Dienstag, 8. September 2015

Von knappen und nicht ganz so knappen niederlagen in der sandkiste, von der fehlenden sogwirkung von legionären und von ein paar kleinen aber feinen unterschieden zwischen öhb und övv


Köttmannsdorf, 07.09.2015, 22:35 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

so, diesmal schreib ich meinen eintrag aus dem urlaub und irgendwie ist das ganz passend, weil auch der österreichische volleyballsport auf urlaub gegangen zu sein scheint. Na ja nicht ganz, aber wirklich überschlagen tun sich die ereignisse im moment nicht gerade. Im beachvolleyball hat das österreichische top-damenteam schwaiger/hansel innert weniger wochen zum zweiten mal aus europa richtung amerika – diesmal brasilien – den atlantik überquert. Irgendwie bin ich  angesichts der hektischen reisetätigkeit und der ergebnisse der beiden in  den letzten wochen geneigt zu sagen: außer spesen, nichts gewesen. Na irgendwie müssen die mittel aus dem projekt rio, über die der winterpeter wacht, ja verbraten werden. Ui, ich fürchte, wenn das die frau blogger liest, wird sich mich wieder dafür zur rede stellen. Frau blogger kritisiert mich ja gar nicht so selten, ob meines zu scharfen und zu bösartigen umgangstons in meinen einträgen. Aber zurück zur sandkiste: die ergebnisse beim rio open waren ja wirklich nicht berauschend, drei österreichische paare brachten es gemeinsam in 10 spielen auf gerade einmal einen sieg. Den feierten kunert/dressler in der gruppenphase, für die beiden war dann allerdings in der ersten ko-runde endstation (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/Competitions/WorldTour/2015/event/Results.asp?TournCode=MRIO2015&Phase=2). Die beiden damenteams schwaiger/hansel und schützenhöfer/plesiutschnig blieben sieglos und schieden nach jeweils drei niederlagen bereits als jeweils gruppenletzte in der gruppenphase aus (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/Competitions/WorldTour/2015/event/Results.asp?TournCode=WRIO2015&Phase=2). Der övv feierte, realitätnahe wie gewohnt, den umstand, dass einige der 9 niederlagen knapp ausfielen, als erfolg (http://oevv.volleynet.at/News/0000089797, http://oevv.volleynet.at/News/0000089797). Im olympiaranking geht’s sowohl für schwaiger/hansel als auch für schütznehöfer/plesiutschnig mit unverminderter geschwindigkeit weiter bergab. Die beiden teams liegen 700 bzw. über 2000 punkte hinter den 17. dubovcova/nestarcova, die zur zeit den letzten zur teilnahme am olympischen turnier berechtigenden ranglistenplatz einnehmen (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/OGRanking_W.asp).
Und die u20 beacheuropameisterschaften verliefen aus österreichischer sicht auch nicht gerade erfolgreich. Ein 7. und ein 9. platz bei den mädchen durch holzer/maros und geßlbauer/radl und ein 17. platz bei den burschen durch pristauz-telsnigg/friedl waren die eher enttäuschende ausbeute (http://www.cev.lu/BeachVolley-Area/BeachVolley_2BOX.aspx?ID=780&mID=990&sID=&pID=0&chID=0&phaseID=0&champID=0&Mod=, http://www.cev.lu/BeachVolley-Area/BeachVolley_2BOX.aspx?ID=779&mID=985&Mod=&phaseID=&champID=). Erfreulich ist allerdings, dass sich holzer/maros mit ihrem 7. platz für die wm qualifizieren konnten (http://oevv.volleynet.at/News/0000089806).
Ah ja, österreich schafft die finalqualifikation für den cev continental beachvolelyball cup kann man auf der övv-website lesen (http://oevv.volleynet.at/News/0000089822). Dass man dabei allerdings mit mühe gegen die, zumindest im herrenbeachvolleyball, nicht gerade als großmacht bekannten, finnen gewonnen hat und damit den zweiten platz hinter frankreich erreicht hatte, erlaube ich mir als nicht gerade beeindruckendes zeichen der überragenden stärke des österreichischen teams zu werten (http://www.cev.lu/News.aspx?NewsID=21242&ID=7). Was das alles allerdings wirklich bedeutet für eine mögliche olympiaquali war mir zu mühsam herauszufinden im gewirr der regulative der cev.

So, und jetzt zur halle. Und da – aufgemerkt frau linz – lobe ich schon wieder, und sogar gleich zweimal. Erstens finde ich es lobenswert, dass der övv die initiative „we say it loud, we say it clear refugees are welcome here“ unterstützt (http://www.volleynet.at/News/0000089807). Gut so! Und zweitens wurde die bereits klinisch tote mevza, so scheint es wenigstens, erfolgreich wiederbelebt (http://oevv.volleynet.at/News/0000089799).  Und das ist auch gut so. Jeweils neun damen- und herrenteams werden in einem neuen format in dieser mitteleuropäischen liga um den titel spielen (http://mevza.volleynet.at/Ligen/16462, http://mevza.volleynet.at/Ligen/16463).

So, aber jetzt wird es wieder kritisch. Ich habe ja letzte woche versprochen, vor allem auch als replik, auf die von frau linz geäußerte meinung, dass legionärsmannschaften wichtig wären, um kindern vorbilder zu präsentieren und sie damit zum volleyball zu bringen, mich ein wenig mit dem thema nachwuchsvolleyball auseinanderzusetzen. Es hat ja manchmal durchaus seine vorteile, wenn man auf seine eigene arbeit zurückgreifen kann, und das gilt auch für meine einträge, die jetzt schon weit jenseits der zweihundert liegen. Da findet sich so manches. Unter anderem habe ich mich seit ein paar jahren der mühe unterzogen, eine art gesamtschau der österreichischen staatsmeisterschaften der burschen zu erstellen. Ich gebe zu, dass es ein ernstes  versäumnis meinerseits darstellt, dass ich das nicht auch gleich für den mädchenbereich gemacht habe. Aber wie hier schon mehrfach angemerkt, kenn’ ich mich im herren- bzw. burschenbereich einfach besser aus. Also zurück zur zusammenschau der jahre 2013, 2014 und 2105 (von oben nach unten). Was sieht man da?



Schauen wir uns, also wir alle, gemeinsam die bilanz der bundesligavereine an. Für alle 20 staatsmeisterschaftsturniere der jahre 2013, 2014 und 2015 haben sich nur die beiden akademiemannschaften der hotvolleys und der grazer qualifiziert. Anmerken möchte ich noch, dass 2 dieser 20 staatsmeisterschaftsturniere die u21 meisterschaften der jahre 2013 und 2014 waren, für die alle bundesligaverein automatisch qualifiziert waren. Ab 2015 wurden die u21 meisterschaften abgeschafft, vermutlich deshalb, weil es einfach zu peinlich war, dass dort in den jahren davor immer wieder mannschaften mit 14 und 15-jährigen spielern antraten. Aber zurück zur bilanz der erstligamannschaften. Die fast ausschließlich mit legionären spielenden arbesbacher kommen gerade auf zwei teilnahmen, und das waren genau dieoben erwähnten u21 meisterschaften der jahre 2013 und 2014, für die man als erstligaverein automatisch qualifiziert war. Und das obwohl michal peciakowski nach eigenen angaben in arbesbach 500 kinder wöchentlich trainiert. Aich/dob, auch nicht gerade ein beispiel für den österreichischen weg, nahm an sieben meisterschaftsturnieren teil, für zwei davon, nämlich die u21 turniere, war man als erstligaverein automatisch qualifiziert. Eine weitere legionärstruppe, nämlich enns, schaffte es gerade fünfmal, inklusive der zwei u21 meisterschaften. Das ist insoferne überraschend als es in oberösterreich einen florierenden nachwuchsmeisterschaftsbetrieb gibt, von dem aber die ennser augenscheinlich nicht profitieren können, also dürfte die vorbildfunktion der dort spielenden legionäre enden wollend sein (http://ooevv.volleynet.at/Ligen/9036). Na und für die hier in kommentaren in der letzten zeit ob ihrer guten nachwuchsarbeit so gelobten tiroler gibt es auch noch luft nach oben, was die erfolge bei bzw. die qualifikation für staatsmeisterschaften angeht. Elf, davon wieder zwei teilnahmen an den u21 als fix qualifiziertes team, und damit eigentlich neun qualifikationen für 18 turniere, das sollte beim mehrfachen meister wohl besser gehen. Ah ja, die weizer die bieten sich jetzt an als gegenbeispiel, keine legionäre und trotzdem keine quali für staatsmeisterschaften. Also, da denke ich liegt die erklärung, in der starken innersteirischen konkurrenz, durch die schon oben erwähnten grazer und die hartberger. Also nochmals zusammengefasst: der von frau linz implizierte zusammenhang zwischen der vorbildwirkung von legionären und erfolgreicher nachwuchsarbeit, lässt sich zumindest auf dem burschensektor durch die nachwuchsmeisterschaften der letzten drei jahre nicht belegen. Aber auf noch ein paar andere wichtige dinge möchte ich schon noch hinweisen, wenn man sich diese statitistiken der letzten jahre ansieht: ersten, die niederösterreichischen mannschaften aus amstetten und bisamberg haben sich ganz ohne akademien als äußerst erfolgreich im männlichen nachwuchs etabliert. Und zweitens, ganz, ganz im westen wird offenbar auch sehr gut gearbeitet im nachwuchsbereich bei den burschen. Der meistertitel für die wolfurter u15 burschen heuer ist da – meiner meinung nach - nur ein vorläufiges highlight gewesen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass da noch einiges an erfolgen kommen wird aus dem ländle.

Und zum schluss möchte ich ausdrücklich festhalten, dass es mich sehr freut, wenn hier durchaus kontroversiell diskutiert wird. Ich sehe mich nicht im alleinbesitz der wahrheit und ich respektiere und schätze daher andere meinungen und ansichten. Ich gebe hier meine sehr subjektive sicht der dinge wieder, die ich mit argumenten und fakten zu unterstützen versuche. Was ich allerdings nicht mag, und was mich grantig macht ist, wenn man mir das wort im mund umdreht, wenn man mir unterstellt, dass ich über ausländische spieler und trainer und trainerinnen schimpfe. Da bin ich empfindlich, weil ich das nachweislich nie gemacht habe und deshalb bin ich wahrscheinlich ein wenig zu grob geworden, letzte woche in meiner antwort an frau linz, und frau blogger hat mich dafür auch ordentlich zusammengeputzt. Also das mit dem des sinnerfassenden lesens nicht mächtig sein, das war unter der gürtelinie, das nehme ich hiermit zurück, frau linz, das tut mir leid.

Und zum kommentar von werner bader möchte ich noch anmerken, dass ich ganz seiner meinung bin, dass es jungen österreichischen spielern sicherlich in ihrer entwicklung gut tut, mit ausländischen topspielern zu trainieren und in einer mannschaft zu spielen. Die betonung muss aber auf dem wort spielen liegen. Und das spielen ist nur dann möglich, wenn man einen ähnlich vernünftigen weg findet, wie die handballer mit ihrem gentlemen’s agreement mit zwei spielberechtigten ausländern pro verein. Und jeder weitere legionär kostet den verein 10.000€, die in die nachwuchsförderung fließen. Und natürlich braucht es professionelle strukturen und einen verband, der die voraussetzungen dafür schafft. Die handballer haben das geschafft. Die haben einen präsidenten, den niemand kennt und einen umtriebigen generalsekretär. Im övv, ist es leider, wie wir alle wissen, genau umgekehrt.


Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Herr kleinmann, tun sie sich und dem österreichischen volleyballsport etwas gutes und treten sie besser heute als morgen als övv-präsident gemeinsam mit ihren övv-vorstandskollegen zurück, um dem österreichischen volleyballsport einen neuen weg in die zukunft zu öffnen.

Köttmannsdorf, 08.09.2015, 01:07 mez


Dienstag, 1. September 2015

Von richtiger und falsch verstandener solidarität, von den mühen des erklärens und von einem frommen wunsch des austria volleyballteams


London, 31.08.2015, 23:28 wez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

so werte leserinnen und werte leser, das wird heute was mit meinem blog. Erstens einmal ist es schon ziemlich spät sowohl hier als auch – noch eine stunde später – in wien, um meinen blog zu beginnen. Und zweitens beginne ich meinen eintrag einmal ganz anders, völlig ungewohnt, mit einem lob. Jawohl werte leserin aus linz, sie lesen richtig, ich lobe auch, wenn es angebracht ist und diesmal ist es angebracht. Und es kommt noch besser, wenn sie erst erfahren, wen ich lobe. Uhpir höchstpersönlich ist es, den ich vor den vorhang bitte, ganz ohne spott, ganz ohne ironie, weil er die richtigen worte gefunden hat, auf seiner facebookseite, zur situation der flüchtlinge in österreich bzw. zur leider immer mehr zum mainstream werdenden fremdenfeindlichen stimmung in unserem land.



Ich bin leider nicht in wien, ich wäre sonst ganz sicher auch auf die kundgebung heute gegangen zu der uhpir auch auf seiner facebookseite aufgerufen hatte. Es ist an der zeit zeichen zu setzen, laut zu sein, lauter als die patridioten – das ist übrigens kein tippfehler- von pegida bis zu den identitären, lauter zu sein als die rechten schreier und feschisten - das ist auch kein tippfehler, sondern copyright armin thurnher vom falter.

Nur bei einem bin ich nicht ganz einer meinung mit uhpir. Er fragt sich, wie man diese leute wieder gewinnen könnte. Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich manche dieser leute gar nicht auf meine seite ziehen möchte. Also ein strache, ein kickel, ein gudenus, eine rosenkranz und ein herr jeanne von der kronenzeitung, die können gerne dort bleiben, wo sie gerade  sind, auf der anderen seite, nicht auf meiner, mit denen gibt es für mich keine gemeinsamkeiten und keine gesprächsbasis; und vermutlich gibt es da leider noch ein paar mehr, bei denen hopfen und malz bereits verloren ist. Und eines möchte ich, bevor ich zum volleyball komme doch noch loswerden, im zusammenhang mit der stimmung im lande. Ich kann die partei, der ich irgendwo noch immer nahestehe, und der auch uhpir verbunden ist, nicht aus der verantwortung für diese unsäglichen und beschämenden stammtischparolen, für den hass und für die hetze und für den zustrom, den der herr zahntechniker und die von ihm geführte partei im moment erleben, ohne auch nur irgendetwas was im entferntesten an eine lösung erinnert, anzubieten, entlassen. Nach der errichtung der städtischen büchereien und volkshochschulen als orte der bildung für das proletariat in den zwanziger jahren im roten wien, hat sie über die jahrzehnte untätig zugesehen wie sich ihre klientel in die bildungsferne der boulevardeblätter verabschiedete. Ihre klientel hat in dieser zeit zwar die materielle proletarisierung einigermaßen überwunden aber diese gegen eine geistige eingetauscht, mit den nun sichtbaren resultaten.

So, aber jetzt zum volleyball. In der sandkiste haben sich zwar diesmal zwei herrenteams für den hauptbewerb des grand slams in olsztyn qualifiziert. Dort war dann aber für winter/petutschnig und eglseer/müllner ebenso wie für doppler/horst, krankheitsbedingt, in der gruppenphase endstation. Trotzdem überwiegt hier das positive, das erfolgserlebnis für die beiden jungen paare, erstmals im hauptbewerb eines grand slam turniers gestanden zu sein (http://oevv.volleynet.at/News/0000089763). Bei den damen setzt sich die negative entwicklung leider ungebremst fort, sowohl das toppaar schwaiger/hansel als auch schützenhöfer/plesiutschnig scheiterten bereits in der quali (http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/08/0000089755). Das heißt aber auch, dass es im olympiaranking für die beiden paare weiter bergab geht, und zwar auf die plätze 25 bzw. 39 (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/OGRanking_W.asp). Da beginnt sich jetzt natürlich immer ernsthafter die frage nach dem verbleib von schwaiger/hansel im förderprogramm für rio zu stellen. Dass die beiden laut övv-bericht schon wieder souverän gewonnen hatten und dann allerdings - vom övv nicht so bezeichnet - ebenso souverän ausgeschieden sind, erwähne ich nur der vollständigkeit halber, und dass schützenhöfer/plesiutschnig laut gleichem bericht in der ersten qualirunde überzeugt hatten passt ebenfalls in die wie gewohnt nicht von übermäßiger bescheidenheit geprägte berichterstattung des övv.  Gegen ein team aus vanuata war es dann in der 2. qualirunde schluss mit der überzeugungskraft der beiden. Vanuatu liegt im südpazifik und hat knappe 267.000 einwohnerInnen und eine nationalhymne mit dem schönen titel yumi, yumi, yumi. Eine hörprobe gibt’s unter https://de.wikipedia.org/wiki/Vanuatu.

Bei den u22 beach europameisterschaften waren die ergebnisse auch nicht gerade umwerfend. Die beste platzierung war ein fünfter platz bei den burschen durch ermacora/pristauz-telsnigg (http://www.cev.lu/BeachVolley-Area/BeachVolley_2BOX.aspx?ID=781&mID=994&sID=&pID=0&chID=0&phaseID=0&champID=0&Mod=, http://oevv.volleynet.at/News/0000089776). Bei den mädchen erreichten radl/strauss den 17.platz (http://www.cev.lu/BeachVolley-Area/BeachVolley_2BOX.aspx?ID=782&mID=999&sID=&pID=0&chID=0&phaseID=0&champID=0&Mod=, http://oevv.volleynet.at/News/0000089773).

In der halle ist ja nicht allzu viel passiert in der letzten woche, außer dass die tiroler, im stilvollen rahmen, wie es unter http://oevv.volleynet.at/News/0000089761 so schön heißt, ihre mannschaft präsentiert haben. Na fein. Darauf einzugehen, schenke ich mir jetzt allerdings und wende mich lieber einer kritischen leserin zu, die noch immer mein ausgelatschtes und fades geschreibsel liest und sich der mühe unterzieht es auch weiterhin noch zu später stunde ausführlich zu kommentieren. Das freut mich ja sehr und, wie schon vor zwei wochen hier geschrieben, muss, wer austeilt, so wie ich, auch einstecken können.

Allerdings sollte man sich bei seiner kritik, so berechtigt sie auch sein mag, an die wahrheit halten. Also entweder dreht man mir das wort im mund um oder man will aus prinzip nicht verstehen was ich schreibe oder es mangelt gar an der fähigkeit meine einträge sinnerfassend zu lesen. Ich kann mich beim besten willen nicht erinnern über legionäre und ausländische trainerInnen (trainerinnne????) geschimpft zu haben. Ich nehme mir allerdings sehr wohl das recht heraus, die performance eines teamtrainers kritisieren. Und dabei ist es mir so was von wurscht, welche staatsbürgerschaft dieser teamtrainer hat. Und legionäre habe ich nicht einmal kritisiert. Ich habe nur vorgeschlagen, dass sich der övv am gentlemen’s agreement des um längen erfolgreicheren öhb ein beispiel nehmen sollte, das die anzahl der spielberechtigten legionäre pro verein beschränkt. Das ist alles nachzulesen, wenn man sich die mühe macht und es ist mir einfach zu mühsam und zu blöd, diese aussagen zum x-ten mal zu wiederholen und zu begründen. Wer das nicht verstehen will, dem oder der, werte leserin aus linz - und das kürze ich jetzt einmal nach nicht mit lal ab und verzichte damit auf einen billigen gag -, kann ich jetzt wirklich nicht helfen. Mir ist es durchaus bewusst, dass es in der heutigen zeit immer schwieriger wird kinder zum sport zu bringen. Aber das argument, dass legionärsmannschaften kinder zum volleyball bringen, ist, mit verlaub, ausgelatschter als mein blog. Die meisten burschen - bitte nicht das deutsche jungs - und die meisten mädchen kommen, und das hat armin fuith ja schon in seinem kommentar ausgeführt, über ihre eltern, geschwister oder freunde zum volleyball aber sicher nicht über irgendwelche mäßig erfolgreiche legionärstruppen. Wenn ihr beispiel mit barcelona oder bayern auch für volleyball in österreich stimmte, werte leserin aus linz, dann frage ich mich, wo die horden an volleyballbegeisterten kindern sind, die bei hypo tirol oder aich/dob volleyball spielen möchten. Mit der nachwuchssituation in österreich werde ich mich nächste woche eingehender beschäftigen. Ich bitte daher noch um ein paar tage geduld.

Ah ja, übrigens wünscht sich auch das austria volleyballteam mehr spielzeit für seinen jungen spieler bei ihren vereinen.



So, aber jetzt muss ich mich wirklich bemühen, nicht übermäßig grantig zu werden. Also vielleicht habe ich jetzt probleme mit dem sinnerfassenden lesen. Aber wie soll ich denn folgende passage im kommentar der leserin aus linz verstehen? „Kurz noch zurück zum ursprünglichen grund meiner zeilen. Das leidliche facebook-foto: zum thema „vorbilder“ bin ich ihrer meinung. Wäre das foto in der kronenzeitung erschienen, wäre es auch niveauäquivalent gewesen, aber nicht in einem blog, der von einem volleyballer geschrieben und auch von volleyballern (bis in die höchste hierarchiestufe) gelesen wird“. Also wie soll ich das jetzt verstehen? Wird da an eine art corpsgeist appelliert, wie es ihn bei der polizei gibt? Soll man da als volleyballer – wobei man das ja in meinem fall noch genauer definieren müsste, ich bin ja bestenfalls engagierter dilettant - wegschauen, wenn andere volleyballer sich unpassend verhalten? Und zwar deswegen weil wieder andere volleyballer „bis in die höchste hierarchiestufe“ meinen blog lesen? Ganz bestimmt nicht, werte leserin aus linz. Nein und nochmals nein. Das wegschauen und das schönfärben überlasse ich anderen. Ich werde es mir auch weiterhin erlauben kritik zu üben und fehlentwicklungen und missstände aufzuzeigen. Die berichterstattung durch die rosarote brille finden sie, wenn sie möchten, unter www.volleynet.at. Das erfreulichste an der sache ist, dass mir da schriftlich bestätigt wurde, dass die creme de la creme des österreichischen volleyball, oder die die sich dafür hält, meine einträge liest. Bis jetzt wurde das ja von offizieller stelle in abrede gestellt.

Und noch etwas, werte leserin aus linz: wenn sie meine frage, was denn nun aus der großsprecherischen ankündigung des hernn kronthaler geworden ist, mit seinen tirolern in die italienische liga abzuwandern, als hinweis auf mein mangelndes wissen über volleyball sehen, dann war wohl die ironische färbung dieser frage zu zart. Genau die voraussetzungen eines solchen wechsels, die sie in ihrem kommentar anführen, habe ich schon unmittelbar nach der ankündigung von hannes kronthaler, in italien spielen zu wollen thematisiert.

So, und damit schließe ich einen durchaus ungewöhnlichen eintrag. Zum größten teil besteht dieser heute ja aus einer antwort auf den kommentar einer leserin. Aber eigentlich ist das ja mit ein grund dafür, warum ich diesen blog schreibe. Er soll zu diskussionen anregen, die durchaus kontroversiell sein sollen. Also, werte leserin aus linz, bleiben sie mir gewogen und als kritische leserin erhalten und kommentieren und kritisieren sie.


Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Herr kleinmann, tun sie sich und dem österreichischen volleyballsport etwas gutes und treten sie besser heute als morgen als övv-präsident gemeinsam mit ihren övv-vorstandskollegen zurück, um dem österreichischen volleyballsport einen neuen weg in die zukunft zu öffnen.

London, 01.09.2015, 01:51 wez


Dienstag, 25. August 2015

Von pleiten und brücken, von den ewig gleichen aber unerreichten zielen und von der präsidialen frage, wie man testikel richtig gendert


Wien, 24.08.2015, 22:47 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

also das beste der letzten woche war zweifellos die – nicht ganz ernst gemeinte – an uhtztt gerichtete bewerbung otto kars um einen platz im österreichischen herrenvolleyball-nationalteam. Ich empfehle meinen werten leserinnen und meinen werten lesern, falls sie es noch nicht getan haben, dieses als kommentar zu meinem letztwöchigen blog verfasste satirische meisterwerk unbedingt zu lesen. Es ist einfach zum niederbrechen. Und ganz zum schluss seines kommentars weist otto kar anhand des ausscheidens von stefanie schwaiger und barbara hansel in der zweiten qualirunde zum fivb grand slam in long beach auf diese auch von mir immer wieder kritisierte schönfärberei in der berichterstattung auf der övv website hin. Da wird von einem souveränen auftakterfolg gegen unbekannte venezolanerinnen in der ersten qualirunde gefaselt, und dann verlieren die beiden aber sowas von genau so souverän in der zweiten qualirunde gegen die deutschen bieneck/großner. Nur wird das dann natürlich nicht so genannt, und außerdem war es noch dazu windig (http://oevv.volleynet.at/News/0000089719). Unter http://www.laola1.at/de/sport-mix/beachvolley/world-tour/news/quali-aus-fuer-schwaiger/hansel/page/119575-316-102---795.html gibt’s auch einen kurzen bericht dazu mit der wenig schmeichelhaften bildlegende „schwaiger (re) scheitert zum 3. mal in der quali“. Und einen renitenten kommentator mit dem nick the_devils_advocate gibt es dort auch, der sich kein x für ein u vormachen lässt. Also bei aller sympathie für die beiden und ihren coach, ich fürchte, das wird nichts mehr, in den ranglisten geht’s kontinuierlich nach unten. In der weltrangliste vom 17.8., die vom 24.8. ist noch nicht online, liegen die beiden auf position 26 (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/WorldRanking_w.asp), im olympiaranking verlieren sie auch immer mehr an boden und liegen am um die länderquote bereinigten 20. platz (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/OGRanking_W.asp). Ich bin schon sehr gespannt, ob der sommerpeter beim winterpeter schon fleißig interveniert, damit schwaiger/hansel auch weiterhin in der olympiaförderung bleiben. Sonst wird es vermutlich bald einmal eng werden mit solchen kurzausflügen - a la one two barbecue - nach übersee. Bei den herren läuft es besser, also zumindest für unser einziges weltklassepaar doppler/horst. Die sind in long beach schon wieder weit gekommen und belegten den 5. rang (http://oevv.volleynet.at/News/0000089733).

Aber jetzt schnell raus aus dem sand und rein in die hallen. Dort beginnen allerorten die vorbereitungen für die kommende saison. Und der övv berichtet darüber auf seiner homepage. Den anfang machten die grazer wie unter http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/08/0000089716 und unter http://oevv.volleynet.at/News/0000089723 zu lesen ist. Also mich würde ja noch immer eine reaktion der grazer auf die aussage von uhtztt interessieren, dass flo ertl halt zwar viel mehr gespielt hatte in der letzten saison als max thaller und alex tusch, aber leider halt nicht auf so hohem niveau. Unter http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/08/0000089717 wird dann über den trainingsauftakt bei den tirolern berichtet und darüber, dass daniel gavan dort das traineramt ausüben wird. Also nichts gegen den herrn gavan, im nationalteam war er ein führungsspieler für die jungen, aber, dass man bei den tirolern  mit einem trainer bar jeder erfahrung in die kommende saison geht, könnte mit ein wenig phantasie schon auch als hinweis auf eine nicht gerade entspannte finanzielle situation interpretiert werden. Und von der großsprecherischen ankündigung des hannes kronthaler beim fortgesetzten niveauverfall der österreichischen 1. bundesliga in italien zu spielen ist jetzt auch nichts mehr zu hören. Na offenbar ist das niveau der liga zumindest aus der sicht von hannes kronthaler kurzfristig entscheidend gehoben worden gemeinsam mit einigen hallendächern.

Und die angehobenen hallendächer, nicht das angehobene niveau, bringt mich zum nächsten artikel. Unter http://oevv.volleynet.at/News/0000089748 kann man lesen, dass sich die amstettner und die waldviertler auf ihre neuen hohen, den wünschen von uhpir entsprechenden, hallen freuen. Ich will ja jetzt nicht schon wieder spiel- und spaßverderebr sein und nochmals vorrechnen, wieviele trainer man wieviele jahre zu fairen und nicht prekären – oh I’m a poet and i just didn’t know it – bedingungen um dieses in unnötige hallenumbauten investierte geld beschäftigen hätte können. Ich weiß ja nicht, ob der gute michal peciakowski meinen blog noch liest, aber mich würde schon interessieren, was er zum gegensatzpaar trainer im prekariat und spieler in der 9 meter hohen halle zu sagen hat.

Na und ich bleibe jetzt gleich einmal bei den von uhpir geforderten hallenhöhen, oder eigentlich halt nicht ganz. Unter http://oevv.volleynet.at/News/0000089749 kann man unter der vielsagenden überschrift „in hartberg hat sich einiges getan“ interessantes lesen. Also das kann man wohl so sagen, dass sich einiges getan hat in hartberg. Die überschrift des artikels ist ja eine wirklich gelungene umschreibung dafür, dass innerhalb kurzer zeit der nächste övv-topfunktionär, uhvp gaugl, seinen verein in die zweite liga versenkt hat. Im unterschied zu uhpir, geschah das wenigstens freiwillig. So steht’s zumindest in dem kurzen artikel. Wobei, wie freiwillig das war, auf das wird sicherheitshalber nicht näher eingegangen ganz im sinne der beim övv ja so üblichen transparenz. Und ob da vielleicht auch die nicht zu erreichende hallenhöhe einen einfluss hatte, werden wir alle wohl nicht so schnell erfahren.

Genausowenig ist im augenblick zu erfahren wie es mit der angeblichen heimhalle der spielgemeinheit union bisamberg/hotvolleys in der hopsagasse aussieht. Also nachdem ich von dort begonnenen umbauarbeiten noch nichts gehört habe, wird wohl eine ausnahmegenehmigung aus dem hut gezaubert werden müssen. Wer sich da als zauberer profilieren wird, darüber dürfte wohl kaum unklarheit bestehen. Ich bin ja nur gespannt, was die anderen erstligavereine dann dazu sagen werden. Ah ja, noch etwas hab’ ich da für meine bisamberger freunde, ein fundstück, ein diesmal sogar selbstgefundenes. Ich hab ein bisserl gestierlt im eigene archiv, sozusagen, weil mir dieses bild von uhpir, das seit wochen ganz oben auf der facebookseite der bisamberger zu sehen ist, nicht nur auf die nerven gegangen ist sondern auch irgendwie bekannt vorgekommen ist (https://www.facebook.com/Subvolley?fref=ts). Und siehe da, ich bin fündig geworden.



Na, das ist aber nicht schlecht und hat doch einen gewissen symbolwert, von der pleite auf die brücke..., und vielleicht wieder retour? Wehe, wehe, wehe, wenn ich auf das ende sehe.... ich erinnere nochmals an wilhelm busch.

So und diesen link hat mir ein treuer leser zukommen lassen http://www.laola1.tv/de-de/video/warm-will-mit-frankfurt-die-bundesliga-aufmischen/352733.html. Das video ist zwar nicht brandaktuell aber, wie schon letzte woche hier festgestellt, ich könnte mir durchaus vorstellen, dass sich uhtztt nach den jügsten erfolgen mit dem nationalteam doch dann gleich einmal ganz seinen neuen aufgaben in frankfurt widmen wird.

Und das hab’ ich dort selbst gefunden: ein deja vu, nein der artikel unter http://www.laola1.at/de/sport-mix/volleyball/nationalmannschaft/news/oevv-herren-peilen-final-four-an/page/74282-315-101---.html stammt nicht aus dem jahr 2015 sondern aus dem jahr 2014. Und täglich – also genaugenommen jährlich - grüßt das murmeltier. Die ziele bleiben gleich ebenso wie das jährliche scheitern daran. Und – auch das ist ein jährliches muster - von uhpir ist dazu nichts zu hören. Der ist, wie man in den seiteblicken erleben durfte, am kanzlerfest zugange gewesen. Wahrscheinlich hat er sich, vielleicht angeregt durch meinen letztwöchigen eintrag, dort als beauftragter der stadt wien für tägliche turnstunden blader kinder in gleichfarbigen socken in neun meter hohen hallen und für sonst eh noch alles in stellung gebracht. Und wenn uhpir gerade nicht das kanzlerfest mit seiner präsenz aufwertet, dann macht er sich auf seiner facebookseite gedanken darüber wie man es „gendert“, wie man sich einer lästigen mücke entledigt, die auf den testikeln aka hoden aka zaubernüssen aka goggalan platz genommen hat.




Das hat doch was. Also einiges hat das,  aber eines sicher nicht. Nämlich niveau. Es gelingt uhpir mühelos das niveau des österreichischen volleyballsports aber sowas von klar zu unterschreiten, dass es nur so raschelt. Also wenn ich mir ein paar der letzten facebookeinträge von uhpir ansehe, dann fällt eine gewisse fixierung auf schlüpfrigkeiten auf. Ob das mit dem alter zu tun hat oder was dem sonst zugrunde liegen könnte, diese deutung überlasse ich lieber expertinnen und experten, da ich, was das ausstellen psychiatrischer gutachten und diagnosen angeht, bei weitem nicht den erfahrungsschatz habe, auf den uhpir, wie er schon mehrfach eindrucksvoll bewiesen hat, zurückgreifen kann. Aber im ernst, werte funktionärinnen und werte funktionäre, groß oder klein, aus der ersten, zweiten oder sonst irgendeiner reihe, fühlt ihr euch noch repräsentiert und vertreten von so einem präsidenten, ist euch so etwas wenigstens peinlich und ein anlass zu fremdschämen? Kann sich irgendjemand im ernst vorstellen, dass ein leo windtner etwas auch nur im entferntesten ähnliches auf seine facebookseite stellt. Und wie lange wollt ihr da noch zuschauen? Und habt ihr das bei der nächsten wahl des präsidenten schon wieder vergessen?

So aber eine gute nachricht hab’ ich noch: die arbeitsgruppe schule/nachwuchs/vereine des wvv bestehend aus, alphabetisch, peter antoni, joe buchner, reinhard nemec, richard soyka und christoph tumler, hat sich vorige woche zu einem ersten brainstorming getroffen. Fortsetzung mit, hoffentlich konkreten, ideen, zielen und ergebnissen folgt.



Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Herr kleinmann, tun sie sich und dem österreichischen volleyballsport etwas gutes und treten sie besser heute als morgen als övv-präsident gemeinsam mit ihren övv-vorstandskollegen zurück, um dem österreichischen volleyballsport einen neuen weg in die zukunft zu öffnen.

Wien, 25.08.2015, 01:07 mez