Dienstag, 16. April 2013

Von mutigen und nicht ganz so mutigen äußerungen im fernsehen, von einer fülle an bösen gedanken und von einem sehr ergiebigen protokoll


Leuven, 15.04.2013, 22:52 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

also neben dem topspiel der beiden watschenbäume des grunddurchgangs, die dort gemeinsam in 28 spielen 4, in worten VIER(!), siege eingefahren hatten und die sich jetzt dank eines mehr als eigenartigen regulativs einen europäischen startplatz ausspielen dürfen, hat es letzte woche noch die beiden ersten finalspiele bei den herren gegeben. Die serie dürfte nach zwei knappen spielen, eines zugunsten der kärntner und eines zugunsten der tiroler, zumindest spannend werden. Bemerkenswerter allerdings als das spielgeschehen war meiner meinung nach aber das, was in einer satzpause der ersten partie passierte: da konnte es sich tirol-manager kronthaler nicht verkneifen, süffisant darauf hinzuweisen, dass er froh darüber sei, dass die beiden besten mannschaften im finale aufeinandertreffen. Und da live im fernsehen. Na bumm. Das hatten zumindest die insider kapiert, worauf kronthaler da anspielte. Aber es kam noch besser. Der orf kommentator boris jirka verwandelte, um beim volleyball zu bleiben, das tolle aufspiel von kronthaler mit einem harten smash in richtung hhvmir, der ob dieser insubordination vermutlich überraschende annahmeschwächen zeigte. Jirka hatte doch tatsächlich die stirn, den nicht so volleyballaffinen fernsehzuschauern und –zuschauerinnen den sager von kronthaler zu erklären  und den unmut zu erwähnen, den hhvmir mit seiner nach ende des grunddurchgangs eilig zusammengekauften oldie-truppe in der österreichischen volleyballfamilie ausgelöst hatte. Und dann hat der gut boris jirka noch die frechheit den armen co-kommentator daniel lion in die bredouille zu bringen, indem er ihn fragt was er denn von dieser gemengelage hält. Und der sonst nicht gerade um antworten und analysen verlegene daniel lion kommt ganz schön ins schwitzen – ok ok das war nicht zu sehen, das ist jetzt ein wenig der erzählerischen dramatik hier geschuldet. Aber der gute daniel lion kann seine gedanken vorerst nicht zu einem vollständigen satz ordnen. Und dann kommt nach einigen ähs und ahs ein statement, das bei mir ein deja vu hervorgerufen hat und das offenbar der „offiziellen“ sprachregelung in dieser sache entspricht, daniel lion sagt – meiner erinnerung nach – nämlich etwas wie: „das war eine ausnahme, das wird sicher nicht mehr vorkommen.“ Ein bisschen mehr mut, daniel, hätte ich mir da schon gewünscht in der situation. Aber vielleicht hatte da jemand angst um seinen co-kommentatorenposten. Enttäuschend ist das in jedem fall und wie!
Und „tumulte“ hat es angeblich laut övv-homepage gegeben im anschluss an das erste finalspiel (http://oevv.volleynet.at/News/All/2013/04/0000082291). Also tumulte habe ich zumindestens im fernsehen nicht gesehen, wenn ich die definition von wikipedia anwende, nach der man unter tumult das „äußerst lebhafte oder erregte lärmen und treiben durch eine größere menschenmenge“ versteht (http://de.wikipedia.org/wiki/Tumult). Und im anschluss an diese „tumulte“ – und wer da eine retourkutsche des ghostwriters der övv-website vermutet, der ist ein ganz, aber wirklich ganz böser mensch – wurde der aufspieler der tiroler robert koch für 10 (!) spiele gesperrt (http://oevv.volleynet.at/News/All/2013/04/0000082306). Angeblich hat er, nachdem er  versucht hatte den schiedsrichter zu attackieren, diesen verbal bedroht. Ein solches verhalten ist mit allem nachdruck abzulehnen. Allerdings darf man schon die frage der verhältnismäßigkeit stellen. Und wer jetzt einen zusammenhang zwischen dem rechtsreferat und der oben zitierten aussage von hannes kronthaler zu konstruieren versucht, der ist aber schon wieder ein ganz, ganz böser mensch. Mittlerweile hat sich die affäre auf den kapitän des nationalteams, daniel gavan, ausgeweitet. Dazu gibt es nächste woche interessantes an dieser stelle.


Und nun zum deja vu. Ich darf in der folge aus dem protokoll der avl-sitzung vom 2. februar 2013 zitieren, das mir von einem treuen leser dieser einträge zur verfügung gestellt wurde. Da gibt es eine sehr mutige wortmeldung eines funktionärs aus mils, der folgendes feststellt: „die möglichkeit sich durch den sehr späten kauf von legionären sehr viel an budget zu sparen sollte unbedingt verhindert werden.“ Und was antwortet hhvmir darauf? Wie ein beim schummeln ertapptes schulkind antwortet hhvmir darauf mit „die situation bei den hotvolleys wird sich nicht wiederholen.“ Na bumsti, das hatten wir doch gerade von daniel lion so ähnlich im fernsehen gehört und das glauben wir dem hhvmir doch sofort und auf’s wort. Also wirklich, wer da befürchtet, dass es in zukunft neue tricks geben wird, der ist schon zum dritten mal ein ganz, ganz böser mensch. Ah ja, da fällt mir ein, dass dieses „es wird bestimmt nicht mehr vorkommen“ auch die damals von uhvp karl hanzl kommunizierte alternative zu einer entschuldigung von hhvmir/uhpir in der „arschlochaffäre“ um stefan krejci war.

Und dieser funktionär aus mils, der ist wirklich mutig. Der spricht in der gleichen sitzung noch einen interessanten aspekt an, der in der letzten saison zum tragen kam, nämlich, dass spiele spielgemeinschaftsnaher mannschaften am saisonbeginn anzusetzen sind. Im aufstiegsplay-off der saison 2011/2012 bestritten nämlich die mannschaften des svs/sokol (rip!) und der sg svs hotvolleys die beiden letzten spiele im play-off gegeneinander. Ein schelm, wer da an manipulationsmöglichkeiten dachte. Also wirklich!

Aber da steht noch mehr interessantes drinnen, in diesem protokoll. Vom technischen direktor wider besseres wissen oder geschäftsführer wider willen oder his master’s voice oder vom was weiß ich welche funktion bei svs innehabenden peter eichstädt kommt eine nicht unwesentliche ergänzung des protokolls. Da steht doch tatsächlich, dass die nachwuchsverplichtung der vereine und spielgemeinschaften nur einmal erfüllt werden müssen. Und das wird dann auch noch als empfehlung ins protokoll aufgenommen. Na bravo! Was bedeutet das im klartext? Vier vereine gründen eine spielgemeinschaft, drei ersparen sich die nachwuchsarbeit und hören - weil wir ja ohnehin zu viele teesackerlweitwerfer haben in österreich – auf zu existieren. Na da wird dann vermutlich auch bald mein ex-verein sokol, für den ich noch immer sentimentale gefühle habe – endgültig offiziell und mit dem segen des övv zu grabe getragen werden können. Te absolvo.

Ah ja, leitlinien wurden auch diskutiert, bei dieser sitzung, zum verhalten in der öffentlichkeit. Da fällt mir jetzt gerade nichts mehr ein außer die schon weiter oben zitierte „arschlochaffäre“. Aber das ist schon wieder ganz, ganz böse.

Und ganz zum schluss etwas erfreuliches. Die burschen des jugendnationalteams spielen – zumindest bis jetzt – eine mit zwei siegen aus drei spielen – sehr erfolgreiche europameisterschaft. Gratulation an die burschen. Hoffentlich geht es so weiter! Aber ich erlaube mir trotz oder gerade wegen dieser erfolge ein paar kritische anmerkungen. Das rückgrat dieser mannschaft bilden spieler aus graz. Das wird auf der övv homepage mit nachdruck ignoriert. Ich stelle mir lieber nicht vor, wie oft wir darüber lesen müssten, kämen die leistungsträger der mannschaft aus der akademie der experten aus wien. Aber da verkrampft sich halt die hand des ghostwriters schmerzhaft, da fällt es schwer zuzugeben, dass anderswo auch gut und sogar noch besser gearbeitet wird. Und gratulation und dank auch an die „kleinen“ oder „kleineren“ vereine, wie bisamberg, südstadt und amstetten, denen es mit wenig mitteln trotzdem gelingt talente aus dem nachwuchs heranzubilden. Und was ist der beitrag der mit jährlich 200.000€ aus öffentlichen mitteln unterstützten akademie von hhvmir? Neben drei spielern im kader, von denen allerdings nur einer in der grundsechs steht, stellt man die trainerin, die sich dann regelmäßig und manchmal sogar zweimal mit den selben inhalten auf der övv-homepage zu wort melden darf (http://www.volleynet.at/News/0000082268, http://oevv.volleynet.at/News/All/2013/04/0000082221). Na, da war das geld doch richtig gut angelegt, bei den experten und expertinnen aus dem budo-center.
Apropos budo-center: am ende komme ich wieder zum anfang dieses eintrags zurück. Da fand doch im budo als vorspiel zum nervenzerfetzenden duell der grunddurchgangswatschenbäume oldboys hv gegen enns am letzten samstag um 15 uhr (!) das erste finalspiel der meisterschaft der damen zwischen svs/post gegen linz/perg statt. Die zuschauerzahl möchte ich lieber gar nicht wissen. Aber ehre wem ehre gebührt und nachträglich nochmals gratulation an die für die bildung der spielgemeinheit.... äh... spielgemeinschaft verantwortlichen zwischen svs und den uneigennützigen experten aus dem budo center. Vielleicht merkt man jetzt endlich – spät aber doch aber leider zu spät - wer da wen über den tisch gezogen hat bzw. zieht.

Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Leuven, 16.04.2013, 01:02 mez


Dienstag, 9. April 2013

Von sportlichen erfolgen und einem unauffälligen präsidenten, vom ewigen mangel an präsidentschaftskandidatInnen und von anatomischen und anderen peinlichkeiten


Wien, 08.04.2013, 22:52 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

österreich spielt mit dem vierten und dem fünften der aktuellen weltrangliste in einer vierergruppe und hat nach vier spieltagen durchaus realistische chancen sich aus eigener kraft als erster oder zweiter dieser hammergruppe für die nächste europameisterschaft zu qualifizeren. Ein fiebertraum? Im volleyball ja, im handball ist das realität. Österreich hat in den letzten tagen den weltranglistenfünften serbien zuhause besiegt und auswärts gegen die gleiche mannschaft ein unentschieden geholt und liegt nach vier spieltagen mit durchaus intakten aufstiegschancen hinter dem weltranglistenvierten russland an zweiter stelle in der tabelle (http://sport.orf.at/stories/2175125/2175126/, http://sport.orf.at/stories/2175670/2175669/, http://www.ihf.info/TheGame/RankingTable/tabid/98/Default.aspx?month=7&year=2010&teamCatID=2). Und da waren sogar zuschauer beim heimspiel, 3671 um genau zu sein, laut orf. Ah ja, und wer kennt eigentlich den präsidenten des oehb? Das ist herr gerhard hofbauer, der mir, wie ich zu meiner schande gestehen muss, weder aus funk und fernsehen noch aus anderen medien bekannt ist, der aber – meines wissens nach – keinen verein der handball liga austria führt (http://oehb.sportlive.at/oehb/who-is-who/direktorium.html). Auch ist mir nichts über funktionärs- und selbstbeschimpfungen bekannt. Und er ist offenbar erfolgreich, wenn man sich die bilanz der nationalmannschaft ansieht. Das einzige was ihn mit uhpir verbindet ist die tatsache, dass er ebenfalls eine europameisterschaft nach österreich geholt hat, die, was das sportliche angeht, deutlich erfolgreicher war als die eurovolley 2011. Der wirtschaftliche erfolg lässt sich wegen des beharrlichen schweigens des övv die abrechnung der eurovolley betreffend nicht vergleichen.
Also gut, andere präsidenten sind erfolgreich, aber uhpir hat offenbar gute verbindungen zum orf. Anders ist ja die schon letzte woche hier angesprochene als interview getarnte möglichkeit zur ausführlichen selbstdarstellung, die natürlich auch entsprechend beworben wurde auf der website der hotvolleys, nicht zu erklären.

Da kommen einem ja die tränen, wenn man aus dem mund von uhpir oder ist es hhvmir, der da sitzt, erfährt, dass ihn, als den hotvolleys kürzlich das geld ausging, am meisten getroffen hätte, dass kein geld für die nachwuchsakademie dagewesen sei. Aha, und über die 200.000€ pro jahr, mit denen die akademie von hhvmir vom unterrichtsministerium gefördert wird, reden wir lieber nicht, und schon gar nicht wollen wir darüber reden, wie viele klassespieler diese so hochgelobten akademie des hhvmir hervorgebracht hat. Aber dafür darf hhvmir über die erfolge der schuläktschn berichten. Die hat sicher auch etwas gekostet. Und was hat diese aktion für den österreichischen volleyballsport gebracht? Mehr kinder, die volleyball spielen wollen? Na da verweise ich auf die schon bis zum abwinken hier beklagte situation des wiener nachwuchsvolleyball. Mehr kinder die wenigstens volleyball sehen wollen und die hallen in wien füllen? Die besuchen offenbar nicht die gleichen spiele wie ich. Und dann zum glorreichen abschluss die überleitung zur unsäglichen turnstunde, damit uhpir endlich wieder einmal seine auswendig gelernten statements von den 28% der kinder, die sich bewegen – in dem zusammenhang wäre es einmal interessant zu hinterfragen, wie den bewegung da definiert wird – abzusondern. Na schön war das und lehr- und aufschlussreich. Und kein kritischer ton, keine kritische frage. So schön harmonisch war der ganze beitrag, geradezu kitschig.

Apropos unsägliche turnstunde: unter http://www.turnstunde.at kann man jetzt wieder elektronisch unterschreiben. Gebracht hat es nicht wirklich etwas, 150.789 sind nach wie vor nur mäßig beeindruckend und eigentlich peinlich. Ziemlich. Irgendwie bin ich ja gespannt, was mit dieser mit einem doch nicht unwesentlichen aufwand gefahrenen kampagne schlussendlich passieren wird.

Und weil ich ja, wie meine werten leserinnen und meine werten leser wissen, ziemlich boshaft sein kann, muss ich doch noch einmal zu dem orf-beitrag zurückkehren. Da hat sich clemens doppler dankenswerterweise für ein training mit kindern in der polgarstraße zur verfügung gestellt. Peinlicherweise hat er sich dabei als echter vetreter der österreichspezifischen anatomie geoutet , nach der die hände vom schultergelenk bis zu den fingerspitzen reichen. Anders ist seine anweisung an die kinder, sie sollten beim baggern die HÄNDE nicht abbiegen wohl nicht zu interpretieren. Arm ist das, äh, heißt das und peinlich ist das. Eigentlich.

Und weil ich, wie gerade geschrieben, ein echter bosnigl sein kann gibt es hier noch einmal einen kleinen hinweis die funktion von peter eichstädt bei svs betreffend. Nach seiner aussage ist ja die auf der mevza website für seine funktion bei svs aufscheinende bezeichnung „technischer direktor“ unrichtig. Ich bin jetzt ganz schön verwirrt, muss ich zugeben, wo peter eichstädt doch jetzt plötzlich auf der övv website unter http://www.volleynet.at/News/0000082254 als svs-geschäftsführer bezeichnet wird. Na wie schon einmal gesagt. In so einer großen spielgemeinschaftsfamilie  wie bei svs und den hotties, da können einem die funktionen und positionen schon einmal durcheinander kommen. Auch irgendwie peinlich, die geschichte.

Aber das allerpeinlichste ist wohl, dass jetzt tatsächlich die beiden kellerkinder, die prügelknaben des grunddurchgangs, die legionärstruppe aus enns und die mitten in der saison rasch, und vermutlich auch nicht allzu ungünstig, zusammengekaufte legionärstruppe der oldboys hv sich einen europacupplatz ausspielen dürfen. Na wenn das kein symbol ist für den zustand des österreichischen volleyballsports ist.

Ah, beinahe hätte ich darauf vergessen. Ich wollte mich ja zum immer wieder zitierten mangel an alternativkandidaten zu uhpir äußern. Also gleich einmal vorweg, mit namen kann ich hier nicht dienen. Aber ein mögliches anforderungsprofil könnte folgendermaßen aussehen: ein ernstzunehmender kandidat darf nicht gleichzeitig mit dem amt  des präsidenten eine leitende funktion in einem verein erfüllen. Das gilt meiner meinung nach auch für die anderen vorstandsmitglieder. Wandelnde interessenskonflikte haben wir mittlerweile genug beim övv. Er oder sie sollte erfahrung aus der wirtschaft und dem sportmanagementbereich mitbringen. Das mag jetzt ein wenig naiv sein, aber warum kann man, wenn man sich zu einem radikalen kurswechsel durchringen sollte, so einen job nicht einfach ausschreiben. Es muss doch leute geben, die sich für eine solche funktion interessieren. Aber halt, vielleicht gibt es da doch ein problem. Und das problem liegt in der antwort zur ersten meiner weiter unten am schluss stehenden fragen. Ohne einen kassasturz wird sich vermutlich niemand für diesen job zur verfügung stellen und daher sollten die an einer veränderung an der övv spitze ernsthaft interessierten auf eine rasche antwort auf die frage nach der abrechnung der eurovolley und die damit zusammenhängende finanzielle situation des övv drängen.  

Und ein fundstück gibt es auch noch, und zwar uhpir beim promit-toto (http://90fieber.com/oesterreich/2013/03/90fieber-prasentiert-promi-toto-2/). Übrigens, großer fußballexperte ist er nicht gerade, uhpir. Fünf richtige tipps sind – um beim heutigen lieblingswort zu bleiben, doch eher peinlich.

Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Wien, 09.04.2013, 01:30 mez


Dienstag, 2. April 2013

Urlaubsgrüße


Maria alm, 01.04.2013, 23:45 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

diesmal, werte leserinnen und werte leser, fällt mein wöchentlicher eintrag urlaubsbedingt sehr kurz aus. Das wird jetzt möglicherweise bei uhpir den verdacht weiter nähren, dass ich meine wöchentlichen einträge hier in meiner arbeitszeit schreibe. Apropos uhpir: geschätzte leserinnen, geschätzte leser, versäumen sie unter keinen umständen sich dieses juwel des sportjournalismus in der orf tv-thek anzusehen, bevor es dort verschwindet (http://tvthek.orf.at/programs/4676863-Schule-bewegt). Das interview mit uhpir ist ein lehrstück des kritischen journalismus, für das die bezeichnung hagiographie geradezu einen hilfsausdruck darstellt. Ich denke so stellt sich auch der gute frank stronach seine auftritte im orf vor. Aber über die inhalte dieses gesprächs mit uhpir und hhvmir in personalunion werde ich mich im detail nächste woche noch äußern. Und da wird auch noch über andere highlights zu berichten sein. Ich denke da an das nervenzerfetzende „finalspiel“ zwischen der legionärstruppe von arbesbach und der leginoärstruppe von hhvmir, in dem es darum geht, welche mannschaft gegen die legionärstruppe von enns um den letzten europacupplatz spielen darf. Bei den odlboys hv hat es ja, wenn man datavolley glauben darf, einen unüblich leisen trainerwechsel vom erfolgstrainer zoran nikolic zum schon einmal wegen übermäßigen erfolgen abgelösten erkan togan gegeben (http://www.volleynet.at/DVStatistik/11450/51634, http://www.volleynet.at/DVStatistik/11450/51633).

Zum abschluss möchte ich mich bei all den usern, die in der letzten zeit mit ihren kommentaren zu meinen einträgen für eine rege und zuweilen auch sehr humorvolle diskussion gesorgt haben, ganz herzlich für ihre beiträge bedanken. So habe ich mir das eigentlich vom anfang an vorgestellt. Und der user otto kar hat mich geradezu beschämt mit seinem kommentar, das war zu viel der ehre, da bin ich ja beim lesen richtig verlegen geworden. Aber auch zum mangel an geeigneten alternativkandidaten zu uhpir werde ich mich nächste woche hier äußern. In der zwischenzeit sende ich aber allen leserinnen und lesern dieses blogs schöne urlaubsgrüße.

Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Maria alm, 02.04.2013, 00:13 mez


Dienstag, 26. März 2013

Von unklaren verhältnissen in einer großen familie, von märchen und ihren erzählern und von einer entscheidenden frage


Wien, 25.03.2013, 23:00 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

also irgendwie hab’ ich das gefühl, heute könnte dieser eintrag recht lustig werden, und das hat so einige gründe. Da war einmal dieser kommentar, den peter eichstädt zu meinem letzten eintrag geschrieben hat, in dem er mich der schlechten recherche zeiht, weil ich ihn unrichtigerweise zum technischen direktor der svs/post damen gemacht hätte. Und peter eichstädt rechtfertigt den kommentar mit seiner pedanterie. Blöd nur, dass ich bei meiner recherche noch etwas pedantischer bin als er. Ich habe mir, wie man auf diesem screenshot aus der web-site der mevza leicht erkennen kann, diese bezeichnung für peter eichstädt nicht aus den fingern gesogen. Da steht doch ganz klar neben seinem namen die abkürzung techn. dir. Ok, ok das könnte vielleicht auch für technokratischer dirigent stehen, aber das wäre wohl zu weit hergeholt.

Peinlich ist das aber irgendwie schon, wenn man die eigene position im verein nicht kennt. Aber auf der anderen seite ist es  ja schon verständlich, dass einem in einer solchen großfamilie aus svs und hotvolleys die funktionen und die position in der familie ein wenig durcheinander kommen können. Aber wer der übervater bzw. der patriarch der großen und glücklichen familie ist und wem daher respekt und gehorsam zu zollen ist, vergisst man offenbar nicht so leicht, wie das von mir hier letzte woche kritisierte „liken“ eines facebookeintrages von hhvmir durch den technischen direktor wider willen ganz klar zeigt.
Und bevor es lustig weiter geht möchte ich ganz herzlich den grazer herren gratulieren, die es mit einer fast ausschließlich aus österreichern bestehenden mannschaft geschafft haben, sich für das semifinale der meisterschaft zu qualifizieren. Er funktioniert also doch, der österreichische weg, wenn man ihn konsequent beschreitet. Schön ist das und der blogger freut sich sehr darüber. Und vermutlich ist er mit seiner freude nicht ganz alleine. Da passiert etwas für den österreichischen volleyballsport wichtiges und vielleicht nehmen sich außer den steirischen vereinen auch noch andere ein beispiel daran. Übrigens gibt es sogar aus der deutschen bundesliga ein beispiel wie man mit einer amateurmannschaft in einer vermutlich etwas stärkeren liga als der österreichischen gegen ausgewiesene profitruppen bestehen kann und sogar hallen mit zuschauern füllt, ganz ohne schuläktschn. Dort hat sich gerade der vc dresden für das viertelfinale der meisterschaft qualifiziert, übrigens mit siegen gegen cv mitteldeutschland. Das ist der verein bei dem olli binder in letzter zeit immer weniger einsatzzeit bekommt und philip ichovski fast gar keine (http://www.volleyball-bundesliga.de/magazin/artikel.php?artikel=22003&type=&menuid=395&topmenu=395).

Ins semifinale, so wie die grazer, wäre hhvmir mit seinen oldboys hv wohl auch gerne gekommen. Da waren ihm und seiner mannschaft die tiroler im weg, und natürlich die schiedsrichter, die wieder einmal die mannschaft von hhvmir krass benachteiligt haben. Zur mythenbildung hat hhvmir mit einem facebookeintrag beigetragen, in dem er behauptet, dass die gelben karten gegen seine mannschaft in einer entscheidenden phase des 4. satzes gezeigt wurden, nämlich beim stand von 20:19 und 21:19.

Als „beweis“ für seine behauptung stellt hhvmir dort auch ein video online, auf dem „glücklicherweise“ der spielstand nicht zu sehen ist (http://www.facebook.com/photo.php?v=562463557110885&set=vb.100000417372355&type=2&theater). Ein schelm wer da schon wieder böses denkt. Aber blöderweise gibt es noch ein anderes video von der gleichen situation, auf dem der spielstand deutlich zu sehen ist. Und garstig wie ich bin, gibt es hier für die geschätzte leserin und den geschätzten leser einen link zu diesem video, damit man sich die sache in ruhe ansehen kann und den wahrheitsgehalt der behauptung von hhvmir richtig einschätzen kann: http://www.youtube.com/watch?v=v3kSsC_unPM&feature=youtu.be

Und was ist da zu sehen? Die erste gelbe karte bekommt szebarniuk beim stand von 10:9 für die tiroler und die zweite idi wenig später beim stand von 13:10 für die tiroler. Na die wahrheit ist halt doch eine tochter der zeit und wohnt offenbar im budocenter. Aber gut getan hat ihm das nicht dem hhvmir. Hannes kronthaler legt noch ein schäuferl, na genau genommen eine ganze baggerschaufel, nach und rechnet mit hhvmir in einem artikel der tiroler krone unter der schönen überschrift „kleinmann macht sich zum clown der nation“ ziemlich scharf ab. Die unvereinbarkeit der position von hhvmir und uhpir wird darin thematisiert, die pleite der hvs nach der eurovolley und der, gelinde gesagt, eigenartige ligamodus, der den grunddurchgang entwertet hat. Ein blogleser aus den tiroler bergen hat mir dankenswerterweise den eingescannten artikel zugeschickt. Da die tiroler krone im restlichen bundesgebiet wahrscheinlich nicht so häufig gelesen wird, stelle ich den artikel hier für die werten leserinnen und werten leser online.

Na wer den schaden hat braucht für den spott üblicherweise nicht zu sorgen. Das trifft nach der niederlage der oldboys hv gegen arbesbach im ersten spiel der playoffs um die plätze 5 bis 8 jetzt umso mehr zu für hhvmir und seine legionärstruppe. Das spotten haben dieses mal die user otto kar und tiroler – die ich übrigens gerne persönlich kennenlernen würde - übernommen, deren kommentare zu meinem letzten eintrag ich der geschätzten leserin und dem geschätzten leser wärmstens empfehle. Die beiden machen sich über mögliche ursachen der niederlage gegen arbesbach lustig und über das ausbleiben einer ausführlichen berichterstattung darüber. Lustig ist das, und wie, da geht es unter anderem um gleichfarbige socken, schiedsrichter, hallenhöhen und andere lieblingsthemen von hhvmir/uhpir! Nach dem hype um das viertelfinalspiel zwischen den oldboys hv und tirol ist es wirklich ungewohnt ruhig geworden nach dem hoppala der legionärstruppe von hhvmir in zwettl. Nur einen kurzen artikel gab es auf der homepage der hvs zur Niederlage, und der bekam, was ich ja besonders lustig finde, gleich zwei likes! Bitte keine voreiligen schlüsse ziehen, ich war es wirklich nicht! Aber wer die beiden spaßvögel waren würde mich schon interessieren.
  

Apropos berichterstattung: mit ein wenig verspätung fand man es auf der övv homepage sogar der mühe wert über das final four in der championsleague der damen und der herren zu berichten (http://www.volleynet.at/News/0000082049, http://oevv.volleynet.at/News/0000082078). Der damenbewerb fand übrigens bereits am 9. und 10.3. statt, der der herren am 16. und 17.3. Na da war man wahrscheinlich mit den berichten über das sogenannte schlagerspiel zwischen den oldboys hv und tirol zu sehr beschäftigt.

Und nach den lustigen kommentaren gibt es für diese woche auch noch lustige fundstücke. Was findet man beispielsweise auf der cev homepage, dort wo sich die verbände aus den verschiedenen europäischen ländern präsentieren können? Erraten, es gibt dort einen bericht über uhpir, genau genommen über seine wiederwahl zum övv-präsidenten, datiert vom 24. juni 2012 und ausgestattet natürlich mit einem schönen belegfoto (http://www.cev.lu/CEV-Area/NationalFederationsDetails.aspx?ID=13). Ok, fairerweise muss man noch erwähnen, dass es dort auch noch einen ebenfalls nicht mehr ganz taufrischen bericht über einen erfolgsrun von hypo tirol in der vorjährigen meisterschaft aus dem april 2012 gibt. Und sonst? Nichts, niente, nada zum österreichischen volleyball. Bezeichnend ist das dafür wie der övv von uhpir geleitet wird. Und das ist eigentlich eine schöne überleitung zum nächsten fundstück, einem video, das der langjährigen leserin und dem langjährigen leser aus der zeit der schweinegrippenaffäre bekannt sein dürfte, in dem sich hhvmir vulgo uhpir eine ganz entscheidende frage stellt.

Und nach all den ereignissen der letzten wochen ist es hoch an der zeit, dass hhvmir und seinem alter ego uhpir von kompetenter seite endlich die richtige antwort auf diese frage gegeben wird.

Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Wien, 26.03.2013, 01:19 mez