Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,
mein blog zieht mittlerweile kreise und schlägt wellen, wie ich es mir, als ich ende jänner meinen ersten kommentar online stellte, nie erwartet hätte. Es gibt fans aber auch kritiker dieses blogs. Und das ist gut so, genau das wollte ich erreichen. Ich sehe mich nicht im besitz der allein seelig machenden wahrheit, ich gebe hier meine persönliche meinung wieder und ich würde mich noch mehr über die aufmerksamkeit freuen, die ich offensichtlich mit meinem blog errege, wenn nicht ÜBER den blog sondern IM blog diskutiert würde. Es gibt die möglichkeit direkt kommentare zu meinen einträgen online abzugeben und das würde vielleicht helfen gerüchte nicht entstehen zu lassen und missverständnisse zu verhindern. Und zu einem dieser missverständnisse möchte ich hier ganz klar stellung nehmen: mit der hier schon mehrfach abgehandelten geschichte um das vom rumänischen verein remat zalau behauptete engagement des teamtrainers michael warm als technischen direktor ebendort wollte ich niemandem schaden, am allerwenigsten michael warm selbst, über den ich von verschiedensten seiten bisher nur gutes gehört habe. Ich verstehe allerdings nach wie vor nicht, dass sich der övv, der in anderen rezenten und nicht ganz so rezenten angelegenheiten bei weitem nicht immer zimperlich agiert hat, nicht schützend vor seinen trainer stellt und von der vereinsführung von remat zalau verlangt, dass diese die nach darstellung des övv unwahren behauptungen von ihrer webpage entfernt und öffentlich widerruft. Das müsste doch nicht nur im interesse des teamtrainers sondern auch im interesse des övv liegen.
Ok, themenwechsel, oder doch nicht ganz. Auf der övv webpage kann man lesen, dass sich das österreichische nationalteam den luxus von 4 – in worten VIER - co-trainern leistet. Ich habe mir gestattet unter www.fivb.org nachzusehen wie dieser job bei weltklassemannschaften besetzt wird. Keine der sechzehn in der diesjährigen world league engagierten nationalmannschaften, darunter absolute weltklassemannschaften wir brasilien, cuba, russland oder serbien, hat mehr als einen assitant-coach. Und das entspricht ja, wenn mich mein englisch nicht im stich lässt, dem posten des co-trainers. Die latest addition – um kurz beim englischen zu bleiben – zu dieser zahlenmäßig beeindruckenden reihe von co-trainern der österreichischen nationalmannschaft ist übrigens erkan togan, der bis vor wenigen wochen noch als spieler (und nicht als trainer) bei den hotvolleys aktiv war. Und schon wieder fallen mir unangenehme fragen ein: Hat herr togan eine trainerausbildung? Fehlt ihm diese, dann könnte einem bösen menschen in diesem zusammenhang doch glatt der aus der politik bekannte begriff des versorgungspostens einfallen. Aber weiter mit der lustigen fragestunde: Wer ist für diese besetzung verantwortlich? Ist dazu ein vorstandsbeschluss des övv notwendig oder wurde das „freihändig“ entschieden? Da geht’s ja vermutlich auch um geld, oder arbeitet herr togan gratis? Fragen über fragen, auf die ich vermutlich keine antworten bekommen werde.
Und zum abschluss diesmal eine positive(!) meldung aus dem nachwuchsbereich: Bei den an diesem wochenende gespielten u17 meisterschaften der burschen haben 9 mannschaften teilgenommen und von den 90 burschen waren immerhin 35 am alterslimit. Bei den u19 meisterschaften waren es –wie letzte woche hier berichtet – dann leider nur mehr 11 von 85. Das heißt, dass viele burschen mit dem volleyball als leistungssport zwischen 17 und 19 schluss machen. Das hat ganz sicher bei vielen burschen mit der ausbildung bzw. mit dem abschluss der schule und dem beginn eines studiums zu tun. Trotzdem sind die vereine dazu aufgerufen diesem aderlass mit aller kraft entgegenzuwirken und dazu gehört eben auch, wie hier an dieser stelle schon letzte woche bemerkt, das anbieten von entsprechenden perspektiven für talentierte und leistungsbereite burschen. Und damit meine ich ganz sicher nicht das wärmen der ersatzbank bei irgendwelchen legionärstruppen.
Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.