Dienstag, 18. März 2014

Vom versuch einer richtigstellung, vom erfolgreichen weg hier und vom holzweg dort und von fernsehspielen zwischen erzrivalen und rekordmeistern


Wien, 17.03.2014, 23:29 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

also letzte woche hab’ ich ja auch schon mit so einer art pressespiegel begonnen, mit einem artikel aus den niederösterreichischen nachrichten (http://www.noen.at/lokales/noe-uebersicht/amstetten/kommentar/Vogl-Heimspiele-der-anderen-Art;art5331,510436), den uhpir wohl nicht so wirklich goutierte und mit einem artikel im standard, der sicher weit mehr das präsidiale wohlwollen gefunden haben dürfte, konnte sich uhpir dort doch als innovativer trendsetter neuer sportpolitischer modelle präsentieren (http://derstandard.at/1392687647397/Die-Handballer-als-Vorreiter-fuer-Oesterreich). Als ich  dann am samstag in orf sport plus das live spiel aus der handball liga austria zwischen hard und bregenz gesehen habe, und zumindest im fernsehen miterleben konnte wie voll dort die hütte war und welche stimmung dort herrschte, hab’ ich mich entschlossen, dass ich diese wieder einmal überaus bescheidene selbstinszenierung von uhpir nicht so einfach unwidersprochen hinnehme. Und ich habe dem autor des artikels, florian vetter, am sonntag, also nicht in meiner arbeitszeit, einen leserbrief geschrieben, den ich auch hier in den blog einstelle, um das kritische interesse eines journalisten, der für eine qualitätszeitung schreibt, zu wecken.

Sehr geehrter herr vetter,
ich habe mich, mit einigem zeitlichen abstand, schließlich doch entschlossen zu ihrem vor ein paar tagen im standard erschienenen artikel mit dem titel „die handballer als vorbild“, in dem sich sich mit der rezent äußerst beeindruckenden erfolgsgeschichte der österreichischen handballnationalmannschaft der herren und deren ursachen auseinandersetzen, stellung zu nehmen. Ich denke, die gesamte sportbegeisterte öffentlichkeit in österreich freut sich mit recht über die erfolge der handballer bei der vergangenen heim-em und bei der diesjährigen wm, für die sich die mannschaftaus eigener kraft qualifizieren konnte. Die erfolge sind umso bemerkenswerter, als es sich beim handball in österreich um eine randsportart handelt, die nicht das privileg hat, wie beispielweise fußball oder der wintersport, im zentrum des sportpolitischen interesses zu stehen.

Sie beschreiben in ihrem artikel ein nachwuchsprojekt, das weitere internationale erfolge möglich machen soll, das sogenannte projekt 2020, in dessen rahmen der nationalteamjahrgang 94 als eigene mannschaft in der bundesliga der herren mitspielt um erfahrung und spielpraxis auf hohem niveau zu sammeln. Dieses projekt 2020 ist gut und wichtig aber leider vergessen sie in ihrem artikel ein weiteres, meiner ansicht nach ebenso wichtiges oder vielleicht noch wichtigeres projekt zu erwähnen, mit dem der österreichische handballbund zukünftige erfolge sichern möchte. Im gegensatz zu anderen randsportarten halten sich die vereine der handball liga austria (hla) an ein „gentlemen’s agreement“, das besagt, dass elf von vierzehn spielern eines hla-clubs für das österreichische nationalteam selektierbar sein müssen. Zwei davon müssen sogar unter-21 spieler sein. Sollte ein verein aber unbedingt einen vierten, nicht für die österreichische nationalmannschaft selektierbaren spieler einsetzen wollen, so muss er dafür einen beitrag von 10.000€ pro jahr für die nachwuchsförderung leisten. Nachzulesen ist das alles unter http://sport.orf.at/stories/2199893/. Dieser ansatz ist deswegen so wichtig, weil nur dadurch gesichert ist, dass man junge spieler bei ihrem sport hält, weil sie die perspektive haben, auch als erwachsene auf hohem niveau ihren sport in österreich ausüben zu können, weil ihnen der weg in die kampfmannschaft nicht, wie das leider in anderen randpsortarten üblich ist, durch zweit- und drittklassige legionäre versperrt wird.

Was mich aber wirklich ärgert an ihrem artikel, ist, dass sie dem präsidenten des österreichischen volleyball verbandes, peter kleinmann, gelegenheit geben, sich völlig unhinterfragt als pionier und vorreiter dieser entwicklung aufzuplustern. Diese unreflektierte selbstdarstellung des herrn kleinmann kommt geradezu einer verhöhnung derer gleich, die diese tollen ideen und konzepte im österreichischen handballsport nicht nur entwickelt sondern auch erfolgreich umgesetzt haben. Es stimmt schon, dass die herrennationalmannschaft in der vorbereitungsphase auf die heim-em 2011 in der sogenannten mevza, der mitteleuropäischen volleyball liga mitspielte. Es gehört aber schon eine ganz schöne portion selbstbewusstsein dazu, dies mit dem modell der jungen handballer zu vergleichen, wenn man berücksichtigt, dass im kader des damals in der mevza mitspielenden österreichischen nationalteams jungspunde wie daniel gavan, jahrgang 77, markus hirczy, jahrgang 78, frederick laure, jahrgang 82, gerald reiser, jahrgang 80 und philip schneider, jahrgang 81, zugange waren. Die heim-em hat man dann sportlich mit 3 niederlagen, 0:9 sätzen und dem sechzehnten und letzten platz sportlich ziemlich in den sand gesetzt. Wirtschaftlich dürfte die em auch nicht gerade sehr erfolgreich abgewickelt worden sein, da es zweieinhalb jahre später noch immer keine offizielle abrechnung gibt. Die gründe dafür zu hinterfragen, wäre meiner ansicht journalistisch reizvoll. Genauso interessant, oder vielleicht noch interessanter wäre es, im gleichen zusammenhang herauszufinden, wie und warum die werbekampagne für die eurovolley 2011, die ja mit einem möglichen wirtschaftlichen erfolg nicht ganz unwesentlich zusammenhängt, an eine agentur vergeben wurde, bei der zu diesem zeitpunkt der sohn von peter kleinmann mitarbeitete. Aber zurück zu den aussagen des herrn kleinmann in ihrem artikel. Der spricht doch dort tatsächlich von acht österreichern, die angeblich jetzt im ausland spielen. Auch diese aussage hätte man bei entsprechender recherche leicht falsifizieren können. Da sind dem herrn övv-präsidenten wohl die zeiten und zahlen ein wenig durcheinander gekommen. Im moment sind ganze vier österreicher im ausland engagiert, nämlich philip schneider und philipp kroiss in frankreich, thomas zass in griechenland und florian ringseis in deutschland. In den letzten jahren waren mehr oder weniger lang und mehr oder weniger erfolgreich auch noch oliver binder, philip ichovski und simon frühbauer in deutschland, aleksandar blagojevic und marcus guttmann in italien und peter wohlfahrtstätter in belgien volleyballerisch tätig. Langfristig durchgesetzt haben sich von den genannten allerdings nur philpp kroiss, philip schneider, peter wohlfahrstätter – er spielt aber zwischenzeitlich wieder in österreich – und thomas zass. Oliver binder, simon frühbauer und philip ichovski sind nach eher weniger erfolgreichen auslandsgastspielen nach österreich zurückgekehrt, marcus guttmann und aleksandar blagojevic haben ihre noch jungen karrieren frühzeitig – und letzterer auch auf einigermaßen bizarre art und weise - beendet und florian ringseis fristet in deutschland weiterhin geduldig sein reservistendasein. Und um die erfolgreiche vorreiterrolle des herrn kleinmann noch weiter abzurunden: abgesehen davon, dass sich das österreichische herrenationalteam noch nie für ein internationales turnier aus eigener kraft qualifizieren konnte, bei zwei em-endrunden war man als gastgeber fix dabei, hat sich das team seit der der em 2011 von einem weltranglistenplatz um die 50 aktuell auf den 70. platz verschlechtert. Und eine regelung, wie sie die handballer eingeführt haben, die die anzahl der pro mannschaft in der 1. bundesliga spielberechtigten ausländer einschränkt, wird seit jahren von oberster stelle im österreichischen volleyball verband abgelehnt.

Mit freundlichen grüßen

dr. johann wojta

ps: ich schreibe seit mittlerweile mehr als drei jahren unter http://johnny-meinblock.blogspot.co.at einen wöchentlich erscheinenden blog, der sich mit den höhen, und leider viel öfter, mit den tiefen des österreichischen volleyballsports kritisch auseinandersetzt. Diese einträge erfreuen sich mittlerweile in der österreichischen volleyballszene durchaus großer bekanntheit, wie zwischen 4000 und 5000 monatliche zugriffe belegen. Ich würde mich über eine stellungnahme ihrerseits zu meinem schreiben sehr freuen und ich stehe ihnen für weitere fragen zum thema volleyball in österreich gerne zur verfügung.

Ich bin schon gespannt, ob es da eine reaktion geben wird. Ich werde meine geschätzten leserinnen und meine geschätzten leser natürlich auf dem laufenden halten.

Aber ganz kurz, weil es mir so ein besonderes anliegen ist, möchte ich nochmals auf das gentlemen’s agreement bei den handballern zurückkommen (http://sport.orf.at/stories/2199893/). Dort müssen also pro verein von vierzehn spielern elf für die österreichische nationalmannschaft selektierbar sein. Hat ein verein aber unbedingt das verlangen einen vierten legionär – ja legionär, legionär, legionär, ich bin da wie ein trotziges kleines kind, das nach der elterlichen zurechtweisung doch nicht scheiße zu sagen erst recht das schlimme wort benutzt – einzusetzen, dann klingelts in der kassa des österreichischen handballbundes und 10.000€ sind pro saison für die nachwuchsarbeit einzuzahlen. Na das wär doch was. Da käme doch einiges zusammen. Allein die vier semifinalisten der avl der herren würden einen betrag abliefern, mit dem man ein paar nachwuchstrainer aus dem prekariat holen könnte. Aber das ist halt der falsche ansatz, meint zumindest uhtt in einem –zugegebenermaßen nicht mehr ganz aktuellen – artikel unetr http://www.laola1.at/de/sport-mix/volleyball/avl-herren/warm-nimmt-ausblick-auf-finale-7/page/53635-315-101-134-.html. Soweit mir bekannt hat sich an dieser einschätzung von uhtt nichts geändert. Die handballer werden schon noch bemerken dass sie auf dem holzweg sind, wenn die hallen von zuschauern übergehen und wenn sie sich für das nächste großereignis wieder aus eigener kraft qualifizieren. Im volleyball geht man andere wege. Da schickt man junge, unerfahrene spieler ins ausland. Einige wenige setzen sich dort durch so wie philipp kroiss, peter wohlfahrtstätter und thomas zass, die meisten anderen scheitern auf mehr – aleks blagojevic - oder weniger – oliver binder, marcus guttmann, philip ichovski, simon frühbauer – spektakuläre weise oder warten geduldig auf ein wunder wie florian ringseis. Bei aleks blagojevic und marcus guttmann war ein solcher wenig erfolgreicher ausflug ins volleyballausland sogar der anfang von ende der profikarriere. Ich nehme wetten entgegen, dass schon wieder eifrig daran gearbeitet wird die nächsten jungstars, unter dem vorwand, dass sie sich nur dort weiterentwickeln können, ins ausland zu vermitteln. Merkt denn wirklich niemand, dass sich da die katze in den schwanz beißt? In österreich gibt es keinen platz für diese spieler, um sich langsam weiterzuentwickeln, weil ihnen dritt- und vierklassige legionäre den weg verstellen. Und im ausland sitzen sie, wie oben geschrieben, erst recht auf der ersatzbank. Und wenn sie dann so wie aleks blagojevic oder marcus guttmann frustriert von dieser situation ihre karrieren im selbstzerstörungsmodus – wie blagojevic – oder eher leise und resignativ – wie marcus guttmann beenden. Dann hört man rein gar nichts von uhtt und uhpir putzt sich im fall des aleks blagojevic in einem krone artikel einfach ab und wünscht marcus guttmann im facebook „alles gute“. Toll. Ist. Das. Und mutig und selbstkritisch noch dazu.

Aber wir sind eindeutig auf einem erfolgreichen weg in österreich, dank der weisen und umsichtigen vorreiterrolle von uhpir. Das konnte man auch wieder bei final four der mevza beobachten (http://oevv.volleynet.at/News/All/2014/03/0000085797). Vca amstetten verlor sowohl das halbfinale gegen ach volley ljubljana als auch das spiel um den dritten platz gegen vk chemes humenne 0:3. Aich/dob ging nach einem 3:1 im halbfinale gegen chemes humenne im finale gegen ljubljana sang- und klanglos mit 0:3 unter. So sehen die erfolge des österreichischen volleyball also aus. Bei aich/dob war peter wohlfahrtstätter der einzige österreicher in der grundsieben. Bei ljubljana spielten sechs slowenen und ein kroate. Noch fragen? Bitte wenden sie sich an uhtt und uhpir.

A propos mevza. Die zeigt ja, zumindest bei den herren, gewisse auflösungstendenzen. Gerade einmal sieben teams begannen den bewerb. Am ende blieben nur mehr sechs über, da bratislava mitten im bewerb den spielbetrieb einstellte. Na da hat uhvp, der ja auch präsident der mevza ist, neben dem multiversum eine weiter, aber wenigstens nicht ganz so teure, baustelle.

Und am mittwoch abend gibt’s beide semifinalpartien aus der gralsbrug des österreichischen volleyball, aus dem budo center, als live spiele in orf sport plus (http://oevv.volleynet.at/News/0000085866). Na hoffentlich wurde von hhvmir ein putztrupp durch die halle geschickt. Der angedaute mageninhalt auf den stufen der tribünen würde sich im fernsehen nicht so gut machen, denke ich. Aber noch mehr gespannt bin ich auf die zuschauermassen die sich die an- und heimreise von ein paar hundert kilometern an einem wochentagsabend antun werden. Aber vielleicht hat hhvmir ja mit der schuläktschn vorgesorgt. Leere tribünen, ob vollgekotzt oder nicht spielt da dann schon gar keine rolle mehr, kommen im fernsehen auch nicht wirklich gut.

Ich muss ja zugeben die überschriften zu den kurzartikeln zum abschneiden der österreichischen spieler im ausland werden immer  realitätsnäher. Unter dem titel „montpellier unterliegt cannes“ erfährt man von der jüngsten 0:3 niederlage von montpellier (http://oevv.volleynet.at/News/0000085855). Philipp kroiss und philip schneider spielten durch, letzerer erzielt als bester scorer seines teams 14 punkte (http://datavolley.lnv.fr/2013/DataVolley/Men/&LAM151-1314.pdf). Farciennes siegt in belgien gegen blaasveld 3:1, einsatzzeiten und punkte von sophie wallner waren leider nicht zu eruieren (http://www.oxyjeunesfarciennes.be/class-DH.html). Auch in meiner lieblingsserie „unsere stars in europa“ passt man die schreibweise immer mehr der wirklichkeit an, da muss sich syros mit thomas zass geschlagen geben und florian ringseis muss mit tv ingersoll bühl ein niederlage hinnehmen (http://oevv.volleynet.at/News/All/2014/03/0000085805). Weiter so, zumindest da ist man auf dem richtigen weg.

Und zum schluss unter http://www.volleyball-movies.net/sada-cruzeiro-volei-upcn-voley-club-full-match-m9092 ein video vom finale der südamerikanischen der clubmeisterschaft, sozusagen richtiges volleyball als fundstück der woche und als alternativprogramm zum orf live spiel des rekordrivalen und erzmeisters..... äh..... des rekordmeisters und erzrivalen von hypo tirol, der mannschaft von hhvmir....   

Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Wien 18.03.2014, 01:40 mez



Dienstag, 11. März 2014

Von einer groben majestätsbeleidigung, von einer wahren fundgrube für aufdeckungsjournalistInnen und vom weniger erfolgreichen vorreiten aber dafür umso erfolgreicheren vordrängen


Wien, 10.03.2014, 22:46 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

jetzt muss sich uhpir oder eigentlich ist es ja hhvmir wieder einmal mit schlechter presse herumschlagen, mit einer journalistin, die ihm nicht den nötigen respekt entgegenbringt, die es doch tatsächlich wagt kritik an seiner impertinenz, oops.... entschuldigung, da hab’ ich mich jetzt mit den fremdwörtern vertan, ich meinte natürlich an seiner exzellenz zu üben. Aber, langsam, langsam, wieder einmal schön der reihe nach. Die zwangsweise abwicklung der gesamten viertelfinalserie zwischen hartberg und union waldviertel und eines „heimspiels“ der amstettner aus der serie gegen die hotties hat einiges an staub aufgewirbelt in der kleinen aber feinen österreichischen volleyballfamilie und die enthüllung, dass hhvmir mittels mathematisch eigenwilliger berechnungsmethoden dann pro spiel auch noch 1000€ für die miete eines nicht gerade vor sauberkeit strahlenden budocenter verlangt, hat nicht gerade zur beruhigung der situation beigetragen. Und dann schicken mir doch zwei treue leser diesen netten beitrag von hhvmir, den er auf seiner facebookseite postet.


Da hat sich doch eine journalistin erfrecht in den niederösterreichischen nachrichten, genau das, nämlich, dass uhpir im övv eine regeländerung durchsetzt aus der dann, oh welch ein zufall, hhvmir finanziellen gewinn zieht (http://www.noen.at/lokales/noe-uebersicht/amstetten/kommentar/Vogl-Heimspiele-der-anderen-Art;art5331,510436) zu thematisieren. Also das schreit doch nach einem veritablen shitstorm, den man über dieser frechen journalistin entfesseln sollte. Wie wär’s mit einer facebook seite in leichter abwandlung der überaus erfolgreichen – die seite hat 103 (!) follower inklusive spamer – facebookseite „wir lassen uns beachvolleyball in klagenfurt nicht schlechtreden“, mit der man einen journalisten, der kritisch über den beachvolleyball-event in klagenfurt berichtete, abzustrafen versuchte (https://www.facebook.com/groups/proklagenfurt/?fref=ts). Als titel könnte ich mir z.b. etwas vorstellen wie „wir lassen uns unser budocenter nicht von einer intelligenten aufdeckungsjournalistin vollkotzen“. Also das mit dem vollkotzen ist jetzt im übertragenen sinn gemeint. Wobei, genau betrachtet.... Aber dazu später. Also so ungefähr fünf freunde wären da sicher dabei, wenn man sich die zahlreichen fundierten kommentare zum eintrag von hhvmir auf seiner facebookseite ansieht. Wobei bei frau sabine karl bin ich mir gar nicht so sicher. Die ereifert sich nämlich über die gemeinheit, dass man als normalbürger gegen „solche lügner“ nichts tun kann. Solche lügner? Welche lügner? Also ich kann in dem ganzen artikel unter http://www.noen.at/lokales/noe-uebersicht/amstetten/kommentar/Vogl-Heimspiele-der-anderen-Art;art5331,510436 beim besten willen keine lüge erkennen. Aber vielleicht meint die frau karl jemand ganz anderen, z.b. jemanden der aus maximal 70 zuschauerinnen und zuschauern bei einem spiel der hotties dann plötzlich in der data volley statistik 300 macht. Ah ja auf die data volley statistik komm’ ich auch später noch zurück, genauso wie auf die eher ungustiösen spuren der antiperistaltik auf der zuschauertribüne des budocenters.

Aber zurück zu der art weise wie hhvmir mit solch einer journalistischen insubordination umgeht. Er versucht es auf die pseudolustige art und spottet in seinem facebookeintrag über die „intelligente aufdeckungsjournalistin“, der er empfiehlt sich um den hypo alpe adria skandal zu kümmern, damit dort die wahrheit ans licht kommt. Also ich würde hhvmir bzw. uhpir von ganzem herzen wünschen, dass sich frau magistra ingrid vogl, der ich übrigens von dieser stelle aus ganz herzlich zu ihrem artikel gratuliere, oder auch andere investigative journalistinnen und journalisten mit der seit mehr als 2 jahren noch immer nicht vorliegenden abrechnung der eurovolley zu befassten oder mit der tatsache, dass die werbekampagne zur eurovolley über eine agentur – die hieß übrigens, welch ironie, wahrheit - abgewickelt wurde bei der zu diesem zeitpunkt der sohn von hhvmir beschäftigt war oder mit der frage wie und warum die kampagne zur unsäglichen täglichen turnstunde wiederum von einer werbeagentur gestaltet wurde, bei der, so ein zufall aber auch, der sohn von hhvmir, nach seinem abgang bei der oben erwähnten für die bewerbung der eurovolley zuständigen agentur, unterkam. Das wär doch was, da würde dem hhvmir und seinem alter ego uhpir das spotten ziemlich schnell vergehen. Aber das ist ja sein glück und zugleich sein elend, dass der österreichische volleyballsport in seinem heutigen zustand niemanden, außer der oben schon erwähnten kleinen volleyballfamilie, interessiert, wie man nicht nur am mangelnden journalistischen interesse, das ja nur die nicht vorhandene öffentliche wahrnehmung reflektiert, sondern auch an den exorbitanten besucherzahlen der viertelfinalserien sehen konnte.

Ich war übrigens letzten mittwoch wieder im budocenter, beim spiel der hartberger gegen union waldviertel. Das erste spiel, das der hotties gegen amstetten habe ich leider versäumt. Ich musste nämlich arbeiten. Ja, ja hhvmir, neben meiner tagelangen beschäftigung mit dem schreiben dieser einträge hab’ ich auch noch einen beruf. Aber das interessanteste war wohl sowieso nicht das spiel selbst, sondern das was ins data volley als zuschauerzahl eingetragen wurde. 53. Ja, tatsächlich 53, nicht die aufrechten 100, nicht die mit tarnkappen ausgestatteten 300 vom letzten mal. Nein, genau 53 (http://www.volleynet.at/DVStatistik/13536/59419) Nein, nein, bitte nicht, diese allmachtsphantasien sind lästig..... Das zweite spiel zwischen den hartbergern und den waldviertlern war spannend, aber leider hat’s für die steirer nicht zum semifinale gereicht. Schade! Zuschauermäßig war’s auch eher mau. Nicht verwunderlich, dass an einem wochentag die fans nicht eine mehr als zwei bzw. fast vierstündige hin- und rückfahrt mit dem auto auf sich nehmen wollten.

Also die zuschauerzahlen haben sich nicht wirklich geändert wie man an den fotos sieht und auch was den zustand der zuschauertribünen angeht hat sich ein deja vu eingestellt, ein unappetitliches noch dazu. Offenbar reichen die einnahmen aus der vermietung der halle nicht einmal aus, dass hhvmir einen putztrupp zwischen samstag und mittwoch durch die halle zu schicken um die kotze zu entfernen. Was soll man dazu sagen? Einfach zum kotzen!

Ah ja, noch etwas fällt mir ein: uhtt war auch unter den zahlreichen zuschauern am mittwoch. Und für uhtt hätte ich gleich eine frage; und weil ich dem mahnenden zeigefinger von uhtt eine ob des vielen ausfahrens wohlverdiente ruhepause gönnen nähere ich mich meinem lieblingsthema diesmal von der anderen seite und frage nicht nach dem l-wort, sondern danach wieviele österreichische spieler insgesamt in der grundaufstellung bei den siegern der serie in den insgesamt 14 viertelfinalspielen aufliefen? 24! Das macht 1.7 spieler pro spiel. Genau aufgeschlüsselt war peter wohlfahrtstätter in allen drei spielen von aich/dob dabei, niklas maurer und daniel meissner als „doppellibero“ und thomas tröthan bei allen vier spielen der hotties, alex berger in allen drei und alex tusch in zwei spielen von hypo tirol und peter hiemetzberger in allen drei spielen der waldviertler. Das heißt aber auch, dass von 28 bzw. 29 – wegen des doppelten liberos bei den hotties - zum einsatz gekommenen spielern, ganze 7 österreicher waren. Das ist mehr als besorgniserregend. Und wo bleibt er jetzt der mahnende finger von uhtt?    

Und dann ist da heute noch ein interessanter artikel unter http://derstandard.at/1392687647397/Die-Handballer-als-Vorreiter-fuer-Oesterreich im standard erschienen, der sich mit dem erfolgreichen modell der österreichischen handballer befasst, bei denen der nationalteamjahrgang 1994 in der bundesliga mitspielen darf. Leider fehlt in dem artikel ein ganz wichtiger aspekt, der entscheidend zum erfolg der österreichischen handballer beigetragen hat, nämlich das sogenannte gentlemen’s agreement zwischen den vereinen der bundesliga, das festlegt, dass von 14 spielern 11 für die österreichische nationalmannschaft spielberechtigt sein müssen, und zwei davon für das u21 nationalteam. Setzt ein verein einen vierten, nicht für das österreichische nationalteam selektierbaren spieler ein, muss der verein 10.000€ förderbeitrag für die nachwuchförderung berappen (http://sport.orf.at/stories/2199893/).  

Anstelle dieser information kommt in dem artikel etwas anderes vor, auf das man, wenn man von erfolgreichen modellen in randsportarten spricht, gut und gerne hätte verzichten können, nämlich ein vollmundiges statement des ach so erfolgreichen uhpir, der sich doch tatsächlich in der vorreiterrolle sieht, was die entwicklung erfolgreicher nachwuchskonzepte angeht. Also ich seh’ uhpir da weniger in einer vorreiter- als vielmehr in der gewohnten vordrängerrolle. Aber das war jetzt schon wieder sowas von ungerecht und voll von negativer energie. In wahrheit ist es ja so: da haben die handballer sich ihr erfolgsmodell doch tatsächlich von uhpir abgeschaut und bedanken sich nicht einmal bei ihm. Die realität überholt im österreichischen volleyballsport mit einem höllentempo die satire. Ich erinnere in dem zusammenhang nur an die von einem leser verfasste satire einer presseaussendung des övv-präse zu ebendiesem thema, die ich hier vor einigen wochen online gestellt hatte (http://johnny-meinblock.blogspot.co.at/2014/01/von-einem-ubereinkommen-unter.html). Aber im ernst, was erzählt uhpir hier? Er erzählt davon, dass vor der eurovolley das junge – ja das steht dort wirklich so – also das junge team in der mevza mitspielte. Jung? Wen hat er denn da gemeint, der gute uhpir? Den daniel gavan, jahrgang 77, den markus hirczy, jahrgang 78, den gerald reiser, jahrgang 80, philip schneider, jahrgang 81, den frederick laure, jahrgang 82? Die waren damals alle im kader (http://mevza.volleynet.at/Kader/7226-6382/A19). Lauter jungspunde so um die dreißig. Und wie erfolgreich dieses modell war, kann man nicht nur an der bilanz bei der eurovolley mit 3 niederlagen und 0:9 sätzen ablesen, sondern auch daran, wieviele spieler aus dem kader dem volleyball seit damals verloren gegangen sind. Neben gavan, laure und hirczy, die ihre karrieren im fortgeschrittenen alter beendet haben, lässt gerald reiser die seine langsam ausschleifen. Aber auch jüngere spieler wie stefan kohlegger, lukas weber und michael laimer und ganz junge spieler wie marcus guttmann und stefan lechner haben ihre volleyballschuhe an den berühmten nagel gehängt. Ein erfolgsmodell sieht ein bisschen anders aus, nämlich so wie bei den handballern. Und dann geht uhpir wieder einmal ziemlich kreativ mit der wahrheit um. „jetzt spielen aber acht österreicher im ausland“ sagt uhpir am 10.3.2014. Jetzt? Also jetzt spielen genau vier spieler, nämlich philipp kroiss, philip schneider, thomas zass und florian ringseis im ausland, wobei „spielen“ die realität bei florian ringseis nicht so ganz trifft, sondern eher durch „auf der bank sitzen“ zu ersetzen ist. Die acht spieler, von denen uhpir dem journalisten erzählt hat, die nach der em im ausland spielten waren eigentlich zehn nämlich philip schneider, philipp kroiss, simon frühbauer, peter wohlfahrstätter, marcus guttmann, philip ichovski, oliver binder, thomas zass, aleks balgojevic und florian ringseis. Durchgesetzt haben sich auf die dauer aber nur schneider, kroiss, zass und wohlfahrtstätter, der aber in der zwischenzeit, obwohl ein belgien erfolgreich, nach österreich und zwar zu aich/dob zurückgekehrt ist. Binder, frühbauer, ichowski, guttmann und ringseis bekamen nur wenig einsatzzeit bei ihren ausländischen teams. Die drei erstgenannten haben das abenteuer auslandsaufenthalt nach einer saison beendet, marcus guttmann hat seine karriere beendet und florian ringseis wartet noch auf den großen karrieresprung in deutschland. Und über den kurzaufenthalt samt spektulärem ende von aleks blagojevic in italien wurde hier schon ausführlich berichtet.

Also ein wenig recherchearbeit hätte ich mir von einer qualitätszeitung wie dem standard schon erwartet und die hätte dem teil des artikels, der sich dem volleyball und seinem präsidenten widmet auch gutgetan. Aber so darf sich uhpir unhinterfragt als der erfinder eines konzepts, das jetzt erfolgreich von den handballern durchgezogen wird, gerieren. Blöd nur, dass sein konzept bei den volleyballern bisher zu keinem zählbaren erfolg geführt hat.

Aber immerhin ändert sich in der letzetn zeit ein wenig das „wording“ bei den berichten über das abschneiden der im ausland spielenden österreicher. Die artikelüberschrift „montepllier siegt“ trifft den sachverhalt doch deutlich besser als „sieg für schneider und kroiss“ (http://oevv.volleynet.at/News/0000085755). Im artikel fällt man dann leider wieder in alte gewohnheiten zurück. Da gab es einen sieg für sophie wallner wohingegen florian ringseis mit dem tv ingersoll bühl eine 1:3 niederlage gegen berlin hinnehmen musste. Das trifft die sache nicht ganz und ist noch dazu ungerecht, da florian ringseis mit ganzen zwei annahmen und einem service einen vermutlich eher nicht tragenden beitrag zur niederlage seines teams geleistet hatte (http://live.volleyball-bundesliga.de/2013-14/Men/&1061.pdf). Montpellier siegte gegen nantes reze 3:0, philipp kroiss spielte durch, philip schneider spielte den ersten satz durch und wurde im zweiten und dritten satz ausgetauscht; er war mit 16 punkten zweitbester scorer seines teams. In griechenland verlor syros gegen alexandrouplois mit 3:1, thomas zass war mit 26 punkten topsorer seiner mannschaft (http://www.volleyleague.gr/index.php/season/2013-14/program-results). Farciennes gewann gegen blaasveld mit 3:0, über punkte und einsatzzeit kann ich leider, wie schon gewohnt, nichts berichten (http://www.oxyjeunesfarciennes.be/resul-DH.html)

Und zum schluss kein fundtsück, sondern ein weiteres deja vu: svs/post hat es wieder nicht geschafft die mevza zu gewinnen. Die mannschaft belegt im final four den vierten platz (http://oevv.volleynet.at/News/0000085734, http://oevv.volleynet.at/News/0000085728). Aber immerhin ergibt sich in den beiden artikeln für svs/post/hotvolleys universal-sportdirektor darko antunovic ausgiebig die gelegenheit zu „erklären“ bzw. zu „resümieren“. Also irgendwie ist diese doppelfunktion des herrn antunovic auch nach beendigung der spielgemeinheit zwischen svs und hotvolleys erklärungsbedürftig vor allem was die finanzierung angeht. Aber, na ja, man muss ja nicht alles wissen...


Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Wien 11.03.2014, 01:59 mez



Dienstag, 4. März 2014

Von 1000€ hallenmiete und was man dafür alles bekommt aber eigentlich gar nicht haben möchte, von schweren aufgaben für fotografen und von überaus freundlichen arbesbacher fans


Wien, 03.03.2014, 23:04 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

also irgendwie habe ich das gefühl, dass die abwicklung der play-off spiele der avl im nabel der österreichischen volleyballwelt, im olymp, in der gralsburg, im mekka des österreichischen volleyballsports die gemüter der österreichischen volleyballfamilie genauso oder noch mehr erregt als der mehr als eigenwillige ligamodus der letzten saison. Das sehe ich unter anderem daran, dass ich aus allen richtungen mit material für meinen blog versorgt werde, dass mir die hölzeln nur so zugeworfen werden. Aber alles schön der reihe nach. Vorerst habe ich von verschiedenen seiten erfahren, dass hhvmir das budocenter um wohlfeile 1000€  pro spiel vermietet, Dazu hat mir ein treuer leser ein lustiges rechenbeispiel geschickt, das ich meinen werten leserinnen und meinen werten lesern nicht vorenhalten möchte, weil es zeigt, dass bei den experten im budocenter die mathematik auf kosten der körperlichen betätigung offenbar ein wenig zu kurz kommt:
Also das angebot vom letzten mail lautete 1.000,- für ein spiel inkl. aufbau und abbau, der dann sicher auch bei arbesbach mit verrechnet wird.
Aber jetzt mal zu der mathematikaufgabe:
Ein durchschnittliches Spiel ... dauert 1,5 - 2 stunden (also zum leichteren Rechnen nehmen wir 2h, wir hatten ja alle nur wenig mathe in der schule :) ). Dann nehmen wir noch mal 1h zum aufbauen und eine zum abbauen, beides ist nicht nötig aber gut! Macht also nach der ersten hochrechnung 4 Stunden. Jetzt kommen wir dann zu der mathematik, die den Leuten im budocenter nicht mehr so entgegenkommt, wahrscheinlich mussten sie zu viel trainieren...
Also das budocenter kostet je drittel und stunde 60€, ich brauche für ein Spiel natürlich alle 3 felder daher 60 x 3 = 180 €/h. Wenn man sich jetzt noch an die 4 Stunden von der ersten übung erinnern kann und jetzt den betrag für die vermietung von 4 Stunden möchte, dann muss man doch nur 180 x 4 rechnen. Da haben wir jetzt dann aber zwei ergebnisse, eines für menschen die nicht so viel turnen, die bekommen bei der rechnung 720€ heraus... Die experten für alles und jenes kommen da allerdings auf 1.000€,  sind immerhin 280€ in summe zu viel. Nun ich bin jetzt ja kein matheexperte aber 280 ist so weit ich das beurteilen kann kein vielfaches von 180 daher können es auch nicht mehr stunden gewesen sein, die man verrechnet hat, denn um auf die 1.000€ zu kommen müsste ich die halle ~5,55h haben. Und dass es noch günstiger geht, zeigt die berechnung für dauermieter. Die würden dann für die halle nur noch 480€ (für nicht-viel-turner) und wahrscheinlich 800€ für viel-turner kosten.

Aber wahrscheinlich ist bei den 1000€ miete noch ein extraservice inkludiert wie man aus der nachfolgenden e-mail und den beigelegten beeindruckenden bildern sehen kann, die mir ebenfalls von einem treuen leser geschickt wurden:

Wir haben ja schon viel gehört über volleyballhallen. „Schuhschachtel“ musste sich seinerzeit die etwas zu klein geratene halle von aich/dob von uhpir nennen lassen. Dieses schicksal kann einem großen und ausreichend (> 9m!) hohen budocenter natürlich nicht widerfahren. Dort hat man allerdings – so sieht es aus - ganz andere probleme. Die halle wird an vereine, denen keine so große und hohe halle zur verfügung steht, vermietet. Für die kleinigkeit von 1000€ für ein einziges spiel – so erzählen es zumindest betroffene vereine. Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei diesem preis sogar um einen geförderten tarif, bei dem die mieter dann allerdings kleinere abstriche hinnehmen müssen. Anders ist es nicht zu erklären, in welchem zustand sich besagtes budocenter z.b. am 2.3. bei 2 avl spielen der damen den (wenigen) zusehern präsentierte. Nicht entsorgter mist  vom vortag, klebriger, dickschichtiger dreck fast im gesamten zuschauerbereich und an einer stelle – so sah es zumindest aus – eingetrocknete überreste von erbrochenem. So wird man mit sicherheit neue zuseher für volleyball begeistern! So zeigt sich auch die wertschätzung des vermieters gegenüber seinen mietern. So wird man das image des volleyballsports in österreich mit sicherheit heben! Aber vielleicht hat der geschäftstüchtige vermieter ja ganz andere pläne mit seiner halle? Vielleicht gibt es ja bereits einen vorvertrag mit der gemeinde wien über die zukünftige nutzung des einstigen mekka des volleyballsports. Vielleicht befinden wir uns ja bereits in der umgestaltungsphase des budocenters in das „golden rinterzelt of favoriten“?




Aber ich habe mir letzte woche selbst ein bild gemacht von den play-off spielen der herren im budocenter und habe mir das spiel der hotties gegen amstetten und das der hartberger gegen die waldviertler angesehen. Über die qualität des ersten spiels hülle ich mich lieber in schweigen. Das zweite spiel hatte im gegensatz dazu einiges zu bieten. Eine spannende und teilweise für österreichische verhältnisse durchaus hochklassige partie hätte sich allerdings etwas mehr als die gezählten 58, in worten achtundfünfzig zuschauerinnen und zuschauer verdient. Die fotos legen darüber trauriges zeugnis ab.




Beim ersten spiel hätte ich zumindest die aufrechten 100, die laut data volley bei fast jedem heimspiel erscheinen, erwartet. Nein, die waren es nicht. Bei weitem nicht. Inklusive etwa 20 nachwuchshotties, hhvmir und diverser funktionäre und trainer der experten aus dem budocenter waren ungefähr 50 leute in der halle. Und jetzt kommt die große überraschung. Wieviele zuseher waren laut data volley in der halle? Die gewohnten 100 aufrechten? Falsch. Angeblich waren es 300. 250 von denen waren offenbar alle gerade  klo oder am geschlossenen buffet, als ich fotografiert habe. Aber im ernst, da wird ganz bewusst gelogen, um die zuschauerstatistik aufzufetten. Oje, das war jetzt schon wieder eine böse unterstellung. Wahrscheinlich hat man sich beim eintippen der zuschauerdaten um eine null vertan. Man soll ja nicht immer gleich schlechtes denken.

Na aber das mit dem zurechtbiegen der realität findet sich auch in einem bundesligarundschreiben. kaum spotte ich über die marketingdefizite im övv ist sie schon da die neue marketingoffensive.

Als solche ist wohl der letzte absatz des rundschreibens zu verstehen, in dem der övv um zusendung von fotos „im querformat, wenn möglich mit spiel- und aktionsszenen vor gefüllten tribünen“ für die pressearbeit zum meister-play-off ersucht. Na und weil ich ein hilfsbereiter mensch bin und weil ich finde, dass man solche initiativen unterstützen muss, hab’ ich die oben eingefügten fotos gleich einmal an die in dem schreiben angegebene e-mail adresse redaktion@sportlive.at mit folgendem begleittext gemailt.

Aber der besuch im budocenter hat sich noch aus anderen gründen ausgezahlt. Ich bin doch tatasächlich mitten unter den, leider nicht gerade sehr zahlreichen, fans der waldviertler gesessen, und mir ist gar nichts passiert, obwohl ich – wie sich meine werten leserinnen und meine werten leser sicher erinnern können - mit meiner, zugegebenermaßen überspitzten, nominierung der waldviertler als unnötigste mannschaft der bundesliga, einen ziemlichen eklat ausgelöst habe. Aber wie man auf dem beigfügten foto sieht, das mich mit einem der waldviertler fans zeigt, waren die fans äußerst freundlich und nett zu mir, keine drohungen, keine beschimpfungen.


Ganz im gegenteil, im gespräch äußerten die burschen verständnis für meine kritik an der nachwuchsarbeit der arbesbacher und sie würden es auch begrüßen, so sagten sie es mir zumindestens, wenn der eine oder andere österreicher eine chance erhielte in der kampfmannschaft zu spielen. Ah ja und das war noch gar nicht alles in der aufarbeitung meiner beziehungskonflikte mit arbesbach. Nach dem spiel hat mich dann noch michal peciakowski - ja, ja das ist der spieler der arbesbacher, der mir angeboten hat mir eine auf die fresse zu geben und mir unterstellt hatte „nazi-blödsinn“ zu verbreiten - angesprochen und wir haben die ganze angelegenheit besprochen. Nein, nein, nicht vor der halle, sondern in der halle, ganz zivilisiert und emotionsfrei. Der inhalt des gesprächs bleibt zwischen uns beiden, den möchte ich hier nicht ausbreiten, nur so viel, für mich und ich denke auch für michal peciakowski ist die sache damit erledigt. Nicht erledigt ist die sache für mich aber mit uhpir und uhtt, die sich mit den oben angeführten äußerungen des spielers solidarisierten, anstatt – so wie es beispielsweise philipp kroiss tat – deeskalierend zu wirken.

A propos philipp krois und legionäre und so. Da wird doch das „l“-wort glatt schon wieder in einem artikel auf der övv-homepage und zwar sogar in der überschriift verwendet (http://oevv.volleynet.at/News/0000085666). Also ich ersuche dringend um einschreiten des sprachpolizisten für politisch korrekte ausdrucksweise in gestalt von uhtt. Montpellier gewann an diesem wochenende gegen narbonne mit 3:1, philipp kroiss und philip schneider spielten durch, letzterer war mit 24 punkten topscorer seines teams (http://datavolley.lnv.fr/2013/DataVolley/Men/&LAM144-1314.pdf). In griechenland gewann syros gegen panathinaikos mit 3:0, thomas zass war mit 12 punkten bester scorer seiner mannschaft (http://www.volleyleague.gr/index.php/season/2013-14/program-results). In belgien siegt farciennes gegen tongeren mit 3:0, über einsatzzeit und punkte von sophie wallner kann ich wie gewohnt leider nichts berichten (http://www.oxyjeunesfarciennes.be).    

Und das fundstück der woche stammt wieder einmal von der facebookseite von uhpir höchstpersönlich. Da stellt uns uhpir ein video über ein us-amerikanisches sportzentrum vor, sozusagen den in stahl, beton und glas gegossenen feuchttraum eines jeden sportfunktionärs. Un dann schreibt uhpir noch in rührender naivität, dass dieser multimillionendollar-bau einer schule gehört. Na freilich was denn, wahrscheinlich einer volksschule, einer hauptschule oder einer neuen mittelschule, sollte es so etwas in den usa geben.

Beim eigentümer des sportzentrums handelt es sich tatsächlich um eine schule, aber um eine sogenannte hohe schule, auch hochschule genannt oder auch universität. Das ist also ein universitätssportzentrum, ist zwar auch noch immer recht eindrucksvoll, zugegebenermaßen, aber hat halt mit einer schulsporthalle ungefähr so viel zu tun, wie die ebenfalls auf der facebookseite von hhvmir von den usa nach kuba verlagerte mindestens neun meter hohe volleyballhalle. Peinlich, peinlich ist das wieder einmal, und dabei hätte man das alles mit zwei klicks im internet recherchieren können (http://en.wikipedia.org/wiki/University_of_Oregon, http://en.wikipedia.org/wiki/Oregon_Ducks). Na ja, wenn man sich das video ansieht und das mit den fotos vom nicht mehr ganz taufrischen budocenter vergleicht, dann kann man das aufkeimende begehren von hhvmir ja durchaus nachvollziehen. So ein sportzentrum wär’ doch wirklich was, dort könnten dann die 20, oder sind es gar 30 buben trainieren, mit denen hhvmir die wiener nachwuchsmeisterschaften bestreitet. Die hätten dann die richtige infrastruktur, damit sie genausolche stars würden wie der alek blagojevic und all die anderen jungstars der hotties, die sich vom volleyball frühzeitig verabschiedet haben.
A propos sporthalle: zum multiversum gibt’s auch wieder neues in den medien ( http://www.noen.at/lokales/noe-uebersicht/schwechat/aktuell/Multiversum-Opposition-Gemeinderat-Schwechat-Multiversum-Opposition-zog-aus-Gemeinderat-aus;art2675,511498). Aber zumindestens die handballer schaffen es die halle zu füllen (http://sport.orf.at//stories/2202923/). Die setzen 1000 karten im vorverkauf für ein freundschaftsspiel gegen deutschland ab. Übrigens, haben die beim öhb auch so tolle marketingexperten wie der övv, und who the hell is the president of the öhb? Ah ja, und mit die wahrheit dehnenden fotos und statistikblättern müssen die handballer vermutlich auch nicht operieren.

Und noch ein fundstück habe ich heute. Es stammt von der homepage der hotties und zeigt, das man im budocenter offenbar auf rotem sand tennis (?) spielt.

Und zu allerletzt noch ein – sozusagen – geschriebenes fundstück. Ein kleines vögelchen hat mir ins ohr gezwitschert wie martin plessls berufliche zukunft ab april aussehen wird. Und meine werten leserinnen und meine werten leser erfahren es als dank für ihre treue hier weltexklusiv: martin plessl wird statistiker beim österreichischen beach-nationalteam, mit einem dreijahresvertrag, also bis zu den olympischen spielen in rio. Ich gratuliere ganz herzlich zum karrieresprung.

Ist uhpir freiwillig oder unfreiwillig aus seinen ämtern bei der bso geschieden?
Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Wien 04.03.2014, 01:52 mez