Dienstag, 10. Juni 2014

Von allerlei ausreden, von der bandscheibe des aufspielers und von den augen des präsidenten



Pietracorbara, 09.06.2014, 21:39 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

also der geist ist ja willig aber das fleisch ist urlaubsbedingt schawach, was jetzt wohl ein bisschen paradox klingt. Aber besser paradox als umgekehrt schwacher geist und.... äh... ich schreib’ mich da in einen wirbel fällt mir auf. Also zur sache, zu den wichtigen volleyballereignissen der letzten woche. Da haben clemens doppler und alex horst die bronzemedaille bei den beach-europameisterschaften geholt (http://oevv.volleynet.at/News/0000086557). Das ist sehr erfreulich, vor allem deswegen, weil clemens doppler ja lange verletzt war. Und daher ganz besonders herzliche gratulation an die beiden auch von dieser stelle aus. Die beiden müssen ja wirklich beflüglt gewesen sein nachdem sie sich „vor den augen von övv-präsidenten kleinmann ins semifinale durchgeschlagen“ hatten wie man wörtlich so auf der övv-homepage lesen kann (http://oevv.volleynet.at/News/0000086548). Doppler und horst spielten also vor den augen seiner majestät. Dass da nicht die knie geschlottert oder das händchen gezittert haben ist bewundernswert. Und neben seiner funktion als stimulans hat uhpir in cagliari bei den „italenern“ gleich noch einen erfolg eingefahren: die beach-em kommt 2015 schon wieder nach klagenfurt (http://oevv.volleynet.at/News/0000086552). Abgesehen davon, dass die letzte beach-em voriges jahr in klagenfurt zugegebenermaßen hervorragend organisiert und besucht war, beschleicht einen nach der zweiten vergabe innerhalb dreier jahre doch der verdacht, dass die veranstaltung niemand anderer haben wollte. Aber dem ego des frischbestätigten uhpir tut das natürlich gut, weil abgesehen davon hat er im moment nicht allzuviele gelegenheiten sich erfolgreich im rampenlicht zu positionieren. Da hat er doch auch die herrennationalmannschaft bei ihrem ersten spiel in der holli knolli ferienliga – und mehr ist das nicht, wenn man weiß, dass beispielsweise polen dort mit dem „zweiten anzug“ spielt (www.cev.lu/News.aspx?NewsID=17565&TagType=0&TagContent=0&ID=5&Paging=4&Sd=1/1/1900&Ed=1/1/1900) - gegen die fyr macedonia, die übrigens zum ersten mal in der european league mitspielt (http://www.cev.lu/News.aspx?NewsID=17575&ID=5), mit seiner geschätzten gegenwart beehrt. Genützt hat’s aber nix. Er musste die niederlage nummer 7 – 1:3 - im siebten bewerbspiel dieses jahres miterleben. Ob er dann bei der achten niederlage, wieder gegen mazedonien und wieder mit 1:3, live dabei war oder sich schon frustriert nach italien verfügt hatte war mangels fernsehübertragung – zumindest für mich – nicht feststellbar. Ebenfalls nicht nachvollziehbar war die auf datavolley mit 600 angegebene zuschauerzahl für das zweite spiel (http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchStatistics.aspx?ID=26335). Gezweifelt darf daran auf alle fälle werden, dann nämlich wenn die zahl ähnlich zustande gekommen ist wie die angeblich 800 zuschauer beim fernsehspiel am donnerstag. Die müssen sich nämlich überwiegend während der gesamten übertragung beim buffet, auf den toiletten oder im rücken der fernsehkameras aufgehalten haben (http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchStatistics.aspx?ID=26334). Aber zurück zur nationalmannschaft und ihrer bilanz in diesem jahr. 8 bewerbspiele und 8 niederlagen, satzverhältnis 5:24. War es in der eurovolley das – laut uhtt – lospech, das uns so übermächtige gegner wie moldawien beschert hatte so war es jetzt in der european league gegen mazedonien, die nummer 117 der welt (http://www.fivb.org/en/volleyball/VB_Ranking_M_2013-10.asp), die renintente bandscheibe des olli binder, die unsere burschen entscheidend schwächte (http://oevv.volleynet.at/News/0000086531, http://www.cev.lu/News.aspx?NewsID=17575&ID=5). Mir ist es jetzt einfach zu blöd – siehe urlaubsmüdes fleisch weiter oben – alle datavolley-sheets zu verlinken, aber wer möchte kann gerne unter http://www.cev.lu/Competition-Area/CompetitionMatches.aspx?ID=700 überprüfen, dass olli binder, dessen fehlen die mannschaft in der european league angeblich so entscheidend schwächte, in ganzen drei(!) von insgesamt 21 sätzen in der em-quali in der anfangsformation stand. Und das sind genau die dinge die mich, und vermutlich nicht nur mich ärgern. Ausrede folgt ausrede und das publikum wird für blöd verkauft. Ärgerlich sind auch die unvorbereiteten orf reporter, die es verabsäumen diese plumpen ablenkungsmanöver durch kritisches nachfragen als solche zu entlarven. A propos kritisch hinterfragen: da sitzt das wiederaufgetauchte u-boot aleks blagojevic im teamtrainingsanzug neben dem athletiktrainer beim ersten spiel der österreicher gegen mazedonien im publikum und der reporter schwadroniert über die bevorstehende rückkehr des herrn blagojevic ins team. Na geht’s noch? Könnte da vielleicht irgendein reporter uhtt dazu befragen, wie das gelaufen ist? Vorige woche hat ja uhpit noch darüber nachgedacht, was da bei den rücktritten von doris schwaiger und den karriereenden von marcus guttmann und aleks blaogojevic schief gelaufen ist (http://oevv.volleynet.at/News/All/2014/05/0000086481). Ist die pardonierung des aleks blagojevic jetzt das ergebnis des präsidialen nachdenkprozesses? Wenn das so ist, dann fordere ich dringend eine denkpause von uhpir! Aber irgendwie passt das ja zum stil des övv, heimlich still und leise wird herumgemauschelt, entscheidungsprozesse laufen unter ausschluss der öffentlichkeit völlig intransparent ab und plötzlich ist uhpir und sein team einstimmig wiedergewählt, michael merten ist co-trainer und aleks balgojevic spielt wieder im nationalteam, als wäre nichts gewesen. Es bleibt nur ein komischer beigeschmack und bei manchen freundinnen und freunden des gepflegten volleyballsports ein sich immer starker manifestierender brechreiz.

Ich möchte hier aber jetzt auch einem missverständnis vorbeugen. Meine kritische bewertung des abschneidens der nationalmannschaft der herren richtet sich nicht gegen die spieler, in keinster weise. Die meisten von ihnen kenne ich schon sehr lange und ich weiß, dass sie ihr bestes geben für ihren sport, für den sie brennen. Und das ist gut so und lobens- und – in anbetracht der gesamtsituation des österreichischen volleyballsports – absolut bewundernswert. Aber aussagen wie die von max thaller unter http://oevv.volleynet.at/News/All/2014/06/0000086527 getätigte, dass die österreicher alle gegner in der european league schlagen können, sind kontraproduktiv, weil sie von völlig falschen voraussetzungen ausgehen. Mit einer derart jungen mannschaft, wie sie die österreicher zur zeit stellen, sind erfolge gegen erfahrenere teams äußerst unwahrscheinlich. Der gleiche max thaller stellte dann im fernsehinterview nach der ersten niederlage gegen mazedonien frustriert fest, dass ihn die gegnerischen blockspieler zu gut gelesen hatten. Und genau so war es und alles andere wäre auch eine sensation gewesen. Und genau da setzt meine kritik an, nicht bei den spielern, sondern bei der frage nach der verantwortung dafür, dass die personaldecke so dünn ist, dass die österreichische nationalmannschaft mit einem zwanzig- und einem neunzehnjährigen aufspieler antreten muss und dass dem zwanzigjährigen in der euro-quali die verantwortung aufgebürdet werden musste (siehe oben), weil der fast dreißigjährige olli binder mangels spielerfahrung in den letzten jahren (ein jahr reservist bei aich/dob, davor ein jahr beim cv mitteldeutschdland mit – höflich formuliert – nicht gerade sich überschlagenden erfolgen, davor bei den hotvolleys mit negativ zum zur verfügung stehenden budget des hhvmir korrelierenden einsatzzeiten) offenbar nicht eingesetzt wurde? Warum haben wir in der zweiten wichtigen position, in der des diagonalangreifers, einen solchen mangel an spielern, dass man einen offenbar nicht unproblematischen spieler nach einem eklat, der normalerweise die karriere beendet, unter ausschluss der öffentlichkeit pardonieren muss mit allen nebeneffekten auf die teamkollegn des aleks blagojevic? Warum haben wir auf der außenposition in der zweiten reihe spieler, die aufgrund ihrer körperlichen voraussetzungen bestenfalls die position eines zweiten liberos besetzen könne aber nie und nimmer auf internationalem niveau die eines durchschlagkräftigen außenangreifers? Wo ist das reservoir aus zwanzig 25- bis 28-jährigen spielern, mit denen uhtt jede position dreifach besetzen kann?  Hat sich uhtt vielleicht in einer oder zwei stillen stunden diese fragen gestellt und hat er vielleicht sogar antworten darauf gefunden? Und ist ihm da im stillen kämmerlein vielleicht, ganz ohne dass der zeigefinger reflexartig mahnend ausgefahren wurde, der gedanke gekommen, dass daran der jahrelange, nie in frage gestellte, übermäßige einsatz von – und jetzt kommt es wieder, das four letter word des bloggers – legionären ein ganz klitzekleines bisschen dazu beigetragen haben könnte. Aber nein, da sind sie schon wieder, die fehlerfreien moldawier, die unglücklich starke euro-quali-gruppe und die bandscheibe des olli binder, die einem allesamt den blick verstellen. Und das ist auch gut so, weil sonst müsste man  ja glatt einmal die hand, die einen füttert, beißen und das wäre vermutlich nicht ganz so schlau. In dem zusammenhang ist es ja schon auch bemerkenswert, wie schnell hhvmir bei seinem verein erfolglose trainer abservierte. Und das hatte ja ganz sicher nichts damit zu tun, dass er die aus seinem vereinsbudegt bezahlen musste.

A propos vereinsbudget der hotvolleys: ich hab da schon wieder eine e-mail gekriegt, die ich ganz uneigennützig hier ins netz stelle. Das wär’ doch was für hhvmir, den herrn dr. jooma al ghurair von der abu dabi foundation – der ist ganz sicher so seriös wie der herr user oder die „italenischen“ diamantenhänder - zu kontaktieren und sich für den mit 5.5 millionen euro dotierten „good conduct award“ ins spiel zu bringen. Obwohl „good conducht award“ und hhvmir/uhpir.... da kommen mir jetzt schon ein paar zweifel. Aber was soll’s, probieren geht über studieren, wie es so schön heißt.

Und im dieswöchigen fundstück der woche ist mit dem schreiber dieses artikels auf der övv-homepage die vorfreude auf die diese woche beginnenden fußball-wm durchgegangen. Tor, tor, tor, i wear narrisch.......

Und noch ein zweites fundstück gibt’s diese woche und zwar zur causa blagojevic. Die nationalmannschaft stellt unter https://www.facebook.com/AUSTRIA.Volleyballteam folgendes foto online.

Na geschickt ist das nicht, meine herren, auch wenn der blago im text nicht erwähnt wird. Gute öffentlichkeitsarbeit schaut anders aus.

Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Pietracorbara 10.06.2014, 00:16 mez


Dienstag, 3. Juni 2014

Von urunfairen und daher fast fehlerfreien moldawiern, von einem nachdenkenden und ein paar nicht nachdenkenden entscheidungsträgern und von den zwölf wahren jüngern des herrn


Wien, 02.06.2014, 22:23 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

na dieses mal mache ich mir wirklich sorgen, dass ich etwas wichtiges vergessen könnte, da es mir ja letzte woche, wie man in wien sagt, die red’ verschlagen hat, ob der einstimmigen wiederwahl von uhpir. Doch dazu später.
Beginnen möchte ich mit den nachwuchsmeisterschaften des letzten wochenendes. Da gab es bei den burschen im u17 und im u12 bewerb gold für die hotties und silber für tirol und hartberg bzw. bronze für graz und bisamberg. Bei den mädchen gingen die ersten drei plätze beim u19 bewerb an svs, vc tirol und volley16, im u12 bewerb siegte eisenerz/trofaiach vor sokol und brückl hotvolleys. Dazu herzliche gratulation traditionellerweise auch von dieser stelle. Nachzulesen ist das alles unter http://oevv.volleynet.at/News/0000086501. Dass das diesmal viel schneller ging, die meldung war bereits um 15:30 online, als bei anderen nachwuchsmeisterschaften in diesem jahr (http://oevv.volleynet.at/News/All/2014/05/0000086283, http://oevv.volleynet.at/News/All/2014/05/0000086290), hat ganz sicher überhaupt nichts damit zu tun, dass diesmal die experten aus dem budo-center meisterehren feiern konnten. Und dass sich hhvmir vor freude über diese erfolge übergibt... äh..... wortfindungsproblem, wie sagt man  da.... vor freude überschlägt, sei ihm vergönnt.


Aber ein wenig darf man hier schon relativieren, vor allem angesichts solcher kommentare, die die tolle nachwuchsarbeit loben.


Ich möchte da schon noch einmal darauf hinweisen, dass die nachwuchsakademie von hhvmir mit 200.000€ pro jahr, einer summe von der andere vereine nicht einmal träumen dürfen, nicht gerade unüppig gefördert wird. Und wie heißt es so schön: mit vollen hosen ist leicht stinken. Und noch ein satz zu den von hhvmir in seinem posting angeführten wiener meistertitel. Auf die würde ich mir an seiner stelle bei der hier schon mehrfach erörterten mehr als tristen situation des männlichen nachwuchses in wien aber schon gar nichts einbilden. Und noch eine kritische anmerkung: gute nachwuchsarbeit bedeutet nicht nur das sammeln von nachwuchstiteln sondern auch das heranführen von nachwuchsspielern an die spitze im erwachsenenbereich. Und da schaut es dann gar nicht mehr gut aus für die experten und expertinnen aus der volleyballakademie des hhvmir.

Und das bringt mich geradezu direkt zum nächsten punkt, zum ergebnis dieser tollen nachwuchsarbeit, zum den österreichischen nationalmannschaften. Die nationalmannschaft der herren hat es in sechs spielen der europameisterschaftsquali auf genau so viele niederlagen, null punkte und drei gewonnene sätze gebracht. Von den insgesamt 24 mannschaften in dieser zweiten qualirunde blieben außer österreich noch zwei andere mannschaften, nämlich ungarn und norwegen sieg- und punktelos. Die schafften es aber immerhin jeweils vier sätze zu gewinnen (http://www.cev.lu/Competition-Area/competition.aspx?ID=700&PID=1328). Und was sagt uhtt dazu? Der jammert doch tatsächlich auf der offiziellen seite der cev darüber, dass de armen österreicher die schwerste gruppe hatten und dass moldawien (aktuell die nummer 85 der welt, http://www.fivb.org/en/volleyball/VB_Ranking_M_2013-10.asp) „a strong team too“ hat (http://www.cev.lu/News.aspx?NewsID=17456&ID=5). Das ist ja nur mehr zum schämen, ich würde sogar sagen, dass ist ururpeinlich. Die stärke der anderen gruppen habe ich schon vor zwei wochen anhand der aktuellen weltranglistenposition von mannschaften wie polen, slowenien, tschechien und spanien und holland und rumänien erörtert. Ah ja, noch etwas: uhtt wurde nicht müde, darauf hinzuweisen, dass unsere gruppengegner finnland und portugal heuer in der weltliga mitspielen. Die spielen dort ebenso wie holland und tschechien in den pools der zweiten und dritten kategorie und halten bei jeweils einem sieg und einer niederlage. Und dann erst diese moldawisten, oder moldawesen oder heißen die moldawier, die sind ja besonders im zweiten spiel ganz hinterfotzig zu werke gegangen. Da haben die sich doch glatt nur drei eigenfehler erlaubt. Das ist ja so was von urunfair, dass mir schon wieder fast die worte fehlen (http://oevv.volleynet.at/News/All/2014/05/0000086446). Und im ausland spielen einige von denen auch noch dazu. Und wir hatten nur 6 stars in europa im letzten jahr, von denen einer meist auf der bank gesessen ist und bei zwei anderen das stardasein ziemlich unglücklich zu ende gegangen ist. Und die moldawier, die nicht im ausland spielen, sind deshalb für die österreicher eine nummer zu groß gewesen, weil es in moldawien in jedem kaff mindestens drei neun-meter hallen gibt und jeder spieler mindestens fünf paar gleichfarbiger socken sein eigen nennt. Die drei eigenfehler waren aber offenbar so prägend für die nationalmannschaft, dass sie sogar von alex berger in seinem in der neuen alten serie „austria volleyballteam BLO(ck)G erscheinenden interview nochmals erwähnt werden (http://oevv.volleynet.at/News/All/2014/05/0000086475). Ich wünsche dem alex berger von dieser stelle aus alles gute und viel glück für seine zukunft bei nantes, aber ich wünsch’ mir auch ein bisschen mehr eigenständigkeit bei interviews. Die ausreden von uhtt werden dadurch nicht glaubwürdiger, dass sie ein spieler wiederholt. A propos ausland: auch paul buchegger, den nicht nur ich für eines der größten talente im österreichischen volleyball halte, wird in der nächsten saison im ausland spielen und zwar in deutschland bei tv ingersoll bühl (http://oevv.volleynet.at/News/All/2014/05/0000086450). Auch dem paul bucheggerwünsche ich von hier aus alles gute und viel glück.

Aber zurück zum nationalteam. Nach den niederlagen ist sozusagen vor den niederlagen. Ok, ok das war jetzt zu böse. Also nach den qualispielen ist vor den spielen in der von mir als holli-knolli-ferienliga bezeichneten european league. Und zeitgerecht beginnt man sich schon den ersten gegner, makedonien, starkzureden. Makedonien ist aktuell die nummer 117 der welt (http://www.fivb.org/en/volleyball/VB_Ranking_M_2013-10.asp). In einem bis auf kleine unterschiede zweimal wortgleich auf der övv-homepage erschienen artikel (http://oevv.volleynet.at/News/All/2014/05/0000086476, http://oevv.volleynet.at/News/All/2014/06/0000086510) erklärt uns uhtt, dass die makedonesen oder makedonisten oder wie die heißen auch gut volleyball spielen können. Und außerdem weiß er, wo er ansetzen muss, nämlich beim block und beim zuspiel nach außen. Na wenn’s sonst nichts ist. Das muss sich doch verbessern lassen, nach vier jahren teamtrainerschaft. Aber vielleicht hat ihm das ja auch der neue assi-coach, der herr merten, gesagt. Die position des assistenztrainers ist ja ein besonders flexibler und daher beliebter posten beim österreichischen natioanlteam, vergleichbar mit dem job des bundesratsabgeordneten für kurzfristig unvermittelbare und daher umgehend zu versorgende politiker. Mich würde ja interessieren wer diesen job nach welchen kriterien, falls es neben der akuten unterversorgung überhaupt andere gibt, vergibt, ob die position offiziell ausgeschrieben wird und – last but not least – wie gut oder schlecht der job bezahlt ist. Diese fragen gelten übrigens auch für die, neben dem cheftrainerposten und dem posten des assistenztrainers, mittlerweile auf weitere 8 – in worten acht – angewachsenen betreuerposten. Na zumindest was den betreuerstab der herren angeht sind wir weltklasse.

A propos betreuerstab. Der ist bei den damen ein wenig kleiner. Mit fünf positionen ist er nämlich genau halb so groß. Generell werden die damen, und da nehme ich mich einmal nicht aus, was die berichterstattung angeht eher stiefmütterlich behandelt, außer uhpir kann sie als druckmittel verwenden um sturen politikern die finanzierung neun meter hoher hallen einzureden. Dabei hat die damenmannschaft zumindest zwei ihrer sechs spiele in der europameisterschaftquali gewonnen und zwar gegen die auf dem gleichen weltranglistenplatz – platz 73 - wie die österreicherinnen liegenden damen aus bosnien/herzegowina (http://www.fivb.org/en/volleyball/VB_Ranking_W_2013-10.asp). Ein paar kuriositäten gibt es  aber auch bei den damen. Dazu gehört neben darko antunovic, der ganz dringend und ganz schnell vom svs und hotvolleys sportdirektor von wem auch immer und unter welchen voraussetzungen auch immer, zum teammanager befördert wurde auch die causa conny rimser. Conny rimser spielte die ersten drei spiele der quali für das nationalteam und stand dann für das zweite turnier, obwohl die chance auf die quali noch lebet, nicht mehr zur verfügung, weil sie beim cev masters in baden mit beachpartnerin sabine swoboda antrat und dort mit zwei niederlagen sang- und klanglos ausschied (http://www.cev.lu/BeachVolley-Area/BeachVolley_2BOX.aspx?ID=713&mID=709&Mod=&phaseID=&champID=). Wer managt  das? Der neue teammanger?

A propos cev masters in baden. Dort gab doris schwaiger überraschend ihren rücktritt vom aktiven sport bekannt (http://oevv.volleynet.at/News/0000086481). Das ist schade für den österreichischen beachvolleyballsport und ganz, ganz besonders bedauerlich für uhpir. Da geht die medaillenchance dahin für rio 2016 und die vielen möglichen foto- und interviewtermine. Also wirklich, da ist es kein wunder, dass er ganz schockiert ist der uhpir, und dass ihm das – so wie es in dem artikel steht – zu denken gibt, weil ja auch der marcus guttmann und der alkes blagojevic kürzlich ihre karriere beendet hatten, trotz verträgen in italien. Was deren karriereende mit dem der doris schwaiger verbindet und bei uhpir einen etwas späten nachdenkprozess auslöst, erschließt sich mir nicht. Aber zumindest ist zum allerersten mal offiziell auf der övv-homepage zu lesen, dass guttmann und blagojevic mit dem volleyball schluss gemacht haben. Obwohl, so ganz sicher war das bei letzterem ja nicht, nachdem er heimlich still und leise vor der euroquali ins teamtrainingslager einberufen worden war.

Eher nicht nachgedacht dürften die acht landespräsidenten und die eine landespräsidentin haben als sie uhpir und „sein team“ einstimmig wieder gewählt haben. Einstimmig! Stefan krejci hat das ja schon mehrfach in seinen kommentaren ausgeführt. Verantwortlich für den traurigen und beschämenden zustand des österreichischen volleyballsports ist in erster linie nicht uhpir, sondern die leute die ihn in sein amt wählen. Mich würde interessieren wie die acht herren und die eine dame ihre entscheidung begründen. War der wirtschaftliche und sportliche erfolg seines vereins ausschlaggebend, oder die erfolge der nationalteams, sein geschliffener umgang mit kritikern, die sportlich und offenbar auch wirtschaftlich äußerst erfolgreiche eurovolley 2011, die tolle kampagne für die unsägliche turnstunde für die EINSTIMMIGE wiederwahl von uhpir, oder vielleicht doch das kleben am eigenen landespräsidentensessel? Da fährt uhpir als hhvmir seinen verein finanziell gegen die wand und ein paar tage später wird er von den landespräsidenten und der landespräsidentin für zwei weitere jahre in seinem amt bestätigt. Einfach. So. Unpackbar, unfassbar, eine schande. Und daher erscheint mein schlusssatz bis auf weiteres in leicht modifizierter form. Aber wahrscheinlich haben die herren und die eine dame den bericht mit der lustigen überschrift „peter der große dankt ab“ unter http://www.laola1.at/de/sport-mix/volleyball/avl-herren/peter-kleinmann-ruecktritt-hotvolleys/page/85131-315-101-134-.html?fb_action_ids=660561657326376&fb_action_types=og.likes&fb_ref=.U3tdGCgnQQI.like&fb_source=feed_opengraph&action_object_map=%7B%22660561657326376%22%3A523382871098882%7D&action_type_map=%7B%22660561657326376%22%3A%22og.likes%22%7D&action_ref_map=%7B%22660561657326376%22%3A%22.U3tdGCgnQQI.like%22%7D die ganze wahrheit und nichts als die wahrheit über den rückzug von hhvmir aus der managerposition bei den hotvolleys gelesen. Schuld an der misere und der kleinigkeit von 611.000€ schulden bei den hotties ist natürlich nicht hhvmir, schuld sind die bösen sponsoren, die zuerst viel versprechen und dann nichts zahlen. Und dann die tolle nachwuchsarbeit die in der akademie geleistet wird, mit 50 nachwuchsmannschaften – die hätte ich gerne einmal aufgelistet, mit spielernamen, wenn’s ginge. Von den 200.000€, die jährlich als förderung in die akademie fließen, liest man da nichts. Aber dafür vom pensionssparschwein des hhvmir, das geschalchtet werden musste um außenstände abzudecken.  Weil er mir jetzt ja wirklich leid tut, der hhvmir, stelle ich ihm folgende e-mail, die ich vor ein paar tagen erhalten habe, uneigennützig zur verfügung. Damit sollte sich der schuldenstand der hotties doch irgendwie ausgleichen lassen. Also einfach eine kurze e-mail an den herrn ethan haziqu, und schon ist das darlehen gesichert. So verlässlich wie der herr user ist der herr haziq sicher allemal.


Und zum schluss möchte ich mich einem thema zuwenden, das mir und auch einigen meiner treuen leserinnen und meiner treuen leser ein wahres anliegen ist und uns daher geradezu unter den fingernägeln brennt. Es geht um den auf der övv-homepage unter http://oevv.volleynet.at/Inhalt/240/ publizierten ehrenkodex, der bereits von zahlreichen trainerinnen und trainern, funktionärinnen und funktionären unterzeichnet wurde, interessanterweise aber nicht von uhtt. Warum man eigens einen ehrenkodex für trainer und trainerinnen schafft, nicht aber etwas ähnliches auch für die obersten funktionäre und funktionärinnen des övv ist unverständlich. Aber wahrscheinlich hat das damit zutun, dass sich der höchste repräsentant des övv seiner vorblidwirkung immer und überall volkommen bewusst ist. Trotzdem hat mir ein treuer leser einen vorschlag für einen solchen, etwas modifizierten ehrenkodex zugeschickt, den ich den werten leserinnen und den werten lesern nicht vorenthalten möchte:

Hi Johnny: Hier Ehrenkodex für Funktionäre und Funktionärsarschlöcher

9m hohe Hallen und gleichfarbige Socken stehen im Zentrum meiner Bemühungen

Mein Verhalten orientiert sich an der Vorbildwirkung des Präsidenten – dies betrifft mein Auftreten (Sakko über die Schultern) Kommunikationsformen (Drecksau und weitere Schimpfwörter, Teesackerlweitwerfer, …) und bezieht sich auf jegliche soziale Interaktion mit anderen Funktionären Sportlern, Schiedsrichtern, Trainern, etc. 

Die Würde aller Kollegen  bildet eine Grenze, die mir wurscht ist

Die Bedürfnisse meiner Familie und meiner Freunde bilden den Rahmen meiner Maßnahmen um Positionen zu besetzen, Werbeetats zu vergeben und ähnliches

Bei Ereignissen, die diesem Kodex widersprechen, trete ich couragiert auf und vertrete meine Überzeugung zur Einhaltung des oben beschriebenen Kodex.

Für international tätige Funktionäre gibt’s sogar eine Einschulung:  

Und zum schluss noch das obligate fundstück der woche. Uhpir macht uns darauf aufmerksam, dass in österreich UNBEACHTET die volleyball world league stattfindet. Also entweder bin ich so total ignorant, dass dieses großereignis völlig an mir vorbeigegangen ist oder es ist einfach die grammatik, wegen zu vieler - oder waren es zu wenige, ich bin verwirrt, es ist schon spät – turnstunden, schlecht.

Und als draufgabe noch ein fundstück, sozusagen eine minderheitenfeststellung der 12 (was für eine symbolik der zahl zwölf) hardcore-fans von uhpir. Also ich würd’ so etwas ja ganz schnell aus meinem facebook account löschen, weil’s urpeinlich ist, da hatte ja der herr faymann mehr freunde!



Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv UND DER LANDESVERBÄNDE, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Wien 03.06.2014, 02:13 mez