Dienstag, 21. Mai 2013

Von geheimen tests, von funktionären mit vielen talenten und von schläuchen, schlaucherln und gießkannen


Wien, 20.05.2013, 22:18 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

also zuerst einmal möchte ich mich ganz, ganz herzlich für die vielen kommentare und die sich daraus ergebende rege diskussion bedanken. So habe ich mir das eigentlich vorgestellt mit diesem blog. Was ich mit meinen sehr subjektiven einträgen erreichen möchte ist genau das, das diskutieren, das vorbringen von meinungen und argumenten. Das wär’ doch was, auch für den övv und seine gremien. Transparente diskussionsprozesse sucht man dort meist vergebens. Aber dazu komme ich später. Zuerst noch ein paar sätze zu den von uhpir immer wieder zitierten zurückkommenden euros. User cpt.blob hat schon recht, wenn er meint, dass geld, das – und das ist das entscheidende – in den breitensport (!) investiert wird, über umwege z.b. über einsparungen im gesundheitswesen wieder zurückkomme. Wie das aber durch hallenausbauten erreicht werden soll, weiß vermutlich nur uhpir. Und in die gleiche richtung geht seine kampagne für die unsägliche tägliche turnstunde. Es ist naiv zu glauben mit der einführung der täglichen turnstunde den kampf gegen das übergewicht und die fettsucht und sich daraus ergebende folgeerkrankungen gewinnen zu können. Übergewicht hat viele verschiedene ursachen, unter anderem sozioökonomische, die sich auf die ernährungsgewohnheiten auswirken (http://wien.orf.at/news/stories/2566185/, http://wien.orf.at/news/stories/2556329/). Bildung und ausbildung spielen dabei eine rolle, genauso wie die einkommenssituation der familien; und da schließt sich der kreis zur sturen linzer vizebürgermeisterin, die sich dem ansinnen von uhpir nach einer aufstockung der halle widersetzt hat. In linz setzt man anstatt auf von uhpir geforderte neun meter hohe volleyballhallen lieber auf bildung, und das ist gut so (http://ooe.orf.at/news/stories/2582393/).

Aber jetzt zum volleyball. Die meisterschaften sind, mit ausnahme der bewerbe u15, u13 und u11, beendet und der fokus richtet sich jetzt auf die nationalteams. Und da haben die herren nach den acht verlorenen sätzen gegen slowenien drei spiele gegen estland bestritten. Eines wurde 1:3 verloren, das zweite 3:2 gewonnen und über das dritte, ok, ok es waren angeblich nur ein paar trainigssätze, war nichts in erfahrung zu bringen (http://oevv.volleynet.at/News/0000082679, http://oevv.volleynet.at/News/0000082692). Und da ist er schon wieder, der mangel an transparenz. Was soll denn diese geheimniskrämerei? Die vermutung, dass nicht viele dieser sogenannten trainingssätze gewonnen wurden, liegt nahe. Aber bleiben wir ganz kurz beim gegner, bei estland. Estland hat etwas über 1.3 millionen einwohner und mit einem bruttoinlandsprodukt pro einwohner von etwa 15.000 us$ ungefähr ein drittel des österreichischen wertes (http://de.wikipedia.org/wiki/Estland, http://de.wikipedia.org/wiki/Österreich). Also ich denke mit neun meter hohen hallen ist das land aufgrund dieser werte sicher nicht übersät. Aber jetzt aufgemerkt: estland hat sich bereits zweimal aus eigener kraft – 2009 und 2011 - und nicht als veranstalter wie österreich, für europameisterschaften qualifiziert (http://en.wikipedia.org/wiki/Estonia_men%27s_national_volleyball_team). Und jetzt bin ich neugierig geworden und habe mir die estische volleyballliga angesehen. Die esten spielen gemeinsam mit den letten in einer zehnerliga mit 6 estischen und 4 lettischen vereinen. Und jetzt dürfen meine werten leserinnen und meine werten leser raten wieviele legionäre in dieser liga beschäftigt sind. Na, was glauben meine geschätzten leserinnen und geschätzten leser? 30? Weniger. 20? Weniger. 10? Noch weniger! 2 esten spielen bei lettischen vereinen, 1 ukrainer, ein moldawier, ein kanadier und ein lette spielen bei den estischen teams (http://livestats.volley.ee/?g=comps&d=competitors&comp_nr=151&, http://livestats.volley.ee/?g=comps&d=competitors&comp_nr=150&). Sechs legionäre in einer ganzen liga, die aus zehn vereinen besteht. Ah und da höre ich ihn schon wieder, den chor der experten. Das kann man nicht vergleichen, das sind andere voraussetzungen, das ist auf österreich nicht übertragbar etc., etc. etc. Ich kann es nicht mehr hören und ich erlaube mir belehrungsresistent zu sein. Ah ja, und die estischen junioren haben sich – im gegensatz zu den österreichischen – für die weltmeisterschaften qualifiziert, als gruppensieger in einer gruppe mit bulgarien und deutschland (http://www.cev.lu/Competition-Area/CompetitionMatches.aspx?ID=600). Und die erklärung dazu liefert der coach hier: http://www.cev.lu/News.aspx?NewsID=14648&ID=5. Kurz zusammengefasst: spielpraxis in der ersten liga. Das wird ja zumindest von ein paar vereinen jetzt auch schon in österreich praktiziert. Jetzt geht es darum diesen weg auch konsequent weiter zu gehen und dazu gehört, dass man sich von seiten des övv auch endlich einmal zu einer, zugegebenermaßen bei manchen vereinen auf widerstand stoßenden beschränkung der anzahl der spielberechtigten legionäre durchringt. Das würde schlussendlich auch dazu führen, dass vereine wieder die nachwuchsarbeit forcieren müssten um selbst spieler auszubilden. Es darf doch bitte nicht wahr sein – und mir ist bewusst, dass ich mit dieser aussage in südkärnten kritik auslösen werde – dass der aktuelle österreichische meister bei den herren bei den staatsmeisterschaften der altersklassen u19, u17, u15, u13 und u12 nicht vetreten ist. Und dann erkundigt sich gerade martin micheu, zumindest laut aussage des teamchefs micha warm, bei diesem um österreichische spieler (http://www.laola1.at/de/sport-mix/volleyball/avl-herren/avl-michael-warm-vor-avl-finale7/page/53635-315-101-134-.html). Wie bitte? Geht’s noch? Habe ich da etwas nicht verstanden? Das kann ja wohl nicht wahr sein. Und andere legionärstruppen wie enns haben sich aus der nachwuchsarbeit mittlerweile völlig verabschiedet oder lassen so wie arbesbach den spielgemeinschaftspartner die arbeit machen. Übrigens sehen die verbandsverantwortlichen den grund für das aktuelle schweizer eishockeywunder in einer beschränkung der spielberechtigten legionäre pro verein auf acht, von denen aber nur vier eingesetzt werden dürfen und in einer fairen ausbildungsentschädigung für nachwuchsspieler (http://kurier.at/sport/wintersport/der-schweizer-weg-ins-eishockey-glueck/12.934.017). Apropos nachwuchsausbildung: seit ich mir erlaubt habe hier die subventionierung der akademie von hhvmir mit 200.000€ pro jahr zu hinterfragen und mit den nicht gerade berauschenden erfolgen der hotvolleys im nachwuchsbereich in beziehung zu setzen, kann man fast täglich irgendeinen artikel auf der övv homepage lesen, in dem die leistungen der akademie in der polgarstarße abgefeiert werden, sei es in ausführlichen berichten über die diversen schülerligen oder in einem als gipfeltreffen bezeichneten dreier-interview mit den trainern warm, sawatzki und horvath (http://oevv.volleynet.at/News/0000082681). Geradezu drollig ist die aussage von sawatzki, dass sich die hotvolleys jetzt nicht mehr den vorwurf gefallen lassen müssen spieler von anderen vereinen abzuwerben. Ich denke, das hat weniger mit verhaltensänderungen der verantwortlichen experten aus dem budocenter zu tun sondern liegt ganz einfach am mangel von möglichen opfern solcher abwerbeaktionen. Und die spieler dürfen jetzt sogar bei ihren vereinen bleiben sagt sawatzki, wenn sie in die akademie eintreten. Na bumm aber auch. Das ist ja eine ansage. Fragt sich halt nur welche vereine das sein könnten, wenn man sich die wiener nachwuchsmeisterschaften so ansieht.

Ah ja und die damennationalmannschaft hat auch getestet und gegen starke ungarinnen 2:3 verloren (http://oevv.volleynet.at/News/0000082694). Toll aber auch und wirklich stark. Aber halt, da geht es ja nicht um handball, da sind die ungarinnen weltklasse. Im volleyball grundeln sie auf position 57 der weltrangliste herum gemeinsam mit der slowakei, griechenland und den volleyballgroßmächten guatemala, bahamas und barbados – die beiden letzten nationen sind eher für tolle sprinterinnen bekannt (http://www.fivb.org/en/volleyball/VB_Ranking_W_2013-01.asp). Will uns da jemand für blöd verkaufen mit solchen meldungen? Und gegen ein college team aus den usa und zwar gegen das college purdue indiana hat man dann sogar 3:2 gewonnen (http://www.volleynet.at/News/0000082701). Purdue, pardautz bin ich da geneigt zu sagen. Und da bin ich schon wieder bei der transparenz der entscheidungen im övv. In diesem artikel lernt der werte leser und die werte leserin, dass herr antunovic jetzt zusätzlich zu seinem job als sportdirektor bei svs övv-teammanager geworden ist. Da stellen sich natürlich gleich wieder die üblichen fragen. Was qualifiziert herrn antunovic für diese position? Wer hat darüber entschieden und bekommt da ein vereinsfunktionär ein körberlgeld vom övv? Und erspart sich damit ein verein auf kosten des övv ein bisschen an honorar für den sportdirektor? Ich hingegen erspare mir die offizielle anfrage an die verantwortlichen beim övv, weil ich uhpir nicht schon wieder einen ganzen arbeitstag stehlen möchte, den er ja in anwendung seiner eigenen auf meine bloggertätigkeit angewandten berechnungskriterien brauchen würde um mir eine 250 worte umfassende antwort inklusive psychiatrischer expertise zu schicken. Aber im ernst. Diese doppelfunktionen bei verein und övv sind ja nichts neues. Erkan togan wurde bei den hotties als trainer entlassen und landete als assi-coach bei der herrennationalmannschaft. Qualifikation? Finanzierung? Oder war es ein unbezahltes praktikum? Eh wurscht, interessiert offenbar niemanden. Und dann hat der herr togan offenbar als assi-coach soooo viel in diesem praktikum beim nationalteam gelernt, dass er gegen ende der laufenden saison heimlich still und leise wieder die oldboys hv übernehmen durfte. Noch fragen? Ja, eigentlich schon. Die nach der finanzierung drängt sich da ja schon wieder geradezu auf. Hat der övv da vielleicht einen vereinstrainer finanziert oder zumindest mitfinanziert? Überraschend ist eigentlich nur, dass man für den wegen übergroßer erfolge bei den oldboys hv entlassenen trainer zoran nikolic noch kein amterl beim övv gefunden hat. Aber was nicht ist kann ja noch werden, und kreative köpfe gibt es ja, zumindest was solche – bei politikern würde man sagen – versorgungsposten angeht, genug.

Und noch etwas zum kapitel transaprenz und öffentlichkeitsarbeit beim övv. Frederick laure hat seinen rücktritt – ob nur vom nationalteam oder auch vom verein geht aus der meldung nicht wirklich hervor – erklärt. Woher weiß ich das? Aus einem facebook-eintrag.


Auf der övv-homepage war davon nichts zu finden. Laure war immerhin vielfacher nationalteamspieler und hätte sich wohl auch dort eine offizielle verabschiedung verdient. Aber im gegensatz zu einem anderen ex-nationalteamspieler, dessen hochzeit vor einiger zeit auf der övv-homepage gewürdigt wurde, ist er dummerweise nicht mit einem hochrangigen övv-funktionär verwandt.

Zum schluss noch ein kurzer themenwechsel der eigentlich nicht wirklich einer ist. Peter „austria is a too small country to make good doping“ schröcksnadel wurde zum chefkoordinator der olympiaprojekte 2016 und 2018 ernannt (http://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/doping/doping-land-oesterreich-hart-in-die-spitze-des-eisbergs-hineinfahren-1919976.html, http://sport.orf.at/stories/2182408/2182411/). Schröcksnadel ist in dieser funktion für die vergabe von 20 millionen euro verantwortlich (http://derstandard.at/1363711309483/Schroecksnadel-soll-den-Sommer-retten). Irgendwie passt das ganze aber nicht sehr gut zu den nachwehen der schi-wm in schladming (http://steiermark.orf.at/news/stories/2583871/). Aber unbeeindruckt davon wird uhpir da ob der millionen an fördergeldern schon ganz zappelig werden. Und auch andere fühlen sich berufen sich zu äußern, wenn es um diese fördergelder geht. Zum beispiel der herr muster. Der hat jetzt eine brille und macht sich sorgen um den sport in österreich im allgemeinen und um das österreichische tennis im speziellen, das auf dem weg zurück in die steinzeit ist, wenn es nicht sofort entsprechend gefördert wird (http://sport.orf.at/stories/2182385/2182380/). Mehr geld muss her, meint der herr muster mit der brille, und weniger gießkanne. Wahrscheinlich sollte mehr schlauchartig, nicht zu verwechseln mit schlaucherlartig (für die nichtwiener und nichtwienerinnen: schlaucherl steht in wien für einen schlauen aber nicht unbedingt sympathischen zeitgenossen), gefördert werden, so in etwa wie das bei der wiener volleyballakademie gemacht wurde, da ist ja für die anderen vereine nicht wirklich viel übrig geblieben. Ob das ergebnis gegen die gießkanne spricht lasse ich meine  werten leserinnen und meine werten leser beurteilen. Und ob leute wie thomas muster, der – um es so neutral wie möglich zu schreiben – aus steuertechnischen gründen seinen hauptwohnsitz nach monaco verlegt hatte dazu berufen sind, ratschläge über die verteilung öffentlicher mittel abzusondern, können die geschätzten leserinnen und die geschätzten leser auch gleich beurteilen (http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1329342/Fluchtziele_Steuerfrei-in-Monaco-Pauschale-in-der-Schweiz). Ich wäre ja dafür, und das mag jetzt vielen vielleicht sehr radikal erscheinen, solchen steuerflüchtlingen gleich einmal die staatsbürgerschaft abzuerkennen und sie einem hier arbeitenden und seine steuer zahlenden migranten zu geben. Ok, ok das war jetzt ziemlich wutbürgerlich und darum mach’ ich jetzt besser schluss bevor der zorn mit mir durchgeht. Und die pulverln hab’ ich auch schon wieder verlegt!


Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Wien, 21.05.2013, 01:24 mez


Dienstag, 14. Mai 2013

Von sich im minutentakt ändernden überschriften, von einem überraschten trainer und einem überraschend präsenten kapitän und von einer akademie als gelddruckmaschine


Wien, 13.05.2013, 23:17 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

und schon wieder darf ich meinen eintrag mit gratulationen beginnen. Die erste geht an die juniorennationalmannschaft der herren, die in russland um die wm-qualifikation gespielt hat und dabei nach siegen gegen montenegro und dänemark und niederlagen gegen den gastgeber und gegen griechenland den dritten platz in der gruppe belegt hat (http://oevv.volleynet.at/News/0000082628). Gewonnen haben die russen, die sich damit auch die teilnahme an der endrunde gesichert haben. Meine zweite gratulation geht an die burschen von uvc graz und die mädchen von sv schwechat, die sich die titel bei den u17 staatsmeisterschaften geholt haben. Den grazer burschen ist umso mehr zu gratulieren, als ihr stärkster spieler paul buchegger mit dem juniorennationalteam in russland weilte. Kompliment auch noch an die grazer vereinsleitung, die eine schwächung der mannschaft in kauf genommen hatte und buchegger ans nationalteam abgestellt hatte. Ich traue mich zu wetten, dass das nicht jeder verein so gehandhabt hätte. Die plätze 2 und 3 belegten bei den burschen die hotvolleys und bisamberg und bei den mädchen vc tirol und klagenfurt (http://oevv.volleynet.at/News/0000082645).
Die berichterstattung über die u17 nachwuchsmeisterschaften hat sich ja im vergleich zu den derjenigen über die u19 und u11 meisterschaften deutlich verbessert. Zumindest kommt überraschend, neben dem nicht wirklich überraschend präsenten aber dafür überraschten trainer der hotvolleys ausnahmsweise auch einmal ein vetreter der meistermannschaft, nämlich deren kapitän, zu wort (http://www.volleynet.at/News/0000082645), wobei – und den screenshot habe ich leider nicht rechtzeitig gemacht – der kommentar des grazer kapitäns erst nachträglich in den bericht eingefügt wurde. Aber so wirklich perfekt ist berichterstattung ja noch immer nicht wie das folgende, diesmal ungewohnt früh erscheinende, fundstück der woche, das in die kategorie „wer findet den fehler“ fällt, zeigt.


Lustig ist das schon, wie da innerhalb einer minute die überschrift geändert wird. Hat da jemand plötzlich ein schlechtes gewissen bekommen oder sich ganz einfach nur an die hier formulierte kritik erinnert? Hoppla, da ist sie wieder, diese selbstüberschätzung meinerseits und das alles nur, weil ich wieder meine tabletten verweigert habe. Wobei, wenn ich mir den inhalt des artikels genau anschaue, dann wird mein verdacht, dass da jemand sehr bekannter aus dem umfeld der hotties auf diesen blog reagiert, bestärkt. Da wird doch glatt erwähnt, übrigens natürlich auch im im gleichen wortlaut auf der övv-homepage publizierten artikel (http://oevv.volleynet.at/News/0000082641), dass bei den hotties elf spieler aus der akademie im kader sind. Fühlt sich da jemand bemüßigt, die 200.000€, mit denen die akademie pro jahr vom unterrichtsministerium gefördert wird, zu rechtfertigen? Nach den staatsmeisterschaften u21, u19, u17 und u11 steht die hochgelobte expertentruppe der hotvolleys mit ihrer akademie noch immer ohne titel da. Na berühmt ist das nicht. Und bitte, das ist jetzt nicht als kritik an den spielern zu verstehen, die machen ihre sache schon gut, mit einsatz und freude an ihrem sport. Meine kritik zielt ganz woanders hin, nämlich dorthin, wie es das unterrichtsministerium rechtfertigt, offenbar ohne jegliche evaluierung – zumindest wird darüber nirgends berichtet – 200.000€ aus öffentlichen mitteln, also aus steuergeldern, jährlich in eine sportlich mäßig erfolgreiche akademie zu stecken. Wenn man sich die oben angeführten nachwuchsmeisterschaften genau ansieht, dann sind da, abgesehen von den grazer akademiespielern, auch mannschaften durchaus erfolgreich, die vermutlich mit einem bruchteil dieser genannten summe ihre nachwuchsarbeit bewältigen und gestalten müssen. Die hotvolleys schaffen andererseits es offenbar nicht einmal mit der oben angeführten unterstützung eine altersgruppenadäquate u19 mannschaft zu stellen. Und man brüstet sich auch noch mit einer sehr jungen mannschaft angetreten zu sein (http://oevv.volleynet.at/News/All/2013/04/0000082495). Also das ist – so wie das auch user ottokar in einem kommentar zu meinem letztwöchigen eintrag zum ausdruck bringt – absolut kein grund stolz zu sein, sondern vielmehr ein grund sich zu schämen. Wahrscheinlich ist das ja hhvmir sogar bewusst und darum wird versucht mit einer im wahrsten sinne hypertrophen berichterstattung über die schülerliga von den mangelnden erfolgen der vereinsmannschaft abzulenken. Der bericht über die erfolgreiche titelverteidgung der mädchen aus der polgarstraße ist länger als alle berichte zu den staatsmeisterschaften u19, u17 und u11 zusammengenommen (http://oevv.volleynet.at/News/All/2013/05/0000082600).

Aber vielleicht sehen die für die verteilung der gelder verantwortlichen im unterrichtsministerium das kleinmannsche theorem von der wundersamen vermehrung des in den sport investierten geldes als bewiesen an. Uhpir bezeichnet es ja als erwiesen, dass jeder in den sport investierte euro zwei- bis dreifach zurückkommt (http://www.tips.at/news/melk/sport/264621-peter-kleinmann-wir-vernichten-die-gesundheit-unserer-kinder). User blowfly hat dazu in einem kommentar zu meinem letzten eintrag ein interessantes rechenbeispiel entworfen, das auch für alle, die in den worten von uhpir „nicht so gut mathematik können“ nachvollziehbar, wenn auch nicht lösbar sein sollte. 10 jahre akademieförderung mit 200.000€ pro jahr ergibt in summe 2 millionen in den sport, so hoffe ich zumindest, investierte euro. Nach dem kleinmannschen theorem müssten daher 4 bis 6 millionen euro zurückgekommen sein. Bis hierher sollten auch, die, die nicht so gut mathematik können, folgen können. Aber an der frage wohin diese 4 bis 6 millionen euro „zurückgekommen“ sind scheitern vermutlich auch mathematisch hochbegabte.

Weiter oben gab es ja bereits zwei fundstücke. Wie man mit niederlagen des österreichischen herrennationalteams unverfänglich umgeht fällt ja fast unter die rubrik fundtsück. Unter http://www.volleynet.at/News/0000082636 findet sich unter der überschrift „övv-team schlägt sich für wm-quali ein“ einen artikel, in dem die werte leserin und der werte leser erfährt, dass von acht gegen slowenien gespielten trainingssätzen kein einziger gewonnen werden konnte. Die worte verloren oder verlieren kommen übrigens im gesamten artikel nicht vor. Wie nennt man eine solche berichterstattung? Schönfärberei ist da fast zu harmlos.

Und ganz zum schluss gibt es noch ein echtes fundstück, das sich mit der wm-quali der junioren befasst. Abgesehen davon, dass die dort angegebenen scorerpunkte nur wenig mit den auf dem offiziellen data volley sheet aufscheinenden gemeinsam haben (http://www.cev.lu/Competition-Area/MatchStatistics.aspx?ID=25262) findet sich da auch ein ganz neuer spieler, maximilian berger (!), der auf keinem spielbericht aufscheint. Sorgfältige berichterstattung, und das thema hatte ich ja schon ganz oben angeschnitten, sieht anders aus.   


Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Wien, 14.05.2013, 01:00 mez


Dienstag, 7. Mai 2013

Von hallen mit dichten dächern, von pfiffen für einen hohen herrn in einer hohen halle und von einer mutigen vizebürgermeisterin


Wien, 06.05.2013, 22:33 mez

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

diesmal werde ich ja aus dem gratulieren gar nicht rauskommen. Also fange ich gleich mit den jüngsten an. Am wochenende wurden die u11 staatsmeisterschaften ausgetragen und bei den burschen gewannen die hartberger im finale gegen die buben aus bisamberg. Dritte wurden die hotvolleys. Bei den mädchen gewannen die mädels aus eisenerz/trofaiach vor den hotties und den mädchen des vc tirol. Ganz herzliche gratulation von meiner seite. Zumindest ist dieses mal ein bericht auf der övv-homepage  einigermaßen zeitgerecht erschienen. Ganze fünf sätze war den verantwortlichen beim övv diese meisterschaft wert (http://oevv.volleynet.at/News/0000082571). Das ist mager, aber offenbar haben schon wieder die falschen die meistertitel geholt. Wie ausführlich berichterstattung sein kann, wenn sich darin über die akademie  in der polgarstraße berichten lässt, kann man anhand zweier berichte, die natürlich wieder einmal sowohl auf der övv homepage wie auch auf der der hotties zu lesen sind, gut verfolgen (http://oevv.volleynet.at/News/0000082572, http://oevv.volleynet.at/News/0000082587). Und wer da wieder einmal an die unselige verquickung von vereins- und verbandsinteressen denkt, der leidet an paranoia. Apropos akademie: das lamento ob des schlechten abschneidens der hotvolleys burschen bei der u19 meisterschaften nimmt schon seltsame formen an. Da wird doch tatsächlich gejammert, dass man bei der u19 meisterschaft mit u15 burschen antreten musste. Und wozu hat man dann die hochgelobte akademie. Sind da ein paar klassen ausgefallen, gab’s eine diesmal nicht medial ausgewalzte schweinegrippenepidemie? 200.000€ im jahr reichen nicht aus um eine u19 oder wenigstens eine u17 zu stellen. In abwandlung eines alten werbespruchs fällt mir da nur ein: sag' wie macht das der hhvmir?


Nun aber zur zweiten gratulation, und die geht an die schwaiger sisters für einen tollen zweiten platz beim grand slam in shanghai (http://oevv.volleynet.at/News/0000082567). So kann’s weitergehen im beachvolleyball. Vier fivb-turniere und zwei stockerlplätze für österreichische teams. Trotzdem dürfte nicht alle eitel wonne sein im österreichischen beachvolleyball. Ein leser hat mir eine lange e-mail geschickt, in der er die zustände im beachvolleyballbereich in österreich bitter beklagt. Ich muss gestehen, dass ich mich da leider nicht so auskenne und dass das beachen daher in meinem blog sicher zu kurz kommt.
Und nun zur dritten gratulation, und die geht nach kärnten, in das kleine volleyballdorf aich/dob. Da hat sich martin micheu mit seinem team einen lebenstraum erfüllt und den titel geholt. Alle, die meinen blog regelmäßig lesen, wissen, dass ich kein großer freund der legionärsmanschaften bin und dass ich aich/dob auch immer wieder wegen fehlender oder unzureichender nachwuchsarbeit kritisert habe und ich werde mich mit dieser, meiner meinung nach berechtigten kritik auch in zukunft nicht zurückhalten und auf das legionärsthema auch heute noch zu sprechen kommen. Aber eines muss wohl jeder freund und jede freundin des volleyballsports zugeben: diese sieben finalspiele zwische  aich/dob und hypo tirol waren eine tolle werbung für den volleyballsport. Jedes spiel war enorm spannnend und die entscheidung fiel erst im siebenten spiel in einer mit 1000 zuschauern ausverkauften halle. Und da war stimmung in der halle, da war richtig was los und darußen waren nochmals 1000 leute, die das spiel auf einer videowall verfolgten. Ich kann mich im gegensatz zu uhpir nicht erinnern, so etwas im österreichischen volleyball schon einmal erlebt zu haben noch dazu ganz ohne schuläktschn. Apropos uhpir. Der wird es auch bereut haben, nach kärnten angereist zu sein. Das war irgendwie eine „no win“ situation für uhpir. Wäre er nicht dort gewesen, hätte man ihn, und ich nehme mich da sicher nicht aus, der geringschätzung seiner beiden lieblingsfeinde micheu und kronthaler geziehen. Dann tut er sich das tatsächlich an, fährt dorthin, will die siegerehrung vornehmen und wird bei der vorstellung von den zuschauerinnen und zuschauern aber so was von gandenlos ausgepfiffen, dass er einem fast, aber wirklich nur fast, leidtun hätte können. Mit dem geplanten vornehmen der siegerehrung durch uhpir und landeshauptmann peter kaiser, so wie es auf der övv homepage beschrieben wird, war es ab diesem moment vorbei (http://www.volleynet.at/News/0000082517). Uhpir hat sich klugerweise nicht an der übergabe der medaillen und der pokale beteiligt und damit einen noch größeren eklat verhindert. Das hätte den fernsehkommnentator und mehr noch den als cokommentator fungierenden teamchef micha warm noch mehr in verlegenheit gebracht. Die hatten nämlich kurzerhand fälschlicherweise, ob bewusst oder unbewusst sei dahingestellt, die tiroler mannschaft zum ziel des pfeifkonzerts erklärt. Na so ist er halt ziemlich danebengestanden der uhpir, ein bisserl betropetzt, wie man in wien sagt, aber dieses mal zumindest nicht begossen und die medaillen übergeben und die hände schütteln durften andere.     

Und einen nachtrag gibt es auch noch zur „affäre gavan“. Unbestätigten gerüchten zufolge ist schiedsrichtereferent mag. werner hofmeister zurückgetreten. Und liest man darüber etwas auf der offiellen homepage des övv? Nein, natürlich nicht, bin ich fast geneigt zu sagen. Transparenz braucht man nicht, weder bei der vergabe von werbeaufträge, noch bei der abrechnung der eurovolley und wohl auch nicht beim rücktritt eines schiedsrichterreferenten. Wen interessiert das schon, wen interessieren die hintergründe. Dass die aufforderung des schiedsrichterreferenten an micha warm daniel gavan die kapitänswürde zu entziehen ungeschickt, ja sogar unangebracht war ist wohl kaum zu leugnen. Dass mag. hofmeister seinerseits aber der aufforderung von uhpir sich dafür zu entschuldigen nicht nachgekommen ist und stattdessen offenbar zurückgetreten ist, nötigt mir respekt ab. Ich kann mich, wie vermutlich viele meiner werten leserinnen und meiner werten leser, noch sehr gut daran erinnern, dass uhpir nach einer viel schlimmeren entgleisung sich weder entschuldigt hatte noch zurückgetreten ist.   
                    
Aber nochmals zurück zum pfeifkonzert in bleiberg/pliberk: die gründe für die mangelnde beliebtheit von uhpir in unterkärnten liegen in einem sich über jahre hinziehenden konflikt um die hallenhöhe der ursprünglichen „schuhschachtel“ in aich/dob. Und die niedrigen hallen stellen für uhpir, zwar nicht mehr in kärnten, aber dafür anderswo noch immer ein gravierendes problem dar oder eher eine gelegenheit, sich als starker präsident zu zeigen, der den politikern zum wohle „seines“ sports finanzierungszusagen für neun meter hohe volleyballhallen, egal wo, entlocken kann. Nachdem eine erste verhandlungsrunde um eine anpassung der hallenhöhe in zewttl in uhpir „ein gutes gefühl“ geweckt hatte (http://oevv.volleynet.at/News/All/2013/04/0000082507) musste er sich nur wenig später in linz von vizebürgermeisterin christiana dolezal einiges unerfreuliches anhören. Die frau vizebügermeisterin hatte doch glatt die frechheit uhpir den rat zu geben, dass der övv mit seinem regelwerk die vereine nicht quälen solle. Ob frau vizebürgermeisterin dolezal auch über die zu tragenden gleichfärbigen socken informiert war geht aus dem artikel auf der övv homepage nicht hervor (http://oevv.volleynet.at/News/0000082509). Aber dass uhpir ob dieser zumutung die sitzung empört verlassen hat – ok, ok, da ist jetzt wieder die dichterische freiheit mit mir durchgegangen, wahrscheinlich habe ich mich zu sehr vom bild, das einen sehr forsch dreinblickenden uhpir zeigt inspirieren lassen – also einfach verlassen hat steht dort sehr wohl. Und einen lustigen artikel mit einem noch lustigeren kommentar gibt es in den oö-nachrichten unter http://www.nachrichten.at/sport/mehr_sport/Streit-eskaliert-Faellt-Linz-Steg-wegen-eines-Meters-das-Dach-auf-den-Kopf;art109,1112670.  

Ich möchte, obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass die frau vizebürgermeisterin (noch) nicht zu den leserinnen meiner einträge hier gehört, die frau vizebürgemeisterin von linz, frau christiana dolezal, dazu beglückwünschen, dass sie einem funktionär wie uhpir, der sich mit dem geld anderer leute als starker präsident präsentieren möchte aber selbst seine rechenaufgaben seit mehr als eineinhalb jahren nicht erledigt, entschieden entgegengetraten ist. Und das mit den nicht erledigten rechenaufgaben das bringt mich zu einer ganz und gar nicht lustigen aussage von uhpir, die in diesem artikel unter http://www.tips.at/news/melk/sport/264621-peter-kleinmann-wir-vernichten-die-gesundheit-unserer-kinder nachzulesen ist.


Da sagt doch uhpir glatt, dass sport wichtiger ist als deutsch und mathematik und begründet diese aussage damit, dass leute, die sich nicht bewegen früher sterben als leute die „mathematik nicht so gut können“ – was immer das auch heißen mag. Na die fehlende abrechnung für die eurovolley wird durch solche aussagen von uhpir ja etwas verständlicher. Vielleicht bewegen sich die dafür verantwortlichen leute mehr, und können halt mathematik „nicht so gut“. Das in dem artikel auch wieder auftauchende ewige argument, dass jeder in den sport investierte euro zwei- bis dreifach zurückkommt - da fragt man sich wozu man noch irgendwelche hedgefonds, derivatgeschäfte und währungswetten braucht, wenn uhpir das der gabi burgstaller rechtzeitig gesagt hätte, dann wär' sie heute noch immer landeshauptfrau - unterstützt diese vermutung ja auch. Aber im ernst, da geht einem ja der hut hoch, da haut es einem das heu herunter und da rollen sich einem noch dazu die fußnägel auf, das ist ja geradezu unglaublich. Da hat eine partei  der uhpir vorgibt nahezustehen, jahrzehntelang für ein recht auf bildung gekämpft, hat dafür gekämpft, dass die ungebildete masse der unterdrückten und ausgebeuteten lesen und schreiben und rechnen lernen konnten, damit sie ihr leben selbst bestimmen konnten. Und das ist alles nicht so wichtig? Na bumsti. Ob er das auch dem herrn stadtrat oxonitsch so sagt, der uhpir, wenn er um eine sprorthalle für wien betteln geht, wie aus einem facebook-eintrag zu schließen ist? Da wünsch ich viel glück. Glück auf, sozusagen und freundschaft!

Das wird er wohl brauchen, uhpir, weil stadtrat christian oxonitsch will keine neue sporthalle in wien bauen und das ist auch gut so (http://diepresse.com/home/panorama/wien/1395927/Stadtrat-vs-SPOe_Oxonitsch-will-keine-Sporthalle-bauen?_vl_backlink=%2Fhome%2Findex.do). Wir brauchen keine neuen hallen, wir brauchen zuschauerinnen und zuschauer, die die vorhandenen hallen füllen. Wann war das budo center zum letzten mal, wohlgemerkt ohne schuläktschn, bei einem volleyball spiel voll, wann das tolle, und das meine ich jetzt gar nicht ironisch, mutiversum in schwechat? Die damen von svs/post dürfen dort manchmal spielen, trainiert wird meistens beim spielgemeinheitspartner im budo center (über die gründe darf spekuliert werden), die herren, von svs/sokol, solange es noch eine bundesligamannschaft gab, haben kein einziges mal in dieser halle gespielt und die mitglieder der von mir hier als neigungsgruppe soukop bezeichneten landesligamannschaft der herren schaffen es gerade einmal höchsten bis in den vip-buffet bereich aber nicht auf das spielfeld.

Zum schluss möchte ich die werten leserinnen und die werten leser noch auf einen artikel hinweisen, in dem teamchef warm zur legionärsfrage stellung nimmt (http://www.laola1.at/de/sport-mix/volleyball/avl-herren/avl-michael-warm-vor-avl-finale7/page/53635-315-101-134-.html). Wie hier schon mehrfach geschrieben, bin ich kein freund von legionärstruppen. Ich halte die politik, die beispielsweise von graz und hartberg und mit einschränkungen auch weiz/gleisdorf betrieben wird, als auf lange sicht für die entwicklung des österreichischen volleyballsports wesentlich wertvoller als sich mit zweit- oder drittklassigen legionären für europäische bewerbe qualifizieren zu wollen, wie das heuer enns, arbesbach, amstetten und natürlich hhvmir mit seinen oldboys hv versucht haben. Davon hat niemand etwas, das kostet geld, das man besser verwenden könnte, das bringt keine zuschauer, das hebt nicht die qualität der liga und das ist, und das ist meiner ansicht nach das schwerwiegendste argument, für junge österreichische spieler demotivierend. Und diese ansicht, und da möchte ich mich ganz entschieden von micha warm distanzieren, hat absolut nichts mit irgendwelchen, wie auch immer gearteten nationalismen zu tun. Das, lieber teamchef, ist ein billiges totschlagargument, wenn nicht gar eine plumpe unterstellung, mit der man kritiker des legionärssystems als dumpfe nationalisten ins rechte eck stellen kann. Und kritik am legionärsunwesen hat auch nichts damit zu tun, dass man sich von der eu separieren möchte. Was spricht gegen eine regelung, dass beispielsweise – zumindest in den spielen der österreichischen meisterschaft – mindestens drei österreicher auf dem feld stehen müssen? Und dass es nicht genung österreichische spieler gäbe, um die wünsche der vereine zu erfüllen, liegt wohl zum teil auch daran, dass sich mache vereine aus der verpflichtung zur nachwuchsarbeit davonstehlen. Außerdem stimmt das mit dem spielermangel nur begrenzt, wenn ich mir beispielsweise ansehe welche jungen, talentierten spieler die heurige saison auf diversen ersatzbänken im ausland und in der zweiten saisonhälfte im budocenter verbracht haben.    


Die fundstücke der woche, die mir dieses mal ein treuer leser geschickt hatte, sind ausnahmsweise nicht lustig sondern eher beschämend und traurig; sie zeigen das langsame siechtum des wiener volleyballs anhand der nennungen in wien 1989, 1992 und 1996. Zum vergleich: 2012 nannten in wien 15 damen und 11 herrenmannschaften.


Wo bleibt die offizielle abrechnung der eurovolley?
Wer ist verantwortlich für die auswahl der werbeagentur, die die werbekampagne für die eurovolley kreiert hat?
Kann der övv pleite gehen?

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Wien, 07.05.2013, 01:40 mez

PS: Auf wunsch mehrerer neuer user gibt es hier eine kurze erklärung zu den von mir immer wieder verwendeten abkürzungen:
uhpir: unser herr präsident im ruhestand, peter kleinmann
hhvmir: herr hotvolleys manager im ruhestand, peter kleinmann
die buchstaben ir wurden erst vor etwa einem halben jahr an uhp bzw. hhvm angehängt, nachdem uhp bzw. hhvm erklärt hatte, dass er ab nun in pension sei
uhvp: unser herr vizepräsident, karl hanzl
ufvp: unsere frau vizepräsidentin, eva kheil