04.03.2019, 23:01 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

so also zuerst einmal ein nachtrag oder, genauer gesagt, eine nachschärfung zu meiner hier anlässlich der abwesenheit der övv-vertreterInnen bei der siegerehrung der grazer cupsieger letzte woche gestellten frage. Die userin lena ria hat in ihrem kommentar richtig angemerkt, dass bei der siegerehrung nach dem damenfinale mit otto frühbauer und christian mairhofer zwei landesverbandspräsidenten zugegen waren und die siegerehrung vornahmen. Bei den herren wurde die siegerehrung der finalisten ebenfalls von zwei landesverbandspräsidenten, nämlich thomas mayer und uwe stark, vorgenommen. Und natürlich sind die vier genannten als mitglieder der präsidentenkonferenz vertreter des övv. Ich habe mich zugegebenermaßen zu unpräzise ausgedrückt. Was ich hinterfragen wollte war die abwesenheit der övv-spitze, des övv-vorstandes.

Ah ja, a propos vorstand und so. Also da lesen doch offenbar für die gestaltung der övv website verantwortliche personen meine einträge. Die övv-vizepräsidentschaft für beachvolleyball ist doch nicht vakant sondern weiterhin mit elisabeth klopf besetzt.


Und gleich das nächste ah ja, samt a propos. A propos beachvolleyball und so: der sandhüpfsport erwacht aus dem winterschlaf und tritt nun in geradezu unmittelbare konkurrenz um mediale aufmerksamkeit mit meinem absoluten lieblingssport, dem snowvolleyball.




Während also die snowvolleyballtour im märz und april in wagrain und st. anton stops einlegt, und die österreichischen meisterschaften im märz auf der turracher höheh stattfinden werden, werden in wärmeren gefilden bereits die sandkisten umgegraben, mit allerdings durchaus überschaubaren erfolgen diverser övv duos. Und interessanterweise wird über dieses mäßig erfolgreiche auftreten der österreichischen spieler und spielerinnen bei diversen fivb-turnieren, in ganz ungewohnt bescheidener weise der mantel des schweigens gebreitet.

So gab es beim 2-sterne fivb-turnier in phnom penh für strauss/strauss einen 17. platz (http://worldtour.2019.fivb.com/en/688/women/standings). Beim 1-stern turnier im indischen visakapathnam blieb das herrenteam kindl/kopschar schon in der ersten qualirunde hängen (http://worldtour.2019.fivb.com/en/mvis2019/men/results/qualifications). Bei den damen belegten strauss/strauss immerhin den 3. platz. Preisgeld? 500 us$. Punkte für die weltrangliste? 160. Kosten für den övv bzw. die spielerInnen? Will ich lieber gar nicht wissen. Sinnvoller einsatz von ohnehin beschränkten finanziellen mitteln? Ok, ok, ich hör’ schon auf mit den blöden fragen. Irgendwelche journalisten hatten ja anlässlich der ausbleibenden erfolge der österreichischen athletInnen bei den spielen in rio den – zugegebenermaßen nicht sehr schmeichelhaften – ausdruck vom oympiatouristen geprägt und sind dafür dann verbal ziemlich abgewatscht und beshitstormed worden. Also auf die gefahr hin auch medial prügel zu beziehen und mir ein paar neue feinde zu machen erlaube ich mir anzumerken, dass die entsendungspolitik des övv für mich den eindruck des beachvolleyballtourismus’ erweckt. Ah ja, weiter geht die reise jetzt zum 3-sterne turnier in sydney (http://worldtour.2019.fivb.com/en/690). Übrigens, der strand in manly, wo das turnier gespielt werden wird, hat was, das kann ich aus eigener erfahrung bezeugen.

Ok, genug vom beachvolleyball in sommerlich warmen gefilden, zurück in die österreichischen hallen, wo sich die meisterschaft bei den herren in richtung ihres ziemlich erwartbaren ende des grunddurchganges quält. Auf der övv-website versucht man die spannung künstlich hochzuhalten, mit geradezu skurrilen überschriften wie der zu dem unter http://www.volleynet.at/amstetten-biegt-weiz-und-verteidigt-platz-fuenf/veröffentlichten artikel. Bist du denn deppert, der niederösterreichische rest der spielgemeinheit mit dem langen namen biegt – echt das steht dort so – also biegt weiz und verteidigt platz fünf. Äh ja, geniert sich da niemand von der vereinsführung in amstetten, ist so eine überschrift dort niemandem peinlich? Die verteidigen mit einer legionärstruppe und einem kürzlich engagierten neuen trainer platz fünf in einer siebenerliga. Ja bist du denn wucki. Interessiert hat diese biegung gerade noch 55 unverdrossene.


Und wie spannend gestaltet sich der rest des grunddurchgangs? Aich/dob ist vom 1. platz nicht mehr zu verdrängen, zwischen waldviertel und graz geht es gerade noch um das heimrecht im entscheidungspiel in der seminfinalserie. Die rieder brauchen genau noch einen einzigen punkt aus drei spielen um sich die teilnahme am semifinale zu sichern, und weiz und mit ziemlicher sicherheit auch amstetten spielen um die goldene ananas und die klagenfurter werden den löffel, also den hölezernen, nicht mehr abgeben, was aber auch nicht weiter tragisch ist, weil sowieso niemand absteigen wird.


So, und das wird jetzt schon fast zur gewohnheit, der wöchentliche hinweis auf die neunmalneuner. Die stellen unter https://www.neunmalneun.at/2019/03/03/legionäre-in-der-österreichischen-bundesliga-heilsbringer-oder-nachwuchsverhinderer/die legionärsfrage. Ich bin ja in dieser frage, wie meine gschätzten leserinnen und meine geschätzten leser wissen, überzeugungs- und deswegen sturer wiederholungstäter bzw. –argumentierer. Ich halte nach wie vor das von den handballern praktizierte und auf einem gentlemen’s agreement basierende modell einer beschränkung der anzahl der eingesetzten ausländer für nachahmenswert. Und auch die möglichkeit der vereine mit mehr als zwei nicht für das österreichische nationalteam spielberechtigten ausländern anzutreten, dafür dann aber ab dem dritten legionär und für jeden weiteren jeweils 10.000€ für die nachwuchsförderung des verbandes zu löhnen, halte ich für schlau. Eine solche begrenzung der anzahl der legionäre würde einerseits bei den vereinen bewirken, dass man nicht nur auf quantität sondern mehr auf qualität schaut und führungsspieler engagiert, die dann für die österreichischen spieler als vorbild dienen und für sie ein attraktives umfeld schaffen, von dem die jungen österreicher profitieren. Außerdem würde man sich damit dem sogenannten level playing field – so nennen das die anglikanerInnen - annähern, also einer annähernden chancengleichheit zwischen den vereinen und einer sich daraus ergebenden ausgeglicheneren und spannenderen liga bzw. meisterschaft. Grundsätzlich ist aber in den letzten jahren zu bemerken, dass – also so bauchgefühlsmäßig, ohne dass ich da jetzt die konkreten zahlen überprüft hätte – zumindest bei den herren, die anzahl der in der 1. bundesliga tätigen legionäre rückläufig ist. Die gründe dafür liegen nicht in einem umdenken, sondern sind meiner ansicht nach rein wirtschaftlicher natur. Junge österreichische spieler sind wahrscheinlich immer noch um einiges billiger zu haben als gute, konkurrenzfähige legionäre. Den größten arbeitgeber für ausländische spieler, den verein der damals noch in der gutheil-schoder-straße beheimateten expertInnen, hat es ja schon vor einigen jahren genau aus diesem grund wirtschaftlich zerrissen. Gegenwärtig sind die waldviertler die einzige mannschaft die fast ausschließlich auf legionäre, zehn an der zahl, setzen; und ich frage mich schon, und nein ich wünsche das den waldviertlern wirklich nicht, wie lange das vom wirtschaftlichen gesichtspunkt her noch gut geht. Bei aich/dob spielen mittlerweile eine ganze reihe junger österreicher, bei graz war man immer dem österreichischen weg zugetan. Heuer hat man zwei ausländische spieler im kader. Ried hat deren drei, weiz zwei und die klagenfurter einen. Und das negativmodell der amstettner mit fünf legionären führt sich gerade selbst ad absurdum.

Aj ja, https://www.neunmalneun.atund so: also ich würde mir schon wünschen, dass zahlreiche besucherinnen und zahlreiche besucher dieser plattform dem beispiel von moamer seta folgen und ihre meinung zu der legionärsfrage kundtun. Offenbar muss es ein großteil der österreichischen volleyballfamilie nach der sogenannten ära kleinmann erst lernen, in offener diskussion meinungen und standpunkte auszutauschen.

A propos sogenannte ära und so. Also eine andere ära eines weiteren alten mannes neigt sich wohl auch schön langsam dem ende zu, trotz der vielen, vielen gewonnenen medaillen aber wegen der bösen, bösen neider, die razzien zur unzeit anzetteln, weil sie dem ösv und seinem präsidenten die erfolge missgönnen. Nachzulesen ist das alles beispielsweise unter https://sport.orf.at/stories/3045851/,https://derstandard.at/2000098902011/Doping-im-Sport-Die-Schroecksnadel-Situationund https://derstandard.at/2000098901905/Schroecksnadel-wittert-Verschwoerung#posting-1039327512und an vielen anderen stellen. Interessant ist das schon, wie sich diese typen gleichen, nur nicht loslassen, weil jetzt muss man ja noch ganz dringend aufräumen in diesem von wolfgang konrad unter https://derstandard.at/2000098834316/Marathon-Boss-Konrad-Das-hat-alles-der-Herr-Schroecksnadel-zu?ref=recso bezeichneten saustall, und den verband neu aufstellen etc. und nachfolger gibt’s natürlich keinen geeigneten weit und breit, also muss man sich einfach opfern und weitermachen, mit 77 jahren. Wie sehr sich da die eigenwahrnehmung, und auch das kennen wir volleyballinfizierten aus leidvoller erfahrung, von der fremdwahrnehmung unterscheidet, ist in den diversen foren zu den oben zitierten artikeln nachzulesen, und lustig ist das meistens auch noch, was da die user in diesen foren absetzen. Und wie abgehoben der herr präsident ist zeigt sich ja in der von ihm ins spiel gebrachten verschwörungstheorie. Also wer steckt hinter den dopingfällen, bzw. deren aufdeckung? Die bilderberger vielleicht oder die freimaurer, oder gar die ostküste oder waren es ganz einfach die piefke, die es nicht aushalten, dass die össie-athletInnen und ganz besonders der ösv-präsident so erfolgreich sind? Absurd das ganze. Und ich fürchte, da kommt noch mehr. Und da wird dann die verschwörungstheorie vermutlich anicht mehr aufrecht zu erhalten sein.  


Warum ist der damalige övv-präsident peter kleinmann als oberster verbandsfunktionär im 
missbrauchsfall johannes h. nicht aktiv geworden, wenn es, wie peter kleinmann vor der presse sagte, hinweise gegeben hat, die darauf hingedeutet haben, dass mit diesem trainer etwas nicht stimmte?
Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio UND NACH PYEONGCHANG finanziert?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Wien, 05.03.2019, 01:32 mez

Dienstag, 26. Februar 2019

Von den gründen einer die übelkeit lindernden euphorie, von schlupflöchern und wieder aufgetauchten volleyballfrühpensionisten und vom nationalstolz als förderkriterium

Wien, 25.02.2019, 22:51 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

so, endlich wieder einmal ausgeschlafen und jetlagfrei an einem montag abend, aber dafür schlecht gelaunt. Und ich bin ja selber schuld an meiner übellaunigkeit, weil ich den fehler gemacht habe, mir den herrn vilimsky in der zib2 anzuschauen, ein ganz besonderes exemplar – und das ist eigentlich ziemlich schwer in seiner patei – eines sympathiebolzens. Und dann noch die von unserem herrn innenminister angedachte sicherheitsverwahrung von potentiell gefährlichen asylwerbern, nach der man personen einsperren können soll, bevor sie straffällig geworden sind oder eine straftat geplant haben. Hat sich jemand von den krakelenden bewunderern dieser unpartei die mühe gemacht sich zu überlegen, wie das durchgeführt werden soll. Wer beurteilt die potentielle gefährlichkeit dieser auslända? Na da werden sich schon experten finden im fundus der schmissbirnen, da sollen ja gar nicht so wenige akademiker dabei sein, unter diesen stichwaffen tragenden faschingsprinzen mit den hohen stiefeln und den lustig-originellen kopfbedeckungen. Und wie stellen die dann fest, ob jemand potentiell gefährlich ist? Wird dann auf ein kriminalitätsgen getestet oder bleiben wir bei haarfarbe, augenfarbe, nasen- und schädelform. Das hat sich doch einmal schon so vor 80 jahren sehr gut bewährt. Also ich wundere mich nicht mehr, was unter dieser regierung alles möglich. Mir wird nur zunehmend übel, wenn ich mir die richtung anschaue, in die es gerade geht. Ok, ok schon wieder politik, aber wie immer, wenn mir so etwas in diesem blog passiert, kann ich als erklärung nur anbieten, dass das einfach raus musste. Und mir geht es dann einfach besser, wenn ich das rausgekotzt habe und ich bitte meine werten leserinnen und meine werten leser diese form der persönlichen psychohygiene ab und zu ertragen. Please bear with me, würden die anglikanerInnen sagen.

Und am wiedergewinn meiner guten laune, die ich brauche, um diese einträge in meinen laptop zu tippen, weil ohne gute laune wird das nichts mit dem flow, hat jemand ganz entscheidenden anteil: johannes nowotny. Der hat unter https://www.neunmalneun.at/2019/02/24/ein-österreicher-zieht-die-fäden-in-der-schweiz-teil-2/meine erwartungen nach dem ersten teil seines beitrags unter https://www.neunmalneun.at/2019/02/17/ein-österreicher-zieht-die-fäden-in-der-schweiz/noch weit übertroffen. Ich war gespannt auf die fortsetzung und das was ich da im 2. teil unter https://www.neunmalneun.at/2019/02/24/ein-österreicher-zieht-die-fäden-in-der-schweiz-teil-2/lesen konnte – oder soll ich besser sagen lesen durfte – hat mich mehr als beeindruckt. Klar, klug und analytisch, ohne blabla, keine spur von warmsprech in der endlosschleife oder selbstdarstellungsexzessen des expräsidenten, also quasi komplettes neuland für mich als ziemlich überwuzeltes kind der sogenannten ära des herrn kommerzienrates. Bamm, so kann man also auch über volleyball schreiben. Kann man dem johannes nowotny ganz schnell ein angebot machen von seiten des övv, in einer funktion mit weitreichenden kompetenzen, damit er vielleicht den österreichischen volleyballsport auch in die gänge bzw. auf die PISTE – für alle diejenigen unter meinen leserinnen und unter meinen lesern, die den beitrag noch nicht gelesen haben, PISTE ist die bezeichnung eines in der schweiz entwickelten und angewandten sichtungsintsruments im nachwuchsbereich – zu bringen. So jemand hat man in der sogenannten ära des herrn kleinmann beim övv keine entwicklungsmöglichkeiten geboten? Na ja, dafür hat der herr kleinmann gegen ende seiner präsidentschaft noch schnell seinen spezi, in bayern sagt man, glaub’ ich, amigo, den mann mit dem siegergen als beachboy ...äh... sportdirektor für den beachvolleyballbereich, oder wie auch immer die genaue funktionsbezeichnung des edelpensionisten moculescu gelautet hatte, engagiert. Wie viel marie, gerschtl, kohle, flieder, mäuse oder kröten da vom övv auf das konto des siegergenetikers geflossen sind, wurde nie publik gemacht. Dem nachfolger des herrn kommerzienrates, gernot leitner, ist es hoch anzurechnen, dass er diese farce umgehend beendet hat.

Aber zurück zu johannes nowotny: wenn man diesen mann schon nicht aus der schweiz loseisen wird können, könnte man ihn vielleicht für einen vortrag gewinnen, in dem er seine erfahrungen mit dem schweizer modell, trainerInnen, die in österreich tätig sind, präsentiert. Oder könnte sich eine övv-delegation vor ort, in der schweiz, über dieses system der selektion und förderung von nachwuchsspielerInnen informieren. Oder, wenn das alles, was ja leider sehr wahrscheinlich ist, nicht möglich sein sollte, dann könnten doch die neunmalneuner den beitrag von johannes nowotny an alle österreichischen volleyballvereine schicken. Und ich bin mir sicher, dass es da gar nicht so wenige funktionärInnen und trainerInnen geben würde, also abgesehen von den expertInnen in der erzherzog-karl-straße, die eh alles wissen, wie man ja an den erfolgen der von ihnen geleiteten akademie mehr als deutlich sieht, die mehr über dieses von johannes nowotny beschriebene system erfahren wollten.

So, irgendwie ist das heute eine emotionale hochschaubahnfahrt für mich, zuerst die durch den herrn vilimsky ausgelöste depression und übelkeit, dann die euphorie und jetzt begebe ich mich in die niederungen des österreichischen volleyballsport. Und diese niederungen sind ziemlich tief, wie man am beispiel des cupfinales der herren sehen konnte. Ok, ok, also bevor es zu sehr bergab geht, möchte ich folgendes näher ausführen: die niederungen beziehen sich nicht auf den veranstalter; die grazer haben das mit der organisation des final four sehr gut hingekriegt und zumindest beim herrenfinale war der besuch ich der halle ansprechend und die stimmung sehr gut. Und sportlich war es – wenig überrraschend – für mich sehr erfreulich, dass bei den damen nach gefühlten 100 cupsiegen der spielgemeinheit mit dem langen namen jetzt auch andere vereine sich in die siegerliste eintragen.

Und noch mehr gefreut hat mich der klare sieg der grazer herren gegen den niederösterreichischen rest der ehemaligen spielgemeinheit mit den wiener experten. Wobei, so ganz sicher bin ich mir nicht, ob die spielgemeinheit nicht doch noch existiert, zumindest konnten die inserts bei der übertragung auf orf sport plus in diese richtung gedeutet werden. Dort war nämlich die bezeichnung sg amstetten/hotvolleys zu lesen. Also gefreut habe ich mich über den sieg der grazer, ok schon wieder keine überraschung, weil man in graz – so wie das auch lorenz koraimann im interview nach dem spiel ausgeführt hat – über jahre hinweg auf die entwicklung österreichischer spieler aus dem eigenen nachwuchs gesetzt hat. Und gefreut habe ich mich auch noch, und das mag jetzt ein wenig nach schadenfreude klingen, weil die grazer im finale ausgerechnet den vac amstetten geschlagen haben. Und warum kam da bei mir ein wenig schadenfreude auf? Weil es dem herrn sportdirektor, dem schlagfertigen ex-övv-witzepräse, offensichtlich unter ausnutzung diverser schlupflöcher im reglement für den cupbewerb, gelungen ist, diese finale von seiten des vca zu einer farce zu machen. Offenbar aus ermangelung an geeigneten eigenen spielern hat der umtriebige herr henschke eine mogelpackung als sein team präsentiert. Er hat einerseits daniel müllner aus der sandkiste geholt, das passierte übrigens auch schon im achtelfinale gegen die roadrunners, und anderseits den volleyballfrühpensionisten david michel aus der versenkung hervorgezaubert. Ok, das feine daran ist, dass jetzt meine frage nach dem verbleib des ex-nationalteamspielers zumindest teilweise beantwortet wurde. Und schließlich durfte auch noch karl mathias jurkovics, der in der 1. bundesliga nicht mehr für den vca spielt und auch in der 2. bundesliga nicht im kader aufscheint, auch noch den lückenbüßer geben. Und dann stellt sich der schlagfertige herr sportdirektor vor das orf-mikrophon und fantasiert von der hervorragenden nachwuchsarbeit in amstetten. A eh? Geht’s noch? Ohne die drei aushilfsspieler hätte der herr henschke wahrscheinlich ein paar 17-jährige oder noch jüngere aufs parkett schicken müssen, weil man in amstetten offenbar nicht einmal mehr eine konkurrenzfähige u19 mannschaft zustande bringt. Wie man unterhttp://noevv.volleynet.at/Ligen/22874lesen kann, hat man beim niederösterreichischen u19-landesfinale den 2. platz belegt, aber es dann aus mir unbekannten gründen, vorgezogen, am qualifikationsturnier für die u19 staatsmeisterschaften nicht teilzunehmen (http://www.volleynet.at/1-98/). Dort spielten die waldviertler, die im landesfinale hinter amstetten drittplatzierten, die aber die quali für die staatsmeisterschaften nicht schafften. Überraschenderweise in diese quali musste auch das team der expertInnen aus der erzherzog-karl-straße weil die mannschaft aus der üppig geförderten wiener volleyballakademie in der wiener u19 meisterschaft hinter sokol – da freut sich der sokolist in mir – nur den zweiten platz belegte. Die wiener akademiker haben dort gleich dreimal (!) gegen sokol verloren aber wenigstens das qualiturnier gewonnen und sich damit über einen umweg doch noch für die staatsmeisterschaften qualifiziert (http://www.volleyball-wien.at/tabellen/nachwuchs-burschen.html).

So, und damit ich es nicht vergesse, möchte ich schon nochmals auf die von mischa henschke so kreativ genutzten schlupflöcher im regulativ hinweisen, die es offenbar erlauben ganz kurzfristig spieler für ein einziges wichtiges cupspiele zu verpflichten, spieler, die sonst mit dem verein, der sie verpflichtet nichts, aber schon gar nichts tun haben. Ah ja, nur so am rande bemerkt, nicht alles was erlaubt ist, ist auch sportlich fair. Daher schadenfreude meinerseits, siehe oben. Und die anglikanerInnen würden in diesem fall ebenfalls von schadenfreude sprechen, die haben im anglikanischen kein wort dafür und müssen sich diesen begriff daher aus dem deutschen ausleihen (https://dictionary.cambridge.org/de/worterbuch/englisch/schadenfreude). Lehnwort heißt das, glaub’ ich. Ok, ok genug gescheitelt, das ist nicht so wirklich sympathisch, ich weiß. Also zurück zu den schlupflöchern, die ja irgendwie auch charakteristisch und bezeichnend sind für die sogenannte ära des herrn kommerzienrates. Diese schlupflöcher gehören dringend geschlossen, wenn man von seiten des övv den cupbewerb in der zukunft nicht der gefahr aussetzen möchte, von trickreichen sportdirektoren gänzlich zur farce gemacht zu werden.

Ah ja, a propos övv und so: wo waren denn die offziellen vertreter des övv bei der siegerehrung des cupfinales der herren? Zur siegerehrung bei den damen kann ich nichts sagen, weil ich das damenfinale nicht gesehen habe.

Und gleich noch ein ah ja. Ah ja, a propos  övv vorstand und so. Also entweder ist man  bei der gestaltung der web-site ein wenig, also genau genommen, gar nicht so wenig, sondern ziemlich genau 5 monate im verzug, oder elisabeth klopf ist nicht mehr die für beachvolleyball zuständige vizepräsidentin (https://www.sportunionooe.at/de/boxnewsshow22-elisabeth-klopf-einstimmig-in-den-oevv-vorstand-berufen).



Und jetzt häufen sich ah jas. Da kommt schon wieder eines. Ah ja, a propos vize- oder besser gesagt witzepräsident. Ich hätte den johannes nowotny gerne gefragt, was mit einem verbandsfunktionär und sportdirektor in der schweiz passiert wäre, wenn dieser einen im anvertrauten nachwuchsspieler in aller öffentlichkeit körperlich misshandelt hätte.

Und ein paar fundstücke hab’ ich auch noch. Unter https://sport.orf.at//stories/3045341/kann man lesen, dass sich die organisatoren der olympischen sommerspiel 2024 in paris die aufnahme von breakdance ins olympische programm wünschen. Bumsti, da ist ja snowvolleyball ein lercherlschas dagegen, aber wirklich.

Und das nächste fundstück hat einen direkteren bezug zum volleyball, zeigt es doch ein foto zu einem bericht über den vca amstten als ersten cupfinalisten. Blöd ist dabei nur, dass auf dem foto ein einziger spieler, der im cup spielberechtigt ist und tatsächlich im cupsemifinale spielte, abgebildet ist: im orangen dress, der libero der bundesligamannschaft, stephan langwieser. Die anderen abgebildeten spieler sind legionäre und haben in dem im bericht beschriebenen cup-semifinale ganz sicher nicht gespielt, da der so umtriebige und kreative herr sportdirektor auf die schnelle keine österreichischen pässe für sie besorgen konnte. Das war sozusagen in leichter anlehnung des ex-fpö-, ex-bzö-, ex-fpk- oder sonst noch was politikers und ex-landeshauptmannstellvertreters uwe scheuch no part of the game (https://de.wikipedia.org/wiki/Part-of-the-Game-Affäre).



Und irgendwie schließt sich heute der kreis sehr schön, vom herrn vilimsky am beginn über den herrn scheuch bis zu den förderkriterien, die die öbb anwendet um ihre sponsorstrategie für projekte aus dem bereich kultur, soziales und natürlich sport auszurichten. Nach diesen kriterien werden projekte gefördert „die – und ich zitiere wörtlich – den nationalstolz berühren“.



Na servas, Also in zeiten, in denen die salvinis und die orbans, die straches und die kaczynskis diesen sogenannten nationalstolz als vehikel für ihre ungustiöse politik benützen, ist mir der nationalstolz, falls ich einen solchen überhaupt je hatte, ziemlich abhanden gekommen, und zwar dauerhaft. Worauf soll sich den mein sogenannter nationalstolz gründen? Auf den marcel hirscher vielleicht, auf die volleyballnationalmannschaft, auf andere sportler und sportlerinnen? Ich freue mich über deren leistungen, ich bin beeindruckt davon. Aber warum sollte ich auf stolz sein auf athletInnen, zu deren leistung ich nichts beigetragen habe, außer ein wenig steuergeld, das wohl auch in die sportförderung geflossen sein wird. Stolz können die eltern der athletInnen sein, die partnerInnen, die trainerInnen und alle die, die die sportlerInnen auf ihrem weg aktiv begleitet haben und zu ihrer karriere beigetragen haben. Und zuletzt natürlich können und sollen die sportlerInnen selbst stolz sein auf ihre leistungen, aber – und da bin ich mir ziemlich sicher – alle die genannten werden wohl nicht vom nationalstolz erfasst werden. Und das ist gut so. Gerade in zeiten wie diesen. So und jetzt war’s schon wieder ein bisschen politisch zum abschluss. Und aus.   


           

Warum ist der damalige övv-präsident peter kleinmann als oberster verbandsfunktionär im 
missbrauchsfall johannes h. nicht aktiv geworden, wenn es, wie peter kleinmann vor der presse sagte, hinweise gegeben hat, die darauf hingedeutet haben, dass mit diesem trainer etwas nicht stimmte?
Wie wurde der ausflug von herrn kleinmann zu den olympischen spielen nach rio UND NACH PYEONGCHANG finanziert?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?
  

Wien, 26.02.2019, 01:44 mez