Dienstag, 15. September 2015

Von geheimgehaltenen heimhallen und fehlenden ausnahmegenehmigungen, von der mangelnden transparenz im nachwuchsbereich und von fehlendem zählbarem und gewonnenen erkentnissen


Wien, 14.09.2015, 23:26 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

na bumm, diesmal ist es ein bisserl spät geworden mit dem beginn meines eintrags, weil ich mir noch den runden tisch zum thema grenzkontrollen angeschaut habe. Also, ich habe ja schon mehrfach hier durchblicken lassen, wo ich politisch stehe. Und da gibt es schon einige politikerInnen, die ich aus gründen meiner politischen orientierung nicht aushalte, aber unser herr zahntechniker, uhzt, schlägt sie alle um längen auf meiner persönlichen nichtaushaltskala, zu dem herrn fällt mir wirklich nichts mehr ein.

Jetzt ist es aber wirklich höchst an der zeit zum thema dieses blogs zu finden, und das ist volleyball. In der sandkiste wurde auch letzte woche wieder gespielt, dieses mal in sotschi beim dortigen fivb open. Dort gab es im herren- und im damenbewerb jeweils einen neunten platz durch winter/petutschnig und schwaiger/hansel (http://oevv.volleynet.at/News/0000089847). Nicht ganz so gut lief es für die anderen teilnehmerInnen aus österreich, teufl/zass bei den damen und hupfer/hörl und eglseer/müllner bei den herren belegten jeweils letzte plätze in ihren gruppen und kamen daher über die gruppenphase nicht hinaus (http://oevv.volleynet.at/News/0000089845). Diese woche ist dann pause in der sandkiste, nächste woche steht noch ein open in xiamen auf dem programm und in zwei wochen werden in fort lauderdale, in den usa, die fivb world tour finals ausgetragen, bei denen bei damen und herren jeweils nur die acht topplatzierten paare der aktuellen weltrangliste spielberechtigt sind. Damit sind österreichs einzige vertreter clemens doppler und aexander horst, die allerdings bei der auslosung die meiner ansicht nach deutlich schwerere gruppe erwischt haben, mit den aktuellen weltmeistern alison/bruno und den aktuellen vizeweltmeistern numerdor/varenhorst. Und zum drüberstreuen bekommen sie es auch noch mit den lokalmadatoren dalhausser/lucena zu tun (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/Competitions/WorldTour/2015/Event/Pools.asp?TournCode=WSSF2015&Phase=2).

Ums hallenvolleyball ist es im moment ziemlich ruhig, keine sensationstransfers unserer stars nach europa werden gemeldet, abgesehen von den seit monaten bekannten und unter http://oevv.volleynet.at/Inhalt/268 nachlesbaren sieben, von denen zwei keine transfers im strengen sinn sind, weil sowohl aleks blagojevic als auch paul buchegger bei ihren jeweiligen vereinen eine weitere saison anhängen werden.

In österreich selbst gibt es ein bisschen bewegung auf dem transfermarkt wie die interessierten besucherinnen und die interessierten besucher der övv website unter http://oevv.volleynet.at/Inhalt/267 und http://oevv.volleynet.at/Inhalt/266 lesen können. Putzig finde ich dort die diversen quellenverweise wie beispielsweise „hp“ – das steht vermutlich für homepage – oder „krone“ – damit ist vermutlich nicht der gleichnamige zirkus gemeint, sondern des österreichers liebstes kleinformat. Eine entsprechende verlinkung anzubieten übersteigt die technische ausstattung der övv-website und/oder die technischen fähigkeiten der gestalter derselben.

In freudiger erwartung der bald beginnenden meisterschaften habe ich mir auch die unter http://oevv.volleynet.at/Termine/16338 angebotene liste angesehen. Und tatsächlich sind dort alle termine und alle spielorte einigermaßen übersichtlich eingetragen. Wirklich alle? Nein, ein kleines gallisches dorf ....äh.... ein kleines dorf am nöordwestlichen rande von wien leistet widerstand und will uns volleyballinteressierten partout den spielort für die heimspiele nicht verraten. Die spielgemeinheit union bisamberg/hotvolleys darf für sich das zweifelhafte privileg in anspruch nehmen, die einzige mannschaft unter den zehn erstligavereinen zu sein, die – zumindest offiziell - noch keinen spielort für ihre neun heimspiele bekanntgegeben hat. Ja was ist denn da los? Hat sich unter den anderen erstligavereinen herumgesprochen, dass die als spielort für die heimspiele der bisamberger gedachte sporthalle brigittenau aka hopsagasse nicht den von uhpir impletierten ...äh... impletinierten ...äh... implementierten strengen regeln entspricht. Und spießt es sich da etwa mit der ausnahmegenehmigung dafür, dass es keine ausnahmegenehmigungen mehr geben darf? Uhpir, ich bitte dringend um klarstellung, also so in der art „ Die sporthalle brigittenau ist locker 10 meter hoch, ich habe das selbst mit dem lineal nachgemessen, stellt övv-präsident kleinmann klar“ mit einem forsch dreinblickenden uhpir auf dem obligaten begleitbildchen auf der övv website. Das gibt es doch im fotofundus des övv. Aber im ernst, schön langsam sollten sich die bisamberger darüber klar werden, worauf sie sich und mit wem sie sich da eingelassen haben. Na, lassen wir uns überraschen, was sich da in sachen heimhalle für die bisamberger noch entwickeln wird.

Im anschluss an den kommentar von werner bader am 02.09. zum thema nachwuchsmannschaften bei aich/dob und tirol, habe ich mir die website der kärnter genauer angesehen. Die listen unter http://www.aich-dob.at/mannschaften_nachwuchs.html tatsächlich 20 nachwuchsmannschaften auf. Von diesen 20 mannschaften sind aber 10 – 4 bei den burschen und 6 bei den mädchen – der kategorie u11, in der mit 2 spielern bzw. spielerinnen pro mannschaft gespielt wird. Das wären dann 8 burschen und 12 mädchen der altersklasse u11. Dann gibt es noch 2 u12 mannschaften bei den mädchen, da wird mit drei spielerinnen pro mannschaft gespielt und jeweils zwei u13 teams bei den burschen und mädchen. Da stehen 4 spieler bzw. spielerinnen in einer mannschaft. Das heißt von den durchaus beeindruckenden 20 nachwuchsteams sind 16 im altersbereich u11 bis u13. Darüber schaut es dann gar nicht mehr so toll aus, jeweils ein burschen-und ein mädchenteam der altersklasse u15 findet sich noch auf der website und jeweils ein u17- und ein u19-burschenteam. Und natürlich werden die namen der spieler und spielerinnen nicht aufgelistet, sonst könnte vielleicht auffallen, dass die u15 eine gewisse ähnlichkeit mit der u17 und der u19 aufweist. Ok, ok, das ist jetzt nur so eine vermutung von mir, aber ich bin halt schon lang genug mit diversen tricks gerade im nachwuchsbereich vetraut. Also, lieber werner, ich erlaube mir deshalb von der nachwuchsarbeit der aich/dober nicht so beeindruckt zu sein wie du und die fehlenden erfolge der südkärntner bei nachwuchsstaatsmeisterschaften bestärken mich in dieser einschätzung.

Und noch eine nachbemerkung zu meiner vermutung, dass da vielleicht u15 spieler auch schon in der u17 und vielleicht sogar in der u19 spielen müssen, nicht dürfen – ich nehme mal an, dass nicht sehr viele volleyballerische messis - also ich meine den lionel, der seine ersten auftritte in der kampfmannschaft bereits mit 17 hatte, und nicht die messies mit dem aufräumdefizit - in österreich herumlaufen. Diese tendenz, mannschaften mit zu jungen spielern zu stellen war bei den nachwuchsstaatsmeisterschaften über die letzten jahre bei den burschen besonders in den altersklassen u17, u19 und u21 deutlich zu beobachten. Kaum ein verein war in der lage das alterslimit auszureizen. So lag das durchschnittsalter aller für die u21-staatsmeisterschaften 2014 genannten spieler bei 18.2, das der u19 spieler bei 17.3 und das der u17 spieler bei 15.8. Heuer konnte ich diese statistik leider nicht mehr erheben, weil die geburtsdaten der spieler nicht mehr einsehbar waren. Der övv wird das vermutlich mit dem datenschutz begründen, ich erlaube mir mich wieder einmal zu wichtig zu nehmen und zu vermuten, dass dem övv die veröffentlichung dieser zahlen im blog, so wie ich das in den jahren 2012, 2013 und 2014 gemacht habe, nicht gerade angenehm war.

Und zum schluss wieder einmal ein fundstück, ein bild das mehr sagt als tausend worte und symbolisch ist für den zustand des österreichischen volleyballsport, sei es auf vereins- oder nationalteamebene.


A propos national team: ein link, der zeigt wie anderswo reagiert wird, wenn am ende des tages nichts zählbares bleibt sondern nur erkenntnisse http://www.cev.lu/News.aspx?NewsID=20781&ID=2


Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Herr kleinmann, tun sie sich und dem österreichischen volleyballsport etwas gutes und treten sie besser heute als morgen als övv-präsident gemeinsam mit ihren övv-vorstandskollegen zurück, um dem österreichischen volleyballsport einen neuen weg in die zukunft zu öffnen.

Wien, 15.09.2015, 01:53 mez


Dienstag, 8. September 2015

Von knappen und nicht ganz so knappen niederlagen in der sandkiste, von der fehlenden sogwirkung von legionären und von ein paar kleinen aber feinen unterschieden zwischen öhb und övv


Köttmannsdorf, 07.09.2015, 22:35 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

so, diesmal schreib ich meinen eintrag aus dem urlaub und irgendwie ist das ganz passend, weil auch der österreichische volleyballsport auf urlaub gegangen zu sein scheint. Na ja nicht ganz, aber wirklich überschlagen tun sich die ereignisse im moment nicht gerade. Im beachvolleyball hat das österreichische top-damenteam schwaiger/hansel innert weniger wochen zum zweiten mal aus europa richtung amerika – diesmal brasilien – den atlantik überquert. Irgendwie bin ich  angesichts der hektischen reisetätigkeit und der ergebnisse der beiden in  den letzten wochen geneigt zu sagen: außer spesen, nichts gewesen. Na irgendwie müssen die mittel aus dem projekt rio, über die der winterpeter wacht, ja verbraten werden. Ui, ich fürchte, wenn das die frau blogger liest, wird sich mich wieder dafür zur rede stellen. Frau blogger kritisiert mich ja gar nicht so selten, ob meines zu scharfen und zu bösartigen umgangstons in meinen einträgen. Aber zurück zur sandkiste: die ergebnisse beim rio open waren ja wirklich nicht berauschend, drei österreichische paare brachten es gemeinsam in 10 spielen auf gerade einmal einen sieg. Den feierten kunert/dressler in der gruppenphase, für die beiden war dann allerdings in der ersten ko-runde endstation (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/Competitions/WorldTour/2015/event/Results.asp?TournCode=MRIO2015&Phase=2). Die beiden damenteams schwaiger/hansel und schützenhöfer/plesiutschnig blieben sieglos und schieden nach jeweils drei niederlagen bereits als jeweils gruppenletzte in der gruppenphase aus (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/Competitions/WorldTour/2015/event/Results.asp?TournCode=WRIO2015&Phase=2). Der övv feierte, realitätnahe wie gewohnt, den umstand, dass einige der 9 niederlagen knapp ausfielen, als erfolg (http://oevv.volleynet.at/News/0000089797, http://oevv.volleynet.at/News/0000089797). Im olympiaranking geht’s sowohl für schwaiger/hansel als auch für schütznehöfer/plesiutschnig mit unverminderter geschwindigkeit weiter bergab. Die beiden teams liegen 700 bzw. über 2000 punkte hinter den 17. dubovcova/nestarcova, die zur zeit den letzten zur teilnahme am olympischen turnier berechtigenden ranglistenplatz einnehmen (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/OGRanking_W.asp).
Und die u20 beacheuropameisterschaften verliefen aus österreichischer sicht auch nicht gerade erfolgreich. Ein 7. und ein 9. platz bei den mädchen durch holzer/maros und geßlbauer/radl und ein 17. platz bei den burschen durch pristauz-telsnigg/friedl waren die eher enttäuschende ausbeute (http://www.cev.lu/BeachVolley-Area/BeachVolley_2BOX.aspx?ID=780&mID=990&sID=&pID=0&chID=0&phaseID=0&champID=0&Mod=, http://www.cev.lu/BeachVolley-Area/BeachVolley_2BOX.aspx?ID=779&mID=985&Mod=&phaseID=&champID=). Erfreulich ist allerdings, dass sich holzer/maros mit ihrem 7. platz für die wm qualifizieren konnten (http://oevv.volleynet.at/News/0000089806).
Ah ja, österreich schafft die finalqualifikation für den cev continental beachvolelyball cup kann man auf der övv-website lesen (http://oevv.volleynet.at/News/0000089822). Dass man dabei allerdings mit mühe gegen die, zumindest im herrenbeachvolleyball, nicht gerade als großmacht bekannten, finnen gewonnen hat und damit den zweiten platz hinter frankreich erreicht hatte, erlaube ich mir als nicht gerade beeindruckendes zeichen der überragenden stärke des österreichischen teams zu werten (http://www.cev.lu/News.aspx?NewsID=21242&ID=7). Was das alles allerdings wirklich bedeutet für eine mögliche olympiaquali war mir zu mühsam herauszufinden im gewirr der regulative der cev.

So, und jetzt zur halle. Und da – aufgemerkt frau linz – lobe ich schon wieder, und sogar gleich zweimal. Erstens finde ich es lobenswert, dass der övv die initiative „we say it loud, we say it clear refugees are welcome here“ unterstützt (http://www.volleynet.at/News/0000089807). Gut so! Und zweitens wurde die bereits klinisch tote mevza, so scheint es wenigstens, erfolgreich wiederbelebt (http://oevv.volleynet.at/News/0000089799).  Und das ist auch gut so. Jeweils neun damen- und herrenteams werden in einem neuen format in dieser mitteleuropäischen liga um den titel spielen (http://mevza.volleynet.at/Ligen/16462, http://mevza.volleynet.at/Ligen/16463).

So, aber jetzt wird es wieder kritisch. Ich habe ja letzte woche versprochen, vor allem auch als replik, auf die von frau linz geäußerte meinung, dass legionärsmannschaften wichtig wären, um kindern vorbilder zu präsentieren und sie damit zum volleyball zu bringen, mich ein wenig mit dem thema nachwuchsvolleyball auseinanderzusetzen. Es hat ja manchmal durchaus seine vorteile, wenn man auf seine eigene arbeit zurückgreifen kann, und das gilt auch für meine einträge, die jetzt schon weit jenseits der zweihundert liegen. Da findet sich so manches. Unter anderem habe ich mich seit ein paar jahren der mühe unterzogen, eine art gesamtschau der österreichischen staatsmeisterschaften der burschen zu erstellen. Ich gebe zu, dass es ein ernstes  versäumnis meinerseits darstellt, dass ich das nicht auch gleich für den mädchenbereich gemacht habe. Aber wie hier schon mehrfach angemerkt, kenn’ ich mich im herren- bzw. burschenbereich einfach besser aus. Also zurück zur zusammenschau der jahre 2013, 2014 und 2105 (von oben nach unten). Was sieht man da?



Schauen wir uns, also wir alle, gemeinsam die bilanz der bundesligavereine an. Für alle 20 staatsmeisterschaftsturniere der jahre 2013, 2014 und 2015 haben sich nur die beiden akademiemannschaften der hotvolleys und der grazer qualifiziert. Anmerken möchte ich noch, dass 2 dieser 20 staatsmeisterschaftsturniere die u21 meisterschaften der jahre 2013 und 2014 waren, für die alle bundesligaverein automatisch qualifiziert waren. Ab 2015 wurden die u21 meisterschaften abgeschafft, vermutlich deshalb, weil es einfach zu peinlich war, dass dort in den jahren davor immer wieder mannschaften mit 14 und 15-jährigen spielern antraten. Aber zurück zur bilanz der erstligamannschaften. Die fast ausschließlich mit legionären spielenden arbesbacher kommen gerade auf zwei teilnahmen, und das waren genau dieoben erwähnten u21 meisterschaften der jahre 2013 und 2014, für die man als erstligaverein automatisch qualifiziert war. Und das obwohl michal peciakowski nach eigenen angaben in arbesbach 500 kinder wöchentlich trainiert. Aich/dob, auch nicht gerade ein beispiel für den österreichischen weg, nahm an sieben meisterschaftsturnieren teil, für zwei davon, nämlich die u21 turniere, war man als erstligaverein automatisch qualifiziert. Eine weitere legionärstruppe, nämlich enns, schaffte es gerade fünfmal, inklusive der zwei u21 meisterschaften. Das ist insoferne überraschend als es in oberösterreich einen florierenden nachwuchsmeisterschaftsbetrieb gibt, von dem aber die ennser augenscheinlich nicht profitieren können, also dürfte die vorbildfunktion der dort spielenden legionäre enden wollend sein (http://ooevv.volleynet.at/Ligen/9036). Na und für die hier in kommentaren in der letzten zeit ob ihrer guten nachwuchsarbeit so gelobten tiroler gibt es auch noch luft nach oben, was die erfolge bei bzw. die qualifikation für staatsmeisterschaften angeht. Elf, davon wieder zwei teilnahmen an den u21 als fix qualifiziertes team, und damit eigentlich neun qualifikationen für 18 turniere, das sollte beim mehrfachen meister wohl besser gehen. Ah ja, die weizer die bieten sich jetzt an als gegenbeispiel, keine legionäre und trotzdem keine quali für staatsmeisterschaften. Also, da denke ich liegt die erklärung, in der starken innersteirischen konkurrenz, durch die schon oben erwähnten grazer und die hartberger. Also nochmals zusammengefasst: der von frau linz implizierte zusammenhang zwischen der vorbildwirkung von legionären und erfolgreicher nachwuchsarbeit, lässt sich zumindest auf dem burschensektor durch die nachwuchsmeisterschaften der letzten drei jahre nicht belegen. Aber auf noch ein paar andere wichtige dinge möchte ich schon noch hinweisen, wenn man sich diese statitistiken der letzten jahre ansieht: ersten, die niederösterreichischen mannschaften aus amstetten und bisamberg haben sich ganz ohne akademien als äußerst erfolgreich im männlichen nachwuchs etabliert. Und zweitens, ganz, ganz im westen wird offenbar auch sehr gut gearbeitet im nachwuchsbereich bei den burschen. Der meistertitel für die wolfurter u15 burschen heuer ist da – meiner meinung nach - nur ein vorläufiges highlight gewesen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass da noch einiges an erfolgen kommen wird aus dem ländle.

Und zum schluss möchte ich ausdrücklich festhalten, dass es mich sehr freut, wenn hier durchaus kontroversiell diskutiert wird. Ich sehe mich nicht im alleinbesitz der wahrheit und ich respektiere und schätze daher andere meinungen und ansichten. Ich gebe hier meine sehr subjektive sicht der dinge wieder, die ich mit argumenten und fakten zu unterstützen versuche. Was ich allerdings nicht mag, und was mich grantig macht ist, wenn man mir das wort im mund umdreht, wenn man mir unterstellt, dass ich über ausländische spieler und trainer und trainerinnen schimpfe. Da bin ich empfindlich, weil ich das nachweislich nie gemacht habe und deshalb bin ich wahrscheinlich ein wenig zu grob geworden, letzte woche in meiner antwort an frau linz, und frau blogger hat mich dafür auch ordentlich zusammengeputzt. Also das mit dem des sinnerfassenden lesens nicht mächtig sein, das war unter der gürtelinie, das nehme ich hiermit zurück, frau linz, das tut mir leid.

Und zum kommentar von werner bader möchte ich noch anmerken, dass ich ganz seiner meinung bin, dass es jungen österreichischen spielern sicherlich in ihrer entwicklung gut tut, mit ausländischen topspielern zu trainieren und in einer mannschaft zu spielen. Die betonung muss aber auf dem wort spielen liegen. Und das spielen ist nur dann möglich, wenn man einen ähnlich vernünftigen weg findet, wie die handballer mit ihrem gentlemen’s agreement mit zwei spielberechtigten ausländern pro verein. Und jeder weitere legionär kostet den verein 10.000€, die in die nachwuchsförderung fließen. Und natürlich braucht es professionelle strukturen und einen verband, der die voraussetzungen dafür schafft. Die handballer haben das geschafft. Die haben einen präsidenten, den niemand kennt und einen umtriebigen generalsekretär. Im övv, ist es leider, wie wir alle wissen, genau umgekehrt.


Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Herr kleinmann, tun sie sich und dem österreichischen volleyballsport etwas gutes und treten sie besser heute als morgen als övv-präsident gemeinsam mit ihren övv-vorstandskollegen zurück, um dem österreichischen volleyballsport einen neuen weg in die zukunft zu öffnen.

Köttmannsdorf, 08.09.2015, 01:07 mez


Dienstag, 1. September 2015

Von richtiger und falsch verstandener solidarität, von den mühen des erklärens und von einem frommen wunsch des austria volleyballteams


London, 31.08.2015, 23:28 wez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

so werte leserinnen und werte leser, das wird heute was mit meinem blog. Erstens einmal ist es schon ziemlich spät sowohl hier als auch – noch eine stunde später – in wien, um meinen blog zu beginnen. Und zweitens beginne ich meinen eintrag einmal ganz anders, völlig ungewohnt, mit einem lob. Jawohl werte leserin aus linz, sie lesen richtig, ich lobe auch, wenn es angebracht ist und diesmal ist es angebracht. Und es kommt noch besser, wenn sie erst erfahren, wen ich lobe. Uhpir höchstpersönlich ist es, den ich vor den vorhang bitte, ganz ohne spott, ganz ohne ironie, weil er die richtigen worte gefunden hat, auf seiner facebookseite, zur situation der flüchtlinge in österreich bzw. zur leider immer mehr zum mainstream werdenden fremdenfeindlichen stimmung in unserem land.



Ich bin leider nicht in wien, ich wäre sonst ganz sicher auch auf die kundgebung heute gegangen zu der uhpir auch auf seiner facebookseite aufgerufen hatte. Es ist an der zeit zeichen zu setzen, laut zu sein, lauter als die patridioten – das ist übrigens kein tippfehler- von pegida bis zu den identitären, lauter zu sein als die rechten schreier und feschisten - das ist auch kein tippfehler, sondern copyright armin thurnher vom falter.

Nur bei einem bin ich nicht ganz einer meinung mit uhpir. Er fragt sich, wie man diese leute wieder gewinnen könnte. Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich manche dieser leute gar nicht auf meine seite ziehen möchte. Also ein strache, ein kickel, ein gudenus, eine rosenkranz und ein herr jeanne von der kronenzeitung, die können gerne dort bleiben, wo sie gerade  sind, auf der anderen seite, nicht auf meiner, mit denen gibt es für mich keine gemeinsamkeiten und keine gesprächsbasis; und vermutlich gibt es da leider noch ein paar mehr, bei denen hopfen und malz bereits verloren ist. Und eines möchte ich, bevor ich zum volleyball komme doch noch loswerden, im zusammenhang mit der stimmung im lande. Ich kann die partei, der ich irgendwo noch immer nahestehe, und der auch uhpir verbunden ist, nicht aus der verantwortung für diese unsäglichen und beschämenden stammtischparolen, für den hass und für die hetze und für den zustrom, den der herr zahntechniker und die von ihm geführte partei im moment erleben, ohne auch nur irgendetwas was im entferntesten an eine lösung erinnert, anzubieten, entlassen. Nach der errichtung der städtischen büchereien und volkshochschulen als orte der bildung für das proletariat in den zwanziger jahren im roten wien, hat sie über die jahrzehnte untätig zugesehen wie sich ihre klientel in die bildungsferne der boulevardeblätter verabschiedete. Ihre klientel hat in dieser zeit zwar die materielle proletarisierung einigermaßen überwunden aber diese gegen eine geistige eingetauscht, mit den nun sichtbaren resultaten.

So, aber jetzt zum volleyball. In der sandkiste haben sich zwar diesmal zwei herrenteams für den hauptbewerb des grand slams in olsztyn qualifiziert. Dort war dann aber für winter/petutschnig und eglseer/müllner ebenso wie für doppler/horst, krankheitsbedingt, in der gruppenphase endstation. Trotzdem überwiegt hier das positive, das erfolgserlebnis für die beiden jungen paare, erstmals im hauptbewerb eines grand slam turniers gestanden zu sein (http://oevv.volleynet.at/News/0000089763). Bei den damen setzt sich die negative entwicklung leider ungebremst fort, sowohl das toppaar schwaiger/hansel als auch schützenhöfer/plesiutschnig scheiterten bereits in der quali (http://oevv.volleynet.at/News/All/2015/08/0000089755). Das heißt aber auch, dass es im olympiaranking für die beiden paare weiter bergab geht, und zwar auf die plätze 25 bzw. 39 (http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/OGRanking_W.asp). Da beginnt sich jetzt natürlich immer ernsthafter die frage nach dem verbleib von schwaiger/hansel im förderprogramm für rio zu stellen. Dass die beiden laut övv-bericht schon wieder souverän gewonnen hatten und dann allerdings - vom övv nicht so bezeichnet - ebenso souverän ausgeschieden sind, erwähne ich nur der vollständigkeit halber, und dass schützenhöfer/plesiutschnig laut gleichem bericht in der ersten qualirunde überzeugt hatten passt ebenfalls in die wie gewohnt nicht von übermäßiger bescheidenheit geprägte berichterstattung des övv.  Gegen ein team aus vanuata war es dann in der 2. qualirunde schluss mit der überzeugungskraft der beiden. Vanuatu liegt im südpazifik und hat knappe 267.000 einwohnerInnen und eine nationalhymne mit dem schönen titel yumi, yumi, yumi. Eine hörprobe gibt’s unter https://de.wikipedia.org/wiki/Vanuatu.

Bei den u22 beach europameisterschaften waren die ergebnisse auch nicht gerade umwerfend. Die beste platzierung war ein fünfter platz bei den burschen durch ermacora/pristauz-telsnigg (http://www.cev.lu/BeachVolley-Area/BeachVolley_2BOX.aspx?ID=781&mID=994&sID=&pID=0&chID=0&phaseID=0&champID=0&Mod=, http://oevv.volleynet.at/News/0000089776). Bei den mädchen erreichten radl/strauss den 17.platz (http://www.cev.lu/BeachVolley-Area/BeachVolley_2BOX.aspx?ID=782&mID=999&sID=&pID=0&chID=0&phaseID=0&champID=0&Mod=, http://oevv.volleynet.at/News/0000089773).

In der halle ist ja nicht allzu viel passiert in der letzten woche, außer dass die tiroler, im stilvollen rahmen, wie es unter http://oevv.volleynet.at/News/0000089761 so schön heißt, ihre mannschaft präsentiert haben. Na fein. Darauf einzugehen, schenke ich mir jetzt allerdings und wende mich lieber einer kritischen leserin zu, die noch immer mein ausgelatschtes und fades geschreibsel liest und sich der mühe unterzieht es auch weiterhin noch zu später stunde ausführlich zu kommentieren. Das freut mich ja sehr und, wie schon vor zwei wochen hier geschrieben, muss, wer austeilt, so wie ich, auch einstecken können.

Allerdings sollte man sich bei seiner kritik, so berechtigt sie auch sein mag, an die wahrheit halten. Also entweder dreht man mir das wort im mund um oder man will aus prinzip nicht verstehen was ich schreibe oder es mangelt gar an der fähigkeit meine einträge sinnerfassend zu lesen. Ich kann mich beim besten willen nicht erinnern über legionäre und ausländische trainerInnen (trainerinnne????) geschimpft zu haben. Ich nehme mir allerdings sehr wohl das recht heraus, die performance eines teamtrainers kritisieren. Und dabei ist es mir so was von wurscht, welche staatsbürgerschaft dieser teamtrainer hat. Und legionäre habe ich nicht einmal kritisiert. Ich habe nur vorgeschlagen, dass sich der övv am gentlemen’s agreement des um längen erfolgreicheren öhb ein beispiel nehmen sollte, das die anzahl der spielberechtigten legionäre pro verein beschränkt. Das ist alles nachzulesen, wenn man sich die mühe macht und es ist mir einfach zu mühsam und zu blöd, diese aussagen zum x-ten mal zu wiederholen und zu begründen. Wer das nicht verstehen will, dem oder der, werte leserin aus linz - und das kürze ich jetzt einmal nach nicht mit lal ab und verzichte damit auf einen billigen gag -, kann ich jetzt wirklich nicht helfen. Mir ist es durchaus bewusst, dass es in der heutigen zeit immer schwieriger wird kinder zum sport zu bringen. Aber das argument, dass legionärsmannschaften kinder zum volleyball bringen, ist, mit verlaub, ausgelatschter als mein blog. Die meisten burschen - bitte nicht das deutsche jungs - und die meisten mädchen kommen, und das hat armin fuith ja schon in seinem kommentar ausgeführt, über ihre eltern, geschwister oder freunde zum volleyball aber sicher nicht über irgendwelche mäßig erfolgreiche legionärstruppen. Wenn ihr beispiel mit barcelona oder bayern auch für volleyball in österreich stimmte, werte leserin aus linz, dann frage ich mich, wo die horden an volleyballbegeisterten kindern sind, die bei hypo tirol oder aich/dob volleyball spielen möchten. Mit der nachwuchssituation in österreich werde ich mich nächste woche eingehender beschäftigen. Ich bitte daher noch um ein paar tage geduld.

Ah ja, übrigens wünscht sich auch das austria volleyballteam mehr spielzeit für seinen jungen spieler bei ihren vereinen.



So, aber jetzt muss ich mich wirklich bemühen, nicht übermäßig grantig zu werden. Also vielleicht habe ich jetzt probleme mit dem sinnerfassenden lesen. Aber wie soll ich denn folgende passage im kommentar der leserin aus linz verstehen? „Kurz noch zurück zum ursprünglichen grund meiner zeilen. Das leidliche facebook-foto: zum thema „vorbilder“ bin ich ihrer meinung. Wäre das foto in der kronenzeitung erschienen, wäre es auch niveauäquivalent gewesen, aber nicht in einem blog, der von einem volleyballer geschrieben und auch von volleyballern (bis in die höchste hierarchiestufe) gelesen wird“. Also wie soll ich das jetzt verstehen? Wird da an eine art corpsgeist appelliert, wie es ihn bei der polizei gibt? Soll man da als volleyballer – wobei man das ja in meinem fall noch genauer definieren müsste, ich bin ja bestenfalls engagierter dilettant - wegschauen, wenn andere volleyballer sich unpassend verhalten? Und zwar deswegen weil wieder andere volleyballer „bis in die höchste hierarchiestufe“ meinen blog lesen? Ganz bestimmt nicht, werte leserin aus linz. Nein und nochmals nein. Das wegschauen und das schönfärben überlasse ich anderen. Ich werde es mir auch weiterhin erlauben kritik zu üben und fehlentwicklungen und missstände aufzuzeigen. Die berichterstattung durch die rosarote brille finden sie, wenn sie möchten, unter www.volleynet.at. Das erfreulichste an der sache ist, dass mir da schriftlich bestätigt wurde, dass die creme de la creme des österreichischen volleyball, oder die die sich dafür hält, meine einträge liest. Bis jetzt wurde das ja von offizieller stelle in abrede gestellt.

Und noch etwas, werte leserin aus linz: wenn sie meine frage, was denn nun aus der großsprecherischen ankündigung des hernn kronthaler geworden ist, mit seinen tirolern in die italienische liga abzuwandern, als hinweis auf mein mangelndes wissen über volleyball sehen, dann war wohl die ironische färbung dieser frage zu zart. Genau die voraussetzungen eines solchen wechsels, die sie in ihrem kommentar anführen, habe ich schon unmittelbar nach der ankündigung von hannes kronthaler, in italien spielen zu wollen thematisiert.

So, und damit schließe ich einen durchaus ungewöhnlichen eintrag. Zum größten teil besteht dieser heute ja aus einer antwort auf den kommentar einer leserin. Aber eigentlich ist das ja mit ein grund dafür, warum ich diesen blog schreibe. Er soll zu diskussionen anregen, die durchaus kontroversiell sein sollen. Also, werte leserin aus linz, bleiben sie mir gewogen und als kritische leserin erhalten und kommentieren und kritisieren sie.


Nach welchen kriterien werden die dem övv aus öffentlichen mitteln zugeteilten 396.700,00€ verteilt?
Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Herr kleinmann, tun sie sich und dem österreichischen volleyballsport etwas gutes und treten sie besser heute als morgen als övv-präsident gemeinsam mit ihren övv-vorstandskollegen zurück, um dem österreichischen volleyballsport einen neuen weg in die zukunft zu öffnen.

London, 01.09.2015, 01:51 wez