Dienstag, 7. Juli 2015

Von einem guten start in einer überraschend vollen halle, von einer alten und nie ganz geklärten geschichte und von gut gelaunten herren in teurem tuch


Wien, 06.07.2015, 22:43 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

kali spera werte leserinnen, kali spera werte leser. Also was die 61% oxi bedeuten muss ich hier ja zum glück heute abend nicht anaylsieren, da streiten sich berufenere expertInnen gerade ziemlich heftig und eigentlich wollte ich mir bei den herrschenden temperaturen ja heute selbst hitzeferien verordnen.



Aber dann hab’ ich mir gedacht, bei all den heißen entwicklungen im österreichischen volleyball in den letzten tagen und wochen kann ich uhpir und seinem vorstandsquartett diese freude nicht machen.
Also ich versuch’s chronologisch. Nach dem anfänglichen hype um die nicht von hannes jagerhofer ins leben gerufenen beachweltmeisterschaften ist es dann von seiten des övv mangels der erwarteten erfolge sehr rasch sehr still um das turnier geworden (http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/06/0000089427,
 http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/06/0000089435, http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/06/0000089440, http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/06/0000089449). Die berichterstattung hat sich dann abgesehen von zwei weiteren beiträgen auf wichtigere ereignisse konzentriert, auf die ich dann gleich noch ausführlich eingehen werde (http://oevv.volleynet.at/News/0000089481, http://oevv.volleynet.at/News/0000089495). Auf den beitrag unter http://oevv.volleynet.at/News/0000089495 möchte ich etwas näher eingehen. Da hat es offenbar eines nachhilfekurses in regelkunde bedurft, wie aus diesem screen shot ersichtlich ist. Offenbar war dem schreiber oder der schreiberin nicht bekannt, dass im beachvolleyball der entscheidungsatz auf  15 gewonnene punkte gespielt wird und dass es bei einem satzergebnis von 22:20 wohl mehr als 2 matchbälle gegeben haben muss. Ok, ok in der zweitfassung wurde das dann korrigiert, peinlich bleibt es trotzdem irgendwie.


Und noch ein kleiner nachtrag zur nicht von hannes jagerhofer ins leben gerufenen beachvolleyball-wm: ich glaube mich zu erinnern, dass uhpir bei der ankündigung der in klagenfurt stattfindenden em – die wurde übrigens auch nicht von hannes jagerhofer ins leben gerufen – gemeint hat, dass die em eigentlich ohnehin so etwas wie eine wm ist, da die besten beachvolleyballerInnen aus europa kommen. Ist das so? Also bei der wm war gerade einmal jeweils ein europäisches paar unter den top 8 bei den damen und den herren, fünf der sechs medaillen gingen an brasilien, eine silberne an holland. Ah ja, doppler/horst schieden in der ersten ko-runde aus, weil das flutlicht irgendwie zu hell oder zu dunkel war (http://oevv.volleynet.at/News/0000089466) - der artikel ist übrigens auf der övv website nicht mehr zu finden - und belegten rang 17 und huber/seidl blieben schon in der gruppe hängen und belegten rang 33 (http://netherlands2015.fivb.org/en/men/pools%20and%20rankings/finals, http://netherlands2015.fivb.org/en/women/pools%20and%20rankings/finals).

A propos beach em in klagenfurt. Da laufen die vorbereitungen auf hochtouren und wie man auf diesem foto sieht ist hannes jagerhofer mittendrin in diesen vorbereitungen, bei denen die ganz wichtigen entscheidungen bereits gefallen sind.




Aber zum glück haben wir ja auch noch die auch nicht von hannes jagerhofer ins leben gerufenen pingpong-kingkongdingdong daylong beachtour, über die sich trefflich berichten lässt (http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/06/0000089458, http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/07/0000089490). Dort bringen ehemalige hallennationalteamspieler und jetzige nationalteamspielerinnen mangels anderer alternativen unter anderem den hauptplatz in fürstenfeld zum beben. Ok, ok, bevor wieder einmal zu negativ werde wechsle ich schnell zum hallenvolleyball.

Da begann in der vergangenen woche die diesjährige ausgabe der holli-knolli ferienliga aka  european league. Und da haben die österreichischen herren in enns die nationalmannschaft von israel zweimal besiegt, einmal mit 3:0 und einmal mit 3:1 (http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=27588&ID=814&CID=5556&PID=1401&type=LegList, http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchPage.aspx?mID=27589&ID=814&CID=5556&PID=1401&type=LegList). Das ist schon einmal ein guter und erfreulicher beginn und dazu ist den burschen auch ganz herzlich zu gratulieren. Erfreulich ist auch die positive entwicklung, die spieler wie alex berger, paul buchegger, philipp kroiss, peter wohlfahrtstätter und thomas zass durchmachen. Und auch bei lorenz koreimannn und thomas tröthan geht etwas weiter. Übrigens fehlte im kader für die beiden spiele aleks – ich nehm mir dann mal eine auszeit – blagojevic. Der wird sich doch hoffentlich nicht schon wieder eine auszeit genommen haben und sein auto mit den drinnen liegenden schlüsseln auf irgendeinem flughafenparkplatz abgestellt haben. Was neben den beiden siegen und der weiterentwicklung bestimmter spieler besonders bemerkenswert war, war der sehr gute besuch der spiele. Besonders beim fernsehspiel am freitag war die halle ziemlich voll. Ob die mit der schuläktschn  aufgepeppte zuschauerzahl tatsächlich bei 800 lag, wie man unter  http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchStatistics.aspx?ID=27588 nachlesen kann, sei aber dahingestellt. Und ich denke ein dankeschön gebührt da ganz sicher dem organisationstalent des – und das meine ich jetzt sehr positiv – volleyballverrückten walter pellinger. Aber ich wäre ja nicht der mit negativer energie aber sowas von randvolle blogger käme jetzt nicht wieder eine relativierung des unter http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/07/0000089485 als triumph bezeichneten erfolges gegen israel. Also lassen wir einmal die kirche – oder alternativ für agnostiker und atheisten – das rathaus im dorf und schauen wir uns die ganze sache ein wenig näher an. Da hat die auf platz 86 der weltrangliste liegende österreichische herrennationalmannschaft gegen die an der gleichen stelle liegenden israelis gewonnen (http://www.fivb.org/en/volleyball/VB_Ranking_M_2014-09.asp). Und wer spielt da noch in der gruppe der österreicher? Dänemark, die nummer 78, fyr mazedonien, die nummer 56, estland, die nummer 44, ah ja und natürlich der weltmeister aus polen, allerdings mit einem b-team also mit der dritten und vierten garnitur. Also doch eher holli-knolli ferienliga und nicht so wirklich european league. Und auch zum zweijahresziel weltliga verschweigt uns der övv wieder einmal die ganze wahrheit. Die weltliga wurde, vermutlich aus kommerziellen interessen, von einem wirklich exklusiven turnier, bei dem nur die besten 8, später 12 und dann 16 teams der welt teilnahmeberechtigt waren, aufgeblasen zum einem turnier mit mittlerweile 32 teams (http://worldleague.2015.fivb.com/en/competition/pools%20and%20rankings/round1). Dass das zu lasten der qualität gehen muss ist offensichtlich. Und sollte es die österreichische nationalmannschaft tatsächlich irgendwann einmal schaffen sich für dieses turnier zu qualifizieren, dann spielt man natürlich vorerst in einem der drei schwächsten pools mit gegnern wie kasachstan, mexico, tunesien etc. Nachzulesen ist das alles unter http://worldleague.2015.fivb.com/en. Das findet man halt nicht auf der övv homepage.


Dafür findet man interessante dinge auf der homepage des dvv. Da findet man doch glatt unter http://www.volleyball-bundesliga.de/cms/home/1blm/1blm_clubsspieler/1blm_transfers.xhtml uhtztt als zugang zu den united volleys rheinmain. Na das wäre ja an sich noch nicht so spektakulär, das wissen wir ja jetzt schon seit einiger zeit. Der teufel liegt, wie so oft, im detail.



Was liest man da woher uhtztt zu den united volleys kam? Remat zalau! Klingelt es da. Da war doch was, vor langer zeit. Da war doch auf der website des rumänischen vereins zu lesen, dass man uhtztt, damals – zumindest offiziell - noch uhtt, als sportlichen leiter verpflichtet hätte. Die berichte darüber waren, wenn ich das in aller bescheidenheit so sagen darf, einer der ersten aufreger in diesem blog. Und so richtig geklärt wurde die geschichte nie; remat zalau hat die ursprüngliche meldung nie widerrufen (http://johnny-meinblock.blogspot.co.at/2011/05/etwas-larm-um-nichts-oder-doch-etwas.html, http://johnny-meinblock.blogspot.co.at/2011/04/von-den-schmerzen-des-peter-kleinmann.html, http://johnny-meinblock.blogspot.co.at/2011/05/von-den-lehren-einer-verpatzten.html).


Seit kurzem gibt es auch, in anlehnung an diese transferseite auf der website des dvv auch auf der övv seite ein solches service. Unter http://oevv.volleynet.at/Inhalt/267, http://oevv.volleynet.at/Inhalt/266 und http://oevv.volleynet.at/Inhalt/268 kann man die neusten transfers in der avl der damen und der herren und auf europäischer ebene nachlesen. Na ja, die internationale transfers kennen meine aufmerksamen leserinnen und meine aufmerksamen leser bereits seit einiger zeit. Und der- oder diejenige verantwortliche für die rubrik internationale transfers hat die bedeutung des wortes transfer offenbar noch nicht ganz verstanden. Transfer heißt doch soviel wie wechsel von einem verein zu einem anderen. Was dann dort die meldung, dass paul buchegger eine zweite saison bei tv bühl bleibt, zu suchen hat, erschließt sich mir daher nicht. So richtig befüllt schaut das ganze ohnehin noch nicht aus.


A propos befüllt: niklas maurer kann die ehre für sich beanspruchen, der erste und bis jetzt einzige spieler aller zehn erstligamannschaften zu sein, der unter http://www.volleynet.at namentlich aufscheint.


Ah ja, noch etwas zu diesen transferseiten: auffällig ist, dass, wenn auf zeitunsgartikel verwiesen wird, immer nur die krone genannt wird. Gibt es dann als dank dafür dort wieder den einen oder anderen wohlwollenden artikel über uhpir?

Na eigentlich braucht uhpir solche berichte ja gar nicht, der lässt sich die auf der övv homepage schreiben wie beispielsweise anlässlich der volleyballgala 2015 (http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/06/0000089446, http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/07/0000089467, http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/07/0000089473). Da hat also die europäische volleyballprominenz und die, die sich dafür halten, wieder einmal die abendgarderobe ausgeführt, ans vermutlich reich gedeckte buffet in der hofburg und das – wie es in einem der artikel heißt – kaiserliche flair der schönen äh... – also das macht jetzt meinem lieblingswort event ernsthafte konkurrenz - location. Wer zahlt die ganze sause eigentlich? Der övv, die cev? Gibt es da vielleicht gar fördergelder? Und wenn ja, von wem? Schon wieder so viele fragen, auf die ich wie gewohnt keine antworten bekommen werde. Na es wird sich schon auszahlen, denke ich, ganz sicher für uhpir, der, wie man auf dem foto sehen kann, viel spaß hatte mit dem sportchef des orf, hans-peter trost. Wahrscheinlich dürfen wir dann im herbst die neue spielgemeinheit union bisamberg/hotvolleys das eine oder andere mal in der dann schon frisch adaptierten und regelkonformen halle in der hopsagasse live im fernsehen bewundern.


A propos spielgemeinheit: die kommt jetzt hier und heute ein wenig zu kurz. Aber keine angst, das war es noch lange nicht von meiner seite, das thema ist noch lange nicht durch, das kann ich allen beteiligten und allen unbeteiligten versprechen. In der zwischenzeit empfehle ich allen interessierten leserinnen und allen interessierten lesern die klugen kommentare von otto kar und blowfly zu meinem letzten eintrag zu lesen. Ich denke, dass die beiden da einige, auch rechtlich interessante und verfolgenswerte themen angerissen haben, wie beispielsweise die frage ob mit der spielgemeinheit nicht das regulativ verletzt wird, dass eine mannschaft nach einem zwangsabstieg 3 jahre lang nicht in der obersten liga spielen darf. Auch die hallensituation wird hier noch zu diskutieren sein.

Aber zum schluss noch ein hinweis darauf, dass uhpir nicht ein exklusivrecht auf großsprecherische ankündigungen gepachtet hat. Wer erinnert sich noch an die drohung des hannes kronthaler, in der italienischen liga zu spielen, wenn die erste liga in österreich nicht entsprechende qualität hätte? Ist doch noch gar nicht so lange her (http://johnny-meinblock.blogspot.co.at/2015/05/vom-lernbedarf-der-frauenversteher-beim.html). Na und jetzt ist alles wieder ganz anders, der herr kronthaler wird auch in der kommenden saison mit seiner truppe doch wieder die erste österreichische liga beehren. Wahrscheinlich hat ihn die einkaufstour seines kollegen bei aich/dob beeindruckt und auch die aussicht auf duelle mit seinem lieblingsgegner, den hotties, zwar ein wenig verkleidet in einer spielgemeinheit, aber der name zieht halt noch immer. Aber einen neuen ausrüster hat er, der herr kronthaler und der kommt aus italien (http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/06/0000089455). Na wenn schon nicht in der idalenischen liga mit österreichischen leiberln dann spielt man wenigsten mit idalenischen leiberln in der österreichischen liga.


Und aus schwechat gibt es auch wieder neuigkeiten, ein bisserl kryptisch und unklar, aber das ist ja jetzt auch nicht gerade neu. Irgendetwas dürfte sich da bewegen in den verhandlungen.


Ob der designierte oder doch noch nicht ganz designierte obmann von svs/sokol jemals obmann werden wird und ob er sein büro im schwechater stadion räumen musste erfahren wir allerdings nicht, aber immerhin wissen wir jetzt, dass er die schwechater stadtregierung nicht als unfähig bezeichnet hat. Aber auch diese gegendarstellung ist irgendwie unklar und sprachlich unscharf formuliert. Wieso muss der peter eichstädt gegendarstellen, falls es dieses wort überhaupt gibt, wenn der herr kleinmann  die rote (!) stadtregierung von schwechat in einem radiointerview als unfähig bezeichnet hat. Also irgendwie interessant ist das schon. Sind das die ersten annäherungen von uhpir an den herrn landeshauptmann von niederösterreich, jetzt wo seine hotties eine spielgemeinheit eingegangen sind mit einem schwarzen unionsverein?


Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Herr kleinmann, tun sie sich und dem österreichischen volleyballsport etwas gutes und treten sie besser heute als morgen als övv-präsident gemeinsam mit ihren övv-vorstandskollegen zurück, um dem österreichischen volleyballsport einen neuen weg in die zukunft zu öffnen.

Wien, 07.07.2015, 01:25 mez


Dienstag, 30. Juni 2015

Von einer spielgemeinheit der ganz besonderen art, von einem sehr leisen abschied aus der 1. bundesliga und von einem sprachforscher auf besuch


Wien, 29.06.2015, 22:04 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

jetzt bin ich gerade erst wieder aus kanada zurück und jetzt ist doch glatt schon wieder was passiert um wieder einmal den wolf haas zu paraphrasieren. Nein, ich meine nicht die zwei mageren siege aus sechs partien bei der beach wm, nein und auch nicht die ergebnisse des nächsten pimperl-beach turniers in st. kathrein am blasenstein, nein und auch nicht den sensationellen zweijahresplan von unserem herrn teilzeitteamtrainer uhtztt an dessen ende dann die teilnahme an der weltliga winkt, und natürlich auch nicht den freiwilligen abschied der hartberger herren aus der 1. bundesliga.

Nein, all diese spannenden themen müssen warten. Warum? Weil wien wieder erstklassig ist wie es unter http://oevv.volleynet.at/News/0000089448 heißt, weil sich eine wunde geschlossen hat, weil alles wieder gut geworden ist, und weil wir jetzt alle wieder glücklich sind. Da gibt es jetzt also schon wieder eine spielgemeinschaft, und dieses mal nicht nur über die bundesländergrenzen hinweg sondern auch – sozusagen großkoalitionär – über politische grenzen. Da verhelfen die bisamberger den hotvolleys zu einem erstligaplatz. Na, da schau ich aber, und vermutlich auch viele meiner werten leserinnen und meiner werten leser. Also das mit dem schauen meinerseits stimmt jetzt nicht so ganz. Zur erklärung eine ganz kurze chronolgie der ereignisse aus ganz persönlicher sicht: einer meiner geschätzten leser hat mich schon anfang der vergangenen woche auf ein gerücht über diese bevorstehende spielgemeinschaft aufmerksam gemacht und ich hab’ ihm geantwortet, dass das wohl ein scherz sein muss, dass ich mir das beim besten willen nicht vorstellen kann. Mit der ansicht bin ich nicht alleine dagestanden, aber dazu später noch im detail. Im laufe der woche haben sich dann die gerüchte immer mehr verdichtet und am samstag wurde aus dem gerücht für mich eine tatsache. Ich habe mir dann kurzfristig überlegt eine art sonderausgabe meines blogs am samstag online zu stellen und habe mich dann doch entschlossen auf diesen scoop, wie es die journalistInnen elegant-lässig auf englsich nennen, zu verzichten um den bisambergern nicht zu schaden. Wenn ich mir heute den bericht auf der övv-seite und unter http://sport.orf.at/stories/2233726/ den bericht auf orf.at durchlese, dann bereue ich diese entscheidung schon jetzt, weil ich den bisambergern mit einem solchen bericht nicht mehr geschadet hätte, als sie sich selbst gerade schaden. Und offenbar merken sie es nicht einmal. Man muss sich, wie gesagt, die beiden artikel nur genau durchlesen, dann merkt man schon woher der wind weht. Allein der titel des orf-artikels sagt schon viel über die wertigkeit der beiden spielgemeinheitspartner aus. „Hotvolleys und bisamberg fusionieren“ kann man da lesen. Aha! Wer ist denn da der juniorpartner und wer der seniorpartner, wer bringt den erstligaplatz in die fusion ein? Und wer gibt die gründung der spielgemeinheit bekannt? Nicht der sportliche leiter der bismaberger und nicht die präsidentin der hotvolleys. Nein, natürlich ist es uhpir, der ja als ex-hhvmir mit seinem exverein nichts mehr zu tun hat, zumindest sagt er das selbst. Also operativ wird er nicht mehr tätig sein, sagt er. Aber so ein bisserl beraten wird er wohl doch noch hie und da vor allem wenn einmal ein paar niederlagen eingefahren werden, da wird er schon helfend eingreifen. Und wer annimmt, dass die frau schützenhofer ihre entscheidungen die hotvolleys betreffend unabhängig von uhpir trifft, dem oder der ist ob seiner oder ihrer naivität nicht mehr zu helfen. Und natürlich gibt es unter http://oevv.volleynet.at/News/0000089448 das obligate präsidentenbildchen zum bericht. Ein bisserl personenkultig halt, aber das ist ja so neu nicht. Na, das war jetzt ungerecht, uhpir war ja wohl der initiator, der diesen deals, diese win-win situation, in väterlicher sorge um den volleyballsport in wien in gewohnt altruistischer art und weise eingefädelt hatte. Und deswegen darf er natürlich völlig zurecht als erster in diesem artikel zu wort kommen. Dann kommt auch noch die charlotte schützenhofer zu wort und ganz am schluss darf dann der sportliche leiter der bisamberger, peter wollenschläger, auch noch etwas zur situation sagen. Das hat schon was, was symbolisches. So macht man das halt, wenn man peter kleinmann heißt. Da bekommt man – wo woar mei leistung, copyright walter meischberger – einen erstligaplatz geschenkt und als dank dafür darf dann der seniorpartner, der sich diesen erstligaplatz auf sportlichem wege erkämpft hat und nicht durch irgendwelche fusionen, spielgemeinheiten oder durch den verzicht anderer quasi freihaus geschenkt bekommen hat, ganz am ende des artikels auch noch etwas sagen. Lieb. Ist. Das. Ganz. Lieb. Also partnerschaft auf augenhöhe schaut anders aus. Wie wäre es mit einem artikel gewesen unter der überschrift  „bisamberg gibt fusion mit hotvolleys bekannt“ mit einem proträtbildchen des peter wollenschläger? Wie naiv bin ich denn, so etwas auch nur anzudenken.

Aber ich will mich da nicht zu sehr auf äußerlichkeiten, auf die symbolik versteifen. Ich fürchte, dass das erst der anfang war und dass es die bisamberger gar nicht sehen oder sehen wollen, was da auf sie zukommen wird. Und worauf gründen meine befürchtungen. Erstens hatte ich schon einmal die freude als vizepräsident von sokol und sportlicher der spielgemeinheit sokol/hotvolleys zu erfahren wie die experten, damals noch aus dem budo center, heute aus der sport und fun halle, auch nicht gerade ein aufstieg (das musste jetzt sein), partnerschaft und gegenseitigen respekt interpretieren. Ohne auf die details einzugehen braucht man sich nur das ergebnis dieser zweijährigen partnerschaft anzusehen, damit man meine vorbehalte besser versteht. Die hotties gibt es noch immer und sie haben gerade ein neues opfer gefunden. Der herrenbereich von svs/sokol wurde nachhaltig zerstört ohne chance sich in absehbarer zeit auch nur irgendwie zu regenerieren.

Und dann muss natürlich auch ein bisschen genauer lesen, was da unter http://oevv.volleynet.at/News/0000089448 steht. Da steht doch glatt der satz „die volleyballakademie, die von den hotvolleys geleitet wird, erhofft sich durch das projekt regen zulauf.“ Wie bitte? Woher soll der zulauf jetzt plötzlich kommen? Da werden jetzt plötzlich die buben in horden in der sport und fun halle zum schnuppertraining einfallen, weil sie alle bei bisamberg spielen wollen? Hab’ ich da etwas nicht richtig verstanden? Ah ja, ich glaub jetzt hat mich gerade wieder einmal nach langer zeit der schelm, der böses denkt, gezwickt, aber ganz ordentlich. Die bisamberger machen tolle nachwuchsarbeit, waren heuer in 4 von 6 nachwuchsaltersklassen unter den top 4. Und die experten der mit 200.000€ üppig geförderten akademie waren nur unwesentlich besser. Na was liegt da näher als den bisamberger talenten ein bisserl expertise angedeihen zu lassen, damit sie noch besser werden. Wäre doch gelacht, wenn man die nicht dorthin kriegen könnte, wo die experten werken, in die von den hotvolleys geleiteten akademie. Ich warne die bisamberger verantwortlichen ausdrücklich vor einem gewissen abfluss an talenten in richtung der sport und fun halle in der erzherzog-karl-straße.

Ok, also ich hab’ den schelm der böses denkt jetzt schlafen geschickt, ist ja auch schon ziemlich spät. Aber ich will es einmal anders versuchen, ich versuche jetzt die vorteile der spielgemeinheit für die beiden partner aufzulisten und ich beginne, achtung symbolik, mit dem seniorpartner bisamberg:

  1. Die bisamberger dürfen als spielgemeinschaftspartner in wien spielen, und zwar in der hopsagasse. Die halle dort entspricht zwar genausowenig wie die halle in korneuburg, wo die bisamberger das aufstiegsplayoff spielten, dem reglement. Aber sie soll adaptiert werden. Und wenn nicht, dann wird uhpir wohl eine ausnahmegenehmigung erteilen. Das geht sicher mit links. Eine regelkonforme halle wäre beipielsweise auch in perchtoldsdorf vorhanden gewesen. Hat man bei union perchtholdsdorf angefragt? Und meinen informationen nach gehen die bisamberger ihrer landesförderung von >10.000€ verlustig, wenn sie ihre spiele nicht in niederösterreich bestreiten. Aber vielleicht schafft es uhpir mit seinen guten beziehungen die hopsagasse als niederösetrreichische enklave zu etablieren.
  2. Die bisamberger können talentierte junge spieler der hotties, hoffentlich ohne ausbildungsentschädigung an die hotties zahlen zu müssen, in die kampfmannschaft einbauen. Die hätte man vermutlich mangels perspektive – zwei weitere saisonen in der 2. liga wären vermutlich für die talentierten unter den hotties keine allzu attraktive zukunftsaussicht gewesen – ohne allzu große überzeugungsarbeit auch ohne zu fusionieren bekommen.
  3. Und last but not least, und für den betroffenen natürlich erfreulich: andreas reiser bekommt einen job in der akademie.

Und was haben die hotvolleys von der ganzen geschichte?
  1. Uhpir bzw. ex-hhvmir ergattert, nachdem er seinen verein in die zweite liga versenkt hatte, ohne sportliche leistung einen erstligaplatz und verkürzt die strafweise versetzung in die 2. liga von drei jahren auf ein jahr.
  2. Daraus ergibt sich auch, dass, siehe auch oben, ihm seine talentiertesten spieler nicht davonlaufen, weil ex-hhvmir für seine zukünftigen alphawaffen, stars und starlets mit der kampfmannschaft der bisamberger zugriff auf eine erstligamannschaft hat.
  3. Durch die spielgemeinschaft wird sich, trotz angeküdigter unabhägigkeit in der nachwuchsarbeit, eine gewisse für die hotties und deren akademie nicht unvorteilhafte nähe, was die spieler betrifft, ergeben.
  4. Und der allergrößte vorteil ist natürlich, dass ex-hhvmir seine akademie inklusive üppiger förderung nicht verliert und dass das schreckgespenst einer offenen, vereinsunabhängigen akademie gebannt werden konnte.

Und? Noch fragen? Wer hat die größeren vorteile? Bisamberg? Aber geh, wie naiv kann man den sein.    
  
Also ich darf die situation zusammenfassen: uhpir benutzt die notlage eines kleinen, erfolgreichen vereins, der keine erstligataugliche halle, und hier sieht man wieder einmal ganz klar, wem dieser hallenwahnsinn schadet, hat, um ohne sportliche leistung mit seiner mannschaft quasi durch die hintertür wieder in die 1. bundesliga zurückzukehren. Als angenehmen nebeneffekt behält er damit seine akademie, die andernfalls vermutlich geschlossen worden wäre, weil eine erstligamannschaft offenbar voraussetzung für den betrieb einer solchen akademie darstellt. Ich denke, dass die diskussionen über diese aktion noch lange andauern werden und ich hoffe, dass sich die verantwortlichen auch daran erinnern werden, wenn das nächste mal präsidentenwahlen beim övv anstehen. Ich fürchte auch, dass sich die bisamberger da auf etwas eingelassen haben, dessen tragweite sie noch gar nicht abschätzen können. Das resultat einer spielgemeinschaft ist fast immer, dass es am ende einen verein weniger gibt, und dass der kleinere partner verschwindet. Und wer das in dieser spielgemeinschaft ist, ist jetzt schon an der symbolik des heutigen medienauftritts zu sehen. Und den sympathiebonus des kleinen, des underdogs, den mannschaften wie bisamberg bei neutralen zuschauerInnen oft haben, haben die bisamberger als steigbügelhalter des herrn kleinmann vermutlich schon, bevor sie ihre erste avl-partie bestreiten, verspielt. Und eine beißhemmung werde ich mir, trotz familiärer beziehungen zur mannschaft und trotz noch vorhandener sympathien für den verein und seine gute arbeit im nachwuchs, auch nicht auferlegen, weil ich grundsätzlich spielgemeinheiten für nicht sinnvoll erachte und ich es im speziellen fall für äußerst riskant – das ist jetzt noch die höflichste form meine bedenken auszdrücken – halte einem bekannt über die maßen uneigennützigen menschen wie uhpir so weit entgegenzukommen, nur um vorgaben erfüllen zu können, die genau dieser uhpir den vereinen aufoktroyiert hat.

Und besser als ein freund, mit dem ich am samstag telefoniert hatte, kann man die situation nicht beschreiben. Ich: übrigens in ostösterreich bahnt sich im herrenbereich eine neue spielgemeinschaft an. Rat einmal welche vereine zusammengehen. Er: hotvolleys und bisamberg. Ich: aha, du hast es schon von jemandem anderen gehört. Er: nein, ich hab nur die deppertste kombination gesagt, die mir eingefallen ist.

So aber jetzt noch schnell im zeitraffer zum restlichen volelyballgeschehen. Etwas, was man bis jetzt auf der övv-website vergeblich sucht, ist ein bericht darüber, dass die hartberger herren in die 2. liga absteigen, weil sie sich den erstligabetrieb nicht mehr leisten können oder wollen. Das ist zumindest der grund, der in den medien zu finden ist. Ob der abstieg vielleicht auch etwas mit der notwendigen adaptierung der halle zu tun hat, wird in den zeitungsberichten nicht erwähnt.




Durch den abstieg der hartberger werden die salzburger, die den dritten platz im austiegsplayoff belegten, doch noch in die 1. bundesliga rutschen, mit einem budget von 40.000€. Na die können von den summen, mit denen die jetzt doch nicht zugesperrte und ach so erfolgreiche akademie von uhpir auch weiterhin aus öffentlichen mitteln gefördert wird nur träumen. 


Und aich/dob bleibt zwar in der ersten liga und die einkaufspolitik bleibt gleich: legionäre, legionäre, legionäre, aber vermutlich aus einer anderen preis- und damit auch qualitätsklasse als im vorjahr (http://oevv.volleynet.at/News/0000089424).

Und mit dem zweijahresplan von uhtztt will ich mich, nach all den plänen und nicht erreichten zielen der letzten jahre, gar nicht mehr eingehend beschäftigen (http://oevv.volleynet.at/News/0000089447). Am ende dieser zwei jahre soll mit dem sieg in der holli-knolli-ferienliga der aufstieg in die weltliga geschafft werden. Dort würde man dann nach heutigem stand in einem der drei schwächsten pools (f, g oder h) spielen. Unter http://worldleague.2015.fivb.com kann man sich genauer informieren, welche mannschaften dort in einer art holli-knolli-ferienliga für fortgeschrittene zugange sind. Das verschweigt uns uhtztt leider in seiner gewohnt ausführlichen und eloquenten analyse. Und er verschweigt uns auch, was mit martin postl passiert ist. Martin postl war die eindeutige nummer 2 auf der mittelblockerposition des nationalteams und jetzt war er nicht einmal im erweiterten kader. Karriereende? Verletzung? Bitte um infos.

Na und die volleyballprominenz und die, die sich dafür hält, kommt auch wieder nach wien (http://oevv.volleynet.at/News/0000089446). Also da freu’ ich mich schon drauf, aber wie, ich hab’ mir extra nichts vorgenommen für den 2. juli, abends. Nein, nein, werte leserinnen und werte leser, ich bin nicht eingeladen, keine sorge. Zum glück wird der – achtung mein lieblingswort – event im fernsehen übertragen, 20 uhr 15 orf sport+, sogar live und mit tollem showprogramm. Das verspricht zumindestens uhpir. Na so schön kann es am donnerstag gar nicht sein, dass ich den gastgarten dem wohnzimmer vorziehen würde. Uhpir im smoking gibt’s nicht alle tage.

A propos prominenz: die war zu besuch bei unseren beachern (http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/06/0000089423). Also genauer gesagt war hoher besuch angesagt, der herr minister klug, der iran-, gesundheits-, turnstunden und sonstige experte peter kleinmann und der sprachforscher und experte für geschlechstspezifische sprachnuancen peter – i muas aufs häusl – schröcksnadel.


Und für alle, die es noch nicht kennen, weil die realität oft besser ist als – als wie würde jetzt der winterpeter sagen – jedes kabarett als fundstück der woche ein ausschnitt aus der pressekonferenz des peter schröcksnadel zur causa fenninger: https://www.youtube.com/watch?v=BN0DgpAWWCk
Nach ansicht des videos kann ich nur sagen: i glaub’ i muas jetzt a aufs häusl, owa schnö, sonst brunz i mi au.

Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Herr kleinmann, tun sie sich und dem österreichischen volleyballsport etwas gutes und treten sie besser heute als morgen als övv-präsident gemeinsam mit ihren övv-vorstandskollegen zurück, um dem österreichischen volleyballsport einen neuen weg in die zukunft zu öffnen.

Wien, 30.06.2015, 01:31 mez