Montag, 16. Mai 2011

Von kreisen und wellen und ganz, ganz vielen co-trainern

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

mein blog zieht mittlerweile kreise und schlägt wellen, wie ich es mir, als ich ende jänner meinen ersten kommentar online stellte, nie erwartet hätte. Es gibt fans aber auch kritiker dieses blogs. Und das ist gut so, genau das wollte ich erreichen. Ich sehe mich nicht im besitz der allein seelig machenden wahrheit, ich gebe hier meine persönliche meinung wieder und ich würde mich noch mehr über die aufmerksamkeit freuen, die ich offensichtlich mit meinem blog errege, wenn nicht ÜBER den blog sondern IM blog diskutiert würde. Es gibt die möglichkeit direkt kommentare zu meinen einträgen online abzugeben und das würde vielleicht helfen gerüchte nicht entstehen zu lassen und missverständnisse zu verhindern. Und zu einem dieser missverständnisse möchte ich hier ganz klar stellung nehmen: mit der hier schon mehrfach abgehandelten geschichte um das vom rumänischen verein remat zalau behauptete engagement des teamtrainers michael warm als technischen direktor ebendort wollte ich niemandem schaden, am allerwenigsten michael warm selbst, über den ich von verschiedensten seiten bisher nur gutes gehört habe. Ich verstehe allerdings nach wie vor nicht, dass sich der övv, der in anderen rezenten und nicht ganz so rezenten angelegenheiten bei weitem nicht immer zimperlich agiert hat, nicht schützend vor seinen trainer stellt und von der vereinsführung von remat zalau verlangt, dass diese die nach darstellung des övv unwahren behauptungen von ihrer webpage entfernt und öffentlich widerruft. Das müsste doch nicht nur im interesse des teamtrainers sondern auch im interesse des övv liegen.
Ok, themenwechsel, oder doch nicht ganz. Auf der övv webpage kann man lesen, dass sich das österreichische nationalteam den luxus von 4 – in worten VIER - co-trainern leistet. Ich habe mir gestattet unter www.fivb.org nachzusehen wie dieser job bei weltklassemannschaften besetzt wird. Keine der sechzehn in der diesjährigen world league engagierten nationalmannschaften, darunter absolute weltklassemannschaften wir brasilien, cuba, russland oder serbien, hat mehr als einen assitant-coach. Und das entspricht ja, wenn mich mein englisch nicht im stich lässt, dem posten des co-trainers. Die latest addition – um kurz beim englischen zu bleiben – zu dieser zahlenmäßig beeindruckenden reihe von co-trainern der österreichischen nationalmannschaft ist übrigens erkan togan, der bis vor wenigen wochen noch als spieler (und nicht als trainer) bei den hotvolleys aktiv war. Und schon wieder fallen mir unangenehme fragen ein: Hat herr togan eine trainerausbildung? Fehlt ihm diese, dann könnte einem bösen menschen in diesem zusammenhang doch glatt der aus der politik bekannte begriff des versorgungspostens einfallen. Aber weiter mit der lustigen fragestunde: Wer ist für diese besetzung verantwortlich? Ist dazu ein vorstandsbeschluss des övv notwendig oder wurde das „freihändig“ entschieden? Da geht’s ja vermutlich auch um geld, oder arbeitet herr togan gratis? Fragen über fragen, auf die ich vermutlich keine antworten bekommen werde.
Und zum abschluss diesmal eine positive(!) meldung aus dem nachwuchsbereich: Bei den an diesem wochenende gespielten u17 meisterschaften der burschen haben 9 mannschaften teilgenommen und von den 90 burschen waren immerhin 35 am alterslimit. Bei den u19 meisterschaften waren es –wie letzte woche hier berichtet – dann leider nur mehr 11 von 85. Das heißt, dass viele burschen mit dem volleyball als leistungssport zwischen 17 und 19 schluss machen. Das hat ganz sicher bei vielen burschen mit der ausbildung bzw. mit dem abschluss der schule und dem beginn eines studiums zu tun. Trotzdem sind die vereine dazu aufgerufen diesem aderlass mit aller kraft entgegenzuwirken und dazu gehört eben auch, wie hier an dieser stelle schon letzte woche bemerkt, das anbieten von entsprechenden perspektiven für talentierte und leistungsbereite burschen. Und damit meine ich ganz sicher nicht das wärmen der ersatzbank bei irgendwelchen legionärstruppen.

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Dienstag, 10. Mai 2011

Von den lehren einer verpatzten eishockey wm und von der leere in den hallen beim volleyball

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

mit ein wenig verspätung komme ich erst heute dazu meinen allwöchentlichen eintrag zu schreiben. Zum grund dieser verspätung komme ich etwas weiter unten. Vorerst geht’s um eishockey. Themenverfehlung? Aber nein. Die österreichische eishockey-mannschaft hat sich bei der laufenden weltmeisterschaft sang- und klanglos mit nur einem sieg und fünf niederlagen aus der elitegruppe verabschiedet. Wo liegen die ursachen? Laut orf prangert oliver setzinger wie schon in der vergangenheit die personalpolitik der vereine der erste bank liga an. Laut setzinger nehmen zu viele legionäre jungen österreichern den platz weg. OEHV präsident dieter kalt senior, er ist meines wissens nach nicht gleichzeitig auch manager eines österreichischen spitzenclubs, stößt laut orf ins gleiche horn und sagt: „Ich verstehe, dass clubs mit geld gewinnen möchten, aber ich lese immer nur von neu verpflichteten legionären.“ Kommt uns das aus dem volleyball irgendwie bekannt vor? Und ich meine jetzt nicht die kritik des präsidenten an zu vielen legionären, sondern die situation an sich, dass legionäre österreichischen spielern jahrelang den platz verstellt haben. Fairerweise muss man allerdings positiv anmerken, dass beim eishockey in österreich wenigstens die hallen voll sind. Aber zurück zur legionärsproblematik: Wie sollen sich österreichische spieler da entwicklen? Welche perspektiven haben und hatten junge österreicher im heimischen volleyball? Ein platz in einer grundsechs bzw. –sieben in einer österreichischen mannschaft in der 1. bundesliga? Für die meisten unerreichbar. Ein engagement bei einem ausländischen spitzenteam? Ein unerfüllbarer traum. Und jetzt wird krampfhaft versucht vor der em optimismus zu verbreiten. Ich bitte meine kritik  hier nicht falsch zu verstehen, sie richtet sich in keiner weise gegen die spieler. Die sind mit einsatz und eifer bei der sache. Die kritik richtet sich gegen den övv und gegen einzelne spitzenverein, die jahrelang eine völlig verfehlte legionärspolitik verfolgt haben. Ich befürchte, dass uns die rechnung dafür bei der em präsentiert werden wird. Aber diese politik wird uns noch längerfristiger schaden. An diesem wochenende fanden die u19 staatsmeisterschaften der herren statt. Acht mannschaften haben teilgenommen, davon je zwei aus tirol, niederösterreich und der steiermark, eine aus vorarlberg und eine aus oberösterreich, keine aus kärnten, keine aus salzburg, keine aus dem burgenland und keine aus der 1.8-millionen-stadt wien. Ein trauriges bild! Noch trauriger oder eigentlich besorgniserregender ist, meiner ansicht nach, die tatsache, dass von 85 teilnehmenden burschen gerade einmal 11 aus  dem jahrgang 1992, also an der altersgrenze für das turnier waren. Bei den u21 meisterschaften war die situation noch schlimmer. Von 105 teilnehmenden burschen waren nur 12 an der altersgrenze. Die schönfärber und sonntagsredner werden jetzt natürlich sagen: „Na und, ist doch toll, wenn es so viele talentierte burschen gibt, die bereits als jüngere schon in höheren alterklassen mitspielen können.“ Ich gestatte mir die situation anders einzuschätzen. Ich denke, dass im nachwuchsbereich viele talentierte burschen, in deren ausbildung die vereine zeit, geld und resourcen investiert haben, dem sport aus mangel an perspektiven und vorbildern den rücken zukehren und sich (unter den herrschenden umständen vernünftigerweise) auf ihre ausbildung konzentrieren.
Da läuft einiges falsch im övv und ich meine damit nicht nur die unerquicklichen ereignisse der jüngsten vergangenheit. Ich warte in diesem letzteren zusammenhang übrigens noch immer darauf, dass der övv seinen teamtrainer wirkungsvoll gegen die weiterhin auf der schon mehrfach zitierten rumänischen webpage publizierten behauptungen der vereinsführung von remat zalau, dass michael warm dort den posten des technischen direktors übernommen habe, schützt. Da muss doch wohl mehr kommen als ein kurzes „statement“ zum sogenannten „gerücht“. Und solange das nicht kommt, bleibe ich hier auch bei meinem „statement“, dass, solange die geschichte nicht völlig geklärt ist, hier der eindruck entsteht, dass es irgendjemand mit der wahrheit nicht ganz genau nimmt.

Zum schluss bin ich den leserinnen und lesern noch die erklärung für die verspätung meines blogs schuldig: Ich war gestern beim wiener cupfinale der herren, das vor etwa 80 zuschauern in simmering stattfand, das waren mehr zuschauer als bei so manchem spiel der 1. bundesliga. Und das bringt mich auf dem umweg des mangelnden zuschauerinteresses nochmals zum övv zurück. Dieses geringe öffentliche interesse für unseren sport ist für den övv zugleich fluch (hoffentlich) und segen; fluch deswegen, weil, so hoffe ich zumindestens, der verband unseren sport lieber öffentlichkeitswirksamer positioniert sähe; segen, weil vorgänge und ereignisse, die in anderen sportverbänden, deren sport in einem breiteren licht der öffentlichkeit steht, ernste konsequenzen hätten, im övv aber ohne folgen für die beteiligten bleiben.      

Und als zuckerl dieses mal für die werten leser und leserinnen dieses blogs, für freunde und freundinnen des gepflegten volleyball kein ständchen sondern das finale der brasilianischen superliga der herren zwischen sesi sao paulo und sada cruzeiro voley in voller länge, mehr als 2 stunden volleyball vom feinsten, zum genießen, zum staunen, zum lernen:

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Sonntag, 1. Mai 2011

Etwas lärm um nichts oder doch etwas mehr?

Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

in letzter zeit ist mein blog ein bisschen ins kabarettistische gekippt, mit lustigen ständchen und anderen aktionistischen einlagen. Diesmal ist schluss mit lustig, es wird ernst, aber hoffentlich nicht langweilig. Letzte woche habe ich eine fortsetzung der geschichte um die möglichen verbindungen des teamtrainers michael warm versprochen. Auf der övv homepage werden sogenannte gerüchte dementiert, dass warm einen job als technischer direktor bei remat zalau angetreten hat. Im folgenden die übersetzung eines artikels der unter
noch immer auf der web-site von remat zalau zu finden ist (man muss etwas nach unten scrollen):

Mittwoch Abend (16. März 2011) hat die Führung des Volleyballclubs im Rahmen einer Pressekonferenz im Saal der Sportler von Zalau den neuen Cheftrainer und den technischen Direktor vorgestellt. Es sind die deutschen Trainer Michael Warm – der schon letztes Jahr an der Spitze der Mannschaft stand und im Männervolleyball dazu beigetragen hat, dass Remat den Meistertitel in Rumänien errungen hat – und Michael Merten.
Der Präsident des Clubs, Liviu Ciupe, kündigte den Wechsel an – Michael Merten nimmt den Platz des Trainers Mircea Dudas ein und der ehemalige Trainer der Meisterschaft Michael Warm den Posten des technischen Direktors – und führte weiters aus: „Dieser Wechsel (genehmigt vom Direktorenkollegium) war notwendig, weil die Mannschaft nicht auf dem Niveau, das wir uns wünschten, war und wir Bedenken bezüglich des Spielablaufs hatten. Michael Warm kennt die Mannschaft, das Publikum und die rumänischen Meisterschaften. Es war sein Wunsch, mit Michael Merten, den wir nicht kennen, zusammen zu arbeiten. Warm ist der technische Direktor der Mannschaft, weil er noch einen Vertrag mit der österreichischen Nationalmannschaft hat. Er versucht, uns beim Gewinn der Meisterschaft zu helfen, aber der Haupttrainer wird Merten sein. Der zweite Trainer bleibt Ovidiu Macarie.“
Michael Warm war vom Vorschlag der Clubführung begeistert und sagte: „Es ist eine Ehre, von Neuem die Mannschaft Remat zu trainieren und ich freue mich, `nach Hause´ zurück gekehrt zu sein. Letztes Jahr habe ich mein Bestes für diesen Club gegeben und es war nicht schwer mich zu überzeugen, nach Zalau zurück zu kommen. Es wird nicht einfach sein, die Meisterschaft wieder zu gewinnen, wir haben aber alle Chancen auf unserer Seite, die Bedingungen sind gut, die Führung ist o.k. und alle müssen sich bewusst machen, dass wir eine Mannschaft sind – vom Kleinsten bis zum Größten. Michael Merten, für den ich garantiere, mit dem ich die letzten 20 Jahre zusammen gearbeitet habe, ist die beste Option für Zalau und zusammen werden wir versuchen, das zweite Wunder in den letzen 2 Jahren für Zalau zu erreichen.“
Michael Warm bezog sich auf seine Aktivitäten und Arbeiten als Trainer der österreichischen Nationalmannschaft, die er für die europäischen Meisterschaften in diesem Sommer vorbereitet. Andererseits unterstrich er: „Ich will Remat Zalau helfen, wieder die Meisterschaft zu gewinnen. Ich möchte unterstreichen, dass letztes Jahr nicht ich das wichtigste Rädchen im Getriebe war, sondern die Spieler und heuer wird sich diese Situation wiederholen, weil es eine interessante Mannschaft ist. Es wird sicher nicht so schwer sein, die Meisterschaften zu gewinnen, aber wir müssen es erst tun.“
Obwohl der Haupttrainer bis zur Pressekonferenz keine Gelegenheit hatte, ein Training zu leiten, führte er an, die ungarischen Spieler von einem Meisterschaftsspiel aus Deutschland zu kennen, wo er gegen sie gespielt habe. „Ich bin sehr glücklich, heute in Zalau zu sein. Ich bin zum ersten Mal in Rumänien. Ich bin glücklich, mit Michael Warm zusammen zu arbeiten. Wir kennen einander seit 25 Jahren. Ich bin nach Rumänien gekommen, um die Meisterschaften zu gewinnen. Ich habe Junioren-., und im Seniorenbereich Männer- und Frauenmannschaften trainiert. Ich kenne die ungarischen Spieler von einem Meisterschaftsspiel in Deutschland, wo wir gegeneinander gespielt haben. Ich warte auf das erste Training um genau zu sehen, was zu tun ist.“

Also wie ist das nun mit den gerüchten? Irgendetwas stimmt doch da nicht, da kann doch leicht der eindruck entstehen, dass es irgendjemand mit der wahrheit nicht so genau nimmt. Müsste der övv nicht im interesse von michael warm eine erklärung der klubverantwortlichen von remat zalau fordern und wäre die dann nicht zu veröffentlichen?
Ein paar anmerkungen zur stellungnahme des övv gestatte ich mir auch noch. Dort steht, dass michael warm mit wissen des övv in rumänien war. Es wäre doch auch interessant zu wissen, WER vom övv davon wusste. Und warum nimmt man erst stellung, wenn die geschichte plötzlich öffentlich wird? Der övv müsste doch stolz sein, dass der rat des teamchefs auch in rumänien derartig gefragt ist, dass er dort einen trainer empfiehlt und bei dessen präsentation zugegen ist. Und schließlich, ohne stefan krejci hier zu verteidigen, aber dass er im namen seiner teamspieler in rumänien nachfragte, was an der geschichte dran ist, muss man ihm wohl gestatten. Es sind spieler seines vereins und da wird er sich wohl über die zukünftige ausrichtung des nationalteams, und dazu gehört natürlich auch der teamchef, informieren dürfen. Etwas lärm um nichts, wie am ende des övv statements gspöttelt wird, schaut anders aus.       

Und für die person(en), die sich von meinem schlusssatz angesprochen fühlt/fühlen noch folgende erläuterung: Mit einem ähnlichen satz fordert armin thurnher im falter seit jahren wöchentlich die zerschlagung des sogenannten mediamil-komplexes. Den gibt’s trotzdem noch immer. Also ad multos annos......

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Montag, 25. April 2011

Rauschzustände


Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,

In dieser woche haben sich ja die ereignisse geradezu überschlagen: ich möchte jetzt nicht unbescheiden wirken, aber dieser blog wird offenbar immer populärer. Nicht nur, dass ihn – wie ich aus verlässlicher quelle weiß – immer mehr spieler und auch funktionäre regelmäßig lesen, diese woche schaffte es der blog sogar in eine größere öffentlichkeit. Er wurde in einem artikel der oberösterreichischen nachrichten erwähnt. Hier geht’s zum artikel: http://www.nachrichten.at/sport/mehr_sport/art109,603539
Das macht mich schon ein wenig stolz. Nur der herr präsident gehört noch nicht zu den lesern. Es interessiert ihn nicht, wie er in dem oben zitierten artikel betont. Das ist schade, hab’ ich mir doch solche mühe gegeben, ihm mit dem speziellen ständchen letzte woche eine kleine freude zu machen. Aber irgendwie glaube ich es ja nicht, die neugier ist wie wir alle wissen eine sehr starke kraft. Vielleicht lässt herr präsident ja lesen!
Und wie hat sich die affäre um die beschimpfung von stefan krejci durch peter kleinmann in der letzten woche weiterentwickelt? Hier findet der werte leser und die werte leserin eine detailreiche zusammenfassung der geschichte: http://www.sportnet.at/de/volleyball/102464238542/kleinmann_zuckt_aus_du_bist_kein_mensch_du_sau
Der link spricht lustigerweise für sich selbst. Interessant ist aber das statement kleinmanns, dass er krejci für das halte, was er gesagt habe. Lediglich die wortwahl vor publikum sei schlecht gewesen. Aha, da schauen wir aber. War die wortwahl jetzt schlecht, weil publikum dabei war und hätte sie ohne publikum, sprich zeugen, gepasst? Ein schelm, wer da böses denkt. Ein schelm wer böses dabei denkt passt genau in diesem zusammenhang aber auch zu einer als „statement des övv“ bezeichneten meldung auf der övv website, in der auf einen autounfall, den ein alkoholisierter legionär des vca hypo niederösterreich laut kronenzeitung verursacht haben soll, bezug genommen wird. Rührender aufhänger für den mit övv gezeichneten artikel: die sorge um den ruf der spieler des österreichischen nationalteams, die laut „statement“ nicht an dem vorfall beteiligt waren. Es darf spekuliert werden wer im övv aus welchen motiven diesen artikel ins netz gestellt hat. Übrigens soll hier aus gründen der objektivität betont werden, dass in dem artikel, auf den sich das „statement“ beruft, auch steht, dass der betreffende legionär von vca hypo niederösterreich umgehend entlassen wurde. Das hat der herr oder die frau ghostwriter des övv „vergessen“ zu erwähnen. Und damit ist das zynisch erscheinende „es gilt die unschuldsvermutung“ am ende des „statements“ als zeichen einer scheinbaren journalistischen objektivität mehr als überflüssig.
Nur dass hier kein falscher eindruck entsteht: in alkoholisiertem zustand auto zu fahren ist kein kavaliersdelikt sondern in höchstem maße verantwortungslos und  wird vom verfasser dieses blogs auf das schärfste verurteilt. Der verfasser erinnert sich aber auch noch lebhaft an einen vorfall bei den  u17 staatsmeisterschaften 2007/2008, den er selbst miterlebt hat, als die siegreichen hotvolley-spieler unmittelbar nach dem finale noch auf dem spielfeld in spielkleidung bier getrunken haben. Eine e-mail an peter kleinmann hat mir damals die ehre eines persönlichen telefonanrufes seinerseits gebracht, in dessen verlauf mir peter kleinmann den vorfall mit der anderen, der tschechischen trinkkultur (was für ein stereotyp nach dem motto „tschechen tschechern“; für nichtwiener: tschechern bedeutet im wienerischen alkohol trinken) des damals für die mannschaft verantwortlich gewesenen tschechischen trainers zu erklären versucht hat. Also bitte vorsicht mit den steinen, sonst geht das glashaus noch kaputt.
Apropos nachwuchsmeisterschaften: laut övv website nehmen an den u19 staatsmeisterschaften der burschen heuer ganze ACHT mannschaften teil, davon zwei aus der steiermark, zwei aus tirol und zwei aus niederösterreich, eine aus oberösterreich und eine aus vorarlberg. Kärnten, salzburg und wien sind nicht vertreten! Traurig! Dem ist leider nichts mehr hinzuzufügen.
Zu der endlosgeschichte um den österreichischen teamcoach michael warm und seine verbindungen nach rumänien gibt’s nächste woche eine fortsetzung. Also dranbleiben liebe leser und leserinnen.
  
Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Montag, 18. April 2011

Das ende der meisterschaft und als draufgabe ein ständchen für den präsidenten



Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,


die meisterschaft im österreichischen herrenvolleyball ist diese woche zu ende gegangen. Eine legionärsmannschaft aus tirol hat die best of seven serie gegen eine legionärsmannschaft aus kärnten klar mit 4:0 gewonnen, und im entscheidenden spiel um den dritten platz ist die sensation (leider) ausgeblieben. Die auf dem von ihrem manager propagierten „österreichischen weg“ dahinstolpernden hotvolleys haben sich zu einem mühsamen sieg gegen vca hypo niederösterreich gezittert. Apropos österreichischer weg. Es ist bezeichnend für den zustand des österreichischen herrenvolleyball, dass die beiden finalisten der meisterschaft bei den herren der nachwuchsarbeit offenbar nur geringe aufmerksamkeit widmen. Seit jahren spielen weder hypo tirol volleyballteam noch sk posojilnica aich/dob bei den diversen nachwuchsmeisterschaften irgendeine tragende rolle. Gerade angesichts der bevorstehenden europameisterschaft sollten sich die verantwortlichen im övv gedanken darüber machen, ob sich der volleyballsport in österreich in den letzten jahren in die richtige richtung entwickelt hat. Die euphorie über die europameisterschaft beeinträchtigt da – meiner meinung nach – die wahrnehmung so mancher funktionäre. Mit der ernennung von zahllosen volleyballbotschafterInnen alleine werden sich keine spiel gewinnen lassen. Die weichen für eine sportlich erfolgreiche europameisterschaft hätten schon viel früher gestellt werden müssen, beispielsweise mit einer mutigen entscheidung, die anzahl der auf dem feld befindlichen legionäre in einem spiel auf 2 oder 3 zu begrenzen. Eine solche regelung hätte österreichischen spielern die möglichkeit gegeben sich kontinuierlich zu entwickeln und man hätte sich diese alibiaktion das sogenannte team club austria in dieser saison in der mevza spielen, pardon verlieren, zu lassen ersparen können. Die überforderung der mannschaft auf internationaler ebene lässt sich aus der statistik ablesen. 4 siegen stehen 14 niederlagen gegenüber. Den spielern darf man keinen vorwurf machen, viele von ihnen waren jahrelang zum sitzen auf der ersatzbank verurteilt, weil legionäre ihren platz in der grundaufstellung einnahmen. Diese jahrelange fehlentwicklung führt dann auch noch zu weiteren kuriositäten: Bei genauer betrachtung des diese woche bekanntgegebenen kaders für die europameisterschaft fällt auf, dass auf den beiden zentralen positionen des aufspielers und des diagonalspielers ein siebzehnjähriger und ein achtzehnjähriger auf abruf nominiert wurden (der diagonalspieler war übrigens fast die gesamte saison lang verletzt). Die beiden sind wohl talentierte nachwuchspieler, aber ohne ihnen nahetreten zu wollen, keiner der beiden ist ein messi des österreichischen volleyballs, der zu recht mit siebzehn in die argentinische fußballnationalmannschaft geholt wurde. Da stimmt doch etwas nicht, wenn es auf diesen beiden zentralen positionen  nicht auch noch den einen oder anderen etwas routinierteren spieler in österreich gibt. Oder will man da mit eher durchsichtigen methoden den altersschnitt des kaders senken?
Und zum schluss muss ich mich doch noch ganz kurz mit dem herrn präsidenten und seinem auftritt in amstetten beschäftigen. Für interessierte hier noch ein paar links mit den details:
Herr kleinmann lehnt es übrigens ab, sich für seine beschimpfungen bei stefan krejci zu entschuldigen, weil er ihn nicht mag! Na diese begründung leuchtet ein und unterstreicht ihre vorbildfunktion, herr präsident. Und deswegen gibt es passend zu meinem traditionellen abschlusssatz diesmal sogar ein ständchen: http://www.youtube.com/watch?v=Dpylr2H7h7E



Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Montag, 11. April 2011

Von einer richtigen sau und dem billa-schweinderl, ja natürlich


Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,
auch auf die gefahr hin, dass es schön langsam langweilig wird, auch diese woche steht unser geschätzter herr präsident wieder im zentrum dieses blogs. Nach kronthaler und micheu bekommt es jetzt der obmann des vca hypo niederösterreich, stefan krejci mit peter kleinmann zu tun. Schon vor dem sensationsieg des vca hypo niederösterreich über die hotvolleys kam es offenbar beim handschlag zwischen krejci und kleinmann zu einem eklat. Unter
kann man näheres dazu lesen. Offenbar gibt es nach diesem bericht der oberösterreichischen nachrichten zeugen, die bestätigen, dass kleinmann krejci übel beschimpft haben soll. Die krone in niederösterreich wird da noch deutlicher. Laut krone-artikel beschimpfte kleinmann krejci mit den worten: „Du bist ein arschloch, eine sau!“ Na da schau her, das sind aber töne. Sollte das so stimmen, kann man sich nur stefan krejci anschließen, der in dem oben zitierten artikel der oberösterreichischen nachrichten meint: „Kleinmann ist rücktrittsreif, er hat viele dinge und sich selbst nicht mehr im griff.“ Sportlich dürfte er seine truppe tatsächlich nicht mehr im griff haben. Die niederlage gegen hypo niederösterreich war mit den satzergebnissen 25:13(!), 25:17, 29:31 und 25:16 mehr als deutlich. Für volleyball-afficionados erwähnenswert ist die tatsache, dass die niederösterreicher mit zwei aufspielern agierten, also ein – um es vorsichtig zu sagen – etwas antiquiertes 4-2 system spielten. Vielleicht hat das die mit 6 teamspielern angereiste „startruppe“ aus wien zu sehr verwirrt? Sollten die hotvolleys auch das dritte spiel am kommenden Freitag verlieren, wäre auch der mevza-platz für die kleinmann-truppe geschichte. Nicht auszudenken. Aber möglicherweise spielen halt dann ab nächster saison eben 4 mannschaften aus österreich in der mevza, da wird man sicher eine lösung finden. Im moment aber gilt für die truppe von peter kleinmann noch das sprichwort „wer den schaden hat braucht für den spott nicht zu sorgen“. Und die verantwortlichen der hotvolleys liefern im moment ihren gegnern ausreichend munition dafür. Ich zitiere den sportdirektor der hotvolleys darko antunovic, der auf deren web-site vor dem spiel gegen vca hypo niederösterreich vollmundig verkündete: "Natürlich sind wir auf sieg eingestellt. Natürlich sind wir favorit. Natürlich gewinnen wir morgen!" Darauf antwortete vca hypo niederösterreich manager werner brandstetter laut vereins-website: „Natürlich waren wir auf sieg eingestellt. Natürlich waren wir außenseiter. Und natürlich haben wir gewonnen.“ Da grüßt das billa-schweinderl, herr antunovic, ja NATÜRLICH!
Aber trotz aller widrigkeiten, eins muss man peter kleinmann lassen: im ernennen von botschaftern schlägt er sogar den außenminister. Wir halten mittlerweile bei 37(!) botschafterInnen für die eurovolley. Heute wurde die volleyballlegende karch kyrali, der im multiversum in schwechat ein trainerseminar abhielt, von peter kleinmann persönlich zum vorerst letzten botschafter ernannt. Das hat den herrn kiraly sicher sehr gefreut. Und sollte für peter kleinmann irgendwann einmal mit dem volleyball schluss sein, empfiehlt er sich schon jetzt für den diplomatischen dienst. Am sprachlichen feinschliff (siehe oben) muss er halt noch ein wenig arbeiten.

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.

Montag, 4. April 2011

Von den schmerzen des peter kleinmann und von interessanten dingen, die man auf rumänischen websites findet


Liebe freunde und freundinnen des gepflegten volleyballs,
laut eines berichtes des kurier vom 3.4., nachzulesen unter http://kurier.at/sport/2086905.php
hat peter kleinmann schmerzen; es tut ihm weh, dass er die legionärstruppe (wirklich, das hat er laut kurier so gesagt, welch garstiges wort aus dem mund des herrn kleinmann) von aich/dob nicht schlagen konnte mit seinen hotvolleys. Und er bemüht nochmals die ausrede, die ich schon in meinem letzten blog kommentiert habe, nämlich, dass er in dieser saison mit dem ziel europameisterschaft österreichische spieler bei den hotvolleys spielen ließ. Dass er kurz vor dem playoff in der meisterschaft noch schnell einen kanadier und einen brasilianer engagierte, vergisst herr kleinmann zu erwähnen. Die wahrheit ist halt nicht nur eine marketingfirma (wem fällt so ein name für eine marketingfirma ein?), die die eurovolley bewirbt, sondern auch eine tochter der zeit. Im ernst, das glaubt ihnen doch niemand, herr präsident, niemand in österreich, der sich auch nur ein wenig mit dem volleyball auskennt. Die wandlung vom legionärs-süchtigen saulus zum opferbereiten paulus des österreichischen weges kommt viel zu spät und wird auch nicht glaubhafter, wenn man sie im wochenrhythmus gegenüber österreichischen zeitungen betont. Vorige woche war es der standard, diese woche der kurier und nächste woche vielleicht der hintertupfinger tagesanzeiger.
Geradezu niedlich wird es dann, wenn kleinmann in dem bericht des kurier beklagt, dass in österreich zu wenig geld in den sport investiert wird. Muss sich da jemand nach der subventionsdecke strecken und hat das irgendetwas mit dem österreichischen weg bei den hotvolleys zu tun? Ein schelm wer böses dabei denkt.
Apropos österreichischer weg: oliver binder, der aufspieler der österreichischen nationalmannschaft sagt auf der övv-homepage: „Jedes spiel in diesem jahr hat mich weitergebracht als alle spiele in den letzten zwei, drei Jahren zusammen.“ Da steckt wohl sehr viel wahrheit in diesem satz. Vermutlich hat er in einem satz heuer mehr zeit auf dem feld verbracht als in den vergangenen drei jahren zusammen. Mit ausnahme der heurigen saison musste binder doch seit seinem wechsel von sokol zu den hotvolleys im jahr 2007 die meiste zeit die ersatzbank warmhalten, weil ein legionär die position des stammaufspielers einnahm, und durfte pro spiel, wenn überhaupt, dann nur einige wenige male zum servieren auf das feld. Teamchef warm ist mit der entwicklung seines aufspielers dennoch zufrieden, kritische äußerungen in richtung övv sind von warm kaum zu hören. Gibt es dafür eine erklärung?
findet man eine interessanten artikel, zwar auf rumänisch, aber der lässt sich übersetzen. Und in diesem artikel steht, dass michael warm am 16.3.2011 die position des technischen direktors beim rumänischen verein remat zalau übernommen hat. Das wirft einige ernste fragen auf: Weiß der övv davon? Wenn ja, wer weiß im övv davon? Ist dieses engagement in rumänien mit dem vertrag, den warm mit dem övv, hat vereinbar? Kann warm seine funktion als teamtrainer weiterhin in vollem umfang erfüllen, oder bereitet da der zweite coach des nationalteams nach gulinelli seinen absprung vor? Wenn der övv von den aktivitäten seines teamtrainers weiß, ist es allerdings mehr als eigenartig, dass man darüber weder in den zahlreichen interviews des herrn präsidenten etwas liest noch auf der homepage des övv. Dort wird über den 34. (!) botschafter der eurovolley, den leichtathleten andreas vojta, berichtet. Das ist natürlich viel, viel wichtiger und allemal interessanter für die volleyballinteressierte öffentlichkeit als das engagement des teamtrainers in rumänien.

Im übrigen bin ich der meinung, dass sich an der spitze des övv, und zwar ganz oben, zum wohle des österreichischen volleyballs möglichst schnell etwas ändern sollte.